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Titel / Referat: Fontane, Theodor - Irrungen, Wirrungen (Charakterisierung Botho von Rienäcker)

Schlagwörter: Theodor Fontane, Fremdcharakterisierung, Charakterisierung Botho Hausaufgabe, Referat

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Charakterisierung Botho:

Soziales Umfeld: Lene, Frau Dörr, Frau Nimptsch, Bothos Mutter, Onkel Osten, Wedell, Käthe, Pitt, Serge… Bindeglied zwischen sozialer Ober- und Unterschicht, hegt keine Vorurteile über die Unterschicht und achtet zunächst weniger darauf, sich nur mit seinesgleichen abzugeben

1. Kapitel

  • Fremdcharakterisierung (FCh.) B. von Frau Dörr als „höhergestellt“ in der Gesellschaft; Zitat: „Na, da will ich doch lieber gehn.“, S. 7, Z. 5-8
  • FCh. von Frau Nimptsch, Botho sei anders als die anderen seinesgleichen; Zitat: Sie wissen, der ist nicht so; S. 7, Z. 9-10
  • FCh. von Frau Dörr: vergleicht Botho mit ihrem damaligen Grafen („ganz simpel und blß immer kreuzfidel und unanständig“) – B. sei das ganze Gegenteil, S. 8, Z. 14/15
  • FCh. von Frau Dörr: als sie die beiden Verliebten vom Spaziergang kommen, ist Frau Dörr entsetzt, dass B. „bloß in Zivil“, d.h. ohne Uniform daherkommt + Dörr beschreibt ihre „Handlungen der Zuneigung“ (er flüstert ihr was ins Ohr, sie wirft ihm einen Kussfinger zu) in direkter Rede, was die Nähe zum Geschehenen zum Leser besonders hervorruft


3. Kapitel

  • Lene bezeichnet B. als „feinen Herrn“, S. 17, Z. 33 (erstes Zusammentreffen Lene – Botho) – Lene, mit bürgerlicher Herkunft, hatte Angst, bezeichnet B. als Kavalier, S. 18, Z. 22


4. Kapitel

  • indirkte FCh.: begegnet Frau Nimptsch und Frau Dörr sehr höflich, gentlemanlike, vorurteilsfrei, S. 22, Z. 5 ff. + Achtung vor dem Menschen als Individuum und urteilt nicht danach, welches gesellschaftliche Ansehen diejenigen besitzen: „Jeder Stand hat seine Ehre. Waschfrau auch.“
  • der Baron besitzt Wiesen
  • es scheint so, als würde er das ländliche, „ärmliche“ Leben mehr vorziehen: „… wie leben Sie? Wie Gott in Frankreich. Erst haben Sie das Haus… und dann Frau Dörr. Und dann haben Sie die Lene.“, S. 23, Z. 11-14 + das Präsentieren des Apfelweins soll nicht „feierlich“ durchgeführt werden, weil man das so im Klub mache, sondern aus der Hand bringen; Wortwahl wie „Patsche“ = Ausdrucksweise der sozialen Mittel- und Unterschicht
  • starke Zuneigung für Lene, indirekte SCh.: „… dann hab ich dich gegenüber und kann dich immer ansehn. Ich hab mich den ganzen Tag auf diese Stunde gefreut.“, S. 23, Z. 27/28
  • mag die Sächsische Schweiz mit dem Königsstein und der Bastei, genau wie Lene; S. 25/26
  • gibt Lene, Dörr u. a. einen Auszug seines Lebens, wie er, der gehobenen Gesellschaft angehörend, mit Komtessen und Baronessen „ansprechend“ konferiert, aber in lustiger Weise -> Schlussfolgerung, dass ihm das zuwider ist; S. 25 ff., B. sind diese Konversationen „zu redensartlich“, S. 27, Z. 17
  • manchmal „Offizierssprache“ („und nun antreten, meine Damen, flink, flink“); S. 28


