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Titel / Referat: Polen - Nachbar Deutschlands in Geschichte und Gegenwart

Schlagwörter: Geschichte und Kultur Polens, der deutsche Einfluss in Polen im Früh- und Spätmittelalter, polnische Renaissance, Adelsdemokratie unter den sächsischen Königen, polnische Aufklärung, Polen unter der Herrschaft der Teilungsmächte Hausaufgabe, Referat

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Polen - unser Nachbar in Geschichte und Gegenwart


Was fällt mir spontan ein beim Stichwort „Polen“?
Zunächst sehr wenig. Ich muss lange nachdenken, bevor sich die ersten Gedankenverbindungen bei mir einstellen: Polen, Katholiken, polnischer Papst, schwarze Madonna... Was dann kommt, sind eher negative Assoziation: polnische Wirtschaft, polnische Autodiebe und zu guter Letzt einige nicht sehr kluge Witze. Versuchte ich mich daran zu erinnern, was der Volksmund hier zu bieten hat, dann würde das Reflexionsniveau um einige Etagen tiefer abrutschen und unweigerlich die Ebene des Geschmacklosen erreichen, lauter Sachen, die sich in der erlauchten Runde von Waldorfschülern und – Lehrern kaum zur Verbreitung eignen.

Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage, warum dies so sei. Warum ist das Stichwort ‚Polen‘ im Volksmund so negativ besetzt? Und eine weitere Frage schließt sich hier an: Kennen wir denn dieses Land und seine Bewohner? Und wenn ja, dann: Welche Polen kennen wir wirklich? Bei uns in Hamburg, z. B., sind es überwiegend Menschen aus der Unterschicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich hier um polnische Staatsbürger oder die sog. Spätaussiedler aus Polen handelt. Werden doch beide Kategorien in den großen Topf der Polen als solche geworfen. Kultivierte Polen kennen wir nur in begrenztem Umfang und würden sie als Polen kaum erkennen, wenn wir, wie es vordergründig geschieht, von den Äußerlichkeiten ausgehen. Ich habe bisher, wenn ich es recht überlege, immer nur einen sehr eingeengten Teil der Polen aus der Unterschicht kennengelernt. Überträgt man dieses Verallgemeinerungsmuster mal auf die Deutschen, so würde Deutschland in den Augen der Polen nicht Goethe, nicht Schiller, auch nicht die großen Musiker verkörpern, sondern irgendwelche Gestalten aus den Hinterstuben obskurer Stadtwinkel und Kneipen. Also ist es wohl geraten, eine andere Wahrnehmungsebene einzunehmen. Was ich meine, ist die Ebene der sog. Offiziellen Beziehungen: Die deutsche Regierung, das Parlament, die Unternehmensverbände scheinen Polen geradezu zu umwerben. Inzwischen gibt es zweisprachige Zeitungen, Gesellschaften zur Förderung der deutsch-polnischen Freundschaft und sogar ein deutsch-polnisches Jugendwerk. Reisen nach Polen aus verschiedensten Beweggründen sind Mode geworden. Die Prominenten leben uns die Versöhnung beispielhaft vor: So erklärte Altbundeskanzler Kohl, man könne ohne Polen kein Europa planen – und er wurde kurz darauf mit der höchsten polnischen Auszeichnung geehrt, dem Orden des weißen Adlers mit Schärpe. Unser ehemaliger Präsident, Herzog, hatte sich seinerzeit vor dem polnischen Parlament für die Verbrechen der Deutschen an den Polen entschuldigt, sein Nachfolger, Rau, sich bei Danzig vor den dort gefallenen polnischen Soldaten verneigt. Weitere Feierlichkeiten zu Beginn des nächsten Jahrtausends stehen bevor, nämlich die Gedenkfeier an die Pilgerreise Otto III. nach Gnesen zu den Gebeinen des heiligen Adalbert. Vor tausend Jahren hatte ihm dort der polnische König Boleslaw das kaiserliche Diadem aufs Haupt gesetzt und ihn zum Freund des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erklärt. Aber wird eine solche Feier etwas ändern am herkömmlichen Polenbild in Deutschland?

Polen gilt hierzulande als ein armes Land, welches immer wieder geteilt und hin und her auf der Landkarte geschoben wurde. Viele Menschen wissen hier vielleicht gar nicht, seit wann es Polen gibt. Nach dem ersten Weltkrieg war es plötzlich da, so, wie aus der Versenkung aufgetaucht. Plötzlich wurden gewisse Teile des damaligen Deutschlands polnisch: der Deutsche Korridor, Teile Pommerns, Oberschlesiens und die Provinz Posen. Und nach dem zweiten Weltkrieg verschob sich die gesamte Westgrenze Polens noch weiter nach Deutschland hinein bis an die Oder und Neisse, zwei Flüsse, die früher zwischen Mittel- und Ostdeutschland flossen. Dies ist also der Staat, zu dem wir freundschaftliche Beziehungen pflegen sollen – ja, für dessen Kultur wir uns interessieren sollten. Polnische Kultur, gibt es diese? Gibt es polnische Dichter und Denker, Gelehrte, Musiker und Maler?

Es wird jetzt also höchste Zeit, sich einmal gewissenhaft mit diesem Land zu beschäftigen und der Frage: Wer ist dieser Nachbar von uns im Osten, dieses Polen in der Geschichte und in der Gegenwart?


Zur Geschichte und Kultur Polens
Innerhalb der Familie der slawischen Völker gehören die Polen zusammen mit den Tschechen und den Elbslawen zur Gruppe der Westslawen. Etwa im 9. Jahrhundert, so schätzt man, hat sich erstmalig ein polnisches Staatsgebilde begründet. Die Christianisierung, seine Taufe, Polens im Jahre 966 gilt als Beginn des polnischen Staates. Vergleicht man die Anfänge Deutschlands und Polens, so springt ins Auge ein nicht unwesentlicher Unterschied: Deutschland entstand infolge der Teilung und des einsetzenden Verfalls des fränkischen Reiches. Demgegenüber ist die Entstehung des polnischen Staates ein eigenständiger Prozess. Dieser Staat entstand aus der Vereinigung der polnischen Stämme, der Polonen, Slenzanen und Wislanen, - Stämmen, zu denen sich später die Pommeranen gesellten. Die Wiege dieses Staates war die Landschaft zwischen Polen und Gnesen. Gnesen war auch die erste Hauptstadt dieses Staates. Die herrschende Dynastie war die der Piasten. Man spricht daher von einem Piasten-Polen. Als erster Fürst der Piastendynastie gilt Mieszko I. (Myeschko), unter ihm ist die Taufe des Landes erfolgt. Die Polen übernahmen den römisch-katholischen Glauben nicht von den Deutschen, sondern von den Tschechen, und zwar durch die Hochzeit von Mieszko I. mit der tschechischen Prinzessin Dobrawa. Wie immer in solchen Fällen war der Taufakt zunächst die Sache des Fürsten und seines Hofes.

