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Titel / Referat: Massenkultur und Massengesellschaft - Theorien und Probleme

Schlagwörter: Amerikanische Soziologe David Riesmann, Verbreitung des Automobils in Wirtschaft und Gesellschaft, Funktion des Sports zwischen Arbeit und Freizeit, politische Wahlen Hausaufgabe, Referat

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Massenkultur und Massengesellschaft

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts kamen viele neue unbekannte Erfindungen und Neuerungen auf die Menschheit zu. Die Städte galten als zentraler Schauplatz der Entwicklung. Die Menschen als Einzelne verschwanden in der Masse. Die Angelegenheiten die noch vor der Jahrhundertwende Aufgabe weniger Menschen waren, wie zum Beispiel Politik zu machen, zu reisen und zu kommunizieren wurden jetzt zunehmend die Angelegenheit der Masse. Es wurden zum Beispiel die Parteien auf Grunde ihrer Millionen Mitglieder zum tragenden Faktor der Politik, Tausende von Menschen begannen zu reisen, und große Menschenmengen versammelten sich zu Feiern, Sport und vergnügen.

Später trugen der Rundfunk und das Fernsehen zur allgemeinen Information und Nachrichtenvermittlung bei. All diese Einzelfaktoren ergaben gemeinsam die sogenannte Massenkultur. Als solche bezeichnet man die Gesellschaft aller hochindustrialisierten Länder in den 1880er Jahren. Sie bezieht alle Volksschichten mit in das Geschehen ein, selbst die Untersten. Die Massenkultur schwebt nur in der Gefahr sich einem großen Führer zu unterwerfen, und somit ihre freien Entscheidungen an eine Person die sie leitet abzugeben.


1. Erläutern Sie, inwieweit die Verbreitung des Automobils Wirtschaft und Gesellschaft bis heute verändert hat.

Eine der größten und bedeutendsten Neuerungen des neuen Jahrhunderts was die Mobilität. Die Menschen konnten immer schneller und zu immer niedrigeren Preisen Güter in Bewegung setzten. Somit wuchs das Ausmaß an Mobilität. Sie zählt als konsequentestes "Mitbringsel" der Moderne.

Die Menschen bauten Eisenbahnen, Schiffe und Luftschiffe die den Verkehr maßgebend revolutionierten. Die bereits seit 1880 bestehenden Bahnlinien wurden noch bedeutend verbessert und ausgebaut, so dass es bereits ab 1914 möglich war mit Interkontinentallinien von Ozean zu Ozean zu reisen. Es gab bereits 1914 in den führenden Ländern Russland und Deutschland über 60000 Kilometer lange Eisenbahnnetze, die sich während den Jahren 1874 - 1914 jeweils um circa 40000 Kilometer verlängert hatten. Ein bedeutender Faktor für die Wirtschaft war die Schnelligkeit der Post, da sich die Dauer z.B. von 67 Stunden auf 10 Stunden im Vergleich zur Postkutsche reduzierte.

Eine weiter bedeutende Neuerung waren die riesigen Dampfschiffe die den Menschen das reisen möglich machten. Diese Giganten boten für die obere Klasse einen ungeheuren Luxus und große Klasse. Selbst für die niedrigeren Schichten erfüllte sich in den "Riesen der Ozeane" ein ewiger Wunsch. Da bereits seit den 1880er Jahren fast ein jeder davon träumte den American Dream zu verwirklichen, öffneten sich somit weite Pforten für die Bevölkerung. Sie hatte endlich die Chance nach Amerika zu reisen, in das Land des ewigen Glücks und der unbegrenzten Möglichkeiten. Ebenfalls ermöglichten die Dampfschiffe einen schnelleren Warentransport
( Im- und Export ) von Amerika nach Europa und den Rest der Welt. Mit Hilfe des Schnelleren Transports war auch eine schnellere Produktion der Güter möglich. Ab der Mitte des Jahrhunderts gab es eine weitere Revolution im Transportwesen, bereits die zweie in kürzester Zeit. Ferdinand Graf von Zeppelin (1838-1917), der in Konstanz geboren wurde begeisterte sich für den Ballonflug und befasste sich mit dem Entwurf und der Konstruktion von Luftschiffen. Sein erstes lenkbares Luftschiff war 1900 fertig. Trotz vieler Rückschläge setzte Zeppelin seine Arbeit fort. 1910 ermöglichte er mit einem seiner Luftschiffe den ersten kommerziellen Luftdienst für Passagiere. Nach dem Krieg wurden sie weitgehend für kommerzielle Flüge eingesetzt. Allerdings kam es infolge von Sicherheitsproblemen zu Unfällen - beispielsweise stürzte die Hindenburg 1937 ab -, so dass die Herstellung und der Betrieb von "Zeppelinen" bald eingestellt wurden.

