Mädchenfrage von Maria Janitschek

Als Kind hab' ich oft geweint,
Wußt' nicht, warum,
Nun muß ich oft heimlich lachen,
Weiß nicht, warum.
 
Es greift in meine Saiten
Eine rätselhafte Hand,
Ein Fremdes will mich leiten
In ein unbekanntes Land.
 
Seltsam wunderliche Gedanken,
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Die mein Wort nicht nennen kann,
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Baun um mich purpurne Schranken
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Und halten mich in Zauber und Bann.
 
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Ich fasse dich nicht, o Leben,
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Weiß nicht, wer wir beide sind,
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Weiß nicht, wohin wir streben,
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Wo ich mein Ziel wohl find'.
 
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Als Kind hab' ich oft geweint,
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Wußt' nicht, warum.
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Nun muß ich oft heimlich lachen,
20 
Weiß nicht, warum.

Details zum Gedicht „Mädchenfrage“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
97
Entstehungsjahr
1859 - 1927
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Maria Janitschek ist die Autorin des Gedichtes „Mädchenfrage“. Geboren wurde Janitschek im Jahr 1859 in Mödling bei Wien. In der Zeit von 1875 bis 1927 ist das Gedicht entstanden. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin vorgenommen werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 97 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Weitere bekannte Gedichte der Autorin Maria Janitschek sind „Triumph“, „Gomorra“ und „Der Sterbende“. Zur Autorin des Gedichtes „Mädchenfrage“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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