5. Kapitel

  • bei dem abendlichen Spaziergang mit Lene kamen B. „sentimentale Gedanken“ (an Küchengarten in Schloss Zehden); S. 33, Z. 9-14
  • Furcht vor Bothos Mutter, der „Kaiserin“, weil sie weiß, dass B. Mutter will, dass „ihre Kinder reiche, d.h. sehr reiche Partien machen“, S. 34 ff. -> wirkt durch die zeitdeckenden Dialoge (Stichomythie) für den Leser sehr nahe gehend und mitfühlend -> sie gibt eine Vorausdeutung: nämlich, dass er eines Tages „weggeflogen“ sei, sie aber in dem jetzigen Moment mit ihm ihre Liebe voll auskostet + S. 34, Z. 22-35: deutet voraus, dass er sie verlassen müsse; d.h. sich den gesellschaftlichen Zwängen der damaligen Zeit irgendwann beugen müsse (aber er liebt sie und „ist schwach“ -> kann sich deshalb nicht dauerhaft auf Lene einlassen
  • Indirekte FCh. von Lenes Seite: alle schönen Männer seien schwach und der Stärkere beherrsche sie – entweder sei der Stärkere B. Mutter oder das Gerede der Menschen oder die Verhältnisse (direkte Rede -> Betroffenheit beim Leser); S. 34 unten
  • Lene macht ihm bewusst, dass er fast nichts über „ihre Welt“ (die bürgerliche) weiß: „Ihr kennt ja nur euch und euren Klub und euer Leben. Ach, das arme bisschen Leben.“, S. 35, Z. 12-14 -> bedauert die Beschränktheit seines Leben, die Eingegrenztheit -> Unsicherheit B., er will es auch nicht wahrhaben, weiß aber im Innersten, dass sie Recht hat, denn er gibt kaum Gegenargumente zu ihren Aussagen


6. Kapitel

  • besitzt eine Parterrewohnung in der Bellevuestraße mit Arbeitszimmer (AZ), EZ und SZ mit ziemlich teurer, vornehmer Einrichtung; im EZ befinden sich Hertel´sche Stillleben, wertvolle Kopien nach Rubens und im AZ befinde sich ein Andreas Achenbach´scher Seesturm -> Kunstkenner, speziell: Achenbach-Enthusiast, persischer Teppich, Malachit-Tischchen -> auktoriale Erzählweise, distanziert-neutrale Haltung
  • beim Lesen von Lenes Brief kommt eine Unruhe in ihm auf, weil ihm „allwiderstreitendste Gefühle durchs Herz gingen: Liebe, Sorge, Furcht“, S. 39, Z. 5-7 -> weiß, dass sie sich vernachlässigt fühlt -> aus Pflichtgefühl hat er ein schlechtes Gewissen
  • hat Mitleid mit Lene, weil sich beide verliebt haben, diese Beziehung aber keine Zukunft hat, ist hilflos; gibt die Schuld dem Schicksal: „Arme Lene, was soll werden! Es wär uns beiden besser gewesen, der Ostermontag wäre diesmal ausgefallen.“, S. 39, Z. 22-24


7. Kapitel

  • Bothos Meinung zu Bismarck bzw. der Offizierszeit seines Onkels werden als nichtig abgetan; Botho ist ihm unterlegen und muckt auch nicht auf; S. 44 ff. + B. Onkel bestimmt über sein Leben und sagt: „Du bist doch so gut wie gebunden“ (mit Käthe Sellenthin); S. 48, Z. 15-20 + kritisiert, dass seine vorigen Freundinnen nicht den gewünschten Stand hatten und Käthe die Beste für ihn wäre; B. lässt sich sehr von Onkel beeinflussen
  • besitzt einen Muränensee, der sich finanziell nicht lohnt
  • hat noch einen Bruder


