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Titel / Referat: Nationalsozialismus - Hitlers Machtübernahme (Das Ende der Weimarer Republik)

Schlagwörter: Analysieren Sie, inwieweit Traditionen des Kaiserreiches und Folgen des verlorenen Ersten Weltkriegs den Aufbau der ersten deutschen Demokratie erschwerten. Hauptgründe, die zum Untergang der Weimarer Republik führten. Adolf Hitler, NSDAP, Versailler Vertrag Hausaufgabe, Referat

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Einsendeaufgabe Geschichte 10.10.2009

Hitlers Machtübernahme - Das Ende der Weimarer Republik

Aufgabe 1: Hitlers Machtübernahme

  • 30.01.1933
    • Hitler wird zum Reichskanzler ernannt
  • 01.02.1933
    • Hitler befiehlt die Auflösung des Reichstages gemäß der Verfassung der Weimarer Republik und ordnet Neuwahlen für den 5. März 1933 an.
    • Göring wird kommissarischer Innenminister und setzt SA und Stahlhelm als Hilfspolizei ein. Mitte Februar erteilt er den Befehl, gegen den kommunistischen Terror uneingeschränkt von der Schusswaffe Gebrauch zu machen
  • 27.02.1933
    • Der Reichstag wird in Brand gesetzt, die Kommunisten werden der Tat beschuldigt
  • 28.02.1933
    • Erlass einer Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung), die die Bürgerrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft setzt
  • 04.03.1933 
    • Notverordnung des Reichspräsidenten zur Kontrolle von Zeitungen und politischen Versammlungen und zur Auflösung der preußischen Gemeindeparlamente
  • 05.03.1933
    • Neuwahlen, die NSDAP ist zwar die stärkste Partei, hat aber immer noch keine absolute Mehrheit
    • Verbot von KPD und SPD
  • 21.03.1933
    • Tag von Potsdam, Reichstagsversammlung in der Potsdamer Garnisonskirche am Grab des Preußenkönigs Friedrich II.
    • Die NSDAP geht eine Koalition mit der DNVP und der Zentrumspartei ein. Die Wahl des Ortes sollte das Einverständnis Hindenburgs mit Hitler symbolisieren.
  • 23.03.1933
    • Hitler erlässt das Ermächtigungsgesetz und erhält damit die Privilegien eines Diktators. Die Regierung durfte ohne Einverständnis des Reichstages Gesetze erlassen und in Kraft setzen, unabhängig von der
      Weimarer Verfassung.


Aufgabe 2: S. 421

Analysieren Sie, inwieweit Traditionen des Kaiserreiches und Folgen des verlorenen Ersten Weltkriegs den Aufbau der ersten deutschen Demokratie erschwerten.
Das deutsche Kaiserreich war geprägt von kaiserlichem Glanz. Wilhelm II. tat alles, um Deutschland militärisch aufzurüsten. Horrende finanzielle Mittel investierte er unter anderem in sein Lieblingsspielzeug, die deutsche Kriegsflotte. Er scheute dabei nicht zurück, den Bedarf an Finanzen durch das Drucken von immer mehr Geld ohne eine entsprechende Grundsicherung der Währung auszugleichen, wodurch Deutschlands Finanzlage arg strapaziert wurde.

Trotzdem sich recht schnell abzeichnete, in welche Richtung der Krieg verlief, wurde den Deutschen zuhause immer noch vorgegaukelt, dass der Sieg greifbar ist. Das Eingeständnis der Niederlage kam somit für viele absolut überraschend. Der Kaiser hatte sich in der Kriegsführung als völlig unfähig erwiesen, die OHL drängte ihn kurzerhand an den Rand des Geschehens. Am Ende des Krieges befand sich das Reich in einer hoffnungslosen militärischen Lage. Der Krieg hatte die Fundamente der Monarchie zermürbt. General Ludendorff war neben Hindenburg jahrelang der heimliche Herrscher Deutschlands.

Deutschland hatte den Krieg verloren. Millionen waren dafür an der Front gefallen. Wer überlebt hat, kam zurück, ohne Geld, ohne Arbeit, ohne Ziel und von den Erlebnissen im Schützengraben traumatisiert. Diese Kriegsversehrten mussten in die Gesellschaft reintegriert und aus der Staatskasse unterstützt werden. Die deutsche Wirtschaft was nur auf die Kriegsführung ausgerichtet und musste erst wieder in eine Friedenswirtschaft umgewandelt werden. Das Volk litt Hunger, es gab keine Nahrungsmittel. Eine neue Opferwelle überrollte Deutschland. Als Resultat wurde noch mehr Geld gedruckt. Es wurde immer weniger wert.

