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Titel / Referat: Kloth, Friedrich August - Hunger (Interpretation)

Schlagwörter: Friedrich August Kloth, Kurzgeschichte, Zeitzeuge des zweiten Weltkrieges, inhaltliche Zusammenfassung, Hauptteil, Hausaufgabe, Referat

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Interpretation

Friedrich August Kloth - Hunger 


Titel/Autor/Werk 
Die Kurzgeschichte „Hunger“ des Autors Friedrich August Kloth behandelt in einer sehr charakteristischer Form die, im Kriegs- und Nachkriegsdeutschland tagtäglich allgegenwärtige Situation des Hungers und der Armut und deren Folgen für Menschen und menschliches Zusammenleben. Kloth ist neben Vertretern wie Wolfgang Borchert und Heinrich Böll ein Zeitzeuge des zweiten Weltkriegs mit all seinen politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen und Ereignissen. Er und andere Autoren dieser Epoche versuchen mit ihren Werken ihre Eindrücke dieser Zeit festzuhalten und möglichst eindringlich zu schildern.


inhaltliche Zusammenfassung
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei nicht näher charakterisierte Personen, ein Mann und eine Frau. Das Paar leidet unter Armut und Hunger und diese Extremsituation wirkte und wirkt sich auch auf ihre Beziehung aus: die anscheinend einst glückliche Ehe reduzierte sich nach und nach auf Notwendigkeiten, auf Dinge die in schweren Zeiten für das Überleben notwendig wurden. Die Verzweiflung, sowohl aufgrund des Hungers als auch den Wandel der Beziehung lässt die weibliche Hauptdarstellerin auf drastische Ideen wie Gewalt und Verbrechen kommen. Zum Wendepunkt kommt es, als sie entgegen all ihrer Vorahnungen die mitfühlende und fürsorgliche Seite an ihrem Mann (wieder-)entdeckt: beide erkennen was sie sich eigentlich wirklich bedeuten und die Abneigung tritt in den Hintergrund und macht Platz für Hoffnung. Somit verknüpft die Kurzgeschichte das Motiv des Hungers und der Armut symbolisch mit dem „Hunger nach Liebe und Zuneigung“ und setzt beides gleich.


Hauptteil 
Sehr charakteristisch für eine Kurzgeschichte beginnt der Text mit einem sofortigen Einstieg in die Handlung. Ort und Zeit der Handlung werden nicht näher bestimmt, auch die Hauptpersonen werden, bis auf die mehrfach vorkommende bildhafte Darstellung von äusserlichen Merkmalen des Mannes zur Untermalung und Hervorhebung von Situationen und Stimmungen, nicht näher charakterisiert. Der auktoriale Erzähler beschreibt sehr bildhaft die Ausgangssituation der weiblichen Hauptdarstellerin zur Unterstreichung der bedrückenden Situation. Deutlich wird erkennbar, dass zwischen Zeitpunkt der Handlung und Zeitpunkt des Erzählens sowohl eine räumliche als auch eine zeitliche Distanz, ausgedrückt durch die Wahl der Zeitform, besteht.

Ebenfalls sehr bildhaft wird der Auftritt des zweiten Hauptdarstellers beschrieben: Der „breite Oberkörper“, „das offene Hemd“, „die schweißbedeckte, dunkle Brust“ lassen einen kräftigen, breitschultrigen Mann erahnen. Die schon düstere Ausgangssituation wird durch diese Beschreibung noch intensiviert, auch wird somit angedeutet, welche Perspektive die weibliche Figur auf ihren Mann hat, erstmals kommt, der später noch mehrfach aufkommende Eindruck des „ausgeliefert seins“ auf. Im Dialog zwischen beiden Hauptpersonen wird deutlich worauf sich die Beziehung reduziert hat: auf Notwendigkeiten wie „Geld“ und „Stillen des Hungers“. In Folge des Dialogs zwischen den Hauptpersonen und dessen Unterbrechung kommt es zu einem Wechsel der Darbietungsform: Die erkennbare zeitliche und räumliche Distanz scheint zu verschwinden, während die Gedanken der weiblichen Hauptperson als innerer Monolog präsentiert werden. Ihre Verzweiflung führt zu stark entgegengesetzten Motiven: Einerseits sucht sie Hilfe im Glauben, sie appeliert in Gedanken an Gott (Z.9: “Gott im Himmel, ich bitte dich, lass ihn …“), andererseits fürchtet sie dem Wahnsinn zu verfallen und verfällt in Gedanken um Mord und Gewalt (Z.11 : „Ich werde verrückt und begehe ein Verbrechen …“). Unterbrochen wird der innere Monolog durch eine Ellipse (Z. 14: „…ohne schuldig zu sein, ohne …“) und es folgt eine vergleichende Rückblende (Z.14: „Jetzt ist alles so einfach. Früher sorgten sie sich um die Liebe.“) um die Auswirkungen der schlechten Lebensumstände auf die Beziehung als Erzählerbericht darzustellen, die zeitliche und räumliche Distanz wird hier wieder hergestellt. Die Fortsetzung des Dialogs beschränkt sich wie schon der erste Teil erneut nur um die Themen „Essen“ und „Geld“, beide Dialogpartner werfen sich kurze Phrasen zu. Entgegen des Eindrucks des „ausgeliefert seins“ und der Machtlosigkeit lehnt sich die weibliche Hauptperson jedoch auf, sie macht ihren Mann darauf aufmerksam, dass sie nicht die Schuld an seinem Hunger trägt (Z. 19: „So […] Ich kann dir nichts geben, wenn du kein Geld auftreibst). Dieser Widerstand gegen die Willkür bringt der weiblichen Hauptdarstellerin Erleichterung, das „Weinen“ steht in dieser Situation als Zeichen der Überwindung. Als der männliche Hauptdarsteller einen Ortswechsel vollzieht, verbleibt der Erzähler am Aufenthaltsort der weiblichen Hauptdarstellerin, dem Ort an dem bis dahin die gesamte Handlung statt gefunden hat. Mit Hilfe der bildhaften Beschreibung der Schritte des sich entfernenden Mannes, durch rhetorische Fragen und Möglichkeiten gelingt es dem Erzähler, mehrfach unterbrochen durch Ellipsen, die Darstellung der Abneigung und der vergangenen Liebe zu intensivieren.

Mit der Herstellung eines Bezugs zur Ausgangssituation (Z.35: „Sie Kauerte sich wieder in die kalte, dunkle Ecke …“) lenkt der Erzähler den Fokus auf die Rückkehr der männlichen Hauptperson. Immer noch in der Annahme, er hätte ohne Rücksicht auf ihren Hunger etwas gegessen hält sie ihren Widerstand gegen ihn aufrecht, versucht so auf die Falschheit seines Verhaltens aufmerksam zu machen (Z.38: „Hoffentlich hat´s dir geschmeckt !“), der Eindruck des Mannes auf seine Frau und die entstandene Abneigung werden erneut durch die Beschreibung der Schritte („Seine Schritte kamen näher. Gab es etwas Gemeineres als Schritte ?) und die erneuten Gedanken um Gewalt (Z 40: „Ich könnte dich …“) noch intensiviert. 

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