8. Kapitel

  • verdient 9000 und gibt 12000 aus; S. 53, Z. 26-32
  • direkte FCh., dass Rienäcker fürs „Natürliche“ sei; S. 55, Z. 4 + B. sei sechs Fuß groß, schwach und bestimmbar und von einer seltenen Weichheit und Herzensgüte, Z. 10-13
  • Vorausdeutung seiner Freunde: „Die Verhältnisse werden ihn zwingen und er wird sich lösen und frei machen, schlimmstenfalls wie der Fuchs aus dem Eisen.“ -> mit bestimmter Sicherheit wird über B. Leben gesprochen -> B. wird als gehor- und folgsam charakterisiert im Hinblick darauf, was die Gesellschaft, vordergründig aber seine Familie und die Verwandten von ihm erwarten


9. Kapitel

  • verlässlich, sehnsüchtig: schreibt Lene, dass er kommt und realisiert das


11. Kapitel

  • mit dem Besuch in Hankels Ablage wird das Liebesverhältnis enger: sehen sich die Kähne auf dem Teich an und Lene sagt: Oh, mein einziger Botho, wie schön das ist und wie gut ich dir bin“, S. 69, Z. 11 ff.
  • Botho will ihr einen Strauß Blumen pflücken auf einer Wiese, wo angeblich keine stehen -> da sagt Botho, sie sehe keine, weil sie zu anspruchsvoll ist -> B. wirft auf alles einen genaueren Blick, denn alles ist eines zweiten Blickes würdig; S. 71 + er „unterricht“ sie in Botanik


12. Kapitel

  • (bestimmend in der Beziehung mit Lene: Auswahl des Ausflugsziel); sagt: „kein Glück ist vollkommen“, S. 79
  • Botho gilt als wohlerzogen und gebildet
  • „Mein einziger Botho. Wie lange du bleibst…“ – die ständige Wiederholung des ersten Teils bekräftigt, dass Botho für sie der „Traummann“ schlechthin ist; S. 82, Z. 14 ff.
  • gibt Lene Sicherheit, Geborgenheit, schenkt ihr „höchstes Glück“ und verdrängt die Leere in ihrem Herz


13. Kapitel

  • auktorial: „… hat den liebsten Mann im Arm“; S. 83
  • peinlich: beide planen eine Ruderpartie… sehen Klubleute kommen und wollen so rasch ins Boot, um ihnen nicht zu begegnen, S. 85 -> treffen dort auf B. Freunde Pitt, Serge und Balafré mit ihren Damen (Damen wurden als hohe historische Personen benannt), Lene nahm den Rang einer Geliebten an; S. 86 -> Botho steht zu ihr (B. kann sich gegen seine Freunde aber nicht durchsetzen und sagen, er wolle die Zeit nur mit Lene verbringen)