Jahrzehnte und Jahrhunderte vergingen, bis die Christianisierung breite Schichten des Volkes ergriffen hatte. Mit Blick auf das benachbarte Deutschland war die Taufe Polens ein wichtiger politischer Akt, und zwar deshalb, weil es die deutschen Ritter, Fürsten und Kaiser der Möglichkeit beraubt hatte, unter dem Vorwand der Christianisierung Eroberungen in das benachbarte Land zu unternehmen. Die Dynastie der Piasten regierte in Polen über 400 Jahre und wurde 1396 durch das Geschlecht der Jagellonen abgelöst. Die namhaftesten Vertreter der Pyastendynastie waren die Könige: Boreslaw, der Kühne, Boreslaw, der Schiefmund, Wladislaus Ellenbogen und Kasimir, der Große. Boreslaw, der kühne, ist in der Erinnerung der Nachwelt als ein großer Krieger geblieben. Er dehnte das polnische Staatsgebiet weit über die Oder hin aus und stieß dabei tief in die elbslawischen Gebiete vor, indem er über die Städte Meißen und Bautzen dicht an die Saale heran gerückt war. Im Süden gliederte er Polen ausgedehnte tschechische und mährische Gebiete an. Im Osten eroberte er russische Gebiete und verlegte, so die Ostgrenze des Landes an den Fluss Bug. In die Zeit seiner Herrschaft fällt seine berühmte Begegnung mit dem deutschen Kaiser Otto III. in Gnesen an den Gebeinen des heiligen Adelbert. Otto III. war damals bestrebt, Polen in seine imperialen Pläne als einen befreundeten Staat einzufügen. Er betrachtete Boleslaw den Kühnen als Bruder und Freund des Reiches. Einer der Nachfolger Boleslaws des Kühnen, und zwar Boleslaw Schiefmund, hatte das polnische Reich im Jahre 1138 unter seinen fünf Söhnen aufgeteilt. Jeder von ihnen bekam eine Provinz des Landes. Wobei der älteste als Senior den jüngeren übergeordnet wurde. Das war das sog. Senioratsprinzip. Für die territoriale Entwicklung Polens war das ein verhängnisvoller Schritt, weil das Land in immer kleinere Fürstentümer zerfiel und so seine politische Einheit einbüßte. Erst im Jahre 1320 war es Wladislaus dem Ellenbogen gelungen, die Einheit des Landes wiederherzustellen. Sein Sohn Kasimir der Große konnte sich nach der Vereinigung des Landes hauptsächlich dem wirtschaftlichen Aufbau widmen. Die Geschichtsschreiber sagen über ihn, er habe ein Polen aus Holz gefunden und seinen Nachkommen ein gemauertes Polen hinterlassen. Kasimir der Große starb kinderlos und nach einem kurzen ungarischen Zwischenspiel (Ludwig von Ungarn) kamen die Jagellonen auf den polnischen Thron. Die Übernahme des polnischen Thrones durch die Jagellonen hat eine Entwicklung in Gang gesetzt, an deren Ende die Vereinigung von Polen und Litauen zu einem Doppelstaat stehen sollte. Man spricht in diesem Zusammenhang von zwei Unionen, die einander gefolgt waren: einer dynastischen und einer realen Union. Die dynastische Union kam im Jahre 1386 durch die Heirat der polnischen Königin Jadwiga mit dem litauischen Fürsten Jagiello zustande. Dem letzten Spross dieses Geschlechts, Siegmund August, war es gelungen, auf dem Reichstag in Lublin eine enge Vereinigung von Litauen und Polen,- d. h. eine reale Union, durchzusetzen. Diese reale Union bedeutete aber nicht, dass Litauen in dem polnischen Staat aufging. Nach wie vor blieben die beiden staatlichen Organisationen bestehen: die sog. Krone (Polen) und das Großfürstentum Litauen. Ihre Gemeinsamkeit bestand in der Einheit der königlichen Staatsgewalt, in einem gemeinsamen Reichstag, dem Heer und der Gesetzgebung.

Doch kehren wir noch einmal zurück zu dem Ausgangspunkt dieser Entwicklung und stellen wir uns die Frage, welches die Ursachen gewesen sind, die zu der Annäherung der beiden Länder geführt hatten. Um auf diese Frage eine befriedigende Antwort zu geben, muss man sich die geographische und politische Lage Polens und Litauens in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts vergegenwärtigen. Im Nordosten Polens und von Litauen aus gesehen an dessen südöstlicher Flanke war ein Staat zur unbestrittenen Vormachtstellung in der gesamten östlichen Baltikumregion gelangt: der deutsche Ritterorden. Dieser beherrschte Pomerellen und versperrte Polen dadurch den Zugang zur Ostsee. Gleichzeitig aber drang er aber nach Nordosten über Schamaiten nach Litauen vor. Es war also der gemeinsame Feind in Gestalt des Deutschen Ritterordens gewesen, der Polen und Litauen zusammengeführt hatte. So gesehen war das zunächst ein Abwehrbündnis. In zwei großen Kriegen ist es Polen und Litauen gelungen, die Macht des Deutschen Ordens zu brechen: die erste, vernichtende Niederlage hatte der Ordensstaat im Jahre 1410 in der Schlacht bei Tannenberg (Grunwald) erlitten. Allerdings ist es Polen und Litauen nicht gelungen, den glänzenden militärischen Sieg politisch gebührend auszunutzen. Dies gelang erst 50 Jahre später in dem sog. Dreizehnjährigen Krieg (1453-1466). Der Ordensstaat musste in dem Frieden von Thorn (1466) Pomerellen, Danzig und Ermland an Polen abtreten und Schamaiten Litauen überlassen. Polen erhielt auf diese Weise den Zugang zur Ostsee, - eine Wende, die militärstrategisch und handelspolitisch von höchster Bedeutung war. Erst jetzt konnte der vor Jahrhunderten unterbrochene Getreide- und Holzhandel über die Weichsel zur Ostsee wieder aufgenommen werden. Abgesehen von der Belebung der Wirtschaft Polens brachte diese Entwicklung einer politischen Einheit neben Polen und Litauen auch noch der Stadt Danzig entscheidende Vorteile. Danzig war zwar der polnischen Krone unterstellt, erfreute sich aber dennoch einer weit ausgebauten Autonomie als freie Stadt.


Der deutsche Einfluss in Polen im Früh- und Spätmittelalter
Zu den zählebigsten Legenden über das Zusammenleben von Polen und Deutschen gehört die Behauptung, die Polen und die Deutschen würden sich schon immer nicht mögen oder sogar hassen. Im polnischen Volksmund hat sich diese Legende zu dem geflügelten Wort verdichtet: „Solange die Welt bestehen wird, wird der Deutsche dem Polen niemals ein Bruder sein.“ Gegen diese Behauptung steht das gesamte historische Wissen über das polnisch-deutsche Miteinander bis in die Zeit der Teilungen Polens. Nach den Teilungen haben wir es weniger mit einem deutsch-polnischen, als mit einem preußisch-polnischen Gegensatz zu tun. Wenn wir von den Kämpfen zwischen Polen und dem Deutschen Orden absehen, so ist das polnisch-deutsche Verhältnis im Früh- und Hochmittelalter nahezu durchgängig von Elementen der Zusammenarbeit geprägt. Jeder, der um historische Wahrheit bemüht ist, wird zugeben müssen, dass es die Deutschen gewesen waren, die in dem genannten Zeitraum die Gebenden waren. Dies lässt sich in den Bereichen der deutschen Ostsiedlung, des Städterechts, des Handwerks und dem des Einflusses der deutschen Sprache auf das Polnische nachweisen.

