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Titel / Referat: Goethe, Johann Wolfgang von - Die Leiden des jungen Werther

Schlagwörter: Johann Wolfgang von Goethe, Spiegelung der Seele Goehtes Werther in der Natur Hausaufgabe, Referat

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Johann Wolfgang von Goethe - Die Leiden des jungen Werther

Gliederung:

Thema:
Werther spiegelt den Zustand seiner Seele mit Vorliebe in der Natur“ -
Kannst du dich dieser Aussage anschließen?


1. Einleitender Gedanke
1.1 Frage warum sich Goethe dazu entschlossen hat diesen Roman zu schreiben
1.2 Antwort auf die Frage von 1.1


2. Ausführliche Erläuterung
2.1 Brief vom 10.Mai noch mit Unbeschwertheit verfasst
2.2 Randbemerkung zum Gewitter des 16. Junius
2.3 19.Junius kurz nach dem Kennenlernen Lottes. Beginn der Liebe  Sonnenaufgang
2.4 Am 24. Julius: Höhepunkt seiner Liebe zu Lotte
2.5 10.August: Ankunft Alberts und damit der Beginn allen Übels
2.6 18.August: Nun die Wende der schönen Natur zum „unerträglichen Peiniger“
2.7 Vergleich seiner Seele mit dem Herbst am 4.September
2.8 12. Dezember: Hochwasser in seinem „lieben Tal“  Der Tiefpunkt ist erreicht.


3. Schlussgedanke mit der Frage nach der heutigen Gültigkeit der Parallelen Werthers zur Natur.
3.1 Beantworten der Frage und eigene Ansicht

Thema:

„Werther spiegelt den Zustand seiner Seele mit Vorliebe in der Natur“ -
Kannst du dich dieser Aussage anschließen?

„In der Natur fühlen wir uns so wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.“ (Friedrich Nietzsche; P.M - Magazin)

Warum schrieb Goethe einen Briefroman über einen jungen Mann namens Werther, und dessen außergewöhnliches Verhältnis zur Natur? Einen Menschen der sich lieber dem widmet, was um die Stadt herum ist, als der Stadt selber, und - mit wenigen Ausnahmen- den Bürgern. Ein Gefühl für die Natur, und auch Gefühle in der Natur, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Briefe an Wilhelm.

„Die Konsequenz der Natur tröstet so schön über die Inkonsequenz der Menschen hinweg“ ( Johann Wolfgang von Goethe; P.M - Magazin)

Die Antwort auf diese Frage ist, dass meiner Ansicht nach, Goethe seine eigene Verbundenheit zur Natur in Werther projizieren wollte, ebenso wie Werther seine Gefühle durch die Natur ausdrückt.
Da ich mich durchaus der Aussage anschließen kann, die das Thema vorbringt, möchte ich nun im Folgenden meinen Standpunkt darstellen und diese Aussage belegen:


In dem Brief vom 10.Mai (S. 7 f.), wird deutlich wie sehr Werther sich mit der Natur in Einklang bringt, und was er darin sieht. Er ist noch unbedarft, freut sich einfach am Leben und hat noch keinen Liebeskummer. Sein überwältigendes Naturerlebnis inmitten des Waldes, das „liebe Tal“, das um ihn herum dampft, die Gräser, die Anwesenheit des „Allmächtigen“ in den „Mückchen“, diese vollkommene Harmonie, vermag er gar nicht recht in Worte zu fassen, da er dies alles für den „Spiegel seiner Seele“ hält (S.8/Z.3)


Randbemerkung:
Am 16. Junius schreibt er von seiner ersten Begegnung mit Lotte, doch kurz bevor er sie das erste mal trifft, wird über ein herannahendes Gewitter gesprochen, das, wie Werther meint, „der Lustbarkeit einen Stoß“ verleihen wird (S.22/ Z.7ff.) Meiner Meinung nach will hier Goethe durch das heranziehende Unwetter auf die baldige Tragödie anspielen, und auch vielleicht ahnt Werther unterbewusst was kommt.


Vom „ herrlichsten Sonnenaufgang“, dem „tröpfelnden Wald“ und dem „erfrischenden Feld umher“ schreibt er am 19.Junius. Am Tag zuvor hat er beim Ball Lotte kennen gelernt, und fühlt sich nun in seiner Liebe bestätigt, da sie seinen Wunsch, sich am selben Tag noch mal zu sehen erwidert. So schreibt er im Superlativ von dem Aufgang der Sonne, in dem er anscheinend das Aufblühen seiner Liebe zu Lotte sieht.

Zum Ende desselben Briefes notiert er noch, wie im Rausch: „Die ganze Welt verliert sich um mich her“. In diesem Zustand schreibt er auch am 21.Junius noch. Er schwebt im sprichwörtlichen siebten Himmel. Und genau mit diesem vergleicht er nun die Gegend um Wahlheim (S.31/ Z. 27). Auf Seite 32 Zeile 7ff schwärmt er in höchsten Tönen von „Wäldchen“ den Bergen und den „vertraulichen Tälern“, und er möchte in diesen vergehen. Man könnte meinen er beschreibt hier nicht die Landschaft um Wahlheim, sondern die Person in Wahlheim: Lotte.

