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Titel / Referat: Surrealismus - eine Bewegung in der Literatur und der bildenden Kunst

Schlagwörter: Automatismen, Frottage, Grattage, Metaphysik, Henri Rousseau, Ziele der Surrealisten, Vertreter, Ästhetischer Leitspruch Hausaufgabe, Referat

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Surrealismus

Übersetzung

  • französisch
    • sur: über
    • réalisme: Wirklichkeit

Definition

  • eine ab 1920 aus dem Dadaismus hervorgegangene Kunstbewegung, die sich, beeinflusst durch die Psychoanalyse, zum Ziel setzte, die widersprüchlichen Erfahrungen von Traum und Wirklichkeit in einem erweiterten Bewusstsein als komplexe Überwirklichkeit erfahrbar zu machen.
  • Bretons Definition
    • Substantiv, masculin, reiner, psychischer Automatismus, durch welchen man, sei es mündlich, sei es schriftlich, sei es auf jede andere Weise, den wirklichen Ablauf des Denkens auszudrücken sucht. Denk-Diktat ohne jede Vernunft, Kontrolle und außerhalb aller ästhetischen oder ethischen Fragestellungen.

Vorläufer / Wurzeln

  • Manierismus
  • fantastische Malerei
  • Pittura metafisica

Automatismen

  • Frottage
    • Abreibung, Durchreibung; Papier wird auf strukturreichen Unterlagen gedruckt und mit Grafit abgerieben
  • Grattage
    • Abkratzen von Farbschichten einer Leinwand, die zuvor auf einen stark strukturierten Gegenstand gelegt wurde
  • Décalcomanie
    • Zerfall

Methoden

  • begrifflich-analoge Methode
  • paranoisch-kritische Methode

Entstehung des Begriffs "Surrealismus"

  • verbunden durch die Erfahrung des Dadaismus
  • angeregt durch die Erkenntnis von S. Freud
    • Wirkung unbewusster, psychischer Prozesse
  • Ziele von G. Apollinaire als Surrealismus bezeichnet

Definition Metaphysik

  • eine philosophische Lehre, die alle über die sinnliche Wahrnehmung hinausgehenden Probleme behandelt und sich mit den letzten Gründen und Zusammenhängen des Seins beschäftigt.

Fundus der Bildwerke der Pittura Metafisica

  • bilden die Beschäftigung mit der Kunst der Antike und der Renaissance

Interpretation der Musenbilder

  • Die Beunruhigenden Musen /  Die metaphysische Muse
    • thematisieren die Kultur der Antike in einer
  • erstarrten, wie versteinerte wirkenden Verfremdung

Grundgedanken jeder Religion und Philosophie

  • hinter der sichtbaren Welt befindet sich eine unsichtbare Welt
  • sie ist nur im Gedanken erfassbar
  • sie reicht von den oft unanschaulichen Gesetzten der Physik bis zu den Grenzen metaphysischer Erkenntnisse

Handlungsformen

  • Traumdeutung
  • Hypnose
  • Drogenkonsum

Das Schaffen des Malers Henri Rousseau

  • freie Assoziation
  • Konfrontation wesenfremder Realitäten auf einer Bildfläche

Ziele der Surrealisten

  • unauflösbar erscheinenden Dualismus von Traum und Wirklichkeit zu überwinden
  • neues, komplexeres weitergehendes Verständnis der Wirklichkeit
  • Erweiterung des Bewusstseins zu "surrealen" sicht der Dinge

Vertreter/Gruppen

  • A. Breton F. Picabia P. Picasso M. Ray M. Ernst
  • L. Aragon H. Arp P. Soupault P. Klee
  • M. Duchamp A. Masson T. Tzara J. Miró

Ästhetischer Leitspruch der Surrealisten

  • "schön... wie die unvermutete Bewegung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch."

"Le Rendez-vous des amies" von Max Ernst

  • Personen wie von unsichtbaren Kräften getragen
    • schweben
  • nicht an Gesetze der Schwerkraft gebunden

Bilder von Miró

  • unmittelbare Bildhaftigkeit des Denkens anschaulich wiederzugeben
  • "Die Weinflasche" 1924
    • Gegenstände nur noch symbolisch

Verfahren von Max Ernst

  • Frottage
  • Grattage
  • Décalcomanie

Die paranoisch-kritische Methode des Salvador Dali

  • Paranoia: Geisteskrankheit = chronische Wahnvorstellungen
  • Paranoika:
    • empfindet/sieht alles überdeutlich
  • Erweiterung eines Bewusstseins über einfache Grenzen der Realität hinaus
    • Dali: versuchte so zu denken und dieses festzuhalten

"Die Beständigkeit der Erinnerung" von Dali

  • verändertes, subjektives Zeitempfinden
  • Vergänglichkeit und Relativität der Zeit (Gestalt weicher Uhren)
  • zerfallener kopf/ geschlossene Augen
    = Prozess von Tod/Verwesung in weiter Landschaft
    • alles nur normale Wahrnehmungsprozesse

Das Schaffen des René Magritte

  • Methode
    • Prozesse des Denkens nicht darzustellen, sondern sie direkt nachvollziehbar zu machen.

 

häufige Suchphrasen:
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