Der Gebrauch der Jugend von Christian Felix Weiße

Was hilft das Leben, wenn man es nicht nützt?
Wenn man die fröliche Zeit
Zu lieben sich verbeut:
O Doris, was hilft dir dein Leben anitzt?
 
Was nützt die Rose wenn man sie nicht bricht?
Man geht unfühlend vorbey,
Fragt nicht, wie schön sie sey;
Sie stirbt, kein Liebling beklaget sie nicht!
 
Was nützt die Traube, wenn man sie nicht preßt?
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Sie muß durch göttlichen Wein,
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Erst unser Herz erfreun;
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Sonst schmückt sie traurig das durstige Fest.
 
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Was hilft die Schönheit, die ungenützt flieht?
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Zu keinem Kusse verführt,
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Matt, kindisch, ungerührt,
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Entweicht sie im Jahren des Lenzes verblüht.
 
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Wohl! ich bin jung; du, Doris, bist schön!
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Wenn meine Jugend verraucht;
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Dein Reitz flieht ungebraucht,
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So denke, wie werden wir beyde bestehn?
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.6 KB)

Details zum Gedicht „Der Gebrauch der Jugend“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
121
Entstehungsjahr
1758
Epoche
Aufklärung

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Der Gebrauch der Jugend“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Christian Felix Weiße. Im Jahr 1726 wurde Weiße in Annaberg geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1758. Erscheinungsort des Textes ist Leipzig. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Aufklärung zugeordnet werden. Der Schriftsteller Weiße ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 121 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 20 Versen. Der Dichter Christian Felix Weiße ist auch der Autor für Gedichte wie „An den Amor“, „An die Muse“ und „An die Muse“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Der Gebrauch der Jugend“ weitere 100 Gedichte vor.

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