Der Vertrag von Versailles tat sein Übriges, ein nationales Trauma auszulösen. Deutschland wurde die alleinige Kriegsschuld angelastet. Es musste an die Alliierten sehr hohe Reparationszahlungen leisten und zudem noch die wichtigsten Industriegebiete an Frankreich abtreten. Das Heer und die Waffen wurden auf ein Minimum begrenzt. Es war absehbar, dass sich Deutschland so schnell nicht wieder erholen konnte. In der Bevölkerung verbreitete sich eine depressive Grundstimmung.

Beginnend mit der Novemberrevolution von 1918, die zur Ausrufung der Republik durch Scheidemann führte, wurde die neue Demokratie von Revolten, Putschversuchen und Attentaten gebeutelt. Die SPD, die unter innerparteilichen Querelen litt, hatte mit Widerstand von links zu kämpfen. Außerdem wuchs die Gefahr von rechts.

In der Weimarer Republik waren viele, vor allem militärische Posten immer noch mit alten Monarchisten besetzt, die für die Reinthronisierung des Kaisers plädierten. Sie stellten sich gegen die Republik. Zahlreiche Attentate, wie beispielsweise das am Sozialdemokraten Matthias Erzberger, der an der Unterzeichnung des Versailler Vertrages beteiligt war, gingen auf ihr Konto. General Ludendorff, ein konservativer Monarchist, war es, der die Dolchstoßlegende in die Welt setzte und damit den Sozialdemokraten unterstellte, sie hätten das Reich „von hinten erdolcht“. Damit unterstützte er nicht gerade die neue Regierung.

Die „alten Monarchisten“, die sich mit der sozialdemokratischen Idee überhaupt nicht anfreunden konnten, wendeten sich der anwachsenden nationalsozialistischen Strömung zu. Beide verband nicht nur die Abneigung gegen die SPD-Führung, sondern ein uralter Hass wurde wieder geschürt – der Antisemitismus. Bereits der Kaiser, Wilhelm II., suchte die Schuld für den Zusammenbruch des Kaiserreiches bei den Juden, ein Thema, das von den Nationalsozialisten nur zu gern aufgegriffen wurde. So verbündeten sich Gleichgesinnte, um der Republik ein Ende zu bereiten. 1923 kam es zum Hitler-Ludendorff-Putsch, der nur seiner dilettantischen Ausführung wegen scheiterte. Allerdings zog Hitler seine Lehren daraus und versuchte fortan, die absolute Macht auf legalem Weg zu erlangen. Ein weiterer konservativer Monarchist, der Reichspräsident Hindenburg, verhalf ihm, wenn auch gegen seinen Willen, dazu.



Benennen Sie die Hauptgründe, die zum Untergang der Weimarer Republik führten, und gewichten Sie den Anteil der politischen, der wirtschaftlichen und der gesellschaftlichen Gründe.
Als politische Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik müssen als Erstes die innenpolitischen Unruhen genannt werden. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg war das Volk, allen voran die vielen Kriegsveteranen, demoralisiert. Ihnen wurde bis zuletzt der Sieg versprochen, bevor das Lügengebäude des Kaiserreiches zusammenstürzte. Die Folge war nicht nur die totale Desillusionierung, zu all dem kam auch noch die Schmach des Versailler Vertrages. Damit wurde Deutschland die alleinige Kriegsschuld zugesprochen, ein Fakt, der direkt von jeder politischen Strömung ausgeschlachtet wurde. So setzte der monarchietreue General Ludendorff die Dolchstoßlegende in die Welt, womit er der SPD großen Schaden zufügte. Die Nationalsozialisten lehnten die Auflagen von Versailles rigoros ab und bezeichneten den Vertrag als Schande für das deutsche Volk.

Extremistische Strömungen hatten enormen Zulauf. Sowohl die rechte NSDAP als auch die linksradikale KPD konnte sich über neue Mitglieder freuen. Desorientierte Frontsoldaten und arbeitslose Jugendliche suchten in paramilitärischen Vereinigungen neue Herausforderungen.

Innenpolitische Krisen, Uneinigkeit innerhalb der Parteien, Revolten, Putsche und Attentate, strapazierten die Republik und ließen sie nicht zur Ruhe kommen. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur wichtige militärische Positionen immer noch von Monarchisten besetzt sind, sondern auch die Gesetze noch aus der Kaiserzeit stammen. Die regierende SPD tendiert, um für Ruhe im Land zu sorgen, zu den Monarchisten, wodurch sie ungewollt deren Macht stärkt.

