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Titel / Referat: Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus - ein Schriftsteller der Romantik

Schlagwörter: Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, E. T. A. Hoffmann, Hoffmann und das Phantastische, Bedeutung für sein Umfeld, Wirkung und Ausblick, Hoffmann und die Frauen, Politische Handlungen Hausaufgabe, Referat

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E. T. A. Hoffmann als Künstler

  • 1781 Musik- und Zeichenunterricht in Königsberg
  • 1795 literarische Prägung durch Studium der Werke
    • Shakespeares u. a.
    • Goethe – Die Zauberflöte
  • 1778 Kompositionsunterricht
    • 1. Singspiel „Die Maske“ 1779
    • 1. Komposition „Scherz, List und Rache“ 1780
  • 1803 Veröffentlichung seines 1. literarischen Werkes
    • „Schriften eines Klostergeistlichen“
  • 1805 Warschau – musikalische Erfolge
  • 1808 Kapellmeister, später Theaterkomponist am Bamberger Theater
    • innerh. v. 5 Jahren Opern „Aurora“ und „Undine“
  • 1809 Wendepunkt – Beginn seiner eigentlichen schriftstellerischen Tätigkeit


Hoffmann und das Phantastische
Er gilt als der Dichter der Romantik, der seine Aspekte am meisten auf das Phantastische richtet, das hat ihn auch den Namen „Gespensterhoffmann“ eingebracht. Mit seinem Namen verbindet man Spuk- und Dämonenglaube, das Groteske und Surreale.

In Träumen, Fieberwahn und während Alkoholexzessen entstehen die Ideen für seine Werke, die er allerdings im wachen und nüchternen Zustand verfasst. Dabei verliert er nie den Blick auf das Reale. Er verbindet dabei zwei Welten miteinander. In seinen Schriften verwebt er die realistische Alltagswelt mit der phantastischen Geisterwelt. So flüchtet er also nicht wie andere Romantiker in eine Phantasiewelt, sondern setzt sich trotz allem in seinen Schriften mit der Wirklichkeit auseinander. Seine vielfältigen Auseiandersetzungen mit der Realität führen ihn zum Erkennen des Grotesken, Widersinnigen und Hintergründigen. Er integriert Zeitnahes, mit dem er sich kritisch auseinandersetzt, und spielt mit den Ängsten seiner Zeitgenossen, z. B. in „Automate“, in dem er die Furcht der damaligen Menschen gekonnt in Szene setzt. So sind seine Werke trotz allem ein Spiegel der damaligen Gesellschaft.

Er interessiert sich für psychische Krankheitsbilder, lässt sie in Romanen, Novellen, Mär-chen und Erzählungen aufleben. So wird in seinen Geschichten nie klar, ob die Geschehnisse auf Spuk oder Wahnisinn der Protagonisten zurückgehen. Durch Ironie, Satire und Einbeziehung von Fabelwesen und Tieren schafft er eine Distanz zum Alltäglichen, die dem Leser neue Bereiche des Denkens eröffnen.

Manches, das zunächst geisterhaft und unverständlich erscheint, wird durch Tatsachen und Erfahrungen vom Schleier des Mysteriösen befreit. So legt er z. B. dar, dass psychi-sche Störungen „nur“ auf Krankheiten zurückgehen. 


Bedeutung für sein Umfeld
Hoffmann wurde durch seine Romane, Novellen, Märchen und Erzählungen bekannt. Seine Figuren fanden sogar in eine der berühmtesten Opern Eingang – „Hoffmanns Erzählungen“ (Les contes d´Hoffmann) von Jaques Offenbach. Trotzdem gehörte er in seiner Heimat zu den eher unbekannteren Schriftstellern seiner Zeit. Er erreichte nie den Bekanntheitsgrad eines Goethes oder Schillers.

Die Meinung seiner Künstlerkollegen über ihn war durchaus zweigeteilt. So hat z. B. Goethe foldendes über ihn gesagt:
„Welcher treue, für Nationalbildung besorgte Teilnehmer hat nicht mit Trauer gesehen, daß die krankhaften Werke jenes leidenden Mannes lange Jahre in Deutschland wirk-sam gewesen und solche Verirrungen als bedeutend fördernde Neuigkeiten gesunden Gemütern eingeimpft wurden.“

Josef von Eichendorff hingegen beschreibt ihn so:
„Glimpf und Schimpf, Verstand und Überschwenglichkeit, Grauen and schallendes Ge-lächter, Rührung und ironischer Hohn ringen und fressen hier ... einander in Verzweif-lung wechselseitig auf.“

Beethoven hat ihn sehr geschäft und schreibt:
„Auch über meine Wenigkeit haben Sie geschrieben ... Sie nehmen also, wie ich glau-ben muß, einigen Anteil an mir; erlauben Sie mir zu sagen, daß dieses, von einem mit so ausgezeichneten Eigenschaften begabten Manne Ihresgleichen, mir sehr wohltut.“ (sic)

Seine größte Anerkennung fand er allerdings im Ausland. So erschienen z. B. seine Werke „Die Elixiere des Teufels“ und „Fräulein Scuderi sogar in England, Russland und Frankreich. In Rußland gilt er als Meister der Psychologie. Die Franzosen mögen ihn vor allem wegen des Grotesken in seinen Werken und erfanden eigens für seinen Stil den Namen „hoffmannesque“. 


