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Titel / Referat: Mexiko-Stadt - Hauptstadt der Vereinigten Mexikanischen Staaten

Schlagwörter: Mexico-City, Lago de Texcoco, Wasserhaushalt, Wasserversorgung und Wasserbedarf, Luftverschmutzung Hausaufgabe, Referat

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Mexiko-Stadt /Mexico-City

Mexico Stadt liegt fast in der Mitte des Landes nördlich des Berges Popocateoeti (5452) und ist von Vulkanen eingekesselt. (1985 erlebte Mexico ein Erdbeben mit 8.3 auf der Richterskala bei dem mehr als 7000 Menschen ums Leben kamen).

1325 wurde Tenochtitlan von den Azteken gegründet. Die Stadt war damals die Hauptstadt des Aztekenreiches. 1521 eroberte Hérnan Cortes die Stadt und zerstörte viele der alten Tempel und ließ eine neue Spanische Stadt bauen. Mexico Stadt ist nicht nur die Hauptstadt Mexicos, sondern auch Industrie- und Kulturzentrum in einem. Mexico Stadt hat eine Städtische Bevölkerung von 8 2360960 Einwohnern. Im ganzen Bundesdistrikt leben jedoch ca. 23-26 Mio. Menschen, dies sind 25 % der Bevölkerung Mexicos und täglich kommen schätzungsweise ca. 2000 Menschen hinzu, die ihr Glück in der Stadt finden wollen. Die Stadt ist längst über die Distriktgrenzen hinaus geufert und schluckt immer mehr und mehr Vororte. 40 % der Arbeitsplätze des Landes sind in Mexico Stadt zu finden, das heißt auch das zwei fünftel des BSP Mexicos aus der Hauptstadt kommt. 3,5 Mio. Kraftfahrzeuge bewegen sich in dieser Stadt täglich hin und her das sind immerhin 25 % aller Kraftfahrzeuge Mexicos.


Wasserhaushalt im Hochtal von Mexico-Stadt / Der Lago de Texcoco - ein Faktor in der Raumentwicklung

Früher
Im Jahr 1325 gründeten die Azteken auf einer Insel im abflusslosen Texcoco-See ihre Hauptstadt Tenochtitlan. Sie nutzten das flachgründige Wasserreservoir für Fischfang, Jagd und einen hochentwickelten Blumen-und Gemüseanbau .Die Hauptstadt Tenochtitlan hatte bereits bei Ankunft der Spanier im Jahre 1519 eine Einwohnerzahl von etwa 600 000 Menschen. Doch setzten die Spanier bald nach ihrer Eroberung alles daran, den See mit Hilfe von Kanälen undTunneln zu entwässern, um einmal die jahreszeitlich bedingten Spiegelschwankungen regulieren zu können und um mehr Siedlungsfläche für ihre Hauptstadt haben zu können. Nach der Unabhängigkeit von Spanien (1821) setzen die Mexikaner die Trockenlegung des Sees fort. Durch verstärkten Holzeinschlag und Überweidung der eingeführten Rinder, sowie Schafe und Ziegen, kam es zu tiefgreifenden Veränderungen im ökologischen Gefüge der Hochtalregion. Die Austrocknung bewirkte in der Stadt Bodenabsenkungen bis zu 10 Metern, so dass unter anderem Brunnen versiegten. Die Hangerosion führte zur Auffüllung des Seebodens ,wo zuvor das größte Speichervolumen für die Regenzeit gelegen hatte, so dass bei Regenzeit das plötzlich zufließende Oberflächenwasser nicht mehr durch die natürlichen Risse und Spalten im Boden versickern konnte. Insgesamt kehrte sich die natürliche Fließrichtung mehr und mehr von der Peripherie weg zum Beckeninneren hin, gefördert durch die radikale Abholzung der Hänge.


Heute
Die metropolitane Zone hat sich heute über mehr als die Hälfte der ehemaligen Seefläche vorgeschoben. Der Wasserhaushalt ist so nachhaltig gestört, dass das Überleben der spärlichen Vegetation und die Wasserversorgung der Mega-Metropole nicht mehr gesichert sind. In den ersten Monaten des Jahres leidet die Stadt unter Staubstürmen aus dem Norden und Nordosten. Der Wind überweht dabei auch den ausgetrockneten Boden des Texcoco-Sees. Da städtische Abwasserkanäle in diesen Bereich geführt werden und sanitäre Einrichtungen in vielen Stadtteilen fehlen, ist die Luft mit Bakterien und feinsten Partikeln vertrockneter Exkremente angereichert. Die Zukunftsplanung der mexikanischen Regierung sieht vor, die Probleme im wesentlichen mit einer vollständigen Trockenlegung und Begrünung des Seegebietes sowie der Berghänge, Anlage künstlicher Seebecken und Schaffung eines Abwasserleitungssystems und Kläranlagen zu bewältigen.


