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Titel / Referat: Spinnen (Araneae) - achtbeinigen Netzbauer (insbesondere Kreuzspinne)

Schlagwörter: Verbreitung, Fortpflanzung, Netz, Stoffwechsel, Nervensystem, Anatomie, Hausspinne, Kreuzspinne Hausaufgabe, Referat

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Spinnen - Die achtbeinigen Netzbauer


Einführung
Auch wenn die meisten Menschen Spinnen als überaus eklig und Furcht erregend empfinden, so hat jedoch auch diese Art wie jedes andere Tier auf der Welt einen Nutzen. Ohne die fleißigen Spinnen würde die Zahl der Insekten auf der gesamten Welt überhand nehmen, und wir hätten noch bestimmt zwanzig Mückenstiche mehr im Jahr. Also - nicht gleich zum Staubsauger greifen, wenn sich eine Spinne in der Wohnzimmerecke eingenistet hat! Und die Angst, man könne ja eventuell gebissen werden, ist genauso fast unbegründet. Denn von etwa 30.000 Spinnenarten auf dem Globus sind nur 30 möglicherweise für den Menschen tödlich. Und diese kommen auch nicht in Europa vor.

Wie auch viele andere Tiere tarnen sich Spinnen, um nicht von einem größeren Tier gefressen zu werden. Die größten Feinde der Spinnen sind Vögel. Sie sind wendig und schnell genug, um die Achtbeiner zu fangen, aber das stellt auch keine Bedrohung für die Spinnen dar. Die berüchtigten Netze der Spinnen reichen von klein und feinmaschig bis hin zu Drei-Meter-Riesennetzen mit voluminösen Maschen, es gibt jedoch auch ein ganz paar Spinnen die kein Netz bauen, sondern direkt auf die Beute zuspringen oder anderweitig fangen. Das macht zum Beispiel die Springspinne, weshalb sie auch so heißt.


Was für alle Spinnen gilt:

  • Landtiere
  • Körper gegliedert in Kopf-, Brust-, und Hinterleib
  • Punktaugen
  • Flügellos
  • 4 Paar Beine
  • Fächer- oder Röhrentracheen
  • Strickleiternervensystem im Kopfbrustteil konzentriert
  • Offener Blutkreislauf
  • Keine Verwandlung (Metamorphose)


Die Kreuzspinne
Die Kreuzspinne ist die in Europa wahrscheinlich bekannteste Spinne, und nebenbei baut sie wohl auch die schönsten Netze ihrer Familie, der Radnetzspinnen. Im Haus ist sie weniger anzutreffen, weshalb man auch öfters die von Morgentau geschmückten Netze.

  • Lateinischer Name:
    • Araneus diadematus
  • Klasse:
    • Spinnentiere (Arachnida)
  • Ordnung:
    • Webspinnen (Araneae)
  • Familie:
    • Radnetzspinnen (Araneidae)


Verbreitung
Die Kreuzspinne lebt nur in Mitteleuropa, wo sie den Temperaturen gut angepasst und ausreichend vor Gefahren geschützt ist. In den Tropenregionen oder in der Tundra ist sie nicht anzutreffen. Sie ist besonders an halbschattigen Plätzen wie zum Beispiel Waldrändern oder hoch gewachsenen wiesen anzutreffen.


Fortpflanzung
Im Herbst, wenn die Spinnen schon „erwachsen“ sind, macht sich das Männchen von seinem Netz bis zum Netz eines Weibchens auf, um sich dort zu paaren. Wenn das Männchen ein Weibchen gefunden hat, zupft es mit einem „Bewerbungsfaden“, den es zuerst ans Netz des Weibchens geknüpft hat, am Netz. Das muss es aber äußerst vorsichtig machen, denn sonst
interpretiert die weibliche Spinne das wackeln des Netzes als Einflug eines Insektes.

Wenn das Weibchen dann mit den „Hörhaaren“ am Bein gemerkt hat, dass ein Männchen am Netz klopft, beginnt die Paarung. Sie dauert nur ein paar Sekunden und findet dort statt, wo das Männchen den Bewerbungsfaden angeknüpft hat. Sobald das beendet ist, verlässt dass Männchen das Netz des Weibchens möglichst schnell, um nicht wieder als Insekt aufgefasst wird. Im Herbst legt das Weibchen die noch unbefruchteten Eier an einen geschützten Ort, auf den aber auch genug Sonne scheinen muss, damit sich die etwa 500 Eier entwickeln können. Dann erst befruchtet sie mit den Samen des Männchens die schon gelegten Eier und umwickelt sie mit sehr dünnen Spinnfäden (Die so genannte Fadenwolle) zu einem kleinen Paket zusammen. Meist stirbt die Spinne dann gleich nach der Eiablage.