24.Julius:
„Noch nie war ich glücklich, noch nie waren meine Empfindungen an der Natur bis aufs Steinchen, aufs Gräschen herunter, voller und inniger“ (S. 47/ Z. 5). So beschreibt Werther nun den Scheitel- und Höhepunkt der „Liebes-Parabel“. Aller Eindrücke wegen, vermag er gar nicht mehr, seine Gefühle wieder zu geben, so liebestoll, so verliebt, so verlangend, so schmachtend ist er nach Lotte. Genau so wie er sich fühlt, begegnet ihm hier die Natur.

Der Brief des 10.August gibt Anzeichen dass Werther nun, da Albert - Lottes Verlobter- angekommen ist, den ersten Schritt auf dem absteigenden Ast tut. Während er mit Albert spazieren geht, pflückt er entlang des Weges Blumen, legt diese sorgfältig zu einem sicherlich wunderschönen Strauß – und wirft sie nun in den Strom, wo er ihnen nachsieht, „wie sie leise hinunterwallen" (S. 52/ Z. 14ff). Er sieht zu wie das Wasser den Strauß davonträgt, wie er mitverfolgen muss wie seine Chance bei Lotte schwindet, da er sich eingesteht dass Albert am Ort bleibt und ein fleißiger und zielstrebiger Bürger ist.


Noch zu Beginn hat Werther sich als Herr des Gartens gesehen, wohingegen er am 18. August beschreibt, wie das ehemalige Paradiesische der Natur nun zu einem „unerträglichen Peiniger“ , zum „quälenden Geist“ wird (S.60/ Z.18ff).Er erinnert sich an früher, an das „fruchtbare Tal“, an „liebliche Wälder“ , wie „der sanfte Fluss zwischen den lispelnden Rohren dahinglitt und die lieblichen Wolken abspiegelte, die der sanfte Abendwind herüberwiegte“(Z. 24-31).Auf Seite 61 beschreibt er in fast lächerlich wirkenden Ausschweifungen, die doch zugleich seinen Schmerz wiedergeben, die Natur. Es erscheint ihm die Natur wie der „Abgrund des ewigen Grabes“ die früher der „Schauplatz des unendlichen Lebens“ war. Wo für ihn früher Gott wohnte, ebenso wie seine ganze Freude, sieht er „ein ewig verschlingendes, ewig wiederkäuendes Ungeheuer“.
Hier erkennt Werther, dass Lotte, früher Auslöser allen Glücks, nun Quelle seines Elends ist. Somit nimmt man deutlich die Parallelität, die zwischen Lotte -früher und jetzt- und Natur -früher und jetzt- besteht.

Ja sogar Werther selbst bestätigt die Fragestellung des Themas. Gleich die ersten Worte seines Briefs vom 4. September des darauffolgenden Jahres lauten: “Wie die Natur sich zum Herbste neigt, wird es Herbst in mir und um mich her“ (S.93/ Z.16). Er sieht den Herbst als Spiegel seiner Selbst. Mit „Herbst“ meint Werther hier die Nähe zum Tod (bzw. Winter).


Mit dem, was er am 12.Dezember schreibt, ist das äußerste Zweiglein des absteigenden Asts des Gefühlslebens Werthers erreicht. Von nun an geht es ihm nicht mehr schlechter, höchstens ein kleines Stückchen Gleichgültigkeit spielt noch mit. Er fühlt sich wie „von einem bösen Geiste herumgetrieben“ . Als er in der Nacht am Berg steht, hinabblickt in sein „liebes Tal“ wie es überflutet wird, und damit alle Orte, mit denen er sein Glück verband, ist er kurz davor sich in die Fluten zu stürzen und damit seinem Leben ein Ende zu machen, kann sich aber doch noch nicht dazu entschließen. Hier zeigt sich die Natur von ihrer schrecklichsten Seite, gleichsam wie Werthers Seele das Tal darstellt und überschwemmt wird vom Schmerz.
12 Tage später ist er tot.


Sind die Erfahrungen Werthers mit der Natur reine Utopie, oder in unserer heutigen Zeit nicht mehr gültig?
Ich denke, dass jeder selbst durchaus das Zusammenspiel zwischen seinem Gemütszustand, dem Wetter und der Umwelt kennt. Ein Schlagwort ist „Winterdepression“.
Ist das Wetter trüb, kann es leicht geschehen, dass die Stimmung ähnlich ist. Andersrum: wenn man verstimmt ist, gar melancholisch, kann das Wetter für andere noch so schön sein, für einen selbst ist es fast unerträglich.
Daher ist es nur zu leicht verständlich, dass Werther, ein sehr gefühlsbetonter Mensch, in Zeiten, als es noch nicht so viele Möglichkeiten zur Ablenkung gab, wie z.B. Massenmedien, seine ganze Seele in der Natur spiegelt.

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