Wasserversorgung und Wasserbedarf
Der Wasserkonsum in der mexikanischen Hauptstadt ist mit 300 Litern pro Kopf einer der höchsten der Welt, in der Bundesrepublik lag er 1987 bei 145 Litern pro Kopf. Fast 40% des Wassers erreichen den Verbraucher nicht, sondern gehen durch den schlechten Zustand des gesamten Wassernetzes verloren. Ein Kubikmeter kostet 1500 Pesos, die staatlichen Wasserbehörden kassieren aber im Durch-schnitt dafür nur 50 Pesos. Ein immer größerer Teil des Wassers wird aus Gebieten herangeschafft, die mehr als 200 km entfernt liegen. Die metropolitane Zone hat heute einen durchschnittlichen Wasserverbrauch von 64 cbm/s, der zu etwa 2/3 (genau 44 cbm/s) aus dem Hochtalbereich ,zu 1/3 aus den benachbarten Räumen gedeckt wird . (Zum Vergleich: In der Stadt Köln wurden im Jahr 1988 durchschnittlich knapp9 cbm/s Trinkwasser verbraucht.) Doch steckt hinter dieser Statistik, wie in vielen dieser Art, eine enorme soziale Ungleichheit, da etwa 9% der hauptstädtischen Verbraucher 75% der gesamten Wassermenge verbraucht. Die reichen Einwohner aus den höheren sozialen Schichten verbrauchen fast 40mal mehr Wasser als die aus den unteren Schichten. In den Marginalsiedlungen (65% der Einwohner leben dort), den am schlechtesten ausgestatten Wohngebieten haben fast 50% der Bewohner keinen Wasseranschluss. Das sind mehr als zwei Mio. Menschen, die in Elendssiedlungen sowie an den Hängen des randlichen Gebirgsrahmens leben. Nur etwa 44% der Bewohner sind an das Abwassersystem angeschlossen, der Anteil soll auf 53% gesteigert werden (Moreno Mejia 1987 S.186)


Wasservorräte?
Die Reserven in den benachbarten Hochtälern sind zwar noch nicht erschöpft, aber die Nutzungsgrenzen sind durch überschreitende Gebirgskämme sowie die stark steigenden Kosten für immer längere Fernwasserleitungen samt Erschließungsaufwand vorgegeben. Im Jahr 2000 wird bereits mit einem Wasserbedarf je nach Bevölkerungsentwicklung zwischen 88 und 119 cbm/s gerechnet. Für weitere Bedarfssteigerungen liegen Pläne bis zum Jahr 2010 vor, die einen etappenweisen Ausbau der Wassereinzugsregion Tecoltla und Amacuzac vorsehen.

Von den 64 cbm/s, die durchschnittlich in der gesamten metropolitane Zone verbraucht werden, entfallen auf den Bundesdistrikt 35,4 cbm/s. Nach mexikanischen Schätzungen gehen von dieser Menge 2/3 in private Haushalte, während der Rest in der industriellen, gewerblichen und öffentlichen Nutzung verbleibt.


Luftverschmutzung
Nach der 1984 durchgeführten Erhebung der Nationaluniversität werden in Mexico-Stadt täglich rund 10000t Schadstoffe in die Atmosphäre abgegeben.


Kfz-Emissionen
Kohlenmonoxid liegt mit 7100t an der Spitze. 70% aller Schadstoffbelastungen sollen von den Kraftfahrzeugen ausgehen, 30% von der Industrie. Und da der Raum absolut überlastet ist, immerhin leben in Mexico-Stadt mehr als 20 Mio. Menschen, ist die Schadstoffbelastung zum eigentlichen Problem geworden. In randtropischer Lage, im Grenzbereich zwischen ariden und humiden Zonen und in einer Höhe nun mehr als 2000m über dem Meer kann die Natur der Belastung gegenüber Atmosphäre, Vegetation, Böden und Relief nicht mit der gleichen Regenerationskraft begegnen wie in geringeren Höhen. Der unglaublich hohe Anteil der Kfz-Emissionen muss vor dem Hintergrund der Tatsache gesehen werden, dass wegen der Höhenlage für alle Verbrennungsprozesse etwa 15% weniger Sauerstoff zur Verfügung steht und dazu kommt noch das die mexikanischen Kraftstoffe wesentlich ungereinigter auf den Markt kommen und dann noch viel höher verbleit sind oder zumindest waren als weltweit üblich.1990 hat man damit begonnen den Bleigehalt drastisch zu reduzieren, indem man einen Zusatzstoff beigegeben hat der aber nicht öffentlich benannt wurde. Dieser Stoff dient zwar der Klopffestigkeit, führt aber zur weiteren Erhöhung des Ozongehalts in der Atmosphäre und gerade in einem Höhenklima wie in Mexico-Stadt entsteht das erdbodennahe Ozon grundsätzlich leichter als auf Meeresspiegelniveau wegen der intensiven UV-Strahlung, fotochemische Effekte gehören heute in Mexico-Stadt zum Alltag.