Innerhalb der nächsten Jahrzehnte entwickelte sich die Luftfahrt so bedeutend mit Wilbur ( 1867-1912) und Orville Wright (1871-1941) den zwei amerikanischen Brüdern, die die frühe Entwicklung der Luftfahrt vorantrieben.
Die Wrights erfanden und flogen das erste brauchbare Flugzeug. 1900 testeten die Gebrüder Wright ihr erstes eigenes Segelflugzeug. 1902 absolvierten sie fast 1 000 Flüge in einem neuartigen Segelflugzeug. Danach bauten die Wrights ein 337 Kilogramm schweres Flugzeug mit einem Motor, der zwölf PS leistete. Mit diesem führten sie 1903 ihre ersten Motorflüge durch. Obgleich sie von der Öffentlichkeit nicht beachtet wurden, arbeiteten sie weiterhin an der Entwicklung von Flugzeugen und Motoren. Die Menschen kamen dank dieser Entwicklungen gar nicht mehr aus dem Fliegen und Reisen heraus und wollten mehr und mehr der Welt entdecken und erforschen. Das Flugzeug bot also wieder bessere Chancen des Im- und Exports und war ebenfalls ausschlaggebend für die Wirtschaft, da man nun mit Produkten arbeiten konnte, die zuvor nahezu unerreichbar weit entfernt oder gar unbekannt waren. Bereits 1870 entwickelte der deutsche Ingenieur Gottlieb Wilhelm Daimler erstmals einen Motor, den sogenannten Ottomotor. Schon 1882 widmete er sich der Konstruktion leichter Benzin- und Ölmotoren. Seine Automobile waren Anfangs nur für die wohlhabenden Schichten erschwinglich, das sie sündhaft teuer waren. Gleich zu Beginn gehörte das Automobil neben den Rennpferden zu den beliebtesten Spielzeugen der Oberschicht. Allerdings musste an den Preisen dieser Fahrzeuge noch einiges verbessert und verändert werden, Da es sich nicht lohnte nur Autos für die Oberschicht zu produzieren.

Für diesen Fortschritt sorgte Henry Ford (1863-1947), der den ersten Volkswagen erbaute ( Modell T, Tin Lizzy ) mit Hilfe seiner Chassisproduktion konnte er den Preis herabsetzen und es auch für die Massen erschwinglich machen. Die automobile wirkten sich in den 20er Jahren stark auf die Wirtschaft aus. Die Massenproduktion der PKW boomte. Dazu entstanden später LKW, Motorräder, Omnibusse, Straßenbahnen usw. Auf Grund dieser Entwicklung erfand man Verkehrsregeln um das Auskommen der Automobile und der Fußgänger zu ermöglichen. Diese waren ein herausragendes Merkmal der "organisierten Moderne" und bestimmten das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Weiterhin baute man die Straßennetze aus, so dass auch kleine Dörfer am " mobilen Jahrhundert" teilhaben konnten.

Bis heute hat sich das Auto zu den wichtigsten Transportmitteln entwickelt. Es hat die Gesellschaft sogar so stark verändert, das der Mensch fast schon davon abhängig ist. Aber nicht nur das Auto, sondern auch andere Verkehrsmittel wie Flugzeug, Bahn und Schiff sind heute von großer Bedeutung. Die Reiseveranstalter und Flughäfen machen jährlich mehrere Billionen Gewinn, da es die Menschen in die Ferne zieht, weil sie es zu Hause nicht mehr aushalten ( wollen ). Es gibt sogar Familien, die sich das ganze Jahr über nichts leisten, nur um in den Ferien zwei Wochen in den Urlaub fahren zu können. Die Menschen erledigen fast alles mit dem Auto, und kaum noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Der Automarkt läuft auf Hochtouren und es wird mehr und mehr produziert. Allerdings muss man dabei auch die wachsende Umweltbelastung berücksichtigen, die mittlerweile so drastische Ausmaße angenommen hat, dass im Sommer bei warmen Temperaturen Fahrverbote erteilt werden. Man muss sich natürlich nun überlegen, ob sich das Auto positiv oder auf längere Zeit gesehen negativ auf die Gesellschaft ausgewirkt hat.