Beginnen wir mit der deutschen Ostsiedlung. Diese Ostsiedlung ist nicht, wie häufig in der polnischen Geschichtsschreibung behauptet, ein aggressiver Drang nach Osten. Und schon gar nicht ist es eine Bewegung, die von irgendwelchen fürstlichen oder königlichen Instanzen von oben gesteuert worden wäre. Vielmehr handelt es sich hier um Wanderungsprozesse, bei denen deutsche Siedler als Handwerker, Bauern oder Besitzlose Ausschau nach Siedlungsraum hielten, oder in entvölkerte Gebiete einrückten. Falls es dennoch irgendwelche Träger dieses Prozesses gegeben hat, so waren es polnische Fürsten, Äbte oder andere Persönlichkeiten des politischen und geistigen Lebens, die, die Siedler angeworben hatten. Hinzukommt, dass häufig gar keine deutschen Siedler daran beteiligt waren, sondern dass das deutsche Städte- und Siedlungsrecht den notwendigen rechtlichen Rahmen geliefert hat. Die Siedler, insbesondere die Handwerker, brachten das, was man heute als „know-how“ bezeichnen würde, d.h. die entsprechende handwerkliche Ausbildung und entsprechende handwerkliche und unternehmerische Fähigkeiten. Dies hat dazu geführt, dass die polnische Handwerkersprache bis heute sehr stark mit deutschen Wörtern durchsetzt ist.

Sehr groß war im Früh- und Hoch-Mittelalter der Einfluss der deutschen Sprache auf das Polnische. Die polnische Sprache hatte allerdings die deutschen Wörter in ihrem lautlichen Bestand so stark abgewandelt, dass man heute ihre deutsche Herkunft nur mit Mühe erkennen kann: z. B. Ksztaklt = Gestalt, gwalt = Gewalt, Ratusz = Rathaus, Rynek = Ring.

Um den Bereich der deutschen Ostsiedlung zu Ende zu führen, lohnt es sich, an dieser Stelle hervorzuheben, dass die polnische Westgrenze, so, wie sie sich im 13. Jahrhundert herausgebildet hatte, zu den stabilsten in Europa zählte. Sie lief entlang der schlesischen Ostgrenze, entlang der Ostgrenze der Ostmark und schloss Hinterpommern ein. In dieser Gestalt blieb sie etwa 500 Jahre bestehen – bis 1945.

Die deutsche Baukunst beeinflusste sehr stark die weltliche und kirchliche Architektur in Polen. Dies gilt besonders für den gotischen Stil. Die gotischen Kirchenbauten im gesamten ostelbischen Raum und im westlichen Polen weisen den gleichen rauhen festungsähnlichen Baustil auf. In Polen bezeichnet man diesen Stil als „Weichselgotik“. Die Marienkirche in Danzig lässt sich an dieser Stelle als gutes Beispiel anführen: Es ist ein wuchtiges, an einen schweren Felsbrocken erinnern des Bauwerk. Ein Bauwerk, das die ganze Altstadt beherrscht. Wie anders ist da die Gotik in Frankreich oder im Westen Deutschlands – man denke an den Straßburger – oder den Kölner- Dom.

Ein Wort noch zur deutschen Schnitzereikunst und ihren Einfluss in Polen. Erwähnen muss man hier wenigstens den Altar von Veit Stoß in der Marienkirche in Krakau, - ein weltweit berühmtes Kunstwerk der deutschen Schnitzerei. Alle gebildeten Polen verehren Veit Stoß, den großen Meister aus Nürnberg. Der Dichter Galczynski hat Veit Stoß ein ganzes Poem gewidmet, ein Dichtwerk, das von großer Liebe zum Künstler zeugt.


Das Goldene Kulturzeitalter in Polen, - die polnische Renaissance
Mit dem Beginn der Renaissance erlischt allmählich der deutsche Einfluss auf die polnische Sprache und Kultur. Abgelöst wird er von den nach Polen strömenden Italienern. Es sind vor allem Architekten und Schriftsteller. Sie wirken in Polen als Mitbringer und Anreger der Renaissanceströmungen in Krakau und im gesamten südlichen Polen. Es ist jedoch nicht nur eine Rückbesinnung auf die kulturellen Werte der Antike, die, die Italiener in Polen anregten. Gefördert wird von ihnen auch die Hinwendung zu den nationalen Sprachen – in diesem Fall zu der polnischen Sprache. Diese Hinwendung nimmt jedoch in Polen andere Formen an als in Deutschland. In Polen sind es nicht die Bibelübersetzer, sondern die Dichter, die sich im Zuge der Verbreitung der Renaissanceströmungen der Heimatsprache zuwenden.

Als Vater der polnischen Literatur gilt Mikolaj Rey (1505 – 1569). Er ist derjenige gewesen, der Polens Nachbarn stolz entgegenhielt: „Mögen unsere Nachbarn wissen, dass auch wir Polen unsere eigene Sprache haben.“ Rey dichtete sein ganzes Leben ausschließlich in der polnischen Sprache. Sein Polnisch ist nicht leicht zu verstehen: Seine Prosa ist noch unbeholfen, komisch, zuweilen derb, aber dennoch treffsicher und mitreißend. Mikolaj Rey war Protestant, ein Kalvinist. Sein berühmtestes Werk ist das Poem „Ein kurzes Gespräch“ zwischen dem Adeligen, dem Bauern und dem Pfarrer“. In diesem Werk finden sich sehr zornige Ausfälle gegen die katholische Kirche, gegen die Ablasspraxis und gegen die Habsucht der Priester. Ray ist auch der Verfasser des ersten polnischen Bühnenwerkes, der Komödie „Joseph in Ägypten“. Der Verfasser verarbeitet hier die Geschichte Josephs in Ägypten anhand des biblischen Stoffes: Im Mittelpunkt steht die Liebe der Frau des Potiphar zu dem jungen Joseph.

