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Titel / Referat: Remarque, Erich Maria - Im Westen nichts Neues (Analyse Textstelle S. 263)

Schlagwörter: Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war, dass sich der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden. Erich Maria Remarque, Analyse, Interpretation Hausaufgabe, Referat

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Deutsch Analyse – Textstelle „Im Westen nichts Neues“

„Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war, dass sich der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden.“ (S.263)

Der Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, welcher 1898 in Osnabrück geboren wurde und 1970 in der Schweiz starb, erschien 1929 und handelt vom Leben des jungen Mannes Paul Bäumer im 1. Weltkrieg an der Front. Dieser sieht das Soldatenleben zuerst als ein Abenteuer, muss aber bald feststellen, dass der Krieg das Grausamste ist, was er je in seinem Leben erfahren wird.

Der Roman nimmt seinen Anfang in der Ausbildungszeit Bäumers, zusammen mit seinen Freunden und Kameraden. Im Verlauf der Geschichte müssen viele von ihnen sterben. Nach einigen Jahren an der Front bekommt Paul Heimaturlaub und merkt, dass er sich nicht mehr an das „normale“ Leben gewöhnen bzw. einleben kann. Bei der Rückkehr an die Front bekommt Paul seinen Kameraden gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil er Heimaturlaub bekommen hatte und seine Kameraden weiterhin an der Front bleiben mussten. Um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, meldet er sich feiwillig zu einer Patrouille. Bei dieser verirrt er sich und findet nicht in seinen Graben zurück. Zudem kommt es zu einem unvorhergesehenen Angriff und er muss sich in einen Trichter flüchten. Dort stellt er sich tot, für den Fall, dass jemand hineinspringen sollte. Paul erlebt dort Todesangst und im Affekt sticht er auf den ersten Mann ein der in seinen Trichter springt. Dieser ist der Franzose Gérard Duval. Nach der Tat ist Bäumer furchtbar verwirrt. Er hilft dem Franzosen, obwohl er bereits weiß, dass der Tod des Mannes unvermeidlich ist. Nachdem dieser nun wirklich stirbt, fängt Paul an mit ihm zu reden und an dieser Stelle setzt die zu analysierende Textselle ein.

