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Titel / Referat: Soziale Frage - die Soziale Frage des 19. Jahrhunderts

Schlagwörter: Industriellen Revolution, Staatliche Maßnahmen, Frauenbewegung, Paternalismus, Karl Marx und Friedrich Engels Theorien Hausaufgabe, Referat

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Die Soziale Frage des 19. Jahrhunderts

1. Definition der sozialen Frage
Die Soziale Frage des 19. Jahrhunderts enthält soziale Probleme wie Kinderarbeit, lange Arbeitszeiten, schlechte Wohnverhältnisse und fehlende Sozialversicherungen. Da die Massenarmut, nach der Aufklärung, nicht mehr als Gottes Willen angesehen wurde, beschloss man diese zu bekämpfen. 


2. Probleme die zur sozialen Frage führten
Die Probleme des 19. Jahrhunderts stiegen mit der zunehmenden Bevölkerungszahl. Der „Pauperismus“, die Verelendung breiter Schichten, entstand, da die Landwirtschaft, der Handel und die Handwerk die stark zunehmenden Bevölkerung nicht mehr genügend mit Nahrung versorgen konnten. Die neu entwickelte Industrie war dazu nicht in der Lage. Da die Preußische Bevölkerung jährlich um 1% stieg, die Arbeitsplätze jedoch nur um die Hälfte, gab es zu wenig Arbeitsplätze. Dadurch vermehrte sich die Arbeitslosigkeit und somit auch die schlechten Lebensbedingungen. Dies hatte zur Folge, dass ein großer Teil der Bevölkerung auswanderte, in der Hoffnung dort ihr Leben verbessern zu können.

1846/47 erreichte das Elend, durch einen Konjunktureinbruch(schlechte Geschäftslage) und Missernten seinen Höhepunkt.

1847 kam es in den Großstädten, wie Berlin, Stuttgart, Ulm und Wien zu Hungerrevolten, die jedoch militärisch niedergeschlagen wurden. Dies hatte zur Folge, dass noch im selben Jahr 16.000 Menschen an Hungerthyphus in Oberschlesien starben.

  • Diese Probleme wurde durch die Ausweitung der Industrie allmählich überwunden, jedoch kam es zu einem neuen Problem, „der sozialen Frage“, da es einen starken Gegensatz zwischen „Arbeit und Kapital“ gab. Dies bedeutete, dass die Arbeitszeiten zu hoch und die Löhne zu niedrig waren.

3. Probleme der sozialen Frage
In der Kapitalistische Gesellschaft bestimmte der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen und Arbeitsverhältnisse, da es ein Überangebot an Arbeitskräften gab. Dies bedeutete, dass die Arbeiter nicht gesetzlich gesichert waren und dadurch fristlos gekündigt werden konnten. Es gab noch keine Streik- und Tarifvertragsrechte für die Arbeiter. Wegen mangelnder Schutzmaßnahmen mussten die Angestellten niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und ungesunde und gefährliche Tätigkeiten in Kauf nehmen.

Zudem gab es keine Unfall-, Kranken-, Alters- und Arbeitslosenversicherungen. Es herrschte Wohnungsnot, die Familien wurden zerrüttet und die Kinder waren verwahrlost.

  • Dies waren die Folgen des Städtewachstums und führten zur Verschärfung des sozialen Problems. 


4. Staatliche Maßnahmen
Staatliche Stellen wollten zunächst nicht in die Wirtschaft eingreifen. Später veranlassten sie jedoch Maßnahmen zum Schutz von Kindern, da die Kultusverwaltung übermangelnden Schulbesuch und Verwahrlosung von „Fabrikkindern“ klagte. Zudem fürchtete die Armee nicht mehr genügend taugliche Rekruten einziehen zu können.