2. Der Amerikanische Soziologe David Riesmann sprach 1950 vom modernen Menschen als dem "außen-geleiteten" Menschen, der durch Anpassung an die Normen der Organisation und Massenmedien zu überleben suchte, dabei seine eigene Freiheit jedoch aufgebe. Inwieweit geben Sie Riesmann für die Entwicklung der Moderne seit 1880 Recht?

Ich stimme der Aussage Riesmanns zu. In der damaligen Gesellschaft entwickelte sich jeder Mensch wie bereits gesagt zu einem Massenmenschen, der nicht das tat was er wollte, sondern der sich in allem nach der Menge richtete und sich somit von den anderen leiten lies. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Politik, hier spielten bald die Gewerkschaften und Verbände die wichtigste Rolle, da die Menschen sich nicht trauten ihre eigene Meinung zu vertreten, da sie so keine Chance hatten, sondern sich einer Gruppe gleichgesinnter anschlossen, um in der Masse ihre Interessen zu vertreten. Die Gewerkschaften nahmen alles in ihre Hände und der einzelne musste sich ihnen anpassen, oder er war verloren. Somit gaben die Menschen unbewusst immer mehr und mehr ihrer Freiheit in die Hände anderer. Das Individuum hatte in den Gewerkschaften nicht mehr die Möglichkeit seine eigene Meinung preis zu geben und zu vertreten, dort wurde alles in einen Topf geworfen und niemand kümmerte sich um die Forderungen jedes einzelnen. 

Ein weiterer starker Faktor der die Menschen zu Massenmenschen machte war die Kommunikation, in der Werbung wurde Werbung für alles mögliche ( Parteien, Presse, etc.) gemacht um die Menschen zu beeinflussen, was den Agenturen sehr gut gelang, da sich jeder sehr stark davon beeinflussen lies. Die meisten schlossen sich auch in ihren Privaten Angelegenheiten wie beispielsweise Haushalt, Einkauf etc. der Masse an, sie kauften was alle kauften, sie hatten die Gegenstände die alle hatten, dies führte letztendlich zur Massengesellschaft die ja immer und überall im Mittelpunkt des Geschehens stand. Auf Grund all dieser Punkte entwickelte sich die damalige Gesellschaft zu einer Gesellschaft die für jede Angelegenheit einen Führer benötigte, da niemand mehr in der Lage war etwas selbst in die Hand zu nehmen. Sie gaben also ihre Freiheit und ihre Selbstkontrolle an eine Person also einen Führer ab.

Heute hat sich die Gesellschaft zum größten Teil wieder zurück entwickelt, da das Verhalten jedes einzelnen immer mehr wieder zurück in die Richtung des Individuums geht, da jeder mehr auf seinen eigenen Füßen stehen möchte und sein Leben selbst in die Hand nehmen will, ebenfalls möchte jeder in der Gesellschaft akzeptiert werden, und möchte mit den anderen konkurrenzfähig bleiben. Ein sehr gutes Beispiel für das eigenständige Handeln jedes einzelnen ist, dass die früher so wichtigen Gewerkschaften von Jahr zu Jahr immer überflüssiger werden, und mehr und mehr an Mitgliedern verlieren. Die Menschen entwickeln langsam wieder ihren eigenen Charakter um sich in der Welt zu behaupten. Heute wird jemand der sein Fähnchen immer nach dem Wind hängt nicht mehr bewundert wie damals, nein er wird schief angeschaut, weil er nicht zu seiner Meinung steht. Heute werden schon die Kleinkinder von der Wiege ab schon zu Individuen erzogen, damit sie sich später im wirklichen Leben durchsetzen und ihre Ziele verwirklichen können.


3. Erläutern Sie die Funktion des Sports zwischen Arbeit und Freizeit. Diskutieren Sie über den Vorwurf, dass der Sport durch seien Disziplinanforderungen ( Training, Regeln ) den Menschen für die industrielle Arbeitswelt "zurichte"

Der Begriff des Sports war zu Beginn nur in England bekannt und wurde auch anfangs nur dort ausgeübt. Er griff aber später dann auch auf Deutschland über, und begann zwischen den Jahren 1880 - 1914 richtig aufzublühen. Da die Menschen eine gewisse freie Zeit zwischen ihrer Arbeit hatten, bot es sich an in dieser Zeit etwas Sport zu betreiben. Diese Zeit allein genügte allerdings nicht um den Sport zu einer Massenveranstaltung werden zu lassen, dazu benötigte die Menschen Geld, was allerdings zu dieser Zeit kein Problem mehr war, da sie Bürger seit den 80er Jahren etwas mehr einkommen hatten, und davon noch ein wenig für Gestaltung der freien zeit übrig war, weiterhin waren sie sozialversichert, und gegen existentielle Bedrohung durch Unfälle mit Erwerbsunfähigkeit geschützt. Dieser Punkt spielte zur damaligen Zeit seine sehr große rolle, da die Menschen so mit dem Sport kein großes Risiko eingehen mussten, und sich so problemlos darauf einlassen konnte. Aus diesem Grund konnten also nicht nur die wohlhabenden Schichten sondern auch große Teile des Bürgertums und der Arbeiter diesen Aktivitäten nachgehen.