Wirtschaftlich hat der Weimarer Republik nicht nur der Versailler Vertrag, sondern auch die desolate Wirtschaftslage nach dem Krieg zu schaffen gemacht. Der Kaiser hatte enorme finanzielle Mittel in seine Kriegsmaschinerie gesteckt und dafür immer mehr Geld gedruckt, das an Wert verlor. Nach dem Krieg musste zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Unterstützung der Bevölkerung noch mehr Geld her, es wurde weiter gedruckt. Mit dem Versailler Vertrag hatten die Alliierten Deutschland enorme Reparationszahlungen auferlegt, die wiederum mit noch mehr gedrucktem Geld befriedigt werden sollten. Es kam unweigerlich zu einer Inflation, bei der große Teile der Bevölkerung ihre Ersparnisse verloren.

Nachdem Stresemann als Außenminister eine Lockerung der Auflagen von Versailles und in den Rapallo-Verträgen einen gegenseitigen Verzicht von Kriegsentschädigungen mit der Sowjetunion erwirkt hat, investierte die USA mit Krediten in die deutsche Wirtschaft. Die Lage erholte sich, es kam zu einem Aufschwung. Es wurde sogar über Bedarf produziert, so dass der Export blühte. Das Ging solange gut, bis der Börsencrash 1929 in New York den „Goldenen Zwanzigern“ ein jähes Ende bereitete. Erneut verloren viele ihr Vermögen. Vor allem Firmen hatten unter dem Zusammenbruch des Finanzmarktes zu leiden. Die Amerikaner forderten ihre Kredite zurück. Zahlreiche Banken mussten schließen und Firmen gingen pleite. Die Folge war eine neue Welle der Arbeitslosigkeit, Deutschland war hier trauriger Spitzenreiter Europas. Wieder überkam das Volk Verzweiflung. Die deutsche Wirtschaft brauchte lange, um sich zu erholen. Erst 1932 konnte man erste kleine Erfolge verzeichnen, da kündigte sich allerdings bereits die nächste Katastrophe politischer Art an. Politik und Wirtschaft haben mit Sicherheit den größten Anteil am Scheitern des Prototyps einer deutschen Republik, wobei sich beide die Wage halten. Einen geringeren Teil gestehe ich der Gesellschaft zu, wobei die es ist, welche die Politik letztendlich bestimmt.

Die Gesellschaft besteht aus den Bürgern eines Landes. Die Bürger Deutschlands waren kriegsmüde, desillusioniert, der größte Teil von ihnen hungrig und verzweifelt. Die SPD, von vielen als Alternative zur Monarchie gewählt, konnte ihr Elend nicht beseitigen. Im Gegenteil, durch politische und wirtschaftliche Krisen wurde es eher noch verstärkt. Natürlich suchte man die Schuld bei der Regierung. Deren schwerer Stand wurde nicht beachtet. Mit hungrigem Magen lassen sich politische Hintergründe auch schlecht analysieren.

Ein kleiner Teil der Gesellschaft, vor allem die Bewohner der Großstädte, profitierte von der aufstrebenden Wirtschaft, nachdem Stresemann mit der Einführung seiner Rentenmark die Inflation in den Griff bekommen hatte. Das Leben in den Städten wurde immer luxuriöser, es gab elektrischen Strom, Straßenbahnen, neue Luxusgüter und vor allem eine umfangreiche Kulturszene. Bei den Damen wurden die Röcke und die Haare immer kürzer, ein neues Selbstbewusstsein machte sich breit. Die „Goldenen Zwanziger“ hatten in den Städten Einzug gehalten. Demgegenüber waren die Arbeiter in den Randbezirken der Städte und die Landbevölkerung immer noch bettelarm. An ihnen ging der Goldene Kelch wieder einmal vorüber. Ihr Leben wurde von Hunger und Elend bestimmt, was sie schließlich in die Arme der radikalen Strömungen der Politik trieb. Das dekadente Leben der Großstädter nahm allerdings, wie bereits erwähnt, auch ein abruptes Ende am Schwarzen Freitag der New Yorker Börse. Von nun an gaben auch die finanziell Gescheiterten der Politik eine neue Richtung. Betrachtet man die Ergebnisse der Reichstagswahlen, zeichnet sich sehr stark eine abnehmende Tendenz der SPD-Wähler ab.

Auf diese Weise hat die Gesellschaft, von der Wirtschaft geprägt, Einfluss auf die Politik genommen. Was nun letztendlich zum Scheitern der Republik geführt hat, ich denke, es haben alle Segmente ihren Anteil daran. Es war der erste Versuch einer Republik auf deutschem Boden, es wurden viele Fehler gemacht in dieser Anfangszeit, weil schlicht und einfach die Erfahrung fehlte. Nicht nur die Innenpolitik, auch Krisen von außen, haben die Republik geschwächt und ihr nie gestattet, sich zu etablieren. Was daraus folgte, war eine noch größere Katastrophe für die Menschheit. Aber man hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt – die nächste deutsche Republik ist noch heute von Bestand. 

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