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Titel / Referat: Singapur - ein Insel- und Stadtstaat in Südostasien

Schlagwörter: Stadtstaat, Stamford Raffles, Klima und Vegetation Hausaufgabe, Referat

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Singapur


Singapur ist ein Insel- und Stadtstaat sowie der kleinste Staat in Südostasien. 4,6 Mio. Einwohner verteilen sich auf 710 km2 Fläche. Der Name „Singapur“ entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha („Löwe“) und Pura („Stadt“). Singapur bedeutet also Löwenstadt. Aufgrund der knappen Landfläche - sie erreicht kaum die Größe Hamburgs - spielt für Singapur die Landgewinnung eine wichtige Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen.


Geschichte

  • 1819: Gründung des heutigen Singapur von dem Engländer Stamford Raffles
  • 1942: Besatzung durch japanische Truppen; Japanische Terrorherrschaft
  • 1945: Kapitulation Japans 1945, Wiederherstellung der britischen Oberhoheit
  • 1946: Britische Kronkolonie
  • 1963: Das vom Krieg mitgenommene Singapur entschließt sich zum Bündnis mit Malaya, Sabah und Sarawak zu Malaysia
  • 1965: Aufgrund politischer Spannungen und Rassenkonflikten entscheidet man sich jedoch wieder zur Trennung; Unabhängigkeit Singapurs


Geographie und Bevölkerung
Die Hauptinsel mit knapp 60 kleineren Inseln liegt an der Spitze der Malaiischen Halbinsel, dem südlichsten Punkt des asiatischen Kontinents, etwa 137 km nördlich vom Äquator.

  • Fläche der Hauptinsel:
    • 570 Quadratkilometer
  • Gesamtfläche:
    • 622 Quadratkilometer, vergrößert sich durch Landgewinnung weiter

Singapur ist ein Land der Einwanderer. Als Raffles 1819 auf der Insel landete lebten dort nur ca. 150 Seenomaden, die sogenannten Orang Laut ("See-Menschen"). Seitdem wuchs die Bevölkerung auf heute 2 986 500 Menschen. Während in den 60ern und 70ern noch Malaysier wegen Arbeitskräftemangels angeworben wurden, betrieb die Regierung seit den 80er Jahren eine erfolgreiche Geburtenkontrolle: bei einem durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von 1,1%.

Drei Viertel der Bevölkerung besteht aus Bürgern chinesischer Herkunft. Die größte Minderheit stellen die Malaien dar, gefolgt von Indern. Zusätzlich finden sich Bürger aus allen möglichen Ländern: viele aus Pakistan und Sri Lanka, aber auch Europäer. Deshalb gibt es in Singapur vier Amtssprachen: Malaiisch (Nationalsprache), Englisch (Geschäfts- und Behördensprache), Hochchinesisch (Pflicht für alle chinesischen Singapurer an den Schulen) und Tamilisch (die Sprache der Südinder, Mehrheit der indischen Einwanderer).

Nach der Verfassung herrscht Religionsfreiheit. Aufgrund der differenzierten Bevölkerungsstruktur gibt es folgende "Hauptreligionen": Buddhismus, Taoismus ("Konfuzius"), Islam, Christentum und Hinduismus. Die Hälfte der Bewohner bekennt sich zum Buddhismus und Taoismus, viele zu beiden.


Klima und Vegetation

  • Mittlere Temperatur im Januar:
    • 26,1 ° C
  • Mittlere Temperatur im Mai:
    • 27,6 ° C
  • Mittlere Jahrestemperatur:
    • 26,9 ° C
  • Mittleres tägliche Maxima:
    • 30,5 ° C (Jahresdurchschnitt)
  • Niederschlag pro Jahr:
    • 2422 mm
  • Regentage pro Jahr:
    • 178

Die Luftfeuchtigkeit liegt immer bei mehr als 80% und erreicht in jedem Monat die Sättigungsgrenze. Somit liegt Singapur genau im Bereich des tropischen Regenwaldes.

