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Titel / Referat: Kaiserthermen in Trier und Baden - die Überreste einer großflächigen römischen Badeanlage

Schlagwörter: Architektur der Kaiserthermen, Allgemeines über Baden bei den Römern, Bauart der Thermen, Geschichte der Thermen Hausaufgabe, Referat

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Kaiserthermen in Trier und Baden bei den Römern




Die Architektur der Kaiserthermen
Ein Baugelände von 250 m Länge und einer Breite von 145 m umfasst der römische Badepalast, die Kaiserthermen. Heute ist nur noch im östlichen Teil das aufgehende Mauerwerk des Warmwasserbades (caldarium) auf größere Höhe erhalten. Lagen von Kalkstein-Handquadern in rhythmischem Wechsel mit horizontalen Ziegelbändern charakterisieren die sorgfältig ausgeführte Verblendung des römischen Mauerwerks, dessen Kern gegossen ist. Auf der Hauptachse liegen von Osten nach Westen aneinandergereiht das Warmwasserbad, der runde Saal des Warmluftbades (tepidarium), das Kaltwasserbad (frigidarium) und schließlich der Gymnastikplatz (palaestra), der von Wandelhallen umgeben ist. Zu beiden Seiten der Hauptachse befanden sich in symmetrischer Anordnung ehemals Räume für die Kleiderablage, Reinigung und Massage.

Die prunkvolle Westfassade, in Richtung Kurfürstliches Palais gelegen, war in der Mitte betont durch einen wuchtigen Portalbau mit drei Eingängen nach Art des Triumphbogens Constantins d. Gr. in Rom. Zahlreiche Feuerstellen (praefurnia) an den Außenmauern und in den Innenhöfen leiteten die Wärme in die Hallen, Schwimmbecken und Wannen. Ein weitverzweigtes, teilweise sogar zweistöckig ausgebautes unterirdisches System von Bedienungsgängen erfasste die ganze Anlage. Sie waren zur Versorgung der Heizung und zur Beförderung des Brennmaterials bestimmt. Unter ihnen lagen die Abflusskanäle.

Ebenso wie die Basilika gehören die Kaiserthermen zu den Repräsentationsbauten des Kaisers, die ihren Baubeginn Anfang des vierten Jahrhunderts hatten. Kaiser Constantin veranlasste den Bau, um mit der älteren Anlage, den Barbara-Thermen, in Konkurrenz zu treten. Als dieser jedoch Trier verließ, blieb der Rohbau unvollendet zurück. Kaiser Valentian erstellte sich stattdessen ein Repräsentationsgebäude. Als Badeanlage wurden bis weit ins fünfte Jahrhundert nach wie vor die Barbara-Thermen genutzt.


Die Geschichte der Thermen
Agrippa war der erste, der eine große öffentliche Badeanlage in Rom bauen ließ. Sie wurde um etwa 19 v.Chr. vollendet. Bis ins 4 Jahrhundert war die Anzahl von öffentlichen Badeanlagen auf etwa 1000 angewachsen. Berühmte Erbauer von Thermen waren Titus, Nero, Trajan und Antonius. Nach und nach entbrannte ein Wettstreit im Bau immer großartigerer Thermen.


Die Bauart der Thermen
Im Warmbadebereich gab es kleine Gemeinschaftsbecken und viele kleine Wannen, deren Tiefe jedoch gering war. Sie waren nicht zum Schwimmen geeignet. Hierfür gab es eine große Piscina (Becken). Außerdem gab es viele sonstige Einrichtungen wie z.B. einen Sportplatz für Boccia und andere Ballspiele. Teilweise wurden auch Laufwettbewerbe organisiert. Ferner gab es Gymnastikräume mit kosmetischer Behandlung und Massagen. Die Thermen waren von Parks und Gartenanlagen umgeben, so dass der Aufenthalt abwechslungsreich und erholsam war. In der Peripherie (Umgebung) gab es verschiedene öffentliche Räumlichkeiten, z.B.: Bibliotheken, kleine Museen und Säle für Vorträge.


Ein Besuch in den Thermen
Meist hielt man sich viele Stunden in den Thermen auf. Zuerst begab man sich in das Apodyterium (Umkleideraum). Dieses war mit Bänken und Ablagefächern ausgestattet. In der Palaestra (Sportplatz) konnte man sich sportlichen Übungen widmen, diese hatten jedoch weniger Bedeutung als bei den Griechen. Als nächstes begab man sich in das Sudatorium (Schwitzraum). Es ist mit einem trockenheißen Schwitzbad, vergleichbar mit heutigen Saunen. Darauf folgte ein warmes Bad im Caldarium. Die Luft hatte eine Temperatur von etwa 50°C, durch die hohe Luftfeuchtigkeit von 95-100% empfand man die Hitze als besonders drückend. Es waren Wannen mit Wasser aufgestellt, dessen Temperatur laut Plinius "similis incendio" war. Da von unten her geheizt wurde hatten auch die Fußböden eine sehr hohe Temperatur, man konnte sie nur mit speziellen Holzpantoffeln betreten. Die ebenfalls dort befindlichen Waschbecken (Labra) dienten zur Reinigung von Schmutz und Schweiß. Weiter begab man sich in das Tepidarium, den Abschwitzraum. Dieser war mäßig temperiert, die Luft hatte ca. 25°C und war sehr trocken. Abschließend kam der Sprung ins kalte Wasser im Frigidarium, den Kaltbad.


Allgemeines über Baden bei den Römern
Die Eintrittspreise war sehr gering, etwa ein Quadras, das entspricht ¼ As. Geöffnet waren die Thermen von Mittag bis Sonnenuntergang. Der Grund hierfür war, dass morgens stark geheizt werden musste und so mit dem Rauch auch giftige Gase ausströmten. Hadrian erließ für alle Bäder verbindlich, dass diese erst ab der 8. Stunde zu öffnen hätten. Über Badeordnungen ist nichts näheres bekannt. Die Regierenden bauten Thermen und nahmen keinen Eintritt um sich beim Volk beliebt zu machen.


Männer und Frauen
Männer und Frauen badeten grundsätzlich getrennt. Frauen mussten mehr Eintritt bezahlen, teilweise das Doppelte. Sie hatten auch ungünstigere Badezeiten, wie morgens, als geheizt wurde. Das gemeinsame Baden bot reichlich Stoff für Satiren und Klatsch. Von "anständigen Menschen" wurde es verurteilt und von den Kaisern bekämpft. Hadrian war es, der es schließlich verbot: "Lavacra pro sexibus separavit".

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