1839 wurde das Gesetz zur Einschränkung der Kinderarbeit in Fabriken und Bergwerken verabschiedet. Daraufhin durften Kinder erst ab neun Jahren regelmäßig arbeiten. Außerdem wurde die Arbeitszeit für Kinder unter 16 Jahren auf 10 Stunden begrenzt. Nachts-, Sonntags- und Feiertagsarbeit wurde untersagt.

5. Situation der Frauen
Der Schutz der Frauen wurde allerdings staatlich nicht gesichert. Sie bekamen weniger Lohn, als die niedrigst eingestufte Lohngruppe der Männer und hatten zudem eine Doppelbelastung. Sie mussten Familie und Arbeit unter einen „Hut“ bringen. 50 % der Frauen arbeiteten in der Textilindustrie.

-> Lösung

1878 wurde endlich ein wichtiger Schritt zum Schutz der Frauen gemacht. Sie durften während der ersten drei Wochen nach der Geburt ihres Kindes nicht arbeiten.
Dies war der Anfang zur Verbesserung der Situation der Frauen.

Die Lebenssituation der Frauen hing davon ab, welcher gesellschaftlichen Schicht sie angehörten. In den 80er Jahren arbeiteten 25 % der Frauen als Dienstmädchen. Sie stammten meist aus Bauern- oder Handwerkerfamilien. Diese bekamen einen geringen Lohn, hatten kaum Rechte und mussten fast unbegrenzt zur Verfügung stehen. Die Frauen aus den oberen Schichten beaufsichtigten das Dienstpersonal und repräsentierten das Haus. Die unverheirateten Frauen hatten die Möglichkeit als Erzieherin zu arbeiten. Töchter aus gutem Hause beschäftigten sich mit dem künstlerischen Handwerk.
Eine Selbstverwirklichung in beruflicher Tätigkeit war kaum möglich. Erst ende des 19. Jahrhunderts boten sich neue Perspektiven. Durch die Ausweitung der Industrialisierung entstanden zahlreiche Arbeitsplätze für die Frauen.

Die Frau wurde auf die selbe Höhe mit den Kindern gestellt. Dies bedeutet, dass sie unmündig waren und der Mann das Entscheidungsrecht über alles hatte.


5.1. Arbeitstag einer Frau ende des 19. Jahrhunderts

Uhrzeit
Tätigkeit
Stunden
22.30 - 5.00
schlafen
6,5
5.00 - 6.30
Arbeit im Haus
1,5
6.30 - 7.00
Weg
0,5
7.00 - 12.00
Arbeit im Betrieb
5
12.00 - 13.00
Pause
1
13.00 - 17.00
Arbeit im Betrieb
4
17.00 - 17.30
Weg
0,5
17.30 - 18.00
Einkaufen
0,5
18.00 - 18.30
Pause
0,5
18.30 - 22.00
Arbeit im Haus
3,5
22.00 - 22.30
Freizeit
0,5


6. Die Frauenbewegung

1848/49 starteten die Frauen eine Revolution gegen die Bevormundung und ihre politische Rechtlosigkeit. Sie wurden von Luise Otto Peters angeführt, welche sich für bessere Bildungs- und Berufschancen einsetzte. Die radikalere Frauenbewegung kämpfte zusätzlich für die Gleichstellung von Mann und Frau, sie wollten das Frauenwahlrecht erlangen. Die Frauen aus der Arbeiterschaft setzten sich für bessere Arbeitsbedingungen ein und arbeiteten mit der SPD zusammen.

-> Ergebnis

1891 übernimmt die SPD die Forderung nach politischer Gleichberechtigung.
1918 wird das aktive und passive Wahlrecht für Frauen eingeführt (aktives Wahlrecht = Stimmrecht; passives Wahlrecht = Wählbarkeit).