Nachdem Ray die polnische Sprache in die Welt der Literatur hineingeführt hatte, war es Jan Kochanowski (1530-84), der sie zum Instrument der Dichtung machte. Kochanowski schrieb zuerst in lateinischer Sprache und galt sogar in Italien, wo er studiert hatte, als hervorragender lateinischer Dichter. Erst nach einigem Zögern begann er in Krakau am königlichen Hof in polnischer Sprache zu dichten. Kochanowski kannte nahezu das ganze damalige Europa. Außer in Italien hielt er sich längere Zeit in Frankreich und in Deutschland auf. Während seines Studiums an der Universität in Königsberg war es ihm gelungen, sich die persönliche Freundschaft des Fürsten Albrecht von Hohenzollern zu sichern. Anders als Ray stand er, obwohl katholisch, religiösen Fragen eher uninteressiert gegenüber. Zwar schrieb er gelegentlich Gedichte, die den religiösen Eifer, die Heuchelei der Priester und sogar den Papst selbst kritisierten, doch fehlte diesen Gedichten der bissige und verletzende Spott des Protestanten Ray. Kochanowski gilt als Meister vieler Dichtungsgattungen. Aus seiner Feder stammen Lieder, satirische Gedichte, die berühmte Nachdichtung der Psalmen von David und schließlich Trauergedichte, in denen er den Tod seiner kleinen Tochter Ursula beweint. Kochanowski hat die polnische Verskunst zu bislang ungekannten Höhen geführt. Seine Dichtung gilt als zeitlos, sie zeigt eine meisterhafte Fähigkeit, Stimmungsbilder zu schaffen und weist eine sehr schöne Klangfärbung auf. Er ist auch der Verfasser der Tragödie „Die Verabschiedung der griechischen Gesandten“. Zweihundert Jahre vor Goethes „Faust II“ verarbeitet er in diesem Werk die Geschichte Helenas aus der „Ilias“. Kochanowski geht mit dem homerischen Stoff sehr frei um, indem er ihn mit der Vorbereitung eines Krieges gegen das Großfürstentum Moskau verbindet. In einigen Fragmenten dieses Dramas verwendet er das Tongedicht. Es gelingt ihm dabei, im Ausdruck ein hohes Maß an Wohlklang, Anmut und einmaliger Prägsamkeit zu gewinnen. Kochanowski hat mit seinem Werk der polnischen Dichtung eine solide Grundfeste gegeben. Ohne diese Grundfeste wären weder die Aufklärungsdichtung des Krasicki noch die romantische Dichtung von Mickiewicz und Slowacki möglich geworden.


Vom Wahlkönigtum bis zum Verfalls der polnischen Adelsdemokratie unter den sächsischen Königen.
Mit Stanislaw August, der keine Erben hinterlassen hatte, erlosch die Herrschaft des litauischen Geschlechtes der Jagellonen in Polen. Nimmt man die Dinge, wie sie gewesen waren, so war Polen schon unter den Jagellonen trotz der königlichen Staatsspitze eine Republik - eine Republik des Adels. Nicht zufällig hatte Jan Zamoyski - der mächtige Reichskanzler die Verhältnisse in Polen in der Formel zusammengefasst: „Der König herrscht, aber er regiert nicht.“ Das Hauptgewicht der politischen Macht lag beim Reichstag -d.h. der Versammlung der Abgeordneten des Adel und dem Senat - der zweiten Reichstagkammer. Nach dem Aussterben der Jagellonen und im Zuge sich verstärkender Demokratisierungstendenzen wollte die politischen Eliten des Landes keine neue Dynastie auf den Thron bringen. Unter Federführung Jan Zamoyski vollzog sich der Übergang zum Wahlkönigtum. Als einzige europäische Nation wählten die Polen ihren König selbst. Mit der Einführung der freien Königswahl hat die sog. polnische Adelsdemokratie ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Massen des Adels glaubten, erst jetzt seien ihre demokratischen Rechte und Freiheiten vollends ausgeschöpft. Die Wirklichkeit sah anders aus: Faktisch wurde der Adel - insbesondere der besitzlose Adel - entmachtet, weil er in zunehmenden Maße Zum „Stimmvolk“ mächtiger Cliquen des Hochadels herabgewürdigt wurde. Darüber hinaus öffnete das Wahlkönigtum Tür und Tor für die Einmischung auswärtiger Mächte in die inneren Angelegenheiten Polens. Über die Beherrschung des polnischen Throns versuchten sie Polen in ihre jeweiligen Bündnissystem einzubinden und später immer ungenierter ihre Eigenen Interessen in Polen durchzusetzen.

Die Einführung des Wahlkönigtums hatte nicht automatisch die Schwächung des polnisch-litauischen Staates zur Folge gehabt. Und so lässt sich die Zeit der ersten Wahlkönige bis etwa zur Mitte des 17.Jahrhunderts durchaus als Fortsetzung der unter den Jagellonen einsetzenden Machtentfaltung ansehen. Das polnisch-litauische Reich - in dem damaligen Sprachgebrauch als Republik zweier Völker bezeichnet - umfasste übertragen in die heutigen Gebietsverhältnisse Polen, die baltischen Staaten, Litauen, Weißrussland und die Ukraine. Nach dem sehr kurzen Auftritt des ersten Wahlkönigs Henri Valois , der nach dem Tode seines Bruders nach Frankreich geflohen war, herrschten starke Persönlichkeiten auf dem polnischen Thron. Die Herrschaft Stefan Batorys ist zweifellos die größte Aufgipfelung des Glanzes Polens gewesen. Batory ist in die Geschichte eingegangen als der große Sieger über Iwan den Schrecklichen, dessen Versuche über Kurland und Estland zur Ostsee vorzustoßen , er in einer Reihe glänzender Siege abgewehrt hatte. Auch die beiden ihm folgenden Könige aus dem schwedischen Haus Vasa - Sigmund III Vasa und Wladislaw IV Vasa konnte sich noch in Glanz und Stärke eines großen Reiches sonnen. Kurze Zeit hatte es sogar so ausgesehen, als würde Wladyslaw IV sogar den russischen Zarenthron besteigen können. Doch sind dem aufmerksamen Beobachter der damaligen politischen Bühne sicherlich die ersten dunklen Wolken auf dem Horizont nicht entgangen. Das königliche Haus der Vasa hatte Polen nämlich in einen gefährlichen Konflikt mit Schweden hineingeführt. Es begann mit Familienstreitigkeit um die Besetzung des schwedischen Thrones, den Sigmund III Vasa für sich beansprucht hatte. Der eigentliche Konflikt indes entzündete sich an dem Streben Schwedens, die gesamte Ostseeküste unter seine Herrschaft zu bringen und so die Ostsee in ein schwedisches Binnenmeer zu verwandeln. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts war dieser Konflikt vollends ausgereift. Eine riesige schwedische Armee überflutete Polen und drang bis nach Krakau vor. Jan Kazimierz - der vierte und letzte Spross des nunmehr polonisierten Vasa-Zweiges musste zeitweilig aus dem Lande fliehen. Nur durch die Mobilisierung aller Kräfte der Nation - die Bauern eingeschlossen - gelang es dem Hermann Stefan Czarniecki die Schweden aus Polen zu vertreiben. Das Land selbst wird sich erst nach Jahrzehnten von den ungeheuerlichen Verwüstungen dieses Krieges erholen .Kaum dass der Schwedenkrieg beendet war, schon zog - diesmal vom Osten des Landes eine noch schlimmere Gefahr. Die ukrainischen Kosaken ,die, die polnische Herrschaft als Fremdherrschaft und maßlose Unterdrückung ihrer Freiheit empfunden hatten, schlossen sich unter der Führung des Hetman Bohdan Chmielnicki zu einem riesigen Freiwilligenheer zusammen und begannen einen Partisanenkrieg gegen das polnische Militär und den dort ansässigen polnische n Adel. Das russische Zarenreich unterstützte die Aufständischen auf der diplomatischen Ebene. Dieser schreckliche Krieg endete mit der Herauslösung der linksufrigen Ukraine aus dem polnisch-litauischen Staatsverband in dem Frieden von.