14. Kapitel

  • Lene macht direkte FCh.: Botho will nicht wahrhaben, dass die Beziehung am Ende ist; S. 96
  • Mutter Joséfine fordert ihn zur Nachgiebigkeit auf; er soll die zukunftslose Beziehung mit Lene lösen, stattdessen seiner Familie Ehre machen, indem er seine reiche Cousine Käthe heiratet, S. 98 -> er ist völlig verwirrt („während er den Meerschaum halb mechanisch mit einer Zigarette vertauschte“); soll sich aus der finanziellen Abhängigkeit von seinem Onkel lösen -> die Mutter gewährt ihrem Sohn aber die freie Entscheidung (vgl. S. 99, Z. 19-24)
  • bezeichnet sich selbst als einen „Durchschnittsmenschen aus der sogenannten Obersphäre der Gesellschaft“, S. 100, Z. 2-4 -> fühlt sich in die Enge getrieben und zweifelt an sich sowie an seinem Können (vgl. Z. 5 ff.)
  • Ausritt mit seiner Fuchsstute in die Jungfernheide, wo er sich Vorwürfe macht und aber auch Entscheidungen trifft -> ignoriert seine eigenen Gefühle, sein persönliches Glück, um der Familie welches zu bereiten (mit Fragen wie „Will ich Lene heiraten? – Nein. … Erwartet sie´s? – Nein. … Und doch säume und schwanke ich, DAS eine zu tun, was durchaus getan werden muss. … Weshalb diese Schwankungen und Vertragungen? Törichte Frage. Weil ich sie liebe.“, S. 100; Z. 26-34 -> will es nicht wahrhaben, dass eine Trennung unumgänglich ist und er auf die Liebe seines Lebens verzichten muss zugunsten den Anforderungen und den Erwartungen der Gesellschaft -> die Einbeziehung des Lesers und die verwirrte Stimmung Bothos kommt durch das Selbstgespräch sehr gut zur Geltung
  • Fazit (vorerst): findet, das Gefühl der Liebe ist souverän und die Tatsache, dass man liebt, ist auch das Recht dazu, möge die Welt noch so sehr den Kopf darüber schütteln -> steht nach wie vor zu seinen Gefühlen zu Lene und seiner Meinung; S. 101
  • nicht die großen Dinge (Geld), sondern die kleine (wie die Liebe) bedeuten des Lebens Bestes
  • Botho folgt den Gesellschaftszwängen entgegen seinen Vorstellungen: Monolog: „Und war es denn etwas so Törichtes und Unmögliches, was ich wollte? Nein. Es liegt nicht in mir, die Welt herauszufordern und ihr und ihren Vorurteilen öffentlich den Krieg zu erklären“; er ist durchaus gegen solche aus Ideologien begangene Torheiten; erwartete für das verschwiegene Glück mit Lene die stille Gutheißung der Gesellschaft -> falsche Vorstellung der Gesellschaftsnormen/-bildes (war hoffnungsvoll vorher; dies ist aber der Wendepunkt, wo er sich seinem persönlichen Glück entzieht, um sich der Gesellschaft anzupassen: „Und nun soll ich heraus aus diesem Glück und soll ein andres eintauschen, das mir keins ist. Ich hab eine Gleichgültigkeit gegen den Salon und einen Widerwillen gegen alles Unwahre, Geschraubte, Zurechtgemachte.“; S. 101; Z. 27-32 (Adelsvorstellungen bzw. Standesmarotten sind wichtiger als alle Vernunft und sogar wichtiger als das Gesetz; S. 102)


15. Kapitel

  • Verlustschmerz, letztlich aber in seiner Position vernünftig: Zwänge zwingen ihn zum Beenden der Liebesbeziehung zu Lene; S. 104; Z. 6-15
  • durch die Stichomythie und ausgewählten Worte beider Liebenden wirkt die Situation melancholisch, endgültig


16. Kapitel

  • Heirat mit Käthe
  • auf der Rückfahrt der Hochzeitsreise nach Berlin gibt er Käthe einen „herzlichen Kuss“, S. 110 -> es sind Gefühle für sie vorhanden, Zuneigung
  • wohnte jetzt in der Landgrafenstraße mit Käthe (Anfang Oktober)
  • Käthe macht sich über alles Mögliche lustig, z. B. die Dörfer: B. verrät Wilmersdorf… „… er macht ein Gesicht, als ob er uns ein Staatsgeheimnis verraten hätte“; S. 111, Z. 28-35 -> in Botho ruft das traurige Erinnerungen wach
  • Rienäckers Wohnung lag keine 1000 Schritte von dem Hause der Frau Nimptsch entfernt, S. 112
  • Botho und Käthe gehen in der 3. Oktoberwoche heiter durch die Straßen Berlins: durch ihre Blicke und ihr Lachen machen sie den Eindruck eines glücklichen, verliebten Paares


17. Kapitel

  • Botho vermisste das Diskutieren von Themen mit der Ernsthaftigkeit, die z. Beispiel Lene an den Tag legte


