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Titel / Referat: Europa - der Europäische Binnenmarkt (der gemeinsame Wirtschaftsraum der Staaten der Europäischen Union)

Schlagwörter: die vier Freiheiten, EU-Vertrag, Was bringt ein gemeinsamer Binnenmarkt?, Wirtschaft Hausaufgabe, Referat

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Der Europäische Binnenmarkt

Seit Beginn 1993 ist der Europäische Binnenmarkt verwirklicht, dies bedeutet, dass für Wirtschaft und Bürger weitgehend einheitliche Regeln gelten, wie es bisher nur innerhalb eines Staates üblich war. 


Was ist der Europäische Binnenmarkt?
Der erste Schritt in der Verwirklichung des Binnenmarktes war die Zollunion, die zum 01. Juli 1968 in Kraft trat. Diese Zollunion beinhaltete die Abschaffung von Zöllen und Mengenbegrenzungen im Handel zwischen EG-Mitgliedsstaaten und außerdem die Einführung eines einheitlichen Zolltarifs gegenüber Drittländern.

Der Europäische Binnenmarkt baut heute auf die "vier Freiheiten" auf:

  • Freier Personenverkehr
  • Freier Warenverkehr
  • Freier Dienstleistungsverkehr
  • Freier Kapitalverkehr


Was bedeuten die "vier Freiheiten" im einzelnen?

Freier Personenverkehr :
Der freie Personenverkehr ermöglicht jedem EU-Bürger, sich in jedem EU-Mitgliedsstaat niederzulassen und arbeiten zu dürfen. Ebenfalls versteht man darunter den Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der EU.


Freier Warenverkehr:
Der freie Warenverkehr beinhaltet, dass Grenzen und Zölle für Waren innerhalb des Binnenmarktes wegfallen, sowie dass in allen EU-Ländern gleiche Mehrwerts- und Verbrauchssteuern gelten, damit der Zoll keinen Ausgleich erheben muss. Weiter bedeutet der freie Warenverkehr, dass bestehende Normen und Vorschriften harmonisiert werden.


Freier Dienstleistungsverkehr:
Die Dienstleistungsfreiheit zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen, die einen Binnenmarkt überhaupt ermöglichen. Man versteht darunter, dass EU-Bürger und Institutionen Dienstleistungen in jedem EU-Land anbieten dürfen.

Zu den Dienstleistungen zählen laut EU-Vertrag:

  • gewerbliche Fähigkeiten
  • kaufmännische Fähigkeiten
  • handwerkliche Fähigkeiten
  • freiberufliche Fähigkeiten.

Außerdem dürfen Telekommunikationsgesellschaften ihre Dienste in sämtlichen EU-Mitgliedstaaten anbieten.


Freier Kapitalverkehr
Der freie Kapitalverkehr beinhaltet in erster Linie eine größere Freizügigkeit für Kapital- und Geldbewegungen, ebenso die Liberalisierung des Wertpapierverkehres. Um diese Freiheiten möglich zu machen, mussten hunderte von unterschiedlichen Gesetzen, Verordnungen oder Normen geändert, aufgehoben, einander angepasst oder gegenseitig anerkannt werden, damit alle Personen und Unternehmen die gleichen Chancen, Rechte und Pflichten haben. In der EU wurden insgesamt 15 Binnenmärkte miteinander vereint.


Was bringt ein gemeinsamer Binnenmarkt?
EU-Bürger können innerhalb des Binnenmarktes beliebig ihren Wohnsitz wählen, eine Arbeit aufnehmen, ein Geschäft eröffnen, an Kommunalwahlen teilnehmen, frei reisen. Außerdem können beispielsweise Deutsche eine Hypothek für das Eigenheim bei einer spanischen Bank aufnehmen, Waren aus dem Katalog eines britischen Versandhauses bestellen oder Anteile an einer dänischen Firma erwerben.