Zu Beginn des 18.Jahrhunderts sah sich Polen mit dem Aufstieg Russlands zur europäischen Großmacht konfrontiert. Im Zuge dieser Machtentfaltung Moskaus kam es gleichsam zur Umkehrung der Machtverhältnisse in diesem Raum. Bildete Polen im Verein mit Litauen im Zeitraum 1376 bis etwa zur Mitte des 17.jahrhunderts ein Faktor ständiger Bedrohung Russlands, so verwandelt sich jetzt der rapide Machtzuwachs des letzteren zur existenziellen Bedrohung Polens. Unter Peter dem Großen nimmt Russland im Nordischen Krieg mit Schweden den Krieg um de n Zugang zur Ostsee auf. Um diesen Kampf siegreich zu bestehen muss es sich Polens als eines zuverlässigen Partners - oder besser Vasalls versichern. Polen wird in die russische Einflusssphäre hineingezwungen, -ja, es wird zu einem Protektorat Russlands. Letzteres setzt ein und ab polnische Könige, wie es die Zaren nach Belieben mit ihren Gouverneuren taten. Der vom polnischen Wahlreichstag rechtmäßig bestellte König Stanislaw Leszczynski wird zweimal von den Russen aus Polen vertrieben. In der Schlacht bei Poltawa in der Ukraine schlägt Peter der Große vernichtend das schwedische Heer. Der schwedische König flieht in die Türkei. Russland gewinnt durch die Angliederung Kurlands und Estlands den ersehnten Zugang zur Ostsee. In den Sümpfen der Newa beginnt Peter der Große mit dem Bau einer neuen Hauptstadt seines riesigen Reiches - mit der Erbauung von St. Petersburg.

Währenddessen versinkt Polen Jahr um Jahr in Anarchie und Gesetzlosigkeit. Die Verhältnisse im polnischen Reichstag werden zum Sinnbild der Anarchie schlechthin : Ein einziger Adeliger kann mit seinem Veto den Beschluss der Reichsmehrheit zum Fall bringen. Die auswärtigen Mächte - vornehmlich Russland und Preußen tun alles ,um diesen anarchischen Zustand festzuschreiben.: „Polen kann sich nur durch die Unordnung behaupten“ - so ein vielverbreiteter Slogan des Adels. Die Zarin Katharina die Große schwingt sich auf zur Beschützerin und Garantin verbriefter adeliger Freiheiten.

Die Epoche der beiden sächsischen Wahlkönige gilt als das traurigste Zeitalter der polnischen Geschichte. Der Adel will bis zur Neige seine Freiheiten genießen, verweigert die Zahlung von Steuern und versinkt in Trunksucht. „Unter dem Sachsenkönig sollst du essen, trinken und immer weiter den Gürtel lockern“ - so ein Spruchwort aus der damaligen Zeit. Der letzte polnische König wird Sache der persönlichen Wahl Katharinas der Großen. Mit Hilfe von Bestechungen, massiven Einschüchterungen und gelegentlicher Gewaltanwendung setzt sie ihren Liebhaber Stanislaw August Poniatowski auf den polnischen Thron. Der König Poniatowski war ein kultivierter, belesener, weitgereister Mann, doch kein Staatsmann vom überragenden Format. Er scharte um sich Künstler und Dichter und vergaß darüber nur zu oft seine Pflichten gegenüber dem Staat. Es bleibt unbestritten, dass er für das kulturelle Lebens seines Landes Ungeheuerliches geleistet hat. Unter seiner Herrschaft entwickelte sich Warschau zu einer europäischen Metropole. Die polnischen Dichter der Aufklärung sahen in ihm nicht nur einen großzügigen Förderer, sondern auch einen echten Kenner von ausgesuchtem Geschmack und treffsicherem Urteil. Der König selbst umgab sich gern mit Dichtern und Schriftstellern: Die sog. „donnerstäglichen Mittagessen“ wurden alsbald zu einer festen Einrichtung.


Die polnische Aufklärung - ein Versuch über Bildungsarbeit und Reformen den Staat vor dem Untergang zu bewahren.
Die Zeit der sächsischen Könige war für das polnische Staatswesen eine sträflich vergeudete Zeit. Weder haben die beiden Sachsen - August II der Starke und sein Sohn August III - ihre Machtposition als Herrscher zweier Staaten dazu ausgenutzt , etwa Sachsens Stellung gegenüber dem aufsteigenden Preußen zu stärken noch auch nur das geringste für Polen getan. Sie taten das genau Gegenteil davon: August II hatte sich sogar bis an die Grenze vom Hochverrat herangewagt, indem er feste Pläne zur Teilung Polens erst Schweden und dann Russland unterbreitet hatte.

Der letzt polnische König - obwohl ein Günstling Katharinas der Großen - war klug genug zu erkennen, dass es nicht so weitergehen könne und begann, wenn auch zögernd an der Reformierung des Staates mitzuwirken. Nicht dass er die hierzu notwendige Initiative ergriffen hätte. Dazu fehlte es ihm an staatsmännischen Format und wohl auch politischer Begabung. Es sind Schriftsteller, aufgeklärte Geistliche und Gelehrte gewesen, die, die Reformen in die Wege geleitet haben. Unter der Führung der Geistlichen Hugo Kollontaj und Stanislaw Staszic entsannt in Warschau die sog. Schmiede- ein Klub und Treffpunkt aller fortschrittlicher Geister, die Polen vor dem Untergang retten wollten. Zwei Probleme galt es sogleich anzupacken: dem Land eine neue Verfassung zu geben, die es aus dem Zustand der Anarchie heraufführen würde und eine schlagkräftige Armee aufzubauen. In seinem Buch „Warnungen für Polen“ entwarf Stanislaw Staszic ein ausführliches Reformprogramm. Dem Einsatz dieser beiden Männer verdankt Polen die Verfassung des 3.Mai 1794 - die erste geschriebene Verfassung auf dem europäischen Kontinent. Sie brachte die längst fällige Abschaffung der Wahlmonarchie , sprach dem besitzlosen Adel seine bisherigen politischen Rechte ab und verankerte die Forderung nach einer schlagkräftigen Armee in ihren Bestimmungskatalog.

Die Verfassung des 3.Mai 1994 ist niemals in Kraft getreten. Zur Zeit ihrer Verabschiedung war ein Teil des Landes bereits abgetrennt. - in der ersten Teilung. Russland reagierte auf diese Verfassung , welche es für die Frucht der „französischen Pest“ hielt, mit der Eröffnung von Kriegshandlungen gegen Polen. Es folgte eine weitere Teilung des Landes und dann der Kosciuszko- Aufstand von 1795 - als letzter Versuch, Polen vor dem Untergang zu retten. Dieser Aufstand wurde von Russland im Blut erstickt. Im folgte die letzte - die dritte Teilung Polens.

