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Titel / Referat: Pfeifer, Henrik - Emilia (Verfilmung Emilia Galotti)

Schlagwörter: Gotthold Ephraim Lessing, Henrik Pfeifer, Filmkritik, Modernisierung der Handlungsorte und des Geschehens, Felix Lampe, Ivonne Schönherr, Deutsch Hausaufgabe, Referat

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Filmkritik zu „Emilia Galotti“

Die filmische Umsetzung der Drama- Vorlage Lessings „Emilia Galotti“ unter Berücksichtigung einer Modernisierung der Handlungsorte und des Geschehens galt in Fachkreisen als große Herausforderung und äußerst heikel. Aus diesem Grunde waren die Erwartungen an diese Neuverfilmung nicht wirklich hoch. Aber selbst diese konnte die schlechte und stümperhafte Version Emilia Galottis nicht einmal annähernd erfüllen. Der Stoff war an sich keineswegs schwer umzusetzen, da sich bereits im Drama Lessings einige aktuelle Bezüge herstellen ließen. Aber durch die absolut erzwungene Modernisierung des alten Stückes stand dieser Film von Anfang an unter keinem günstigen Stern. Besonders auffällig war diese vollkommen unnötige Modernisierung von allen im Drama erwähnten Dingen an der Stelle, wo Hettore auf der Brücke steht, eine Sms bekommt und dazu sagt : „Ein Brief der werten Orsina“...

Die Idee an sich eine alte Geschichte in neuem Gewand zu präsentieren, dabei aber der alten Sprache treu zu bleiben, ist zugegebenermaßen gut, zwar nicht die neueste, aber gut. Aber in dieser Verfilmung bekommt man allerlei Gegenbeispiele für das Misslingen einer Modernisierung und man bekommt auch deutlich aufgezeigt wie sehr man scheitern kann, wenn man sich in gewisse Sachen zu sehr hineinsteigert. Ebenfalls resultierte aus der Modernisierung eine wahre Flut von Klischees... Zwei Beispiele sind zum einen der Überfall auf Graf Appiani, der wie man es aus billigen amerikanischen Actionfilmen her kennt ablief, und das Ende wo Hettore und Emilia in der Sonnenuntergang hinausfahren...Die Umsetzung dieses Stückes hatte sehr viel Potenzial aber sie verkam aufgrund einem schlecht entwickelten Drehbuch und gnadenlos überforderten Schauspielern, die nicht annährend der Symbol Charakteristik ihrer Figuren gerecht werden konnten.

Ein Hauptdarsteller, der wie ein Amateurschauspieler wirkte in seiner ersten Unterrichtsstunde und eine Emilia, die eine charakterliche Ausstrahlung eines Bleistifts hatte. Und auch Odoardo schien bei seinem im Drehbuch angeordneten Wutausbruch in seinem Restaurant fast einzuschlafen. Genauso erging es auch dem Zuschauer beim Betrachten dieser absolut glanzlosen Verfilmung. Einziges Highlight dieses Filmes mögen die Drehorte sein, die allesamt spannender waren als die Handlung die sich im Vordergrund abspielte. Dieser Neuverfilmung fehlte es aber nicht nur an guten Schauspielern, an einem guten und durchdachten Drehbuch, sondern es fehlte auch noch an Logik. Wie ist es bitte mit Logik zu erklären bzw. was hat es für einen Sinn, dass dieser Film bei der Inszenierung des Theaterstückes mit den Worten Emilias beginnt : „Eine Rose gepflückt ehe der Sturm sie entblättert- Lassen Sie mich küssen diese zärtliche Hand meines Vaters“ und Emilia am Ende die gleichen Wörter zu ihrem Vater sagst? Wollte der Regisseur damit einen gewissen Kreislauf darstellen?

Aber dem steht entgegen, dass keinem normaldenkenden Menschen diese Entwicklung nicht komisch vorgekommen wäre... Wenn ich mir z.b. das Stück Romeo und Julia anschaue und sich in meinem Leben ein wenig später gewisse Parallelen ereignen fallen mir diese doch auf.....Nicht so der Emilia. Aber der Fairness halber muss man zugeben, dass die Person, die für das Casting der Darsteller verantwortlich war zumindest bei Ivonne Schönherr, der Emilia, eine gute Arbeit geleistet hat, denn das Äußere von ihr entsprach überraschend deutlich mit den Idealen eines tugendhaften Mädchens überein...Mehr positives bleibt nicht hervor zuheben, denn falls es wirklich noch positive Dinge gegeben hätte, sind diese durch diese Überschwemmung an negativen Eigenschaften nicht mehr sichtbar gewesen. Alles in Allem kann man jedem nur raten : Anstatt diesen Film zu sehen, sparen sie sich die Stromkosten in dieser ohnehin immer teurer werdenden Gesellschaft und lesen sie das Drama von Lessing. Sie werden daran mehr Freude haben als an dieser komplett misslungenen Verfilmung. 


Angaben zum Film:

EMILIA - nach Gotthold Ephraims Lessings „Emilia Galotti“

Länge: ca. 85 min
Eine Produktion von spielplatzfilme GmbH
in Koproduktion mit probat Film und Video und Koboi Film
ZDF/ARTE, 2005

Mit

  • Hettore: Felix Lampe
  • Emilia: Ivonne Schönherr
  • Marinelli: Pascal Ulli
  • Mutter von Emilia: Daniela Zähl
  • Vater von Emilia: Matthias Dittmer
  • Gräfin Orsina: Ulrike Frank
  • Angelo: Tyron Ricketts
  • Appiani: Thorsten Grasshoff
  • Pirro: Leonardo Nigro
  • Conti: Wulf Mey
  • Battista: Mario Pokatzky 

 

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