Die Eier überwintern bist zum Frühling an der Stelle, wo sie von der Sonne „ausgebrütet“ wurden. Nach der Entwicklung im Ei sind die kleinen Spinnen noch sehr starr und unbeweglich und können somit auch noch keine Netze bauen oder sich selbst ernähren. Deshalb häuten sich die Spinnen in kurzen Abständen fünf mal hintereinander. Häuten ist auch deshalb nötig, da die Kutikula nicht mitwachsen kann. Da sie in dieser Zeit noch keine eigene Ernährungsmöglichkeit haben, besitzen sie einen besonders Eiweißhaltigen Dottervorrat im Hinterteil, der den Spinnen eine Wachstums fördernde Ernährung bietet. Wenn dieser Vorrat aufgebraucht ist, sind die Spinnen schon zum Netzbau fähig und sind wie ihre Erwachsenen Artgenossen an den Beinen behaart. Nach dem Entwicklungsvorgang bauen die Spinnen ein zwar kleines, aber schon perfektes Netz und fangen damit Beute. Die Fähigkeit zum Netzbau ist angeboren.


Das Netz
Das Netz der Kreuzspinne ist eines der schönsten der Welt, da es sehr ordentlich gewebt ist. Mit den Spinnwarzen am Hinterteil kann die Kreuzspinne verschiedenste Fäden herstelle, so zum Beispiel nicht beleimte Fäden für die Hilfsspirale sowie die Hilfsfäden, aber auch beleimte oder extrem dünne Fäden zum einwickeln der Eier. Ein Netz wird von den Kreuzspinnen etwa in einer halben Stunde und nur in der Nacht gebaut, um sich nicht den Feinden auszuliefern, die sie am Tag sehen würden. Zum Netzbau jedoch verwendet die Spinne fast ausschließlich beleimte Fäden. Beim Netzbau spinnt die Spinne zuerst einen Haltefaden, der an einem oder zwei vorher gut ausgewählten Bäumen bzw. Sträuchern hängt. An diesen Faden knüpft die Spinne etwa in der Mitte einen weiteren Faden der nach unten an einen Ast oder eine geeignete Stelle, sodass ein Dreieck entsteht. Dieses Dreieck bleibt immer bestehen. An das Dreieck knüpft die Spinne eine Hilfsspirale. Sie wird nach der Fertigstellung des Netzes wieder abgebaut. Die Fäden der Hilfsspirale kleben nicht.

An dieser Hilfsspirale baut die Spinne nun den eigentlichen Teil des Netzes, die Fangspirale. Die Spinne webt dabei nicht nur in eine Richtung, sondern auch durcheinander, damit das Netz auch am Tag nicht zu sehr auffällt. Zwischendurch webt die Spinne immer wieder Fäden zur Stabilisierung mit ins Netz ein, die aus der Mitte nach außen verlaufen. Wenn die Spinne mit ihrem Werk fertig ist, nimmt sie die Hilfsspirale wieder auf und setzt sich in ein nahe dem Netz gelegenes Versteck und lauert auf Beute. Im Zentrum des Netzes sind keine beleimten Fäden zu finden. Ein Netz der Kreuzspinne kann einen Durchmesser von etwa 50 cm erreichen. Eine Kreuzspinne in der Regel etwa alle drei Tage ein neues Netz, wobei sie die wertvollen, eiweißhaltigen Fäden wieder in sich aufnimmt um nichts zu verschwenden.


