Bichsel, Peter - San Salvador (kurze Interpretation)

Schlagwörter:
Peter Bichsel, Analyse, Personen, Figurenkonstellation, personale Erzählweise, typische Merkmale einer Kurzgeschichte, Referat, Hausaufgabe, Bichsel, Peter - San Salvador (kurze Interpretation)
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Referat

Interpretation: „San Salvador“

In der Kurzgeschichte “San Salvador” von Peter Bichsel geht es um einen Mann namens Paul, der auf seine Frau Hildegard wartet. Paul versucht offensichtlich sich die Zeit zu vertreiben. Dabei kommt er auf die Idee eine Nachricht an seine Frau Hildegard zu schreiben. Er geht in Gedanken durch, wie es wohl wäre, wenn er nach Südamerika gehen würde. Automatisch darauf folgt sein Gedanke, wie wohl Hildegard reagieren würde. Zwischen der Gedanken versucht er immer wieder sich die Zeit zu vertreiben, indem er wartet oder Kinoinserate liest. Als Hildegard am Abend nach Hause kommt ist Paul nicht fortgegangen.

Die Tatsache, dass Paul so einen Abschiedsbrief verfasst lässt darauf schließen, dass er mit sich aber auch mit seiner Umgebung und seiner Ehe nicht zufrieden ist. Er möchte anscheinend aus seiner grauen Alltagswelt entfliehen. Schafft es aber nicht diesen Schritt zu wagen (Z. 29-30). Es hat den Anschein, dass Paul versucht sich in die Gedanken Hildegards hineinzuversetzen, wenn sie die Brief gelesen hätte (Z. 18-24). Daraus kann man schließen, dass Paul zwar aus dieser Einöde entfliehen will, aber es nicht schafft. Ob Hildegard den Brief doch noch liest oder ob Paul doch noch fortgeht ist unklar.

Damit weißt die Geschichte typische Merkmale einer Kurzgeschichte auf. Peter Bichsel beginnt mitten in der Geschichte und hört auch genauso offen auf wie er begonnen hat. Dazu kommt, dass es um einen Wendepunkt im Leben einer Person (hierbei Ehemann Paul) geht. Auch wenn dieser Wendepunkt nur ein gedachter ist. Der Sprachstil der Geschichte ist sehr interruptiv. Es gibt immer wieder zeitliche Einschnitte in denen Pauls Gedankengang unterbrochen wird (Z.9, Z.25, Z.28). Der gedachte Wendepunkt in Pauls Leben wird besonders durch die personale Erzählweise dargestellt. Der Personale Erzähler nimmt sich hierbei Pauls Gedanken an (Z.18-24). Innerer und äußerer Monolog wechseln sich hierbei ab.

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