18. Kapitel

  • „treuer Begleiter“: begleitet Käthe auf all ihren Ausflügen und Einkäufen; S. 126, Z. 1-4
  • indirekte FCh. (in Klammern geschrieben während Käthes direkter Rede): Botho tue nichts ohne Grund und Ursache; S. 127
  • gebürtiger Neumärker
  • er ist „vorsichtig“; S. 127, Z. 29
  • Botho habe als Ehemann die Pflicht, ihr jeden Tag während des Kuraufenthaltes einen Brief zu schicken, S. 130
  • FCh. von Serge: Botho sähe neben Käthe etwas prosaisch, sauertöpfisch und neunmalweise drei, als ob er Käthe – die bei Lichte besehn eigentlich klüger ist als er – vor aller Welt entschuldigen müsse -> schämt sich für ihr sinnloses Gerede
  • Serge sagt weiter: er „ärgert mich. Was hat er gegen die reizende kleine Frau?“ -> sie albere ihm (!) zu viel“; S. 131


20. Kapitel

  • seine Liebe und Güte zu Lene keimt wieder auf: „Botho … hatte Mühe, die Bewegung seines Herzens zu bezwingen.“
  • „Dann kam das Leben mit seinem Ernst und seinen Ansprüchen. Und das war es, was uns trennte.“ -> seine „sichtliche Erregung“ bringen nach meiner Meinung zum Ausdruck, dass er immer noch tiefe Gefühle hegte für sie, denn er lobt sie vor Franke nur in den allerbesten Tönen; S. 143
  • Nachfrage Bothos nach Frau Dörr und Frau Nimptsch (S. 145 unten) -> stellt Bekümmertheit dar


21. Kapitel

  • hält Versprechen und bringt der „guten Alten“ einen Immortellenkranz zum Grab, S. 147
  • FCh. durch den auktorialen Erzähler: „Rienäcker hatte den hübschen und herzerquickenden Zug aller märkischen Edelleute, mit Personen aus dem Volke gern zu plaudern, lieber als mit den ‚Gebildeten’,“, S. 147 -> bekräftigt nochmals seine vorurteilsfreie Haltung diesen Menschen gegenüber: Tod von Frau Nimptsch war schmerzlich für ihn, S. 153 -> sehr emotional


22. Kapitel

  • nachdenklich: durch die Selbstgespräche in direkter Rede und die Rückblenden an jenem Nachmittag, wo Lene die Blumen mit ihrem einem Haar zusammenband und „nun bin ich gebunden und kann nicht los“, S. 155 -> sehr emotional und charakterisiert ihn als immer noch verliebt + sagt, das war seine letzte glückliche Stunde -> heißt, seitdem ist ihm kein Glück mehr widerfahren (handelt er nach „Gute Miene zum bösen Spiel machen“?!)
  • entschlossen: verbrennt ihr Briefe, entsorgt die Blumen und bezeichnet sie als Dinge, „die mir nur Unruhe stiften und mir mein bisschen Glück und Ehefrieden kosten, wenn je ein fremdes Auge darauf fällt.“, S. 156 -> nach dem Verbrennen sprach Botho: „Ob ich nun frei bin? … Will ich´s denn? Ich will es nicht(!). Alles Asche. Und doch(!) gebunden.“; S. 157, Z. 25/26 -> Zeichen, dass die Liebe zu ihr nie vergeht…


