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Titel / Referat: Kafka, Franz - Eine kaiserliche Botschaft (Inhaltsangabe)

Schlagwörter: Franz Kafka, Interpretation, Analyse, Parabel Hausaufgabe, Referat

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Franz Kafka - Eine kaiserliche Botschaft

Franz Kafka wurde am 3.07.1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns tschechischer Herkunft in Prag geboren. 1906 beendete Kafka sein Jura-Studium an der Prager Universität. Später arbeitete er in einer Arbeiter-Unfall-Versicherungsgesellschaft. Am 1.07.1922 wurde Kafka wegen einer Kehlkopftuberkulose pensioniert. Am 3.06.1924 starb Franz Kafka an der Tuberkulose. Er wurde in Prag beerdigt. Sein ganzes Leben lang hatte Kafka ein konfliktreiches Verhältnis zu seinem Vater. Franz schaffte es deshalb nie eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zog erst mit 31 Jahren zuhause aus. Sein Vater hatte ebenfalls Einfluss auf seine Partnerschaften, weshalb Franz Beziehungskrisen mit häufigen Ver- und Entlobungen hatte. Nach dem Tod Kafkas verwaltete Max Brod seinen Nachlass. Obwohl in Kafkas Testament stand, dass alles vernichtet werden sollte, veröffentlichte Max Brod all seine Werke. Die bekanntesten davon sind „Brief an den Vater“, „Der Prozess“ und „Die Verwandlung“. Im Folgenden möchte ich die Parabel von Franz Kafka „Eine kaiserliche Botschaft“ interpretieren und deren Inhalt deuten.

Im ersten Abschnitt, der bis in die vierte Zeile reicht, geht es um einen Kaiser, der in seinem Sterbebett liegend einem Boten eine Botschaft ins Ohr flüstert. Diese Botschaft richtet sich an den Leser. Der nächste Abschnitt reicht bis in die neunte Zeile. In diesem Abschnitt beschreibt der Autor, wie sehr dem Kaiser an dieser Botschaft liegt. Der Kaiser lässt den Boten niederknien und die Botschaft lässt er sich ins Ohr flüstern, damit er sie bestätigen kann. Der dritte Abschnitt geht bis in die Zeile zwölf und zeigt den Boten von seiner starken, männlichen Seite und mit welcher Leichtigkeit er sich den Weg durch die Menge bahnt. Erst in der zweiundzwanzigsten Zeile endet der vierte Abschnitt. In diesem Abschnitt geht es ausschließlich um den Weg, den der Bote zurücklegen muss, um dem Leser die Botschaft zu übermitteln. Gleichzeitig betont der Autor mehrmals, dass der Bote den Weg niemals schaffen wird, weil es auf diesem Weg viele Hindernisse gibt, wie Paläste, Höfe und Treppen, die mit Menschenmassen überfüllt sind. Den letzten Abschnitt macht die ganze letzte Zeile aus. In diesem Abschnitt wendet sich der Autor an den Leser, der die Botschaft erwartet.