Bei der Arbeit merkten die Arbeiter wie wichtig die Leistung für einen guten Verdienst war und begannen beim Sport die Zeit zu messen, zu vergleichen und spornten sich so gegenseitig an, aus diesem Ansporn wurde nach und nach der Wettkampf.

Um den Reiz am Sport nicht zu verlieren, hatte die Sportausübung vier Kriterien:

  1. Leistung,
  2. Quantifikation, das heißt man suchte sich Sportarten aus, bei welchen man die Zeit, Punkte, Meter und die Geschwindigkeit messen konnte,
  3. Leistungsstaffelung ( Liga ),
  4. Die Organisation durch Vereine und Verbände und durch Regeln und Kontrollen.

Der Sport zog natürlich nicht nur die Faszination der Aktiven an, sondern auch die der Massen. Es wurde also Stadien erbaut, um den Menschen das Zuschauen zu ermöglichen. 1880 wurden Fahrräder gebaut, es waren wesentlich mehr als in den Jahren zuvor, auf Grund der billigen Produktion war es möglich die Fahrräder sehr billig zu verkaufen, so dass sich ein jeder ein Fahrrad leisten konnte. Mit dieser Entwicklung entdeckte man auch eine neue Sportart, das Rennradfahren. Ab dieser Zeit strömten die Menschen nur noch zu Radrennen. Neben dem Radrennen war auch Fußball zu einem Massensport geworden, oder besser zu einem Massenzuschauersport. Diese Sportart kam ebenfalls aus Großbritannien, wo es allerdings nicht zur allgemeinen Belustigung gespielt wurde, sonder nur für die Elite bestimmt war, da es nur auf Privatschulen gespielt wurde. Bereits 1884 wurde in Dresden der erste Football Club gegründet. Man benötigte für diesen Sport fast nichts, die Arbeiter benutzten ein Lumpenbündel als Ball, und Schuhe brauchte man nicht, deshalb wurde Fußball in Deutschland in kürzester Zeit zum Massensport. Die an die Arbeiter gestellten Arbeitsanforderungen lagen in Kraft, Robustheit und in der Gewandtheit. Da diese Anforderungen auch im Sport gestellt wurden, machte es den Menschen nichts aus sich anzustrengen, das wirkte sich später auch auf die industrielle Produktion aus. Bereits nach kurzer Zeit schlossen sich die besten Fußballer im Ruhrgebiet und natürlich auch im Ausland zu Fußballvereinen zusammen, die noch heute mehr oder weniger erfolgreich bestehen, wie beispielsweise Schalke 04, Borussia Dortmund, Juventus Turin, AC Mailand etc. Da dies natürlich blitzschnell die bekanntesten Mannschaften wurden, schafften sie es zwischen 5000 und 15000 Zuschauer in die Stadien zu bekommen. Dank des Sports lernten die Menschen immense Leistungen zu erbringen, dies wirkte sich wie gesagt sehr stark auf ihre Arbeit aus, es ging bald nach dem Prinzip wer besser war, bekam auch mehr Geld, daraus folgte natürlich der Konkurrenzkampf, da jeder besser sein wollte als der andere. Dies wiederum hatte zur Folge, dass die Produktion schneller voran ging und die Arbeit präziser wurde. Daraus wiederum folgte, dass die Wirtschaft vorangetrieben wurde. Aus diesen verschiedenen Punkten entwickelte sich bald ein Kreislauf der sich mehr und mehr hoch putschte. Es zeigte sich auch später im Sport die zwischenstaatliche Rivalität. Als 1896 die Olympischen Spiele wieder ins Leben gerufen wurden, zeigten sich deutlich die nationalen Spannungen, obwohl die Spiele den Frieden zwischen den Völkern verdeutlichen sollten.