23. Kapitel

  • versteckte die Andenken an Lene die ganze Zeit in einem Geheimfach -> so wie er auch gegenüber seiner Frau und „seinesgleichen“ seine immerwährende Liebe zu Lene verbergen muss und das belastet ihn
  • merkt, wie leicht das Predigen ist, aber wie schwer danach zu handeln (als er sein Hauspersonal zusammenpfeift); S. 158
  • versucht sich, mit Käthe/seinem Schicksal abzufinden: „Unser Herz hat Platz für allerlei Widersprüche… Sie dalbert, nun ja, aber eine dalbrige junge Frau ist immer noch besser als keine.“; 161 (durch Erzähler vorher hingedeutet, danach die Bekräftigung durch Bothos Zitat)
  • Gespräch Bothos mit Bogislaw von Rexin (Ulanen),weil dieser die bürgerliche Henriette heiraten will: „Ich bin nach keiner Seite hin, am wenigsten aber nach dieser, eine besondere Weisheitsquelle.“, S. 162 -> ist nüchtern, fast ablehnend (dir. Fch., ausgedrückt vom Erzähler, der über die Gefühle Rexins in diesem Moment spricht) -> Bothos Vorschlag: Also Ehe (mit einer reichen Dame) ohne Ehe; S. 164
  • es wird klar, dass Botho immer noch sehr stark von den gesellschaftlichen Werten verärgert ist und sich nicht damit abfinden kann: direkte SCh., er sei nihilistisch (jemand, der jegliche bestehende Werte und Anschauungen verneint) und nennt sich einen „Philister“ (Spießbürger) + „sehne mich nach einfachen Formen, nach einer stillen, natürlichen Lebensweise, wo Herz zum Herzen spricht und wo man das Beste hat, was man haben kann, Ehrlichkeit, Liebe, Freiheit.“, S. 164, Z. 6-21
  • gibt Rexin den Ratschlag, „den Treuen und Ausharrenden“ zu spielen und „brechen Sie von Grund aus mit Stand und Herkommen und Sitte, so werden Sie, wenn Sie nicht versumpfen, über kurz oder lang sich selbst ein Greuel und eine Last sein … schließen Sie, wie´s die Regel ist, … Ihren Frieden mit Gesellschaft und Familie, dann ist der Jammer da, dann muss gelöst werden, was durch glückliche Stunden und … durch unglückliche, durch Not und Ängste, verwebt und verwachsen ist. Und das tut weh.“ -> Eindruck in Bothos Leben, der damit nicht zufrieden ist und noch immer zweifelnd darüber, dass er Lene solchen Herzschmerz verursachte: an seiner Entscheidung, seinesgleichen zu heiraten, zweifelt er allerdings nicht mehr an
  • seine Ansicht zu den beiden Liebesbeziehungen: „Was Ihnen Gewinn dünkt, ist Bankrutt, und was Ihnen Hafen scheint, ist Scheiterung. Es führt nie(!) zum Guten“, S. 165 + „Vieles ist erlaubt, nur nicht das, was die Seele trifft, nur nicht Herzen hineinziehen, und wenn´s auch bloß das eigene wäre.“ -> bestätigt nochmals seine Schuldgefühle gegenüber Lene und redet sich selbst ein/ist der Überzeugung, dass sein „vorbildliches, wie die Gesellschaft es erwartete“ Handeln richtig ist und es nur so richtig ist


24. Kapitel

  • Käthes Rückkehr nach Berlin: „Vorstellungen sind überhaupt sehr mächtig“ -> (hegt evtl. die Vorstellung, mit Käthe glücklich zu werden, nun, da er weiß, dass auch Lene jemand Treues gefunden hat); S. 168


25. Kapitel

  • Spaziergang im Schlosspark (Belvedere)


26. Kapitel

  • Käthe findet Liebesbriefe -> weist Botho zunächst scherzhaft zurecht, S. 175 und Botho erschrak und gestand dann schließlich
  • Käthe macht sich in der Zeitung über Namen lustig (liest aus einer Hochzeitsannonce von Lene und Gideon vor) -> Botho nimmt Zeitung aus Verlegenheit darüber und sagt: „Gideon ist besser als Botho“ -> besser, weil zwischen Botho und Käthe großer Standesunterschied, die Gesellschaft ihre Liebe verurteilt und Bothos Freunde sich von ihm entfernt hätten + er hat eingesehen, dass es so besser ist, wie es ist 

 

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