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Titel / Referat: Goethe, Johann Wolfgang von - Faust (Interpretation der Gretchen-Frage)

Schlagwörter: Johann Wolfgang von Goethe, Gretchen-Frage, Faust, Religion, Neues Testament, Gretchen, Interpretation, Inhaltsangabe, Mephistopheles, Drama Hausaufgabe, Referat

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Johann Wolfgang von Goethe: Faust (Interpretation der „Gretchen-Frage“)

Die Gretchenfrage („Nun sag, wie hast du’s mit der Religion“ – Vers 3415) ist in Goethes Werk „Faust – Der Tragödie erster Teil“ eine sehr bedeutende Stelle. Da Margarethe selbst sehr gläubig und religiös ist, hofft sie, dass auch ihr Geliebter, der Universalgelehrte Faust, auch an die Religion glaubt, obwohl sie glaubt, dass er nicht viel davon hält („Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon“ – Vers 3417). In Fausts Antwort kann man erkennen, dass ihm das Thema unbehaglich ist und dass er versucht abzulenken. („Mein Liebchen, wer darf sagen ich glaub an Gott“ – Vers 3427).

Man erkennt zwar im ganzen Drama, dass Faust sich für das Thema Religion interessiert, zum Beispiel wollte er das Neue Testament übersetzten oder durch sein Theologiestudium, jedoch kommt nicht hervor, ob er nun an Gott glaubt oder nicht. Der Grund dafür ist wohl, dass Faust auf den Augenblick fixiert ist, und nicht auf seine Zukunft denkt. Er weiß zwar, dass es Gott gibt, und dass ihm das Beten für seine Leben nach dem Tod helfen wird, aber das ist ihm egal. Deswegen ist er auch die Wette mit dem Teufel eingegangen, der ihn auf der Erde dient, bis er „Verweile Augenblick! Du bist so schön“ sagt. Dass er aber danach für ewig Mephistopheles Sklave ist, macht ihm nichts aus, da er, wie gesagt, sich nur auf den Moment konzentriert.

Die Frage Gretchens nach seinem Glauben bringt Faust in eine Zwickmühle. Da die Frage nach der Religion auch im weiteren Sinne eine Frage nach dem Stellenwert der Werte ist, kann Faust nur sehr ausweichend antworten. Wie soll er dem gläubigen Gretchen auch mitteilen, dass er, der sogar die Bibel übersetzen wollte, einen Bund mit dem Teufel eingegangen wäre. Einerseits aus der Machtgier heraus und dem Bewusstsein, mit Hilfe Mephistopheles einfach alles zu erreichen, andererseits auch aus Egoismus und Bequemlichkeit, da Faust ja keine Anstrengungen mehr tätigen muss, um ans Ziel zu kommen. Dabei vergisst oder verdrängt Faust allerdings den Handel und den Part, den er dazu beitragen muss. Wie also soll dieser Faust Gretchen auf ihre Frage antworten? Er versteckt sein wahres „Ich“ unter einer Maske – der Maske des liebenden, einfühlsamen Mannes und weicht mit seiner Antwort immer wieder aus. Denn eines ist Faust ganz klar: Kommt Gretchen je hinter sein Geheimnis, wird sie mit Sicherheit nicht mehr mit ihm zusammen sein wollen und dass will Faust um jeden Preis verhindern.

Die Frage an sich ist nicht nur für Gretchen, einem 14-jährigem Mädchen, sehr wichtig, sondern ist auch noch bis heute eine bedeutende Sache und wird sicher auch in Zukunft noch eine tragende Rolle spielen. Da sich wohl auch Johann Wohlfang von Goethe mit diesem Thema auseinander gesetzt hat, hat er es in seinem Lebenswerk eingefügt. Ob ein Mensch an die Religion glaubt hat nicht nur mit Gott zu tun, sondern zeigt die Wertigkeiten des Menschen auf. Ein religiöser Mensch wird eher gute Taten tun und weniger schlechte Taten, da das Gewissen der gläubigen Menschen von Haus aus dagegen ist, da das „Ich“ nicht so sehr betont ist.
Auch werden sich gläubige Menschen viel eher direkt an die Zehn Gebote halten und damit schon viele Probleme und zwischenmenschliche Konflikte vermeiden. Heutzutage ist die Frage nach der Religion zwar nicht mehr unmittelbar das Bedeutendste, da sie in vielen Fällen nur mehr vor Hochzeiten oder Taufe gestellt wird. Jedoch gibt sie indirekt die Information über die Lebenseinstellung eines Menschen. Das gilt nicht nur für das Christentum, sondern für alle Religionen der Welt, da sie ihre Anhänger in vielen Teilen des Lebens prägt. Das wird leider seit jeher von Machthabern ausgenutzt, wie man am Beispiel des heutigen radikalen Islams, dem Zweiten Weltkrieg oder der Hexenverbrennung und den Kreuzzügen der christlichen Religion im Mittelalter sehen kann.

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