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Titel / Referat: Kleist, Heinrich von - Der zerbrochne Krug (Analyse der Verse 31 bis 63)

Schlagwörter: Der zerbrochene Krug, Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, Heinrich von Kleist, Inhalt der Äußerungen der Dialogpartner, Wie kommentiert, ergänzt u. deutet Licht die Äußerungen Adams Hausaufgabe, Referat

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Thema: Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug  (die Verse 31 bis 63)

Der Autor
Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist wurde am 18. Oktober geboren, gestorben ist er am 21. November 1811 am Kleinen Wannsee in – damals bei – Berlin. Kleist war ein deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist. Kleist stand als „Außenseiter im literarischen Leben seiner Zeit […] jenseits der etablierten Lager“ und der Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik. Bekannt ist er vor allem für das „historische Ritterschauspiel“ Das Käthchen von Heilbronn, seine Lustspiele Der zerbrochne Krug und Amphitryon, das Trauerspiel Penthesilea sowie für seine Novellen Michael Kohlhaas und Die Marquise von O…

Im Folgenden werden 2 Aufgaben zum Lustspiel Der zerbrochne Krug bearbeitet.

Aufgabe:

  1. Inhalt der Äußerungen der Dialogpartner – Frage ~ Antwort
  2. Wie kommentiert, ergänzt u. deutet Licht die Äußerungen Adams?

In Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“, verfasst Anfang des 19. Jahrhunderts, wird auf komische Weise ein Kriminalfall in der Form eines analytischen Dramas gelöst. Im ersten Auftritt treffen der verletzte Dorfrichter Adam und sein Schreiber Licht am Morgen aufeinander. Um seinen nächtlichen Ausflug zu vertuschen, erfindet Adam Geschichten wie seine Verletzungen zustande gekommen sind: die Verletzung des linken Beines, des Klumpfußes, habe sich durch einen Ausrutscher beim Verlassen des Bettes ereignet. Daraufhin erkundigt sich Licht nach der Ursache des zerkratzten Gesichts. Adam gibt vor bis dato hiervon noch gar nichts gespürt zu haben und behauptet nun, dass diese Verletzung von einem Gefecht mit einem Ziegenbock herrühre, in welchem er mit dem Gesicht auf den Ofen gefallen sei.

Dieser Textausschnitt lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Der Anfang des ersten ist die Fortführung des Erkundigungsdialoges mit der Dominanz auf Lichts Seite nach der Ursache der Gesichtsverletzung (31-37). Adam versucht durch Gegenfragen aus zu weichen und ,Zeit zu schinden’, indem er vorgibt, nichtsahnend zu sein. Licht wiederholt ungläubig die Zwischenfragen und gibt schließlich Auskunft über den geschundenen Anblick. Diese lässt erkennen, dass er an Adams Unwissenheit zweifelt, da jenem ein Stück aus der Wange fehle.
Dennoch bringt er ihm einen Spiegel, damit er sich selbst überzeuge. Zugleich deutet er durch eine Analogie seine Vermutung an, dass ein Dornengebüsch die Ursache gewesen sei. Ohne darauf ein zu gehen, stellt Adam fest, dass auch die Nase, und Licht wiederum, dass zusätzlich das Auge Schaden genommen haben. Dies bestreitet Adam zunächst, doch Licht ergänzt seine Beobachtung um die Vermutung, dass es durch einen kräftigen Schlag verletzt worden sei. Adams Erwiderung hierauf ist lediglich, dass es das Jochbein sei, und die Beteuerung, dass er diese Verletzungen nicht einmal bemerkt habe. Lichts leicht überheblich klingende Antwort lässt erkennen, dass er merkt, dass Adam nicht die Wahrheit sagt.
Adam nimmt das „Gefecht“ wörtlich und erläutert dann im zweiten Abschnitt dadurch inspiriert den Verletzungshergang: Er habe früh am morgen noch mit einem Ziegenbock am Ofen gekämpft und sei dann unglücklich mit dem Gesicht auf den Ofen gefallen. Licht lacht über diese Beschreibung und verdeutlicht durch sein „Gut, gut“ (62), dass er den Einfallsreichtum Adams lobt, aber es eben nur für eine gut ausgedachte Geschichte hält.

Der folgende Fluch Adams lässt nicht eindeutig erkennen, ob er bemerkt, dass Licht seine Geschichte durchschaute oder noch verstärkend seinen Ärger über den morgendlichen Zwischenfall veranschaulichen will. Im letzten Beitrag dieses Ausschnitts spottet Licht über Adams ersten Sündenfall „aus einem Bett hinaus“ (63), und nicht hinein.

Licht akzeptiert bis hierher keine Aussage Adams als eine wahre, weiß aber auch noch nicht um die Wahrheit – nur dass etwas vorgefallen sein muss, das der Richter zu vertuschen sucht. Außerdem zeigt er deutlich das Fehlen von Respekt gegenüber dem höher gestellten, lügenden Richter.

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