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Titel / Referat: Borchert, Wolfgang - Mein bleicher Bruder

Schlagwörter: Wolfgang Borchert, Analyse, Interpretation, Handlungsabschnitt, Inhalt, Funktion, Personenkonstellation, stilistische und sprachliche Merkmale Hausaufgabe, Referat

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Wolfgang Borchert (1921-1947) - Mein bleicher Bruder


Informationen zum Autor

  • 20. Mai 1921 geboren, Zeitzeuge der Zwischenkriegszeit und des Zweiten Weltkriegs 
    Einer der bekanntesten Vertreter der Nachkriegsliteratur (Trümmerliteratur), genretypische direkte Erzählungen und Kurzgeschichten (z.B. Hunger), die den Zusammenbruch von Städten, Gesellschaft und Strukturen zur Zeit des Dritten Reiches/ Zweiten Weltkriegs schildern
  • begann bereits in jungen Jahren (15) zu schreiben und begann eine Buchhändlerlehre, nahm nebenbei Schauspielunterricht, wurde zum Militärdienst eingezogen, jedoch mehrfach krankheitsbedingt vom Wehrdienst befreit und verbüsste mehrere Haftstrafen sowie eine französische Kriegsgefangenschaft, aus welcher er jedoch floh
  • in der Nachkriegszeit veröffentlichte Borchert mehrere Theater- und Kabarettstücke sowie Erzählungen (z.B. Draussen vor der Tür), hatte weiterhin starke gesundheitliche Probleme und erlag 1947 seiner Leberkrankheit im Alter von 26 Jahren

Handlungsabschnitt

Inhalt / Funktion /
Personenkonstellation

erzählerische /
strukturelle 
Merkmale
stilistische /
sprachliche Merkmale
I. Handlungsabschnitt
(Zeilen 1 – 5)
-> Beginn der Geschichte mit der bildhaften Beschreibung einer anscheinend idyllischen und friedlichen Szene (Winter, Sonntagmorgen, verschneites Feld)
-> Hinführung des Lesers zum ersten Ort der Handlung (Gegenwart)
-> noch keine Auftritt irgendeines Protagonisten
 
-> Erzähler baut eine für den Leser bildhafte Vorstellung der Szene auf
-> Geschichte beginnt in der Gegenwart, unvermittelter Einstieg mit ungenauen Angaben zu Ort und Zeit der Handlung (Merkmal der Kurzgeschichte)
-> Erzähler zeigt in diesem Abschnitt ein auktoriales Erzählverhalten/eine auktoriale Erzählperspektive, sein Standort oder sein Bezug zur Handlung bleiben zunächst unklar
-> Darbietungsform des Erzählers ist der Bericht
 
 
-> bildhafte Beschreibung durch Verwendung von Farbadjektiven
-> Personifikation (Z. 5: Die Welt, diese schneeige Sonntagswelt, lachte.)
-> kurze, parataktische Sätze
 
II. Handlungsabschnitt
(Zeilen 610)
-> Kontrast zur Idylle der Szene ist die blutige Leiche eines Soldaten, auf die der Erzähler den Leser fixiert, erstmals wird das Motiv Krieg (durch die Leiche des Soldaten) in der Handlung deutlich
-> die Perspektive des Erzählers verändert sich von einer die ganze Szene überblickenden zu einer auf den toten Soldat fixierten:
„ein Mensch der im Schnee lag“ – „Ein Bündel Lumpen, ein lumpiges Bündel“ – „Ein Soldat“
-> Spannung wird beim Leser durch den Kontrast zur Idylle (Leiche) und die stufenweise Fixierung (Zoom) des Erzählers erzeugt
-> Reihung (Asyndese)
(Z.5: „…verkrümmt, bäuchlings, uniformiert.“)
III. Handlungsabschnitt
(Zeilen 10 17)
-> Zusammenfassung der Szene als „Stimmungsvolles Kriegs gemälde, nuancen
reich“(Z.10)
-> Erzähler nutzt dies als Reflexion über die Schrecken des Krieges
-> Erweiterung des Motivs Soldat zum Motiv Soldatenmarionette (Andeutung
Auf die Verpflichtung des
Soldaten an eine höhere Instanz)
-> Erstmalige Andeutung des Motivs Bleicher Bruer
-> Erzähler nutzt die Szene zur verallgemeinernden Schilderung der Kriegsschrecken, Perspektive des Erzählers weitet sich (es entsteht der Eindruck der Erzähler hätte einen Krieg miterlebt), es entsteht ein Monolog, der zur Gewinnung der Aufmerksamkeit des Lesers dient
-> Die Sonne als Symbol für die Ewigkeit (Z. 12 „Und über allem die liebe Sonne. Unsere liebe Sonne. Alle Kinder auf der Welt sagen: die liebe, liebe Sonne. Und die bescheint einen Toten, der den unerhörten Schrei aller toten Marionetten schreit: Den stummen fürchterlichen stummen Schrei.), die ihre
Kraft nicht verliert, egal wie
viel es Schrecken auf der Welt gibt
-> im Gegensatz zum ersten Abschnitt nicht nur
parataktische Sätze sondern auch Hypotaxen
(Z. 14:“Wer unter uns, steh auf, bleicher Bruder, oh, wer unter uns hält die stummen Schreie der Marionetten aus, wenn sie von den Drähten abgerissen so blöde verrenkt auf der Bühne rumliegen ?“)
-> rhetorische Fragen
(Z. 16:„Wer, oh, wer unter uns erträgt die stummen Schreie der Toten?“)
-> Reihung (Asyndese) (Z.13:Den stummen fürchterlichen stummen Schrei)
-> Klimax (Steigerung) (Z.12: „Und über allem die liebe Sonne. Unsere liebe Sonne. […] die liebe, liebe Sonne.“)
 