Diese beginnt mit einer Personifikation (Z.1), welche den Eindruck vermittelt, dass der Trichter so voll von diesem Schweigen ist, dass es schon fast erstickend wirkt. Die Verwirrung und Hilflosigkeit Pauls wird nun sehr deutlich, da er im folgenden Correctio (Z.1), einen so starken Drang verspürt zu reden, als könne er in diesem Moment nichts Anderes. Er fängt an den Toten mit „Kamerad“ anzusprechen (Z.2) und wiederholt dies auch noch einige Male (Wiederholung). Möglicherweise fängt Paul jetzt an sich mit dem Toten zu identifizieren, denn es könnte auch er sein, der da tot im Trichter liegt, erstochen von dem Franzosen. Dies wird auch noch einmal im darauf folgenden Satz ersichtlich, in welchem der Autor fast ausschließlich den Konjunktiv benutzt. Hier kommt nun auch die Menschlichkeit Bäumers zum Vorschein, denn würde sich die Situation wiederholen, würde er anders handeln. Allerdings könnte in diesem Moment auch sein schlechtes Gewissen eine bedeutende Rolle spielen. Paul fängt an mit einigen Worten Duval zu beschreiben. Diese sind als Aufzählung geformt, in welcher deutlich wird, dass er den Franzosen, bevor er ihn „kennen lernte“, nur als Objekt betrachtete, als eine „Kombination, die in [seinem] Gehirn lebte […].“ (Z.5). Dies ist im Übrigen eine weitere Personifikation, welche zwar beweist, das Paul mit ihm etwas lebendes verband, aber keine eigene Persönlichkeit, keinen Menschen. „[…] diese Kombination habe ich erstochen.“ (Z.6) Dieser Satz zeigt zwei Bedeutungen auf: Einmal das Erstechen Duvals und zweitens vielleicht die Betrachtungsweise, dass der Gegner oder Feind nicht nur ein Objekt ist, sondern auch nur ein Mensch, welcher Befehle auszuführen hat. Paul erkennt nun zum ersten Mal, dass Duval „[…] ein Mensch [ist], wie [er].“ (Z.7) In diesem Vergleich stellt er sich zum ersten Mal auf eine Stufe mit seinem Feind. Es folgt eine Aufzählung, dessen Wörter eher negativ sind (Waffen) und eine Gegenüberstellung von positiv wirkenden Wörtern (Familie, Freunde, Gemeinsamkeiten). Diese zeigen, dass Paul sich nun mit dem Franzosen vollkommen gleichstellt, denn der Franzose dachte wahrscheinlich nicht anders von ihm. In diesem Satz ist der Satzbau nicht herkömmlich, was als Mittel benutzt worden sein könnte, um Pauls gesteigerte Verwirrung noch stärker hervorzuheben. Er bittet um Vergebung (Z.9) und findet es schrecklich, das Unheil nicht früher gesehen zu haben. „Wir sehen es immer zu spät.“ (Z.10) Dieses Zitat könnte sich auf Gemeinsamkeiten, auf die Sinnlosigkeit des Krieges, oder einfach auf seine frühere Einstellung (Krieg sei ein Abenteuer), beziehen. Im folgenden Satz werden zahlreiche Vergleichsworte, unter Anderem, „wie“ und „gleiche“, benutzt, welcher in einer rhetorischen Frage sein Ende nimmt. Der nachfolgende Satz wird wieder in einer rhetorischen Frage verkörpert. In dieser beginnt der Satz mit der Bezeichnung „Kamerad“ und endet mit dem Wort „Feind“ (Z.14), was auf eine Antithese schließen lässt, welche die Zerrissenheit Bäumers in Bezug auf den Krieg verdeutlichen könnte. Mit dem Vergleich von Katzinsky und Kropp als Bruder und der Einordnung Duvals in diese Gruppe (Z.16) zeigt ein sehr enges Verhältnis, welches sich wohl in den letzten Stunden im Trichter aufgebaut hat. Paul fordert den Toten auf zwanzig Jahre von ihm zu nehmen, verbessert sich dann aber durch ein Correctio und bietet ihm sogar noch mehr an. (Z.16 f.) In diesem Moment wird die riesige Hilflosigkeit, welche Paul empfindet, dargestellt. Sein Gefühl, nicht zu wissen, was er mit seinem restlichen Leben nach dem Krieg anfangen soll, denn er hat keine Frau, kein Kind und keinen Beruf zu dem er zurückkommen kann. Vor allem die, für Paul, sinnlose Zukunft wird in dieser Textstelle sehr deutlich. Er sieht im toten Duval nun einen Menschen, der eine Zukunft gehabt hätte, würde er noch leben, womit das schlechte Gewissen und die Verwirrung Pauls nur noch gesteigert wird.

Nachdem sich Paul gefasst hat, und die Angriffe nachgelassen haben, kehrt er zu seinem Graben zurück. Das Erlebnis mit Duval nimmt ihn psychisch sehr in Anspruch und so erzählt er es seinen Kameraden zuerst nicht. Als er dann nicht mehr anders kann, als darüber zu berichten, nehmen seine Kameraden ihm die Schuldgefühle, denn das sei normal im Krieg. Nach und nach werden die Kameraden verletzt, oder sterben. Das Leben nach dem Krieg erscheint Paul immer sinnloser. Er hat keine Perspektiven für die Zukunft mehr. Kurz darauf stirbt er kurz vor Kriegsende auf dem Kriegsplatz.

Auffällig an dieser Textstelle ist vor allem die häufige Verwendung des Konjunktiv, die vielen Vergleiche und Correctio. Das gesamte Buch ist in einem leicht verständlichen einfachen Stil gehalten, welcher einem das Bild vermittelt mitten im Geschehen zu stehen. Das Buch hat mich sehr berührt, da ich mir vorher einfach nie Gedanken darum gemacht habe, wie das Leben mitten im Kriegsgeschehen aussieht. Dieses Buch katapultiert den Leser in ein unvorstellbares Erlebnis, in dem man mit der vollen, unglaublichen Realität des Krieges konfrontiert wird.

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