7. Die Unternehmer – Paternalismus
Die „Industriellen“ (Handwerker, Händler) waren harte Arbeit, Sparsamkeit und Risikobereitschaft gewohnt und forderten dies auch von ihren Arbeitern. Es gab auch Unternehmer, wie Alfred Krupps, die das Belangen ihrer Mitarbeiter im Auge hatten. Sie bauten Werkswohnungen, Krankenhäuser und gründeten Betriebskranken- und Pensionskassen. Dadurch banden sie ihre Arbeiter an sich, hatten einen festen, qualifizierten Arbeiterstamm und hielten die Arbeiter von sozialrevolutionären Aktivitäten ab.

-> Diesen Vorgang nennt man Paternalismus. 


8. Die christlich Sozialpolitik
Die Kirche stand der modernen Welt skeptisch und ablehnend gegenüber. Aber sie ging gegen soziale Missstände vor. 1833 errichtete Johann Hinrich Wichern von der evangelischen Sozialvorsorge das „Raue Haus“ in Hamburg zur Erziehung und Ausbildung verwahrloster Jungen. Der katholische Priester Adolf Kolping gründete 1846 Gesellenvereine, die zur religiösen Belehrung und beruflichen Weiterbildungen dienten. Bischof Emmanuel von Ketteler gründete karitative Einrichtungen und setzte sich für den staatlichen Arbeiterschutz und das Recht auf Gewerkschaftsbildung ein.


9. Karl Marx und Friedrich Engels Theorien
Der Philosoph Karl Marx (1818 – 1883) und Friedrich Engels (1820 – 1895) lernten sich 1842 in Köln kennen.

1848 veröffentlichten sie das „Manifest der Kommunistischen Partei“. Sie entwickelten das Bewegungsgesetzt allen Fortschritts, welches besagt, dass ein Zustand (These) notwendigerweise Widerstände (Antithese) hervorruft. Der Widerspruch führt zur Aufhebung von These und Antithese. Es entsteht ein neuer, höher entwickelter Zustand (Synthese). Zudem entwarfen sie ein Zwei-Klassen-System, der Bourgeoisie und dem Proletariat.
Zur Bourgeoisie gehörten Leute, die im Alleinbesitz der „Produktionsmittel“ (Boden, Maschinen und Werkzeuge) waren. Zum Proletariat gehörten der Arbeiter, der nichts außer seiner Arbeitskraft besitzt.

Karl Max bemängelte, dass der Arbeiter einem fremden Willen unterworfen war und dass das Produkt seiner Arbeit nicht ihm gehörte. Marx und Engels waren der Meinung, dass der Kapitalismus mit einer Revolution beseitig wird, die dann zur Diktatur des Proletariats führt. Eine weitere Revolution führt dann zur „Klassenlosen Gesellschaft“, dem Kommunismus.

Schluss
Vergleicht man die damalige Zeit mit der Heutigen, so stellt man fest, dass es durchaus Parallelen gibt. Es gibt zu wenig Arbeit und zu viele Arbeitslose. Die Löhne sinken und die Arbeitszeiten steigen. Es läuft also wieder auf eine Soziale Frage hinaus. Die damals schwer erkämpften Rechte werden heutzutage langsam wieder zum Nachteil der Arbeiter gelockert. Jedoch gibt es einen wichtigen und entscheidenden Unterschied. Es gibt Gewerkschaften, Kranken- und Rentenversicherungen. Warten wir ab, was die Zukunft zu bieten hat. 


Quellenangabe 
1. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2006
2. Klett, Geschichte und Geschehen, S.130-135
3. http://images.google.de/
4. http://www.fkoester.de/kursbuch/facharbeiten/marco_bergen1.jpg
5. http://www.fen-net.de/er/hedayati/strassen_und_namen/bilder/063m.jpg
6. http://dreifaltigkeit-altdorf.de/images/ekette_k.gif
7. http://www.marxistische-bibliothek.de/marxeng.jpg

häufige Suchphrasen:
friedrich engels soziale frage, die soziale frage im 19. jahrhundert, soziale frage, soziale frage des 19. jahrhunderts, soziale frage im 19. jahrhundert





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