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Titel / Referat: Korallenriffe - die größten von Lebewesen geschaffenen Strukturen der Erde

Schlagwörter: Korallen, Korallenriff, Steinkorallen, Weichkorallen, Feuerkorallen, Schwarze Hornkoralle, Saumriff, Barriereriff, Plattformriff, Atoll, Symbiose im Korallenriff, Seeanemonen und Clownfische Hausaufgabe, Referat

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Korallen / Korallenriffe


1. Entstehung:
Ein Riff ist eine maßgeblich von lebenden Organismen aufgebaute, meist bankförmige Struktur, die vom Meeresboden bis zur Wasseroberfläche reicht. Es kann die physikalischen und ökologischen Eigenheiten ihrer Umgebung beeinflussen. Die Konsistenz ist fest, um den Kräften im Wasser zu widerstehen und bildet somit einen gegliederten Raum für angepasste Bewohner.

Die "Riffbauer" sind die Korallen, die ein lockeres Grundgerüst bauen. Und andere Lebewesen sind für die Statik, Stabilität und Schutz von großer Bedeutung. Wie z.B. Steinkorallen, Schnecken, Algen, Würmer, ...

Korallen pflanzen sich asexuell( Knospung) als auch sexuell( Eizelle und Spermien) fort. Asexuelle Fortpflanzung dient der Ausdehnung eines Polypen und sexuelle Fortpflanzung dient der Verbreitung einzelner Arten. Ein Korallenpolyp misst weniger als 1cm Durchmesser. Korallenpolypen nehmen nicht nur durch die einzige Öffnung( Mund- und Afteröffnung zugleich) ihre Nahrung zu sich, sondern auch über die Körperoberfläche.
Korallenstöcke mit reichlich Kalkbildung bilden kugelige, massive Kolonien und Korallenstöcke mit wenig Kalkbildung bilden dagegen flache, konsolenartige Skelette. Korallenriffe sind ein dynamisches System, welches ständig Veränderung unterworfen ist.


2. Lebensraum: 
Riffbildende Korallen leben 40- 50m unter dem Wasserspiegel. Einzeln lebende Stöcke von Steinkorallen leben auch noch in Tiefen von 5800m, bei einer Temperatur von 1°C. Riffe findet man ausschließlich in warmen Gewässern, dessen Temp. durchschnittlich 23°C beträgt und die die 20°C- Grenze nicht unterschreiten sollte, dass wären dann IDEALE Verhältnisse.


3. Korallenarten:
Uns sind etwa 2500 Korallenarten in den Farben weiß, rosa, rot, orange, gelb, blau, lavendel und schwarz bekannt. Korallen kommen in allen nur denkbaren Formen und Größen vor. Korallen kann man in drei große Stämme unterteilen:

  • Steinkorallen,
  • Weichkorallen und
  • Feuerkorallen

Steinkorallen:

  • (lat. Scleractinia) leisten den größten Beitrag zum Aufbau des Riffes
  • werden als hermatypische (aufbauende) Korallen bezeichnet

Weichkorallen:

  • sehr vielgestaltige Gruppe
  • jeder Polyp besitzt acht Tentakeln („Acht-Tentakel-Regel“)
  • winzige Seitenäste an den Tentakeln vorhanden die als „Nadeln“ bezeichnet werden
  • weiteres Merkmal ist das Vorhandensein winziger, stacheliger oder sandkornähnlicher Skelettelemete (Sklerite)

Feuerkorallen:

  • sehen den Steinkorallen ähnlich, sind aber nur entfernt verwandt
  • bilden filigrane Skelette aus Calciumcarbonat mit zwei verschiedenen Polypenarten:
    • Dactylozooide als Verteidigungspolypen mit kräftiger Nesselfähigkeit
    • Gastrozooide die Nahrung einfangen und verdauen


3.1. Schwarze Hornkoralle
Sie besteht vollständig aus Hornsubstanz (Conchym) und unterscheidet sich damit im chemischen Aufbau von allen anderen Korallen. Die Schw. H. kann bis zu 5 Meter groß werden und kommt vorwiegend im Vorriff vor. Man trifft sie heute nur noch im Roten Meer. Im Malaiischen Archipel und an der Westindischen Küste.


