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Titel / Referat: Nationalsozialismus - die Organisation der Wirtschaft im Dritten Reich

Schlagwörter: Wirtschaftsorganisation, Weimarer Republik, Versailler Vertrag, Adolf Hitler, Weltwirtschaftkrise in Deutschland, Adam Smith, Manchester Kapitalismus, zweiter Weltkrieg, NS-Wirtschaftsorganisation Hausaufgabe, Referat

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Die nationalsozialistische Wirtschaftsorganisation des Dritten Reiches

Die Gesellschaft der jungen Weimarer Republik stand unter besonders ungünstigen Sternen; der Versailler Vertrag, die Reparationen und die Inflation belasteten das Wirtschaftsleben. Aber Träger dieser Belastungen waren die Parteien der Weimarer Koalition, nicht die eigentlich Schuldigen am Ergebnis des Ersten Weltkrieges. Die Dolchstoßlegende verfälschte die Schuldfrage, und so kehrte sich die Wut vor allem der Inflationsgeschädigten nicht gegen die, die den Krieg mit dem Geld der kleinen Sparer finanziert hatten, sondern gegen die, die die Konsequenzen aus dem von ihnen nicht begonnenen und verlorenen Krieg tragen mussten. Nur eines einzigen Jahres der Wirtschaftkrise bedurfte es, um die Schwäche der Weimarer Republik mit ihrer „geborgten Prosperität“ ( Z. Die große Bertelsmann Lexikothek, Panorama der Weltgeschichte Band 3, Gerhard Linne) deutlich zu machen. Schon 1930 dankte unter Brüning die parlamentarische Demokratie ab. Es war zu keiner politischen Umstrukturierung gekommen, es war keine durchgreifende Ablösung der alten Führungsschichten erfolgt, auch keine Revision der alten Wertmaßstäbe, die autoritäre Organisation der Betriebe hatte sich nicht verändert.

Noch vor der nationalsozialistischen Machtergreifung war die Weltwirtschaftkrise in Deutschland bereits aufgefangen. Die Bankenkrise (Berlin) hatte die Einstellungen der Reparaturzahlungen und die Rückgewinnung der Wirtschaftautonomie gebracht. Die Verschuldung und die katastrophale Wirtschaftslage zwangen alle Wirtschaftpartner dazu, einer Wirtschaftverfassung zuzustimmen, die sehr nahe an einen „durchgebildeten Staatssozialismus“ (Z. Die große Bertelsmann Lexikothek, Panorama der Weltgeschichte Band 3, Gerhard Linne) heranreichte.

Eine große Mehrheit in Deutschland erwartete die Besserung der wirtschaftlichen Lage von einer staatlichen Wirtschaftplanung. Es gelang durch Arbeitsbeschaffung, hohe Landwirtschaftzölle und protektionistisch Außenhandelspolitik bis 1936, den wirtschaftlichen Stand von 1928 wieder zu erreichen. Das aber bedeutete einen erheblichen Abbruch des Wirtschaftverkehrs mit dem Ausland, Verzicht auf ausländische Kredite und es bedeutete vor allem eine große Geldschöpfung auf unsicherer Basis. Das ging bis 1936 gut. Dann geriet man in eine neue Krise „gerade zu dem Zeitpunkt, als die Überwindung der alten Krise abgeschlossen schien“ (Z. siehe voriges). Man versuchte die Entwertung des Geldes durch einen „Lohn-Preis-Stopp“ zu verschleiern. Auch die Enteignung der Juden und die Beschlagnahmung ausländischen Kapitals halfen hier nicht mehr weiter.
„In dieser Lage entschloss sich das Regime, einen Ausgleich der Finanzen nicht mehr auf ökonomischen, sondern auf militärischem Gebiet zu suchen.“ (Z. H. Böhme). Im zweiten „Vierjahresplan“ wurde alles auf die Aufrüstung und auf die Eigenständigkeit abgestellt. Die Landwirtschaft erreichte eine 80 %ige Selbstversorgung Deutschlands. Die Industrie schlug alle Rekorde in der Produktion und brachte vor allem auf dem Gebiet der Ersatzstoffe neue Erfindungen hervor, wie Kunstseide, synthetischen Kautschuk und Treibstoff aus Braunkohle.