 
IV. Handlungsabschnitt
-> Auftritt des ersten (und in der Zeitebene der Gegenwart einzigen) lebenden Protagonisten, eines weiteren Soldaten
-> der lebende Soldat wird mit Hilfe des Motivs Marionette vorgestellt (Z.18: „Vor der abgerissenen Marionette stand eine, die noch intakt war. Noch funktionierte. Vor dem toten Soldaten stand ein lebendiger.“)
-> die Perspektive des Erzählers fixiert sich auf den lebenden Soldaten, das Interesse des Lesers soll auf ihn gelenkt werden
-> Einleitung der „fürchterlich stummen Rede“
 
V. Handlungsabschnitt
-> die „fürchterlich stumme Rede“ des lebenden Soldaten an den Toten
-> schrittweise Charakterisierung der beiden Protagonisten und ihres Verhältnisses zueinander aus der Sicht des Lebenden, darin wird erkennbar, dass der Tote den Lebenden wegen seines körperlichen Makels verspottet hat und sich so Hass und Neid entwickelten
Lebender:
-> Litt unter dem Spott des nun toten Soldaten (der später als Heller namentlich bekannt
wird), seiner Arroganz und seinem Erfolg bei Frauen, welche ihn ebenfalls schon seit seiner Schulzeit/Kindeszeit wegen seines Makels verspotteteten (herunterhängendes Augenlid, bleiche Haut)
-> das Bild des toten Soldaten verschafft ihm Genugtuung und lässt ihn über ihn in Gedanken spotten
Toter (Heller):
-> seine Charakterisierung lässt einen pflichtbewussten, eifrigen Soldaten erahnen, welcher aufgrund dieser Eigenschaften stets, vor allem bei den Frauen, beliebt war
-> gibt nach seinem Tode ein sehr kontrastrierendes Bild zu diesem Soldaten in Lebzeiten ab, was den Lebenden Soldaten Genugtuung verschafft und zu Spott verleitet
 
-> innerer Monolog des lebenden Soldaten anstelle des bis dahin vorherrschen
den Erzählerberichts
-> der lebende Protagonist scheint froh über den Tod des anderen Soldaten zu sein, er verhöhnt ihn, treibt Spott, so wie der tote es zu Lebzeiten mit ihm getan hat
-> rhetorische Fragen
(Z. 24: „Warum hast du denn die Beine so ängstlich an den Bauch rangezogen ?“) unterstützen die spöttischen Gedanken des Lebenden
-> Parallelismus antithetisch:
(Z. 32: Das ist dünn, mein Lieber, äußerst dünn.Aber das ist gut so, sehr gut so.)
(Z. 30: Jetzt lachst du auch nicht mehr mit deiner ewig guten Laune. Jetzt liegst du da, als ob du nicht bis drei zählen kannst.)
tautologisch:
(Z.30: Nie mehr, mein Lieber. Nie nie mehr.)
-> die fast ausschliessliche Verwendung von sehr kurzen Parataxen im inneren Monolog des Lebenden unterstützen den Eindruck eines sprunghaften Gedankenstroms voller Spott und Hass
VI. Handlungsabschnitt
-> es kommt hier zu einem Ortswechsel des lebenden Soldaten und zu einer Überblendung in einen Bunker, der lebende Soldat wird als Leutnant charakterisiert, ausser dem Leutnant wird noch die Bunkerbesatzung angedeutet, jedoch ausser einem Feldwebel von dem jedoch lediglich sein Rang bekannt wird  nicht näher charakterisiert sondern nur als „graue Gesichter“ dargestellt (Z. 42: Als er die Bunkertür hinter sich zumachte, kamen ein Dutzend graue Gesichter aus den Ecken auf ihn zu. Eins davon gehörte dem Feldwebel.)
-> Erzähler wechselt zurück zu seinem auktorialen Verhalten, innerer Monolog beendet, szenisches Erzählen in Form einer kurzen direkten Rede mit auktorialem Einschub
-> Wechsel des Handlungsortes (verschneites Feld -> Bunker) kontrastrierende Umgebungen (helle winterliche Idylle, nur durch die Leiche gestört -> dunkle Bunkeranlage)
 
VII.Handlungsabschnitt
-> als die Bunkerbesatzung Heller holen geht reflektiert der Leutnant (der lebende Soldat) die Geschehnisse, die in Wahrheit zu Hellers Tod führten (und zeigen das Verbrechen, was der Leutnant aus Rache begangen hat)
-> die Darstellung des Soldaten als Marionette wird bekräftigt (Z.54:Und Heller sagte: Jawohl. Das war alles. Mehr sagte man nie. Einfach: Jawohl)
-> Wechsel der Handlungs
Zeit Gegenwart -> Vergangenheit (Rückblende als erlebte Rede)
 
-> Klimax (Steigerung)
(Z.48:„Es schoss. Es hatte noch nie so geschossen.“)
VIII. Handlungsabschn.
-> bei der Rückkehr des Suchtrupps kommt durch das Geflüsterte die Genugtuung zum Ausdruck, die der Leutnant aufgrund
Hellers Tod seiner gelun
genen Rache empfindet
-> die zerdrückte Laus steht als Symbol für den Tod Hellers, der Leutnant hat sich eine der Läuse vom Leib geschafft, die ihn von seiner Kindheit an das Leben schwer gemacht haben (Z. 37: Sie haben mich nämlich schon in der Schule gequält. Wie die Läuse haben sie auf mir herumgesessen.)
-> Ende der Rückblende,
Wechsel von der Vergangenheit -> Gegenwart,
-> Rückkehr zum Erzähler
bericht mit kurzer direkter
Rede
 

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