Wirkung und Ausblick
Hoffmann war der letzte dt. Erzähler, der im 19. Jhd. weltliterarische Bedeutung gewann. Er gilt als einer der erfolgreichsten Umwerter und Erneuerer. Edgar Allen Poe, Fedor Dostojewskij, Alfred de Musset und Charles Baudelaire bezeichneten ihn als „admirabel“ und verehrten ihn. Nikolaj Gogol, Robert L. Stevenson und Théophile Gautier wurden durch ihn beeinflusst.

Der moderne Surrealismus zählt ihn zu seinen Ahnen. Von Hoffmann führt eine direkte Linie zur literarischen und bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Franz Kafa, Paul Klee aber auch Hugo von Hofmannsthal wurden durch ihn inspiriert und spannen seine Motive des Grauens weiter. Viele literarische Werke, bei denen das Übersinnliche und Groteske unter der vermeintlich glatten Oberfläche des Alltäglichen hervorbricht, lassen den Einfluss E. T. A. Hoffmanns dahinter vermuten.


Hoffmann und die Frauen
Hoffmanns Werke hatten immer auch autobiographische Elemente, dazu gehörte auch sein „Frauenbild“.

  • 1794 Leidenschaftliche Liebe zu seiner Schülerin Dora („Cora“) Hatt
  • 1798 Verlobung mit seiner Cousine Minna Dörffer
  • 1802 Lösung der Verlobung
  • 1802 Heirat mit Mischa Rorer (Maria Rorer-Trzcinska )
  • 1807 Geliebte (Name unbekannt) -> Syphilis
  • 1811 verliebt sich leidenschaftlich in seine (zunächst 13-jährige) 15-jährige Schülerin Julia Mark

Julia Mark findet Eingang in seine Werke u. a. in „Der Nussknacker und Mäusekönig“


Zitat Hitzig:
"Den Umgang mit Frauen liebte er eben nicht. Konnte er (dies war die Regel, von der allerdings einige Ausnahmen stattfanden) sie nicht mystifizieren oder sie in die abendteuerlichen Kreise seiner Phantasien ziehen, oder enteckte er in ihnen nicht etwa entschiedenen Sinn für das Komische, so zog er den Verkehr mit Männern, bei denen sich die letztere Eigenschaft viel häufiger entwickelt findet, bei weitem vor. ...
Unter allen Erscheinungen in der Gesellschaft war ihm die gelehrter Frauen am gründlichsten zuwider. Legte es eine solche auf ihn an, und ließ es sich, wie auch wohl vorgekommen ist, gar beigehen, in einer Art Pairschaft ihm nahezutreten, etwa bei Tische ihren Platz neben ihm aufzuschlagen, so war er imstande, sein Couvert aufzunehmen und damit in die weite Welt zu fliehen (, bis er an einem entfernten Ende sich unbemerkt irgendwo einbürgern konnte).“
 

Politische Handlungen

  • 1802 Karikaturen über die Posener Gesellschaft
    • Aberkennung der Promotion
    • Strafversetzung nach Plozk
    • Jahre bitterer Armut
  • 1806 Weigerung den Treueeid auf Napoleon abzulegen
  • 1819 Mitglied der Immediat-Commission Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe
    • Protest gegen die Verhaftung des Turnvaters Jahn (1820)
    • Konflikt mit dem Polizeidirektor von Kamptz
    • erwirkt seine Entlassung
    • karikiert Kamptz in seinem Werk „Meister Floh“
    • Disziplinarverfahren
    • Erlebt das Ende des Prozesses nicht mehr


Grabstätte und Gedenktafel
E. T. A. Hoffmanns Grab befindet sich auf dem Friedhof III der Gemeinde der Jerusalem- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor in Berlin. Der Grabstein wurde von seinen Freunden gestiftet. Er trägt neben dem Geburts- und Sterbedatum und der Vornamensabkürzung E. T. W. (amtlich war ein E. T. A. nicht zulässig) die Inschrift:

Kammer Gerichts-Rath
Ausgezeichnet
Im Amte
Als Dichter
Als Tonkünstler
Als Maler
Gewidmet von seinen Freunden

Sein Nachlass liegt bei der Staatsbibliothek zu Berlin und beim Märkischen Museum. Hoffmann-Sammlungen gibt es bei der Staatsbibliothek Bamberg und bei der Universitätsbibliothek München (Bibliothek Carl Georg von Maassen).

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