Ich persönlich bin der Meinung, dass man in diesem Fall nicht von zurichten der Menschen sprechen kann, da sie in keinem Fall unter ihrer eigenen Leistung litten, im Gegenteil, sie taten es aus Spaß und um sich gegenseitig anzuspornen. Es ist also eher positiv für sie, da sie etwas für sich und ihre Gesundheit taten, und daraus resultierend auch die Wirtschaft profitierte.


4. Heute wird die Forderung diskutiert Jugendliche ab 16 Jahren an politischen Wahlen zu beteiligen. Inwiefern hat die Herausbildung der Jugendbewegung Grundlagen gelegt, die zu dieser Forderung geführt haben.

Im vorigen Jahrhundert spielte die Jugend keine besondere Rolle, sie wurde nicht einmal als ein Lebensabschnitt angesehen. Erst die Jahrhundertwende prägte den Begriff der Jugend sehr stark. Als die Phase der Jugend wurde nun der Abschnitt zwischen Kindheit und dem Erwachsenen-Dasein bezeichnet, man brachte sie mit der Pubertät, der problematischen Reifephase und auch der Bildung in Verbindung. Die Jugendlichen bekamen wurden zum Leitbild der Gesellschaft, sie hatten ihr eigenes Selbstbewusstsein, suchten nach Selbstbestimmung und verstanden sich selbst als die Erneuerer der Gesellschaft. Sie hatten großen Einfluss auf die damalige Gesellschaft, da sie einen großen Anteil der Bürger ausmachten, sie hatten in den Städten und in ihrer Umwelt ausreichende Freiräume um sich zu entfalten, und um eigene Erfahrungen zu machen. Die Jugendlichen wurden selbstbewusster in ihren Berufen, und in ihrer Bildung, daraus entstanden erste Formen einer jugendlichen Sub- und Protestkultur, die sich zwischen jungen und Alten abspielte. Mit dem Willen das Leben selbst zu gestalten, vermischte sich ein neues Gefühl der Freiheit mit der Rebellion gegen die Erwachsenen. Dieses Gefühl wurde zum Leitsatz der Jugendbewegung, die sich geistig, kulturell und pädagogisch auf die Jugend auswirkte.

Sie hatte zum Ziel eine glücklichere und schönere Bildung der Menschlichkeit zu bewirken, weiterhin lehnte sie die Tyrannei der Schule ab, und versuchte eine neue Gemeinschaft zu errichten. Ebenfalls hatten die Bewegungen die Kritik am Druck der Gesellschaft, der Künstlichkeit und der Unterordnung zum Ziel. Große Mengen der Erwachsenen fühlten sich durch die Ziele dieser Bewegungen bedroht und wollten, dass die Jugend von Betreuern im Auge behalten und wieder auf den richtigen Weg geführt werden sollte. Dies gelang auch zum Teil während dem zweiten Weltkrieg, der den Aufbruch der Jugend bedeutend bremste, da es hier keinen Platz mehr für Freiheit und Entfaltung gab. Die Bewegungen der Jugendlichen wurden mehr und mehr offen für die Parolen der radikalen Parteien und sprachen sich offen gegen die "Republik der Greise" aus. Erst in den zwanziger Jahren kam die Jugend langsam wieder zum Vorschein, und entfaltete sich mehr denn je. Sie setzten ihre Zeichen in Musik, Mode, Freizeit, Tänzen und Film. Dennoch konnten die meisten arbeitenden Jugendlichen diesen Traum nicht realisieren, da ihnen die Zeit und das Geld fehlte, nichts desto trotz hielten sie sich die Jugendlichkeit vor Augen, und damit auch ein übergeordnetes Gesellschaftsideal.

Ich persönlich bin der Meinung, dass die heutige Jugend ebenfalls wieder in diese Richtung geht, im Gegensatz zu damals aber die Eltern dahinter stehen und versuchen ihre Kinder zu selbständigen Menschen zu erziehen. Das Beispiel der Wahlen ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Gesellschaft mittlerweile erfasst hat, dass ihre Kinder schon im Alter von 16 Jahren dazu in der Lage sind, ihr Leben in die Hand zu nehmen, und auch eigenständig politische Entscheidungen treffen können. Weiterhin versucht die Gesellschaft ihre Kinder zu verantwortungsvollen Bürgern zu erziehen, da die Zukunft in den Händen der neuen und nicht in denen der alten Generationen liegt. Die Grundlagen dafür setzten bereits die damaligen Jugendbewegungen, da sie die Selbständigkeit und das selbstbewusste Verhalten mit Hilfe des höheren Bildungswesens förderten.
Dies ist eine der wichtigsten Grundlagen die seit diesen Jahren bestehen blieb und stets an Bedeutung gewonnen hat.

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