Noch weitaus größere Vorteile werden der Wirtschaft erwachsen:
Vorteile entstehen, weil Grenzformalitäten entfallen, Entwicklungskosten neuer Produkte durch größere Stückzahlen sinken und größerer Wettbewerb für Verbraucher zu Preisvorteilen führt. Aufgrund dessen können in der EU einige Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Der Binnenmarkt soll überdies dazu beitragen, dass Europa gegenüber anderen Regionen der Welt (v.a. USA und Japan) wettbewerbsfähig ist und bleibt, was eine wichtige Voraussetzung für neue Arbeitsplätze und wachsenden Wohlstand ist.


Gibt es auch Nachteile, die der gemeinsame Binnenmarkt mit sich bringt?
Bei all den Vorteilen darf man jedoch die Nachteile die zum Beispiel ein verschärfter Wettbewerb mit sich bringt nicht vergessen. Diese bestehen zum Teil darin, dass Kürzungen bei Sozialleistungen nötig werden, um die Wettbewerbsfähigkeit finanzieren zu können. Im Fall eines Arbeitnehmers könnte dies den Verzicht auf Lohnerhöhungen und den freien Sonntag bedeuten. Zusätzlich sind noch vor allem die kleineren und mittleren Betriebe betroffen, da sie eine Preissenkung nicht so leicht verkraften können, wie große Unternehmen, was wiederum zu Entlassungen führen kann.


Was sind die Gründe für einen Zusammenschluss zu einem gemeinsamen Binnenmarkt?

  1. Wechselkursrisiko:
    • Aufgrund des Wechselkurses ergeben sich folgende Konsequenzen:
      • Exporteuren und Importeuren wird die Kalkulationsgrundlage entzogen
      • die Erlöse schwanken
      • kostengünstige Anbieter können durch plötzliche Aufwertung aus dem Markt geworfen werden
  2. Rechtsunterschiede:
    • Ein weiterer Grund des Zusammenschlusses waren die Rechtsunterschiede der einzelnen souveränen Länder, deren jeweilige Wirtschaftsverfassungen über Jahrhunderte entstanden sind und die wirtschaftlichen Aktivitäten stark in unterschiedliche Richtungen beeinflussen.
  3. Unterschiedliche Entwicklungsstufen der Wirtschaft:
    • Von besonderer Bedeutung ist auch, dass manche Länder, durch z.B. höher entwickelte Produktionstechnik oder durch "billigeres" Potential an Arbeitskräften bestimmte Produkte billiger herstellen können. Aus diesen Gründen ist es in jedem Fall ökonomisch, dieses qualitativ gleichwertige, billigere Produkt aus dem Ausland zu importieren.

Dies sind die Hauptbeweggründe, weswegen der Europäische Binnenmarkt gegründet wurde. Im Hinblick darauf lassen sich vier Integrationsstufen unterscheiden:

  • Freihandelszone
  • Zollunion
  • gemeinsamer Markt
  • Wirtschafts- und Währungsunion.

Insgesamt wurden mit der Schaffung des EU-Binnenmarktes in Europa aus ökonomischen Gesichtspunkten vorrangig drei Ziele verfolgt:
Für die Unternehmen bieten sich ein europaweiter Binnenmarkt an. Der Wegfall von Grenzkontrollen und die Liberalisierung der Finanzdienstleistungen des öffentlichen Auftragswesens führt zur Kostensenkung von denen der Verbraucher durch billigere Produkte profitiert, und es zu einer größeren Auswahl an Produkten kommt.

Die zweite Zielsetzung bestand darin, dass die Produktion im gemeinsamen Markt dort erfolgen soll, wo die besten Produktionsbedingungen (Kosten, Qualität) bestehen.

Die Zunahme des Leistungswettbewerbes wurde als 3. Ziel verfolgt.

Einige Vorteile die sich daraus ergeben, sind:

  • Banken und Versicherungen bieten nun billigere Kredite und Policen an was wiederum zu mehr Investitionsbereitschaft und Konsum führt.
  • mehr Konkurrenz bei öffentlichen Aufträgen:
    • Der Staat kann beim billigsten Anbieter kaufen und deshalb Steuern senken und Arbeitsplätze schaffen.
  • Die Innovationsbereitschaft der Unternehmen nimmt zu, was insgesamt auch zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen auf dem Weltmarkt führt. 

 

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