Ein großer europäischer Staat ist so für 12o Jahre von der politischen Landkarte Europas verschwunden. Polen sollte es nunmehr nur als einen landeskundlichen Begriff geben. Es ist bereits erwähnt worden, auch die Dichter und Wissenschaftler sich bei der politischen Aufklärungsarbeit große Verdienst erworben haben. Drei große Namen mögen an dieser Stelle stellvertretend für viele anderen genannt werden: Naruszewicz, Niemcewicz und Krasicki. Stanislaw Naruszewicz war ein Gelehrter - ein Historiker. Er ist der Verfasser einer mehr bändigen Geschichte Polens. Julian Ursyn Niemcewicz wirkte vornehmlich als Dramatiker. In seiner politischen Komödie „Die Rückkehr eines Gesandten“ geißelte er die politische Unwissenheit des Adels, seinen steinzeitlichen Konservatismus, seine Aberglauben und Größenwahn.

Ignacy Krasicki gilt als der größte Dichter der polnischen Aufklärung. Der Freundschaft und Zuneigung des polnischen Königs verdankte er die Bischofs würde und die materielle Absicherung in der Diözöse von Heilberg. Krasicki war - was nur wenige Deutsche wissen - ein häufiger Gast Friedrich des Großen in Sans-Souci. Viele sage, der preußischer König und Philosoph auf dem Thron solle Krasicki sogar zum Verfassen seines „Krieges der Mönche“ - einer beißenden Satire auf das Klosterwesen angeregt haben. Im katholischen Polen musste ein solches Buch aus der Feder eines Bischofs stammend zum handfesten Skandal werden. Und es wurde dies auch. Viele haben es dem Bischof - Fürst bis heute nicht verziehen.

Gegen Ende seines Lebens erklomm Krasicki sogar die Würde des Primas - das höchste kirchliche Amt in Polen. Allerdings nur für sehr kurze Zeit, denn nach der dritten Teilung Polens verlor dieses Amt jeglichen Sinn. In seiner Funktion als Primas musste Krasicki die wohl schmerzliche Prüfung seines Lebens erleiden.: Ihm oblag die Pflicht , an den preußischen König als neuen Herrscher eines Teils Polens eine Ergebenheit Adresse zu richten. Die polnische Literatur verdanke Krasicki viel. Häufig wird er in einem Atem mit Kochanowski und Mickiewicz genannt. Er schrieb unzählige Satiren, Fabeln, Epen und hinterließ der Nachwelt den ersten polnischen Roman: „Die Abenteuer des Nikolaus Doswiadczynski“. Krasicki starb im Jahre 1803 in Berlin.


Polen unter der Herrschaft der Teilungsmächte
Nachdem Bonaparte die Herrschaft in Frankreich an sich gerissen und im Zuge seiner Eroberungskriege nahezu das gesamte Europa sich unterworfen hatte, sah es zunächst so aus, als würde das unselige Machwerk der Teilungen nur eine Übergangsregelung - eine Episode - in der polnischen Geschichte bleiben. Aus den preußischen und österreichischen Teilungsgebieten wurde 1806 das Warschauer Herzogtum gebildet. Die meisten Polen sahen darin den ersten Schritt auf dem Weg zur Befreiung ihres Landes .Einige indes standen dem neuen Staatsgebilde skeptisch gegenüber; Der Name Polen fehlte in der Bezeichnung des neuen Staates, seine Verfassung war ein schlichtes Diktat des Kaisers der Franzosen und an die Spitze des neuen Staates wurde ein sächsischer Fürst gesetzt. Es war der dritte Sachse in der polnischen Staatsspitze.

Zu denjenigen, die begeistert waren gehörte nicht zuletzt Goethe: Er begrüßte das Ereignis als eine Aufwertung des Herrscherhauses ,dem er als Geheimrat und Minister diente. Im Jahre 1808 wurde Goethe zum Ehrenbürger des Warschauer Herzogtums ernannt. Militärisch gesehen war das Warschauer Herzogtum für Frankreich vornehmlich ein riesiger Brückenkopf für den kommenden Krieg mit Russland. Wäre es Napoleon gelungen 1812 Russland niederzuwerfen, so hätte er Polen als einen Vorposten der französischen Machtausdehnung und Bollwerk gegen Russland wiederhergestellt. Die Geschichte nahm jedoch anderen Verlauf. Der Krieg in Russland endete in einer Katastrophe, Napoleon wurde gestürzt und nach St. Helena verbannt. Wie sind diese Ereignisse zu beurteilen ? War die Bildung des Warschauer Herzogtums doch nur eine Episode geblieben ? Der Untergang der großen französischen Armee brachte zunächst auch das Ende des Warschauer Herzogtums, doch nicht die Idee Polens. Der russische Zar Alexander I gab sich auf dem Wiener Kongress den Schein , als wollte er den gestürzten Kaiser gar übertrumpfen und setzte an die Stele des Warschauer Herzogtum das sog. Königreich Polen. Er,- der ansonsten so unnachgiebiger Selbstherrscher - verlieh dem neuen Gebilde sogar eine Verfassung, die als die liberalste in Europa galt. Dies änderte wenig daran, dass das Königreich Polen ein russisches Protektorat geblieben war. Indes wollten sich die Polen mit der Fiktion einer staatlichen Existenz nicht zufrieden geben und griffen in dem Novemberaufstand von 1830 zu den Waffen. Wie 35 Jahre zuvor schlug Russland den Aufstand nieder. Eine polnische Flüchtlingswelle ergoss sich über Europa.

Das liberale deutsche Bürgertum, welches selbst um bürgerliche Freiheiten und ein demokratische Deutschland ohne polizeilichen Terror kämpfte, hatte die polnischen Aufständischen begeistert gefeiert. Der Dichter August von Platen besang sie in seinen Polenliedern, die deutschen Burschenschaften bekundeten ihre Solidarität mit ihnen. Dieser begeisterte Empfand der Novemberaufständischen in Deutschland und nicht zuletzt die Wirkung, die von dem polnischen Freiheitskampf auf die deutschen Patrioten ausging , findet fast nur am Rande - als Fußnote -Erwähnung in deutschen Geschichtsbüchern sehr zum Schaden der historischen Wahrheit - ist es doch eines der lichtesten Momente im deutsch-polnischen Miteinander gewesen.