Stoffwechsel
Die Kreuzspinne ernährt sich außer in ihren ersten Lebenswochen nur von den im Netz gefangenen Insekten. Sie bieten der Spinne genug Eiweiß zum Weben neuer Netze und zum Leben überhaupt. Wenn ein Insekt in Netz gegangen ist, spürt die Spinne dies über einen zusätzlich ans Netz angeknüpften Signalfaden. Der Signalfaden bewegt sich, wenn ein Insekt im Netz ist und signalisiert so der Spinne über eins der Füßchen, dass sie schnellstens das im Netz gelandete Insekt einwickeln und aussaugen muss. Da die Kreuzspinne aber trotz ihrer acht Augen nicht gut sehen kann, muss sie das Insekt fast nur durch dessen Bewegungen aufspüren. Nachdem die Spinne es gefunden hat, injeziert sie dem Insekt mit den hohlen kleinen Fangarmen, die vor dem Kiefer sitzen (Chelicerenklaue), ein Gift, was je nach Größe und Insekt entweder nur lähmend oder gleich tödlich ist. Dann wickelt sie es mit dünneren Spinnfäden zu einem kleinen Paket zusammen, transportiert es entweder zum Versteck oder saugt es gleich nach der Einwicklung am Einflugsort aus.

Das Aussaugen beginnt damit, dass die Spinne dem Insekt mit den Mundwerkzeugen Magensaft injeziert, wonach sich die inneren Organe des Insektes auflösen. Diesen Vorgang nennt man auch äußere Verdauung (Extraintestinale Verdauung), da die Magensäfte außerhalb der Spinne zum Einsatz kommen. Die Magensäfte werden im Mitteldarm der Spinne produziert. Nach diesem Vorgang saugt die Spinne das Insekt aus. Im Körper der Spinne kommt noch ein kompliziertes Filtersystem aus feinen Chitinschuppen zum Einsatz, was nur vollständig gelöste Substanzen durchlässt. Grobpartikel von über 1-3 Mikrometer werden herausgefiltert. Der gefilterte Nahrungsbrei gelangt in den Mitteldarm, wo er verwertet und endgültig gefiltert wird. es kommen aber kaum feste Bestandteile mehr aus dem After. Die Spinne verwertet etwa 98 % des gesamten Insekts, der Rest ist überwiegend die Chitinschicht, die unverdauliche Außenhaut der Beute. Bei intensiver Nahrungsaufnahme kann das Volumen des Darmes (Opisthosoma) beträchtlich zunehmen.


Nervensystem
Bei den Spinnen wird das Nervensystem, anders als bei den Menschen, auf der Bauchseite angelegt. Beim Embryo der Spinne findet man nach ein segmentales Strickleiternervensystem, was sich jedoch während der Entwicklung nach vorne ins Prosoma verlagert, um dort ein äußerst komplexes Gehirn zu bilden. Das Gehirn umgibt bei den Spinnen der Verdauungstrakt, und wie bei den Menschen auch hat das Gehirn der Spinnen verschiedene Aufgabenbereiche, so schließt das Oberschlundgangilon zum Beispiel auch das Sehzentrum ein. Das Herz der Spinnen verfügt über ein eigenes Gangilon (Nervenknoten).


Anatomie
Die Kreuzspinne ist mit der Anatomie aller Spinnen zu vergleichen.


Feinde
Die Kreuzspinne wird vor allem wie viele andere Spinnen auch durch alle möglichen Vögel bedroht, aber auch von anderen, überlegenen Spinnenarten gefressen.


Erkennungsmerkmale
Die Kreuzspinne zeichnet sich durch eine Länge bei den Männchen von etwa 10 mm und bei den Weibchen durch etwa 18 mm aus. Besonders gut kann man die Kreuzspinne an ihrem ausgeprägten Kreuz am vorderen Hinterleib erkennen; Das Kreuz auf den Haaren setzt sich aus insgesamt 5 Flecken zusammen, einem kleinen Fleck in der Mitte sowie 4 größeren Flecken, die vom kleinen Fleck nach außen gehen. Der Grundfarbton kann von Hellbraun bis fast Schwarz reichen. Der Hinterleib ist bei der Gartenkreuzspinne viel schlanker als bei der Vierfleck-Kreuzspinne.


Einige Daten über die Kreuzspinne

  • Länge:
    • Männchen 10 mm
    • Weibchen 18 mm
  • Eieranzahl:
    • etwa 500
  • Lebensdauer:
    • ca. ½ bis ¾ Jahre


Die Hausspinne
Die Hausspinne ist, wie der Name schon sagt, fast nur in Räumen anzutreffen. Dort baut sie hinter Möbeln und feuchten Kellerecken ihre Netze und lauert auf Beute.

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