Der Friedhof von Klabund

In graden Reihen epheudichtbedeckt,
Gleich Betten im Spital, stehen die Gräber.
Ein Kreuz aus Stein vernarrte Neugier weckt,
Wer hier verscharrt. Der Tag, der helle Weber,
Webt Lichterfäden um der Treu Geranien,
Ein leiser Widerschein spielt in den Sarg.
Sie ruhen unter blühenden Kastanien,
Ihr Lebenssaft steigt denen tief ins Mark.
Zwischen zwei Gräben welken rote Blumen,
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Das Erdreich ist zerdrückt, das Laub zerfetzt.
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Hier wälzten sich die Nacht auf weichen Krumen
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Zwei Wildverliebte, von der Brunst gehetzt.
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In ihre Schreie sprangen klirrend Knochen
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Und Schädel, die nach reifem Heumond rochen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Der Friedhof“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
91
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Der Friedhof“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Klabund. 1890 wurde Klabund in Crossen an der Oder geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1913 entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Moderne oder Expressionismus zuordnen. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das vorliegende Gedicht umfasst 91 Wörter. Es baut sich aus nur einer Strophe auf und besteht aus 14 Versen. Klabund ist auch der Autor für Gedichte wie „Berliner Ballade“, „Berliner Mittelstandsbegräbnis“ und „Berliner in Italien“. Zum Autor des Gedichtes „Der Friedhof“ haben wir auf abi-pur.de weitere 139 Gedichte veröffentlicht.

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