Die Behandlung, die der preußische Staat seinen polnischen Untertanen angedeihen ließ war doppelbödig. Der Staat versucht alle nationalen Regungen im Keime zu ersticken und arbeitete eng mit Russland zusammen ,um das zu erreichen. So hatte Preußen z.B. während des Januar-Aufstandes in Russisch-Polen im Jahre 1863 seine gesamte Ostgrenze hermetisch abgeriegelt - ein Vorgehen, welches eine eindeutige Parteinahme zu Gunsten Russlands gewesen war. Otto von Bismarck hatte als Student polnische Studenten aus den Kreisen des Adel während seines Studiums kennengelernt und wusste nur zu genau, wie fest die Unabhängigkeitsidee in ihrem politischen denken verankert war. Die polnische und die preußische Staatsideen waren unvereinbar. Die Wiedererrichtung eines unabhängigen Polen mit einem Zugang zur Ostsee würde Preußen auf den Stand eines Zwergstaates reduzieren. Bismarck selbst fasste es in dem Bild zusammen: „Seine fruchtbarsten Sehnen würden durchschnitten.“ Auch sind die Äußerungen Bismarcks, dass man die Polen erbarmungslos schlagen solle, wo man sie auch immer antreffe, kein Ruhmesblatt für einen Staatsmann, der auf dem Berliner Kongress für die Völkerversöhnung werben wird. Nach der Reichsgründung und im Zuge sich verstärkenden nationalistischen Tendenzen setzt in dem preußischen Teilungsgebiet eine Germanisierungswelle im Schulwesen und in der öffentlichen Verwaltung ein. Sie wird verstärkt durch neue Kolonisierungsformen: Die preußische Regierung fördert nach Kräften den Aufkauf polnischer Bauernhöfe, um dort deutsche Siedler anzusiedeln.

Europa erlebt diese Vorgänge als beispiellose Barbarei: Gottfried Keller versucht die europäische Öffentlichkeit gegen dieses Treiben zu mobilisieren. Dennoch wäre es verfehlt die preußische Herrschaft in dem polnischen Teilungsgebiet ausschließlich aus dieser Perspektive zu betrachten. Unbestritten sind seine Verdiente für die Schulbildung, wirtschaftliche Entwicklung und die kulturelle Entwicklung insgesamt. Es gab polnische Politiker , die gelegentlich darüber gespottet haben. „Wir verdanken alles den Preußen - so einer von ihnen - gute Schulen, wirtschaftlichen Wohlstand, einen dichten Verkehrsnetz.

Ein anderer national gesinnter Politiker ging ein Schritt weiter: Seinem Volk den Spiegel vorhaltend nannte er es ein Weibervolk und empfahl ihm bei den Preußen gar in die Schule zu gehen. Im russischen Teil war die Situation der Polen noch schwieriger. Nach der Zerschlagung des Januaraufstandes wird die relative Autonomie des Königreiches Polen aufgehoben. Dieses Gebiet wird auf die Stufe eines russischen Gouvernement herabgedrückt Sein neuer Name lautet: „Weichselland“(Russisch Priwislinskij kraj). Für die Schlächter des Januaraufstandes wird die Auszeichnung „Für die Befriedung des polnischen Aufruhrs“ gestiftet.

Einzig im österreichischen Teilungsgebiet genossen die Polen eine begrenzte kulturelle Autonomie. Krakau wurde gleichsam zu einer Oase für alle Kulturschaffenden Polens: Wyspianski, Zeromski, Kasprowicz und viele andere.

Vor dem skizzierten Hintergrund wird es verständig, dass Literatur, Malerei und andere Künste zum einigen Zufluchtsort für die Träume von Freiheit und Unabhängigkeit wurden. Aber dies wurde - Krakau ausgenommen - zunehmend nur im Ausland möglich. So kam es zu der in der Geschichte einmaligen Entwicklung, dass die Dichtung und die Dichter in der Emigration zu staatspolitischen Erziehern eines ganzen Volkes wurden. Der Emigrationsdichtung in Paris - in französischem Exil - ist diese Rolle erwachsen.

Adam Mickiewicz, Juliusz Slowacki und Zygmunt Krasinski bilden das große Dreigestirn, welches das politische Bewusstsein bis heute bestimmt. Mickiewicz beschwor in seinem Nationalepos „Herr Thadäus“ die hoffnungsvolle Aufbruchsstimmung der napoleonischen Kriege, als sich die Polen am Vorabend der Erlangung der Freiheit geglaubt hatten. In seinem Drama „Die Totenfeier“ zeigt er schonungslos die Barbarei des zaristischen Russland und lässt in das Werk Töne einfließen die sich nur mit den Klageliedern der Juden vergleichen lassen. Mickiewicz gestaltet das Leiden seines Volkes zu einem an Christus gemahnenden Leidensweg aus. Das unterdrückte Polen gerät ihm zu einem neuen Christus, sein Leiden ist nicht umsonst gewesen, denn es werde den geknechteten Völkern Europas die ersehnte Freiheit bringen.

Die Niederlage im Januaraufstand 1863 führt indes zu einer radikalen Wende im politischen Denke der polnischen Eliten. Auf den Plan treten die sog. Realisten - auch Positivisten genannt. Diese glauben nicht mehr, dass Polen in bewaffneten Aufständen ihre Freiheit erlangen könne. Die Positivisten werden alsbald zu erbitterten Feinden aller „Unabhängigkeitsromantik“. Sie fordern „positive Arbeit“ an den „Grundlagen“ Ihr Glaubensbekenntnis heißt Aufklärung, Bildungsarbeit und Schaffung materieller Werte durch „organische Arbeit“. Namhafte Schriftsteller unterstützen die neue Denkrichtung: Boleslaw Pros zeigt in seinem Roman „Die Puppe“ den Aufstieg eines gescheiterten jungen Aufständischen von 1863 zum Großkaufmann, der im Rußlandhandel ein Vermögen erwirbt. Eliza Orzeszkowa widmet sich der Frage der Mädchenerziehung und Problemen der Frauenemanzipation. In zahlreichen Romanen schildert sie die Folgen der sog. „Salonerziehung“ - einer Erziehung , die Mädchen und Frauen lebensunfähig macht und letzthin in materielle Not und Verzweiflung treibt.

Eine Ausnahme von dieser literarischen Richtung sind die patriotischen Bücher von Henryk Sienkiewicz: In einem historischen Romanzyklus beschwört er Glanz und Größe der alten polnischen Adelsrepublik, die sich von einem Meer zum anderen ausgedehnt hatte (von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer). Er tut dies, um die Herzen seiner Landsleute in einer schweren Zeit zu „stählern.“