Tatsächlich war fast die gesamte Insel noch vor 170 Jahren vom tropischen Regenwald bedeckt. Heute ist davon wenig übriggeblieben. 20 Quadratkilometer Wald unterstehen der Naturschutzkommission. Weitere 15 km 2 Mangroven bedecken Teile des Nordens und der vorgelagerten Inseln. Eine Kuriosität stellt die Vegetation selber dar: im heutigen Singapur sind 80% der Pflanzenarten "importiert", z.T. stammen sie aus der Zeit des brit. Einflusses. Man kann also nichts über die Flora aussagen: die Flora wurde aus der ganzen Welt – von Europa über Asien bis Australien – über die Jahre unter anderem von den verschiedenen Einwanderern zusammengetragen.


Wirtschaft
Aufgrund der nicht vorhandenen Nutzfläche gibt es auf der Insel (so gut wie) keine Landwirtschaft. Schon mehr Menschen arbeiten in der Fischerei, um den Bedarf an "frischem" Fisch für Restaurants und Supermärkte zu decken.

Das verarbeitende Gewerbe gliedert sich wie folgt (Stand:1990):

  • Elektrotechnik: 78,3%
  • Ernährungsgewerbe, Tabakverarbeitung: 7,4%
  • Kunststoffverarbeitung: 6,9%
  • Chemische Industrie: 5,3%
  • Textilgewerbe: 2,1%

Der Staat lebt vom zollfreiem Handel, deshalb ist fast jede internationale Firma mit "Rang und Namen" dort vertreten. Auch für das produzierende Gewerbe gilt: wegen Platzmangels kann es z.B. nicht viele große Chemiefabriken geben, deshalb siedelt sich dort die "platzschonende" aber ertragreiche E-Technik an. Wegen der strategisch wichtigen Lage an der Straße von Malakka gehört der Hafen zu einem der größten der Welt. Zudem gilt Singapur als Konsumparadies und ist deswegen besonders bei Japanern beliebt, die oft nach Singapur kommen, nur um einzukaufen.


Status im Fernen Osten, Innenpolitische Probleme
Singapur erscheint sehr westlich. Dem Staat geht es gut, viele meinen sogar zu gut. In den 60er und 70er Jahren verzeichnete man zweistellige Wachstumsraten. Von einer kurzen Krise Mitte der achtziger Jahre erholte sich Singapur wieder und die Wachstumsraten liegen wieder im zweistelligem Bereich. Betrachtet man den Wert der exportierten Waren, so lagen die Exportsteigerungen bei 10% - 30% in den 90ern (im Jahre 1994: 30,8%; 1995: 22,2%). Der Lebensstandard gilt als der höchste in Asien – nach Japan. Der Staat und die Gesellschaft sind ausgerichtet ihr bestes zu geben. So besteht beispielsweise keine Schulpflicht, dennoch besuchen 100% der Kinder eine Schule. Die reichen leisten sich Privatschulen, die "armen" heuern Nachhilfelehrer an um aus ihren Kindern das Beste herauszuholen.

Die Stadt hat weltweit den Ruf die sauberste Stadt der Welt zu sein, was durchaus zutrifft, denn nach den Gesetzen kann man für das Wegwerfen eines Stück Papiers oder einer "Kippe" mit einer Geldstrafe von bis zu $ 1000 bestraft werden.

Neben dem akuten Mangel an Fläche, dem übrigens wie in Japan mit Landaufschüttung entgegengearbeitet wird, stellt sich das Problem der Einwanderung ein. Schließlich würde diese Oase wie ein Magnet auf die Menschen von Malaysia oder Indonesien wirken. Deswegen erarbeitete die Regierung sehr strenge Gesetze die es unmöglich machen in Singapur zu leben: Ausländer, von Touristen abgesehen, bekommen nur eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Arbeitsplatz nachweisen können. Nach Ablauf der Arbeitsfrist haben Ausländer das Land innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Solche Gesetze erscheinen unmenschlich und asozial. Andererseits muss man diese strenge Regelung aufgrund der besonderen Lage (geographisch und wirtschaftlich) verstehen.

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