Abend (Delle Grazie) von Marie Eugenie Delle Grazie

Im Meer versinkt
Die Sonne und die funkelnden Wasser zischen
An’s Land, wie angesengt von ihrer Gluth!
 
In röthliche Schleier
Hüllt sich die Stadt und aus
Magnolienblüthen, drin er geschlummert, steigt
Der Abendwind und tänzelt über die Fluth hin,
Kühlt brennende Wangen und streut
Den Duft seines Brautgemach’s in alle Lüfte ....
 
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Von wirren Stimmen schallt
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Der Strand und zärtliche Töne schwirren
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Der Nacht entgegen: Mandolinenklang
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Und lockend’ Gekicher der braunen,
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Der tollkirsch-äugigen Töchter Neapel’s. – –
 
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Schon
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Verschwimmen die Küsten und über
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Die Wasser gleitet heimlich die Nacht heran,
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Aufglänzt im violenfarbigen Äther
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Der Mond und streut seine hüpfenden Strahlen
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Wie silberne Rhythmen über das Grab Vergil’s ....

Details zum Gedicht „Abend (Delle Grazie)“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
109
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Abend (Delle Grazie)“ stammt aus der Feder der Autorin bzw. Lyrikerin Marie Eugenie Delle Grazie. Geboren wurde Delle Grazie im Jahr 1864 in Weißkirchen (Bela Crkva). Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1892. Erscheinungsort des Textes ist Leipzig. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Realismus kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin vorgenommen werden. Die Schriftstellerin Delle Grazie ist eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das 109 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere Werke der Dichterin Marie Eugenie Delle Grazie sind „Arco naturale“, „Atlantis“ und „Beatrice Cenci“. Zur Autorin des Gedichtes „Abend (Delle Grazie)“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 71 Gedichte vor.

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