3.2. Edelkorallen
Edelkorallen (lat. Corallium Rubrum bzw. Corallium Nobile) werden in der Gesellschaft häufig zu Schmuckherstellung verwendet. Zu ihnen gehören: Moro, Momo, Sardegna, Sazuma, Magai, Engelshaut, Scaccia und Scotch. Sie kommen vorwiegend in Japan, im chin. Meer, im Pazifik und im Mittelmeer vor. Korallen sind meist brüchig, porös und haben kleine Löcher was sie unansehnlich macht. Sie werden daher mit farbigem Kunstharz imprägniert.


4. Rifftypen

Rifftypen

  • Man unterscheidet grob vier verschiedene Rifftypen
  • Da jedes Riff individuell verschieden ist und keines dem anderen gleicht, kann man die Typen nur grob ableiten.
  • Saumriffe und Barriereriffe sind Rifformen, die mehr oder weniger an einer Küste angelagert sind. Sie können sich nur in eine Richtung (seewärts) ausbreiten.
  • Plattformriffe und Atolle hingegen sind Rifftypen des freien Meeres und können sich in jede Richtung ausdehnen
  • Im Folgenden werden die einzelnen Rifftypen vorgestellt:
    • Saumriff
      • Ist das weit verbreiteste Riff
      • Säumt die Küste oder ist ihr unmittelbar angelehnt
      • Diese Riffe können bis zu 100 m breit werden, bleiben jedoch meist darunter.
      • Längsstreckung dieser Saumriffe kann mehrere Kilometer betragen.
      • Das Riffwachstum beginnt mit einem schmalen Riffsaum an der Niedrigwassergrenze und wächst seewärts. Dabei bleibt die Oberfläche des Riffes gleichmäßig unter der Wasserlinie.
      • Am seewärtigen Riffuß bildet sich eine Schutthalde aus abgebröckelten Korallenstücken, die für das Vorwachsen der hermatypischen Korallen dient.
      • Der ältere Teil des Riffes, landwärts, wird durch Erosion eingetieft, es entstehen Stillwasserbereiche (Lagunen) in denen das Korallenwachstum eingeschränkt ist. Lagunensaumriff
      • Solche Saumriffe können sich auch dann entwickeln, wenn das Riff, besonders an einer sandigen Küste nicht direkt am Ufer entstanden ist, sondern einige Meter davon entfernt.
      • Vorkommen: Rotes Meer und Westindische Inseln
    • Barriereriff
      • Ähnelt häufig einem wie oben beschriebenen fortgeschrittenen Lagunensaumriff
      • Doch erreichen diese in der Größenordnung ganz andere Dimensionen. Die Lagune dieses Rifftyps kann 30 - 70 m tief werden und mehrere Kilometer breit sein.
      • Ein Barriereriff, welches weit von der Küste entfernt liegt, ist nicht Rest eines Riffes, welches sich langsam vorwärts schob, sonder hat sich von Anfang an dort befunden.
      • Diese Riffbarriere wird durch Senkung des Untergrundes bzw. Hebung des Meeresspiegels verursacht >somit erst Entstehung einer Riffbarriere und einer solch großen Lagune.
      • Die Zahl der Barriereriffe ist aufgrund der eben genannten geologischen Prozesse und der langen Zeiträume welche die Entstehung dieser Rifftypen einnimmt, deutlich niedriger als die der Saumriffe.
      • Ein lehrbuchhaftes Barriereriff befindet sich vor der australischen Ostküste im Bereich des großen Barriereriffes >gleichzeitig größtes Riff der Erde.
      • Weiteres Vorkommen: Neukaledonien und Neuguinea.
      • Barriereriffe können auch isolierte Inseln umgeben. Dann stellen sie wichtige Zwischenstadien zur Atollentstehung dar.
    • Plattformriff
      • Diese Riffe können auf landfernen unterseeischen Rücken, (z.B. Vulkankegeln) oder auf Kontinentalschelfen, somit auch in weiteren Bereichen von Landmassen entstehen.
      • Sie entstehen dort, wo der Meeresgrund so weit zum Wasserspiegel reicht, dass gute Bedingungen für ein Korallenwachstum herrschen, z.B. genügender Lichteinfall.
      • Riffwachstum kann sich nach allen Seiten ausdehnen.
      • Gleichzeitig kann der ältere zentrale Teil des Riffes durch Erosion eingetieft werden, was zur Lagunenbildung führt. Man erhält eine kreis- oder ellipsenförmige Riffstruktur (Pseudoatoll).
      • Je nach Wind- und Strömungsverhalten können auch U-förmige Plattformriffe bilden.
      • Zwergform der Plattformriffe sind die Fleckenriffe. Sie können innerhalb eines Atollringes oder in Strandnähe einer Lagune entstehen, Durchmesser ca. 10 m 
      • Diese Fleckenriffe können in Reihen angeordnet sein, z.B. wenn sie auf einem untergegangenen Barriereriff fußen. Es entstehen barriereartige Ketten.
      • Vorkommen: indischer Ozean, Lakkadiven.
    • Atoll
      • Atolle entwickeln sich auf gebirgigen Inseln, welche durch tektonische Prozesse versunken sind.
      • Auf der Oberfläche dieses Kegels finden Korallen gute Lebensbedingungen für ein Wachstum > Riffbildung beginnt.
      • Riffsaum wächst weiter aufwärts bis zur Wasseroberfläche und seewärts (nach allen Seiten)
      • Der zentrale ältere Teil des Riffes (Kegel) entwickelt sich später zum Stillwasserbereich (Lagune)
      • Somit erhält man ein ringförmiges, lang gestrecktes oder ovales Riff, welches eine Lagune umschließt.
      • Lagunen können 30-80 m tief werden.
      • Lagunen des Atolls besitzen meistens wenigstens eine Passage zum offenen Meer, wo durch Brandung angeschwemmtes Wasser wieder ablaufen kann.
      • Auf dem Atollring können durch Korallenschutt und Sand, Inseln mit terrestrischer Vegetation aufgeschüttet werden.
      • Der Riffaußenhang kann hunderte bis tausende Meter tief abfallen.
      • Der Atollring auf der windzugewandten Seite, meist Ostseite, ist meist breiter als der Atollring auf der windabgewandten (Lee) Seite, da auf der windzugewandten (Luv) Seite den Korallen mehr Plankton zugespült werden kann > bessere Nahrungsvoraussetzungen.
      • Die Größenausdehnung von Atollen kann recht unterschiedlich sein.
      • Flächenmäßig größtes Atoll ist Suvadiva am Südende der Malediven, mit einer Lagune von 2240 qkm Fläche und 70 Km Durchmesser.
      • Im atlantischen Ozean sind Atolle eher selten.