Der Text beginnt mit dem Wort „Kaiser“, was auf eine herrschende, mächtige und dominierende Person hindeutet. Doch darauf folgt „ so heißt es“ (Z. 1), was die Machtposition des Kaisers in Frage stellt oder auf eine Geschichte hindeutet. Im Gegensatz dazu wird der Untertan als nichtig und „jämmerlich“ beschrieben. Schon hier ist eine erste Deutung möglich: Kafka ist der jämmerliche, unterlegene Untertan und sein Vater ist der mächtige Kaiser. Dass der Untertan „vor der kaiserlichen Sonne in die fernste Ferne geflüchteten Schatten“ (Z. 2) darstellt, zeigt noch mal die Überlegenheit des Kaisers bzw. des Vaters. Doch der Kaiser liegt im „Sterbebett“ (Z. 3), was ihn zugleich schwach macht, so dass er den Boten niederknien lässt, um ihm die Botschaft ins Ohr zuzuflüstern. Höchstwahrscheinlich ist er zu schwach um aufzustehen und liegt im Sterben. Durch das Zuflüstern der Botschaft, macht der Autor deutlich, dass die Botschaft geheim bleiben soll. Der Bote muss dem Kaiser die Botschaft wiederholen. Die Wichtigkeit dieser Botschaft wird durch das Wiederholen unterstrichen. Anschließend wird beschrieben, wie der Bote die Nachricht gesagt bekommen hat: nämlich vor einer ganzen Menge an „Großen des Reichs“ (Z. 8). Dies lässt darauf hindeuten, Kaiser und Bote nicht allein im Zimmer sind, sondern mit einer Masse Menschen, die wohl dem sterbendem Kaiser zuschauen. Durch die Masse wird es dem Boten schwerer gemacht seine Aufgabe zu erfüllen. Bei einer großen Masse von Menschen wird man schneller nervös. Der Bote wird im nächsten Abschnitt als „kräftiger, (...) unermüdlicher Mann“ (Z. 9 f) bezeichnet. Falls „er Widerstand“ findet, „zeigt er auf die Brust, wo das Zeichen der Sonne ist“ (Z.11 f), damit kommt er leicht vorwärts und scheint keine Hindernisse vor sich zu haben. Doch gleich im nächsten Satz widerspricht der Autor der Vermutung der Weg wäre frei. „Aber“ ändert schlagartig die optimistische Sicht. „ (...) die Menge ist so groß“, könnte bedeuten, dass die Anzahl der „Großen der Reichs“ zu groß ist und sie sich alle um den Kaiser versammelt haben, um ihm beim Sterben zuzusehen. Mit den Worten „ihre Wohnstätten nehmen kein Ende“ meint der Autor, dass der Ort des Geschehens eine große Stadt ist, vermutlich sogar eine Hauptstadt. Der Mittelpunkt des Geschehens sozusagen, damit betont Kafka, dass sich alles nur um seinen Vater drehe. Als Nächstes schreibt der Autor, dass der Bote „an Deiner Tür“ (Z. 14)klopfen würde, wenn er „fliegen“ (Z. 13) könnte. Damit macht Franz Kafka noch mal klar, dass der Bote seine Aufgabe erfüllen möchte. Doch er kommt wie im Folgenden beschrieben aus dem Labyrinth aus Wohnstätten, Palästen, Höfen und Treppen einfach nicht heraus. Dies kann man wieder auf sein Verhältnis zu seinem Vater beziehen, wie Kafka sich immer eingeengt gefühlt hat und am liebsten seinen eigenen unabhängigen Weg gegangen wäre. Doch die Mauern, in diesem Fall sein Vater, lassen ihn nicht ausbrechen. „(...) durch Jahrtausende“ müsste sich der Bote durchkämpfen, um ans Ziel zu gelangen. Dass „Du“ an „Deinem Fenster“ sitzt, bedeutet, dass die Ansprechfigur wahrscheinlich zuhause ist, wo sie sich wohl und geborgen fühlt, während sich der Bote auf dem Weg befindet. Mit dem Wort „erträumst“ zeigt der Autor, dass der Leser auf die Botschaft wartet, vielleicht sogar von ihr träumt.

Gleich zu Beginn der Parabel benutzt der Autor eine Metapher, indem er seinen Vater mit dem Kaiser vergleicht, was die Überlegenheit des Vaters Unterstreicht. Ebenfalls in der ersten Zeile wird eine dreifache Anapher gebraucht, die die negativen Seiten eines Untertanen unterstreichen soll. Dabei wird der Leser selbst als Untertan beschrieben. In der zweiten Zeile findet man eine F-Alliteration mit der Wortkombination „fernste Ferne“ vor. Mit der doppelten Benutzung der Ausdrücke betont der Autor, dass es noch ferner als die Ferne ist. In der zwanzigsten Zeile wird eine Iteration gebraucht, sie macht es dem Leser noch mal deutlich, dass die Botschaft wirklich nie ankommt. Der Text ist nicht aus der Sicht von einem Ich-Erzähler geschrieben, obwohl man meinen könnte, dass er trotzdem existiert, denn es wird das Personalpronomen „Du“ benutzt. Durch dieses „Du“ wird deutlich, dass vielleicht der Leser selber auf die königliche Botschaft wartet.

Viele einzelne Aspekte lassen darauf hindeuten, der Franz Kafka diese Parabel im Bezug auf sein Vater geschrieben hat. Dabei vergleicht er seinen Vater mit dem im Sterben liegenden Kaiser. Den Boten und die Botschaft könnte man als Ganzes betrachten. Sie stellen die gute Absicht des Vaters dar, die sich der Kafka erträumt. Er schreibt diese Parabel an sich selber, dabei spricht er sich direkt an. Er erträumt sich die Botschaft seines Vater selber. Er denkt vielleicht, dass der Vater es all die Jahre gut gemeint hat, in denen er dem Franz das Leben zur Hölle gemacht hat. Er beschreibt sich als jämmerlicher und nichtiger Untertan, so wie er sich selbst mit seinen Augen sah. Der Bote und die Botschaft kommen nie ans Ziel. Hier kann man sagen, dass Kafkas seine persönlichen Emotionen verarbeitet. Er fühlte sich seinem Vater gegenüber unfähig und unterlegen und hatte immer das Gefühl zu versagen.

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