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Titel / Referat: Straßenkinder - Universalbegriff für sehr verschiedene Phänomene in Industrie- und Entwicklungsländern

Schlagwörter: Straßenkind, Industrieländer, Cola, Drogen, Lösungsmittel Hausaufgabe, Referat

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Straßenkinder


Was sind Straßenkinder?
Straßenkinder sind Kinder, nichts anderes! Weder sind es Engel, noch sind es Verbrecher, Abschaum, Untermenschen. Sie sind Kinder mit ihrem ganz natürlichen Bedürfnis nach Zärtlichkeit, nach Liebe und Geborgenheit. In vielen Ländern sind sie nicht zu übersehen: Kinder, die Schuhe putzen, Süßigkeiten und Zeitungen verkaufen, Abfall sammeln, Autos waschen, Diebstähle begehen, Leim schnüffeln und sich prostituieren. Sie gehen kaum oder nie zur Schule, leben auf und von der Strasse; sie sind "Straßenkinder", der Teil der Gesellschaft, der am meisten leidet. Sie sind die Schwächsten, die um ihr nacktes Überleben hart kämpfen müssen. Sie haben nie die Chance gehabt, Kinder zu sein. Immer wieder gibt es Berichte, dass Straßenkinder von Erwachsenen verfolgt, oft sogar ermordet werden. Engagierte Menschen aus der Sozialarbeit bei uns weisen aber auch darauf hin, dass auch bei uns in vielen Städten Kinder auf der Strasse leben. Weltweit wächst die Aufmerksamkeit für das Schicksal von Straßenkindern.


Wie Leben die Straßenkinder?
Straßenkinder durchlaufen mehrere Lebensabschnitte gleichzeitig. Einerseits sind sie noch Kinder, für deren Entwicklung ein besonderes Maß an Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit wichtig ist, andererseits sind sie Heranwachsende, die rebellieren und provozieren wollen, sich mit Gleichaltrigen messen und ihre Identität entwickeln. Aber sie leben auch wie Erwachsene: auf sich selbst gestellt, verantwortlich für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Viele Straßenkinder leben wie Tiere: Sie schlafen auf Kartons in Hauseingängen, ernähren sich von Abfall und streunen den ganzen Tag durch die Städte. Von der Polizei und der Bevölkerung werden sie verjagt, geächtet und ermordet. Sie sind oft sehr jung (4 - 17 Jahre alt) und bekämpfen sich aufgrund mangelnder sozialer Erkenntnis und Erziehung auch untereinander. Viele Mädchen werden früh schwanger durch mangelnde Aufklärung oder Vergewaltigung. Die Kinder leben meist in Gruppen zusammen. So haben sie noch ein minimales soziales Netz. Sie helfen einander auch, wenn eines misshandelt wurde. Meist teilen sie das verdiente Geld und was sie sonst noch herbeigeschafft haben an Nahrungsmitteln und Kleidern. Straßenkinder haben wenige Chancen älter als 20 Jahre zu werden. Mit 12 sind sie bereits junge Erwachsene, die nur negative Erlebnisse kennen. Verletzungen und Krankheiten führen zu Krüppeltum oder Tod, da ihnen medizinische Versorgung meistens verwehrt bleibt. Gegen Mitternacht verschwinden die Straßenkinder unter Brückenpfeilern, in die Lüftungsschächte der Metro oder in Hauseingänge, kurz gesagt, in jeden Winkel, der ein bisschen Schutz und Wärme hergibt. Und schon bald beginnt ein neuer Kampf ums Überleben.


Was arbeiten die Straßenkinder?
Um zu überleben, "arbeiten" die Kinder auf der Strasse. Es gibt solche, die als Müllwerker schuften. Müll sammeln und abgeben - Tag für Tag. Und das obwohl die Kinderarbeit (zum Beispiel in Brasilien) verboten ist. Größere prostituieren sich und lassen jede noch so demütigende Handlung zu, nur um zu überleben. Die Kleinsten klauben sich nach Marktschluss matschige Melonen, Ananasreste und sogar Fischköpfe aus den Abfällen heraus. Andere wiederum halten sich mit Diebstählen über Wasser: Uhren, Schmuck oder Textilien - die Palette ist groß. Das Diebesgut wird verkauft, aber das wenige Geld, das es davon gibt, reicht kaum zum Leben.
Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, womit die Kinder versuchen, Geld zu verdienen, sich satt zu kriegen und ein wenig Glück zu erhaschen. Arbeiten muss jedes Kind in einer Bande. Denn wer dies nicht tut, wird nicht am Gewinn beteiligt und bei längerer Faulheit aus der Gruppe ausgeschlossen. Es sei denn, eine schwere Verletzung zwinge das Kind zur Ruhe, dann gewährt man Gnade. Harte Regeln im Straßendschungel von Brasiliens Großstädten.


"Cola", die Droge der Armen!
Wenn der Hunger zu groß wird und alles ausweglos erscheint, ist "Cola", Schusterleim, der einzige Ausweg, den die Straßenkinder kennen. Er betäubt die Sinne und lässt alles "rosa und himmelblau" erscheinen. Doch die momentane Erleichterung wirkt sich fatal aus. Nach kurzer Zeit greift diese Droge die Lungen an. Innerhalb weniger Jahre verblöden die Süchtigen. Doch "Cola" gehört wie die Gewalt zum Leben der Straßenkinder. Leim mit Lösungsmitteln wird heute noch produziert. Die Industrie sieht sich nicht in der Lage, schnell umzustellen. Die Verhandlungen mit den Giganten der Leimindustrie (z.B.: Fuller) gehen weiter.


Jetzt stellt sich aber ein anderes Problem:
Die Kinder schnüffeln die Lösungsmitteldämpfe, die ihnen das Hirn zerfressen nicht aus Blödsinn, sondern weil sie ihre grässliche Situation mindestens zeitweise vergessen wollen. Wenn Leime keine Lösungsmittel mehr enthalten, weichen die Kinder auf anderes um: Benzindämpfe, etc.! Hilfe gegen den Ge(miss)brauch von Betäubungsmittel bietet nur eine Veränderung der Lebenssituation für die Betroffenen. Und dazu sind wir alle nicht bereit! 

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