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Titel / Referat: Saarland - die Geschichte der eisenschaffenden Industrie an der Saar

Schlagwörter: Eisen- und Stahlgewinnungsarten im Wandel der Zeit, Eisengewinnung in der Antike, Roheisen, Kohle Hausaufgabe, Referat

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Die Geschichte der Eisenschaffenden Industrie an der Saar

Die Geschichte der Eisenschaffenden Industrie an der Saar 
Die Anfänge der eisenschaffenden Industrie reichen bis in die vorrömische Zeit zurück. Dies belegen Funde im Landertal bei Neunkirchen aus gallo-keltischer Zeit und der Fund einer vollständig erhaltenen Eisenschmiede aus römischer Zeit bei St. Ingbert. Zwischen dem Ende der römischen Besatzung und dem späten Mittelalter kam die Eisenproduktion wahrscheinlich größtenteils zum Erliegen. Die erste urkundliche Erwähnung einer Eisenschmiede fand 1430 statt. Es war die Eisenschmiede Sinnertal (Neunkirchen). Es wird auch eine Eisenschmiede am Halberg 1431 erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurden erste größere Eisenschmelzen gegründet. Anfang des 16. Jahrhunderts die Schmelze im Ostertal bei Wiebelskirchen, später Neunkircher Eisenwerk und Ende des 1572 die Geislauterner Hütte. Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges musste die Eisenindustrie an der Saar herbe Rückschläge einstecken. Im Jahre 1685 wurde das Dillinger Werk erbaut. Desweiteren wurden im 18. Jahrhundert die Sulzbacher Schmelze(1719), die Fischbach Schmelze(1728), die St. Ingberter Hütte(1732) und die Brebacher Hütte gegründet. Im19.Jahrhundert kamen die Hütten Völklingen und Burbach hinzu. Zur Entstehung der Eisen- und Stahlwerke haben im Wesentlichen die gute lokale Versorgung mit den notwendigen Rohstoffen(Holzkohle, Kohle, Eisenerz s. Buch Seite 28 Abb.1) und die gute Lage in Hinsicht auf das Verkehrsnetz (Saar, Saar- Kohle- Kanal)


Die Eisen- und Stahlgewinnungsarten im Wandel der Zeit
Die Eisengewinnung in der Antike beschränkte sich auf den unmittelbaren, örtlichen Bedarf. So waren auch die Herstellungsmethoden sehr primitiver Art. Das Erz wurde mit Hilfe von Holzkohle und Blasebalgen in sogenannten "Waldschmitten" gewonnen. Dieses Verfahren wurde Rennverfahren genannt. Im verlauf des Mittelalters wurden die Schmelzen in die Flusstäler verlegt, um mit Hilfe der Wasserkraft Blasebälge und ä. anzutreiben. Sie wurden nicht mehr "Wald"- sondern "Eisenschmitten" genannt. Im 19.Jahrhundert hatte die Eisenindustrie eine sehr schwierige Phase. Zuerst stieg infolge der Abholzung der Wälder der Preis für Holzkohle stetig. Man musste auf das seit 1831 angewandte Puddelverfahren zurückgreifen, das es ermöglichte allein Steinkohle zur Eisengewinnung zu Gebrauchen.

Auch die lokalen Erzvorkommen des Saargebiets gingen langsam zuneige und die Hütten suchten Möglichkeiten auswärtiges Erz zu beziehen. Zuerst bezog man das Erz aus dem Lahn-Dillgebiet. Da aber die Transportkosten zu dieser Zeit ungemein hoch waren suchte man näher gelegene Erzvorkommen. Das Erz wurde zunächst aus Luxemburg dann aus dem lothringischen Minetterevier bezogen. Gleichzeitig verhinderte aber das Minette-Erz die Anwendung des Bessemer-Stahlverfahrens. Da das Minette- Erz nicht so hochwertig wie das früher gebrauchte Erz aus dem Lahn-Dillgebiet war. (früher:45-65% FE Anteil - später: nur 30-36% FE Anteil)d.h.: Das Minette- Erz war mehr durch andere Stoffe "verunreinigt". Diese Entwicklung schien mittelfristig die Eisenindustrie an der Saar zu gefährden, da das neue Verfahren Stahlerzeugung in bislang unvorstellbaren Maße in hoher Qualität und kürzester Zeit ermöglichte. Es senkte die Produktionskosten um bis zu 40%. Aber 1878 gelang es dem Engländer Thomas Gilchrist ein neues Verfahren der Stahlerzeugung zu entwickeln. Dieses Verfahren mit Hilfe eines basisch zugestellten Konverters ermöglichte in 20 Minuten mit phosphorreichem Eisen die gleiche Stahlmenge zu erzeugen wie mit einem Puddelofen in 4 Tagen. So war es auch ein saarländisches Stahlwerk, das 1880 als erstes eine solchen "Tomas-Konverter" erbaute, nämlich das Neunkircher Eisenwerk.

Ungefähr zur gleichen Zeit wurde auch das Siemens-Martin-Verfahren erstmals angewendet. Nach diesem Verfahren hergestellter Stahl weist eine höhere Qualität auf als der des Tomas-Verfahrens. Neben Roheisen können zudem auch größere Mengen Schrott recycelt werden. Neuere Verfahren zu Stahlerzeugung sind das Elektroverfahren bei dem das Roheisen elektrisch erhitzt wird sowie die modernen LD-,LDAC- und OBM-Verfahren bei denen das Roheisen mit reinem Sauerstoff aufgefrischt wird. Der nach diesen Methoden hergestellte Stahl wird deshalb auch Oxygenstahl genannt. Diese Verfahren lassen den Einsatz von bis zu 30% Schrott zu.

Die eisenschaffende Industrie an der Saar war immer schon eine der innovativsten Reviere. So versuchte man schon 1766 in Sulzbach Roheisen mit Kohle zu gewinnen, der erste Thomas-Konverter überhaupt stand in 1880 Neunkirchen. Auch in der Gegenwart ist dies immer noch so. Im Saarland wurde z.B. der Brammenstraunguss, Edelstahlstranguss, Ultra-High-Power-Elektroofen, physikalische Mölleraufbereitung und die Bandbegichtung für Hochofen entwickelt.

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