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Titel / Referat: Türkei - die politische Stellung der kurdischen Frau

Schlagwörter: Kurden, kurdische Frauen, Unterdrückung, Kultur, Sitten und Gebräuche Hausaufgabe, Referat

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Die politische Stellung der kurdischen Frau im Wandel der Zeit

Die Kolonialisierung bedeutete für die kurdischen Frauen Unterdrückung, die durch die Vernichtung ihrer Kultur und ihrer kurdischen Identität entstand. Durch die Zusammenarbeit mit kurdischen religiösen Führern, Großgrundbesitzern und Scheichs hat es die Türkei geschafft, aus der selbstbewussten kurdischen Frau, die es auch noch unter osmanischer Herrschaft gab, eine unterdrückte Frau zu schaffen. Die Türkei ließ die religiösen Führer diskriminierende Elemente aus der islamischen Glaubensrichtung gegen die kurdische Frau einsetzen, um sie auf diese Weise aus der männlichen Öffentlichkeit zu verbannen. Der türkische Staat war also (mit seinen “Gehilfen“) in der Lage, die kolonialisierte kurdische Frau als minderwertig darzustellen, und so wurden ihre Fähigkeiten, zu gebären und zu ernähren, welche noch vor der Kolonialisierung in der kurdischen Gesellschaft hochgeschätzt waren, wertlos.

Stattdessen rückte der Mann als Ernährer und Zeuger in den Vordergrund. Der türkische Kolonialstaat wollte (und will immer noch) die Kurden und ihre Kultur vernichten, was er auch mit mehrfach ausgeübten Massakern versucht. Sein Ziel ist eine Zwangsassimilierung der Kurden zu Türken, das heißt, eine Zwangsangleichung der Kurden an die Eigenart bzw. Kultur der Türken. Auf Grund ihrer Lebenssituation ist die kurdische Frau (im Gegensatz zum kurdischen Mann) gegenüber der türkischen Assimilierungspolitik eher “immun“. Das liegt an der Verbannung aus der Öffentlichkeit. Bereits unter osmanischer Herrschaft wurden die Frauen durch die diskriminierenden Elemente des Islams in den häuslichen Bereich gedrängt. Der Kontakt zu den türkischen Behörden war die Aufgabe des Mannes. Deshalb lernten die Männer die türkische Sprache und hatten die Möglichkeit die türkische Kultur und Städte kennenzulernen. Unter dem Einfluss der kolonialistischen Kultur veränderten die Männer ihre Sitten und Gebräuche.

Die Frau dagegen kommt fast nie aus den Dörfern und besucht auch keine Schulen. Sie muss sich weiter auf kurdisch unterhalten und gibt die Muttersprache auch an ihre Töchter weiter, während die Söhne in den Schulen Türkisch lernen. Die Frauen zeigen ihren Töchtern wie Brot gebacken, Butter zubereitet wird, wie man Teppiche knüpft und andere Hausarbeiten erledigt. Die fehlenden Türkischkenntnisse der Frauen machen sie von ihren Männern abhängig, wenn sie zum Beispiel zum Arzt oder zu türkischen Behörden gehen müssen. Sie sind so einer weiteren Erniedrigung ausgesetzt. Seit Beginn des bewaffneten kurvigen Widerstandskampfes im Jahre 1984 ist die kurdische Frau verstärkt Opfer der Angriffe des türkischen Kolonialismus geworden. Das liegt an der Rolle, die die Frau in der Gesellschaft spielt sowie im Umgang mir dem traditionellen “Ehrbegriff“. Die Ehre eines Mannes und sein Rang in der kurdischen Gesellschaft definieren sich seit dem Eindringen des Islams im 7. Jahrhundert über die Reinheit und Unberührtheit der weiblichen Familienmitglieder. Er gilt als Beschützer der Ehre seiner Frauen. Wenn eine Frau “entehrt“ wird, ist auch der Mann ehrlos. Um seine Ehre und sein Ansehen wieder herzustellen, muss er die Entehrung rächen und den schuldigen Mann töten. In den meisten Fällen wird jedoch die “entehrte“ Ehefrau oder sogar die Schwester getötet.

Der türkische Staat nutzt diesen traditionellen “Ehrbegriff“ der kurdischen Gesellschaft für seine Kriegsführung gegen den Befreiungskampf aus. Er richtet seine Angriffe speziell gegen die Frauen, um den Mann und das ganze Volk zu treffen. Bei Überfällen der türkischen Armee auf die kurdischen Dorfbewohner werden oft die Frauen des Dorfes zusammengetrieben und müssen sich vor allen Dorfbewohnern nackt ausziehen. manchmal werden sie dann vor den Augen ihrer Männer von den Soldaten misshandelt und /oder vergewaltigt. Besonders heue werden Kurdinnen oft verhaftet, gefoltert und ermordet, weil viele Frauen im Befreiungskampf aktiv sind, sollen sie auf diese Weise eingeschüchtert werden. In der Öffentlichkeit versucht der türkische Staat, politisch aktive Kurdinnen als “ehrlos“ und als “Huren“ darzustellen. Die Leichen von Kämpferinnen werden von türkischen Soldaten geschändet und dann einem Jungfräulichkeitstest unterzogen.

So soll das Vertrauen der Familien im Befreiungskampf und ihre Töchter, die sich dem Befreiungskampf angeschlossen haben, zerstört werden. Frauen, deren Männer dem Befreiungskampf angehören, werden von ihnen zu Schwangerschaftstests gezwungen, um zu kontrollieren, ob sie mit ihrem Mann Sexualkontakt hatten.

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