Industrielle Emissionen
Die atmosphärische Belastung die durch die Industrie entsteht stammt von etwa 40000 Industriebetrieben (Stand 1990), von denen die der Zementwerke, metallurgischen Betriebe und Düngemittelfabriken zu den schmutzigsten gehören. Sie liegen so ungünstig am nördlichen Taleingang des Kessels von Mexico-Stadt, dass die Schadstoffe in immer höheren Konzentrationen über der Stadt zusammengetrieben werden. In den Tageszeitungen wird der Zustand häufig mit dem Leben unter einer Tränengasglocke beschrieben. Etwa die Hälfte der 20 Mio. hauptstädtischen Einwohner leidet ständig an Entzündungen oder Reizungen der Atemorgane, Bindehaut und Schleimhäute. Die Luftverschmutzungen werden als achthäufigste Todesursache in der Statistik geführt. Die vergiftete und verpestete Luft tötet jährlich rund 30000 Kinder, man sagt, dass die Umweltverschmutzung jährlich über 100000 Tote fordert. Vögel fallen tot vom Himmel, u.a. durch Cadmium vergiftet. Das Mauerwerk, Aluminium, Farben, Gummi, sogar Marmor zerbröckeln unter der hohen Konzentration der verschiedenen Schwefelverbindungen und des Ozons. Smog verhüllt die Stadt an den meisten Tagen des Jahres, da Mexico-Stadt sich bis fast an den Rand eines Talkessels ausgebreitet hat, in dem der Luftaustausch denkbar schlecht ist. Häufige Inversionswetterlagen verhindern den Abzug der Abgase.

Welche chemischen und anderen Stoffe sind nun an den Umweltbelastungen im einzelnen beteiligt und in welcher Konzentration?

Kfz-Emission:

  • 10000 t pro Jahr Schwefeldioxid
  • 60000 t pro Jahr Stickoxide
  • 4,6 Mio.t pro Jahr Kohlenmonoxid
  • 450000 t pro Jahr Kohlenwasserstoff

Industrie - Emission:

  • 385000 t pro Jahr Staubpartikel
  • 393000 t pro Jahr Schwefeldioxid
  • 910000 t pro Jahr Stickoxide
  • 114000 t pro Jahr Kohlenmonoxid 
  • 130000 t pro Jahr Kohlenwasserstoffe

Die übrigen Schadstoff Mengen entfallen auf die Staubpartikel-Wolken, die z.B. aus dem Texcoco - Becken empor gewirbelt werden und natürlichen Ursprungs sind. Die Durchlüftung des Hochtals ist wegen der Kessellage mangelhaft. 60% der Windereignisse bringen Windgeschwindigkeiten von unter 1,5 m/s mit sich. Darüber hinaus treten an mehr als 200 Tagen Inversionswetterlagen auf, die zur weiteren Konzentration der Schadstoffe beitragen. Insgesamt ist der Reinigungseffekt auf Ventilationsbasis also denkbar gering, im Gegenteil: Wenn Windbewegungen herrschen, werden die Schadstoffe nicht etwa abgeführt, sondern wegen der von Norden her einfallenden Winde sogar zu noch höheren Konzentrationen über dem Stadtgebiet zusammengetrieben.


Bekämpfung des Schadstoffgehalts
1982 wurde ein eigenes Ministerium für Stadtentwicklung und Umweltschutz (SEDUE) eingerichtet. Ein wesentlicher Aufgabenteil bestand darin den Emissionsgehalt der Kraftfahrzeuge, ähnlich dem Abgastest in der Bundesrepublik Deutschland, zu überwachen. Durch Plaketten wird für jedes Kraftfahrzeug ein autofreier Tag in der Woche angezeigt. Der geforderte Einbau von Emissionsfiltern für die Industriebetriebe ist bisher (1990) erst in 10% der Fälle erreicht worden. So werden auch die übrigen Maßnahmen mit viel Improvisationsgeschick, aber auch mangels ausreichender Kontrollen häufig unterlaufen. Aus dem Erdbeben von 1985 ist eine neue Politik gewachsen. Die Dezentralisierungspolitik. Mit ihrer Hilfe soll der Konzentrationsprozess von Industrie und Bevölkerung in der hauptstädtischen Region, der metropolitanen Zone, gemildert werden. Doch ist die Einflussnahme auf industrielle Standortentscheidungen seitens des Staates sehr gering. Absolute Ausschlussgründe für eine Ansiedlung in der hauptstädtischen Region sind starke umweltbelastende Emissionen sowie hoher Wasserverbrauch. Trotzdem ist die Zahl der Betriebsansiedelungen in den letzten Jahren auf über 43000 (geschätzt) weiter gestiegen, nachdem sie 1980 bei genau 39495 gelegen hatte.

Bislang (1993) haben es die Regierungen nicht vermocht, durch Umweltschutzgesetze und deren konsequenter Überwachung sowie durch Maßnahmen zur Bewältigung des Massenverkehrs die Schadstoffemissionen zu verringern.

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