Die politische Entwicklung Polens in der Gegenwart
Im Ersten Weltkrieg wird der „große Krieg“ von dem der große Dichter der polnischen Romantik geträumt hatte, jener Krieg, der Polen Freiheit bringen würde zur schrecklichen und hoffnungsvollen Realität. Die Teilungsmächte - 120 Jahre lang notdürftig durch die Notwendigkeit , Polen niederzuhalten aneinander gekettet, standen nunmehr in einem unerbittlichen Kampf einander gegenüber. Mickiwiczs Traum ging in Erfüllung: Polen hat seine Unabhängigkeit erlangt. Doch weder die deutsche Republik, noch das kommunistische Russland und schon gar nicht das nationalsozialistischen Deutschland wollten seine Existenz auf Dauer akzeptiert. Man sprach von einem Saisonstaat, von einem hässlichen Bastard des Versailles Vertrages , oder gar von einem Pufferstaat.. Welch Wundes, wenn unter solchen Denkmustern die kurze Zwischenkriegszeit eher einem Waffenstillstand denn einem echten Frieden glich. Nach knapp 20 Jahren hatten sich Hitler und Stalin wie einst Friedrich der Große und die russische Zarin über das Schicksal des ungeliebten Nachbarn geeinigt. Noch bevor der Krieg ausgebrochen war, wurde Polen „zur Disposition“ gestellt und in Einflusssphären geteilt: Das war der berühmt-berüchtigte Ribbentropp-Molotow Pakt – zuweilen auch Teufelspakt genannt. Nach der Niederringung Polens in einem „Blitzkrieg“ erfolgte eine weitere Teilung des Landes. Schwer zu sagen welche an der Zahl. Neu Teilungsgrenzen brauchte man nicht lange suchen: Waren sie doch bereits 1795 vorgestanzt. Schwungvoll hat deren Verlauf Stalin auf der Landkarte mit signiert. Von der Bildung irgendeines polnischen Reststaates konnte keine Rede sein. Stalin wollte solchen nicht. So konnte Hitler mühelos seinen neuen Gewinn „heim ins Reich führen.“ Diesmal konnte er sich nahezu alle ethnisch polnischen Gebiete einverleiben. Und was nicht so gut zu dem „Tausendjährigen Reich“ gepasst hatte, wurde zum „Generalgouvernement“ zusammengefasst. Vorläufig sollte dieses Gebilde zum Reservat für die Polen werden.

Der Zweite Weltkrieg wird Polen - anders als der Erste - keine Freiheit und Unabhängigkeit bringen. Auf der Konferenz in Jalta konnten die Alliierten lediglich kosmetischen Korrekturen an der Ribbentropp-Molotow-Linie anbringen; sie hieß dann Curzon-Linie. Doch blieb es nicht bei der territorialen Verstümmelung. In grober Weise wurde auch das Selbstbestimmungsrecht - laut Atlantikcharta führendes Kriegsziel der Alliierten- missachtet. Polen durfte nicht die Zusammensetzung seiner Regierung bestimmen. Im Jalta-Abkommen hatten die Alliierten einer Regierungsform zugestimmt, die kaum weniger als Zuwahl einiger bürgerlicher Politiker in die, in Moskau gebildete kommunistisch geführte Regierung gewesen war. Dies ist der politische Zustand gewesen, in dem Polen nach 6 Jahren eines zermürbenden Krieges „in die Freiheit“ entlassen wurde.

Nach dem grandiosen Sieg im Zweiten Weltkrieg hatte es so ausgesehen, als würde die sowjetische Herrschaft über Halbdeutschland, Polen - ja, die halbe Welt - 500 Jahre dauern. Nacheinander hatte sie (die Soweit Union) alle Aufstände in ihrem Imperium in Blut erstickt: den deutschen Arbeiteraufstand vom 17.Juni 1953, den ungarischen Aufstand, den Prager Frühling usw.

Und nun geschah etwas, was niemand nicht einmal zu denken gewagt hätte: Michail Gorbatschows Perestroika- und Glasnost-Politik.

Über die wahren Gründe, die ihn und politische Klasse Russland zu dieser Wende veranlasst haben, kann man vorläufig nur Mutmaßungen anstellen. Nicht auszuschließen ist, dass das Schreckgespenst eines totalen Staatsbankrotts in Folge der Überrüstung ihn zu diesem Reformkurs gedrängt hatte. Gorbatschow hatte gehofft, durch einen Umbau der Wirtschaft unter Zulassung marktwirtschaftlicher Mechanismen und mit Hilfe von mehr Transparenz im Partei- und Staatsapparat würde es ihm gelingen, dem Kommunismus ein menschliches Gesicht zu geben. So gesehen träumte er gleichsam zum zweiten Mal den Traum Dubczeks. Dies erwies sich als Trugschluß. Seine Perestroika brachte nicht die „Verbesserung“, sondern den Zusammenbruch des Kommunismus und den Zerfall des sowjetischen Imperiums.

Die Polen waren auf diese Entwicklung mit am besten vorbereitet. Im Jahre 1982 hatte Lech Walensa eine freie Gewerkschaft - de facto eine neue politische Bewegung - ins Leben gerufen. Nachdem diese durch die Ausrufung des Kriegsrechts durch Gen. Jaruzelski für mehrere Jahre in den Untergrund hineingezwungen worden war, konnte sie im Zuge der Gorbatschowschen Perestroika-Politik wiederzugelassen werden. Im Sommer 1989 einigten sich dann die politischen Eliten des Landes - spricht die freie Gewerkschaft „Solidarnosc“ und die alten kommunistischen Kader - am runden Tisch auf die Bildung einer zunächst gemischten Regierung. Diese wurde dann nach Abhaltung freier Wahlen in eine repräsentative Regierung umgewandelt.

Die Entwicklung in Polen ging an der DDR nicht spurlos vorbei. Mittlerweile musste dort das morsche Honecker-Regime wie ein Überbleibsel aus vorsintflutlichen Zeiten anmuten. Die DDR-Bürger flüchteten zu Tausenden über Ungarn und Österreich in die Bundesrepublik. Die DDR sah sich gezwungen, die Mauer zu öffnen. Dies geschah am 9.Oktober 1989. Diese Entscheidung wirkte wie ein Dammbruch. Einige Tagen später gingen in Berlin, Leipzig und Dresden die Menschen auf die Straßen und skandierten: "Wir sind das Volk". Bald riefen sie dann: „Wir sind ein Volk“ und begannen mit immer mehr Nachdruck die Vereinigung Deutschlands zu fordern. Diese friedliche Revolution in Deutschland hat Europa und die Welt in Erstaunen, Bewunderung und nicht viele in Schreck versetzt. Die Tage der SED-Herrschaft waren gezählt. Knapp ein Jahr nach der Maueröffnung wurde der deutsch-deutsche Vereinigungsvertrag unterzeichnet.

Was bedeuten diese Ereignisse für Polen? Wie beurteilt Polen diese Entwicklung?
In den Augen der Polen waren die deutsche Wiedervereinigung und die Wiederherstellung eines unabhängigen Polens Prozesse, die einander bedingten und sich gegenseitig ermöglichten. Sie gehörten in den großen Ereigniszusammenhang, der „Zerfall des Sowjetimperiums“ hieß. Für die Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft im sowjetischen Block war den Polen kein Preis zu hoch.


Wie wird es weiter gehen in den Beziehungen zwischen Polen und Deutschland?
Gegenwärtig erleben wir die Phase immer enger werdender Zusammenarbeit begleitet von wachsendem Verstehen beider Völker. Wird sich dieser Trend fortsetzen? Wird es zu einer weiteren Vertiefung der Freundschaft von Polen und Deutschen kommen ? Oder werden womöglich alte schlechte Erinnerungen oder gar längst vergessen geglaubte Ansprüche wiederbelebt? Nur die Zukunft weiß eine Antwort auf diese Frage.

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