Der Goischt von Michel Buck

Miar hôt a môl mei’ Uschlabäs,
Dui Knickere, zum Klôsa
Vom Vetter selig gea’ a Häs
Vol Pichana und Môsa:
 
A Ribelhos mit Polatur,
Dui könn ma’ jô noh wenda,
Druimôl verbleatzt und denischt dur
An boidi Knui und hinta;
 
En Samatlender raut vom Schwoiß
10 
Wärnaut aß wia a Ziagal,
11 
Und Aermel von der Nasaboiz
12 
Davonna da’ mit Spiagal;
 
13 
Derzua a Winterleible fei’,
14 
A pelzis von Ouäadar,
15 
Nu’ schad, daß, wo a Pelz ischt gsei’,
16 
Jetz glitzgat s nacket Leadar.
 
17 
Dô hôt se mi – und des ischt wôhr –
18 
Aell Puff ums Häsle gfrôgat
19 
Und mi wohl beima Viataljôhr
20 
Aell ums Vergealtsgott plôgat.
 
21 
Was gschieht? Dô stirbt des Weible gäh,
22 
I wäunsch er s ebig Leaba,
23 
Hau’ gmoint, daß i gnua dankat hä
24 
Und gnua Vergealtsgott geaba.
 
25 
Sui aber hôt au dô noit gnua.
26 
Zmôl hair i se dô niasa.
27 
I sag: „Gott geab der d ebig Ruah,
28 
Was muascht denn gauh’ noh büaßa?“
 
29 
Dô nuist se noh môl überlout,
30 
Jô, druimôl hôt se gnossa,
31 
Jetz hau’ mer nimma z schwätzet trout,
32 
Denn s Zäpfle isch mer gschossa.
 
33 
Uff oi’ môl sait dô Uschla Goischt:
34 
„Hôscht au noh s Vetters Hosa
35 
Und s pelzi Leibli, wo der, woischt,
36 
Hau’ gea’ zum Alamosa?“
 
37 
„„Jô, Gott vergealts,““ sag i druff na’,
38 
„„Der Hearr im Himmel doba!
39 
Stôhscht eaba gauh’ um eabbas a’,
40 
Nôch will es füar di globa.““
 
41 
Dô sait se: „S sei der it verhehlt,
42 
Jetz bi’n i frei vom Baisa,
43 
Miar hôt noh Oi’ Vergealtsgott gfehlt,
44 
I dank der füar s Vertlaisa.“
 
45 
Dô wach i ouf, lieg blauß im Bett,
46 
– So macht der Trom oim Possa –
47 
Und hau’ a ghörigs Gschuder ghätt,
48 
Und i hau’ seall so gnossa!

Details zum Gedicht „Der Goischt“

Autor
Michel Buck
Anzahl Strophen
12
Anzahl Verse
48
Anzahl Wörter
278
Entstehungsjahr
bis 1888
Epoche
Realismus,
Naturalismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der Goischt“ ist Michel Buck. Geboren wurde Buck im Jahr 1832 in Ertingen, Oberamt Riedlingen. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1888 zurück. Der Erscheinungsort ist Stuttgart. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Realismus oder Naturalismus kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 278 Wörter. Es baut sich aus 12 Strophen auf und besteht aus 48 Versen. Der Dichter Michel Buck ist auch der Autor für Gedichte wie „Auf den Tod meines lieben siebenjährigen Töchterchens Hilda Antonia“, „Auf die Beerdigung meines Schwähers“ und „D Blockstrecker“. Zum Autoren des Gedichtes „Der Goischt“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 55 Gedichte vor.

Daten werden aufbereitet

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Weitere Gedichte des Autoren Michel Buck (Infos zum Autor)

Zum Autoren Michel Buck sind auf abi-pur.de 55 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autoren.