Der Bauer (Späte Fassung) von Gottfried August Bürger

Wer bist du, Fürst, daß ohne Scheu
Zerrollen mich dein Wagenrad,
Zerschlagen darf dein Roß?
 
Wer bist du, Fürst, daß in mein Fleisch
Dein Freund, dein Jagdhund, ungebläut
Darf Klau’ und Rachen hau’n?
 
Wer bist du, daß, durch Saat und Forst,
Das Hurrah deiner Jagd mich treibt,
Entathmet, wie das Wild? –
 
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Die Saat, so deine Jagd zertritt,
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Was Roß, und Hund, und Du verschlingst,
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Das Brot, du Fürst, ist mein.
 
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Du Fürst hast nicht, bey Egg’ und Pflug,
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Hast nicht den Erntetag durchschwitzt.
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Mein, mein ist Fleiß und Brot! –
 
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Ha! du wärst Obrigkeit vor Gott?
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Gott spendet Segen aus; du raubst!
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Du nicht von Gott, Tyrann!

Details zum Gedicht „Der Bauer (Späte Fassung)“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
18
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1789
Epoche
Sturm & Drang

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der Bauer (Späte Fassung)“ ist Gottfried August Bürger. Im Jahr 1747 wurde Bürger in Molmerswende im Ostharz geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1789 zurück. Der Erscheinungsort ist Göttingen. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Sturm & Drang zu. Bei dem Schriftsteller Bürger handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 18 Versen mit insgesamt 6 Strophen und umfasst dabei 107 Worte. Der Dichter Gottfried August Bürger ist auch der Autor für Gedichte wie „Amors Pfeil“, „Trost“ und „Herr Bacchus“. Zum Autoren des Gedichtes „Der Bauer (Späte Fassung)“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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