Der Schuhflicker von Richard Zoozmann

In einer öden Gasse war's,
Da hört ich zur Nacht ein Hämmern;
Ein Alter saß, schneeweißen Haar's,
In fahlen Mondlichts Dämmern.
 
Was sollen die leichten, zierlichen Schuh
So spät in deinen Händen?
Die willst wohl der kleinen Enkelin du
Zum Kirmestanze spenden?
 
Aus ernstem Aug' blickt er mich an:
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Gar müde Füße tragen
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Nun bald dies Paar; so müden kann
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Kein Tanz mehr je behagen.
 
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Ich sitze und hämmre und nagle geschwind
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Zum letzten Gange die Schuhe:
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Du aber eile zum Reigen, mein Kind,
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Weitab von Tod und Truhe!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Der Schuhflicker“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
89
Entstehungsjahr
1863 - 1934
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Der Schuhflicker“ des Autors Richard Zoozmann. Zoozmann wurde im Jahr 1863 in Berlin geboren. In der Zeit von 1879 bis 1934 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus, Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit oder Exilliteratur zugeordnet werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 89 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere Werke des Dichters Richard Zoozmann sind „Alte Romanze“. Zum Autor des Gedichtes „Der Schuhflicker“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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