Gestützt auf diese Industrie und ihre Führung, wagte Hitler den zweiten Weltkrieg. Man wirtschaftete auf die zu erwartenden Reparationen hin. 1944 erreichte die deutsche Industrie ihren Höhepunkt – vor der Zerschlagung der Alliierten. Graf Schwerin von Krosigk schrieb über die Organisation der Wirtschaft im NS-Staat: „Die zentrale Wirtschaftlenkung hatte sich bereits in den Vorkriegsjahren in Etappen durchgesetzt: Der sogenannte Neue Plan hatte 1934 den Außenhandel unter staatliche Aufsicht gestellt; im gleichen Jahr wurde der Gesamtbereich der Wirtschaft in sieben Reichgruppen gegliedert, uns jeder Betrieb musste einer dieser Reichgruppen angehören; mit dem Vierjahresplan wurde 1936 die staatliche Lenkung der Wirtschaft noch weiter ausgebaut, und es begann insbesondere die zentrale Zuteilung der wichtigsten Rohstoffe. Die Umstellung auf Kriegsproduktion wurde erreicht durch Warenrationierung, Rohstoffzuteilung, Arbeitslenkung und Investitionsverbote.“ ( Z. Zitierung aus Die große Bertelsmann Lexikothek, Panorama der Weltgeschichte Band 3, Gerhard Linne).

Diesem Eingriff des Staates in die Wirtschaft entsprach eine von Partei und Staat getragene Durchorganisation auf allen Gebieten. Von der Wiege bis zur Bahre war jeder Deutsche organisiert. Vom Jungvolk über die Hitlerjugend, den Reichsarbeitsdienst und das Militär führte der Weg in die berufliche Gliederung. Der Student musste im Studentenbund, der Anwalt im Juristenbund, der Arbeiter in der deutschen Arbeitsfront sein. Und doch wurde dieser Druck von den meisten nicht so gespürt, wie man sich das heute vorstellt: „Man fühlte sich gegen die dem modernen Industriezeitalter innewohnende Tendenz zur fortschreitenden Rationalisierung des Lebens geschützt.“ (Z. siehe vorheriges)

Die NS-Wirtschaftorganisation war das krasse Gegenteil des von Adam Smith geforderten Manchester Kapitalismus. Obwohl ich auch Smiths liberales Wirtschaftsmodell ohne Solidarität und Gnade nicht favorisiere, möchte ich seine Argumentation gegen das nationalsozialistische Wirtschaftsystem nutzen. Hätte er Anfang des 20. Jahrhunderts noch gelebt, hätte er seine Idee vom „Wohlstand der Nation“ (1776) den Deutschen sicher entgegen geschrieen. Deutschland als Staat entfernte sich mit der Führung der gesamten Wirtschaft von seinen eigentlichen Aufgaben, dem Schutz und der Versorgung seines Volkes. Wenn der Staat durch Stagnation Investitionen seiner Einwohner behindert, behindert er auch sich selbst, den Fortschritt des Landes (in Deutschlands Fall den Fortschritt der Wirtschaftzweige, die militärisch nicht von Nutzen waren).

Für mich ist es schwer nachzuvollziehen, wie die Bevölkerung sich so gerne in Unfreiheit lenken ließ. Die Deutschen erscheinen mir wie ein Tier, das lange Zeit in Gefangenschaft gelebt hat und selbst seinen Käfig nicht verlassen will, wenn die Türe offen steht. Vielleicht haben sie so lange unmündig unter der Monarchie gelebt, dass sie nichts anderes mehr gewöhnt und auf eine solch starke Führung angewiesen waren. Es wundert mich, welchen falschen Darstellungen von Tatsachen sie glauben schenkten ohne kritisch zu hinterfragen. Leider werden das unsere Kinder wohl auch über uns sagen. 

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