Gomorra von Maria Janitschek

Das Feuer schleicht in den Gassen
Mit leisem Raubtiertritt,
Die schönen Töchter, die blassen,
Vernehmen nicht seinen Schritt.
 
Sie ruhn auf weichen Fellen,
Müde von Tanz und Gelag,
Ihre jungen Brüste schwellen
Entgegen dem morgigen Tag.
 
Sie träumen von dunklen Freuden,
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Von heimlicher Harfen Klang,
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Von königlichem vergeuden
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Und lachendem Überschwang.
 
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Sie träumen von dunklen Freuden,
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Von heimlicher Harfen Klang,
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Von königlichem Vergeuden
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Und lachendem Überschwang.
 
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Sie träumen von Cherubsflügeln
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Da stoßen die Wächter ins Horn,
19 
Not über Gassen und Hügeln
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Lodert Jehovas Zorn.

Details zum Gedicht „Gomorra“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
84
Entstehungsjahr
1859 - 1927
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Maria Janitschek ist die Autorin des Gedichtes „Gomorra“. 1859 wurde Janitschek in Mödling bei Wien geboren. Zwischen den Jahren 1875 und 1927 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das vorliegende Gedicht umfasst 84 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 20 Versen. Die Dichterin Maria Janitschek ist auch die Autorin für Gedichte wie „Triumph“, „Mädchenfrage“ und „Der Sterbende“. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „Gomorra“ keine weiteren Gedichte vor.

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