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Titel / Referat: Mali - das demokratische Land im Sahel

Schlagwörter: ehemalige Kolonie Frankreichs, Binnenstaat in Westafrika, Wo und wie sollte Hilfe geleistet werden? Hausaufgabe, Referat

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Mali – eine kurze Vorstellung des Landes

In diesem Dokument sollen die bestmöglichen Anwendungen von Fördermitteln zur Verbesserung der Lage Malis aufgeführt werden. Zum Verständnis der Vorschläge ist es jedoch wichtig vorweg eine kurze Information zur generellen Situation des Landes zu liefern.


Generelle Situation Malis
Die ehemalige Kolonie Frankreichs ist ein Binnenstaat in Westafrika zwischen Algerien und Burkina Faso. Mali ist mit einer Fläche von 1.24 Mio. km2 fast 3.5-mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und besitzt 8.8 Mio. Einwohner von denen ca. 85% in der Landwirtschaft arbeiten. Hauptstadt ist die im Südwesten gelegene Stadt Bamako.

Amtssprache Malis ist Französisch. Französisch jedoch ist ganz und gar nicht die einzige Sprache die in Mali gesprochen wird. Schon hier wird eines der großen sozio-kulturellen Probleme erkennbar. So trügt auch der Wahlspruch des Landes Wappen: "Un Peuple - Un But - Une Foi" (Ein Volk, Ein Ziel, Ein Glaube). In Mali leben mehr als zehn verschiedene Stämme. Der zahlenmäßig größte Stamm ist der der Bambara. Ihre Sprache sprechen rund 40% der Bevölkerung. Die politisch führende Gruppe ist jedoch die der Malinke. Die große Anzahl verschiedener Stämme und deren Kulturen sowie die geographischen Gegebenheiten Malis führen insbesondere im Binnendelta des Niger, welcher der größte Fluss Malis ist und das Land im Süden fast vollständig von Westen nach Osten durchquert, zu einem Raumnutzungskonflikt. Vor allem der Norden ist durch die Lage in der Sahel Zone kaum agrarisch nutzbar geschweige denn bewohnbar. Durch ehemalige Bewirtschaftung auch der Randzonen der Wüste nimmt die Desertifikation immer mehr zu, was die Menschen zu größeren Städten oder in die agrarisch nutzbaren Gebiete des Nigerbinnendelta treibt. Insgesamt sind in Mali nur ca. 2% der Gesamtfläche agrarisch nutzbar. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage sowie dem Bevölkerungswachstum nimmt die agrarische Nutzung des Binnendeltas zu. Bereiche wie Viehhaltung, Ackerbau und Fischerei erfahren zunehmend eine Liberalisierung von dem ehemals Stamm gebundenem System. Da kaum neue Bewässerungssysteme geschaffen werden konnten bleibt die gleiche Fläche nutzbaren Landes nun für eine größere Anzahl Menschen. Es kommt zu Konflikten und sozialem und wirtschaftlichen Absturz der Menschen im Norden sowie auch im Delta. Ein anderes Problem sind die Hungersnöte die durch die geringe Anbaufläche in Verbindung mit den, vor allem im Norden, sehr geringen Niederschlagsmengen zustande kommen. Als Folge dessen muss Getreide in großen Mengen importiert werden, was wiederum zur Folge hat das Mali für fast den doppelten Wert des Exports, hauptsächlich Baumwolle und Viehprodukte, importiert. Die Schulden Malis beliefen sich deshalb schon 1988 auf ca. 2Mrd. US$. Eine Industrie ist in Mali so gut wie gar nicht vorhanden.

Verkehrsmäßig ist Mali nur unzureichend erschlossen. Das Verkehrsnetz, welches ca.14000 km Straßen beinhaltet wovon jedoch nur ca. 15% asphaltiert sind, konzentriert sich vor allem im Süden des Landes um die Hauptstadt Bamako. Zusätzlich zu dem Straßennetz gibt es noch eine veraltete Eisenbahnstrecke von Bamako nach Dakar sowie einen internationalen Flughafen der ebenfalls in Bamako liegt. Auch die Flüsse Malis bieten nur ein schlechtes Verkehrsnetz da sie nur teil- und zeitweise beschiffbar sind. Auch in dem Bereich der Bildung bestehen große Defizite. Generell herrscht in Mali eine Schulpflicht vom 7. bis zum 15.Lebensjahr. Die Schulen sind öffentlich und unentgeltlich. Es besuchen jedoch nur etwa 25% der Kinder die Primarschule welche der deutschen Grundschule gleichkommt. Von diesen wiederum besuchen nur etwa 20% auch die Sekundarstufe I. Trotz einer Analphabeten-Quote von ca. 85% (1985) und einer kaum in Anspruch genommenen sekundären Schulzweig besitzt Mali sieben Hochschuleinrichtungen.


Wo und wie sollte Hilfe geleistet werden?
Mali ist in einer äußerst schlechten Situation. Es besitzt keine Devisen bringenden Industrien, kein nennenswertes Verkehrsnetz sowie durch die Binnenlage keinen international nutzbaren Handels Anschluss und nun ist auch noch die traditionelle und lebenswichtige Landwirtschaft durch verschiedene Faktoren nicht mehr ausreichend das Volk mit dem Wichtigsten zu versorgen. Mali wurde zu recht als LDC (least developed country), MSAC (most seriously affected country) und LLC (land-locked country) bezeichnet und ist somit eines der schlimmsten Entwicklungsländer.

Eine Investition in den Aufbau von Industrie ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Auch sind Projekte wie der Bau von Straßen sowie der Bau von Größeren Bewässerungsprojekten nicht das am dringendsten Gebrauchte, schaden jedoch auch auf gar keinen Fall. Diese Projekte bekämpfen nämlich nicht die größten Probleme: das Bevölkerungswachstum, soziale Konflikte und kulturelle Aspekte sowohl als auch der Bildungsnotstand. Einige dieser Bewässerungsprojekte schlugen nämlich durch fehlende Akzeptanz der Bevölkerung fehl. Es ist also daraufhin zu arbeiten den Menschen neue Agrarische Möglichkeiten aufzuzeigen sowie sie auf die Ursachen ihrer Probleme hinzuweisen und ihnen diese verständlich zu machen. Dies reicht von der Vorstellung von und Versorgung mit Verhütungsmitteln über einfache technische (Solarkocher) und medizinische Erkenntnisse bis zu Lösungshilfen für soziale Konflikte. Hier wird nun auch das zweite Ziel deutlich dass die komplette Verständigung erst möglich macht: Bildung. Nur durch grundlegende geistige Fähigkeiten der Jugend Malis ist es machbar Mali auch nur in die Nähe einer gleichwertigen wirtschaftlichen sowie auch wohlhabenden (Lebensqualität) Ebene im Vergleich zum Rest der Welt zu bringen. Auch macht dies erst die Unabhängigkeit der Bevölkerung von wirtschaftlichen und lebensnotwendigen Hilfen der reicheren Staaten möglich. Es ist das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Man kann einem Volk nur helfen wenn das Volk die Hilfe unterstützt.

Länderkurzbericht (Stand November 1997)

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