5. Symbiose im Korallenriff

Definition Symbiose:

  • zeitweiliges oder dauerndes Zusammenleben zweier verschiedener Lebewesen zum beiderseitigen Nutzen


5.1 Seeanemonen und Clownfische
Der Clownfisch lagert ein Sekret in seine äußere Schleimschicht ein und wird so von der Anemone nicht als Feind erkannt. So findet er Schutz zwischen ihren Nesseln. Die Anemone hingegen nimmt den Fischkot auf und ernährt sich somit.


5. 2 Grundeln und Pistolenkrebs
Die Grundel warnt durch ihr Verhalten den Krebs vor Gefahr. Der Pistolenkrebs dagegen hält die gemeinsame Wohnröhre intakt.


5. 3 Putzergarnele und Muräne
Die Muräne zeigt durch ihr Verhalten die Bereitschaft zur „Säuberung“. Die Putzergarnele schwimmt zu der Muräne und frisst die lästigen kleinen Parasiten die sich z. B. zwischen den Zähnen befinden und ernährt sich somit.


6. Einfluss des Menschen

  • Tauchtourismus
  • Sammelleidenschaften einiger Besucher
  • Dynamit ersetzt Fischernetze und erhöht kurzzeitig die Fangquote

Schätzungen haben ergeben, dass es - unter Beibehaltung der aktuellen Zerstörung - im Jahr 2020 keine Korallenriffe mehr gibt.


Quellen:

  • www.Indira.de/riff
  • www.juwelen-urban.at/wissen
  • www.kabel1.de
  • www.netzeitung.de
  • www.korallen.de
  • Bertelsmann Jugendlexikon in Farbe
  • „Korallen – Ein Bestimmungsbuch“ von Julian Sprung
  • Enzyklopädische Bibliothek Band: „Die Welt der Tiere“
  • Brockhaus Biologie Band 1
  • B1 Universal Lexikon Band 3
  • Video: „Lebensraum Korallenriff“
  • Video: „Barrier Reef“
  • Video: „Spiegel TV spezial – Korallenriff“

 

häufige Suchphrasen:
symbiose korallenriff, referat korallenriffe, symbiose im korallenriff, rifftypen, korallenriff lebewesen





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