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Titel / Referat: Fliegen - die Stubenfliege (Musca domestica)

Schlagwörter: Musca domestica, Ägypter, Ruhr, Typhus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung oder die Maul- und Klauenseuche, Krankheitsüberträger, Insekten Hausaufgabe, Referat

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Stubenfliegen

Bei einem wohlverdienten Nickerchen im Sessel zur Mittagspause, wurde wohl schon jeder von euch von einem lästigen schwarz-braunen fliegenden Insekt gestört. Man verscheucht es, jedoch ist das nervige Geräusch schon nach einigen Sekunden wieder zu hören. Einigen gelingt dann der Versuch, das Insekt mit der hohlen Hand einzufangen, danach vielleicht die Finger stark an die Handinnenfläche zu drücken, um dem Biest schlussendlich den Garaus zu machen. Die Rede ist, von der Stubenfliege (Musca domestica).

Von der Subarktis, bis zum Äquator treiben Stubenfliegen ihr Unwesen. Bereits vor Jahrtausenden machten sie sich unbeliebt. Wollte ein Ägypter den Begriff „Unverschämtheit“ in Hieroglyphenschrift zu Papyrus bringen, zeichnete er eine Fliege. Die Fliege stand bei den Ägyptern auch als Symbol der Tapferkeit, weil sie aufdringlich, hartnäckig und neugierig sei. Kaum wecken die ersten warmen Sonnenstrahlen Vorfrühlingsgefühle in menschlichen Wesen, kriechen auch die ersten Stubenfliegen aus ihrem winterlichen Versteck. Wer sie genau betrachtet und dabei eventuell unter die Lupe nimmt, erkennt ihre starke borstige Behaarung, zwei glasklare Flügel, durch Längs- und Queradern stabilisiert, damit sie beim propellerartigen Flug nicht umschlagen wie ein Regenschirm im Sturm. Leicht sind die bräunlichen aus Tausenden von Facetten zusammengesetzten Komplexaugen, mit denen eine beinahe Rundumsicht möglich ist, wahrscheinlich sieht sie ihre Bilder grob gerastert und sieht Details schlecht. Mit ihren Antennen riecht sie. Wenn sie hungrig ist, spielen die Antennen die entscheidende Rolle. Zuckerhaltige Lebensmittel nehmen sie besonders gut wahr. Auch der kleine, ausklappbare Rüssel ist gut zu sehen. Mit dem betupfen die Fliegen den Untergrund, um flüssige Nahrung aufzusaugen. Sinneszellen allerdings, welche Essbares signalisieren, sind ausgerechnet an den Fliegenfüßen angebracht. Um optimal zu funktionieren, müssen diese Riechorgane stets sauber gehalten werden. Dies erklärt auch das gegenseitige Aneinanderreiben jeweils zweier, der insgesamt sechs Fliegenfüßen.

Wenn Fliegen etwas Essbares gefunden haben, müssen sie, wenn die Nahrung nicht flüssig ist, diese zuerst außerhalb des Körpers einspeicheln. Das heißt also, dass die Fliege auch außerhalb des Verdauungssystems verdaut. Jedes Mal landen bei dieser umständlichen Prozedur unzählige Mikroben auf dem Küchentisch oder Teller. Und wehe uns, wenn der Kropfinhalt auf Lebensmitteln landet, welche danach nicht mehr erhitzt werden. Denn die Fliegen übertragen viele Krankheiten, wie zum Beispiel Ruhr, Typhus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung oder die Maul- und Klauenseuche. Glücklicherweise sind diese Krankheiten bei uns nicht mehr stark verbreitet. Als mögliche Krankheitsüberträger sind sie aus hygienischen Gründen speziell in Lebensmittelbereichen geächtet und ähnlich gefährlich wie Schaben. Manchmal sieht man auch sehr kleine Tierchen, welche sich an den Fliegen festklammern. Das sind Milben, die von den beweglichen Fliegen an andere Orte transportiert werden.

Fliegen kommen problemlos überall hin. Bis vor zwei Jahrzehnten war unklar, auf welche Weise sich Fliegen beispielsweise an Fensterflächen heften. Die Erklärung ist recht einfach. Das Insekt findet mittels eingefetteter Sohlen guten Halt. Die Haftcreme stammt aus einer an den Fliegenbeinen sitzenden Drüse. Das ist eine weitere Erklärung für die Gymnastikübungen der sechs Riech- und Laufwerkzeuge. Auch das gehen an der Decke ist erklärbar, denn die Kräfte der Haftcreme zur Wand sind größer als die Anziehungskraft der Erde welche die Fliege kaum spürt.

Voraussetzung für die weltweite Verbreitung der Stubenfliegen war die Haltung von Vieh durch den Menschen. Am liebsten brüten die Insekten in verwesenden Stoffen pflanzlichen und tierischen Ursprungs. Vor der Verpuppung verkriechen sich die Larven meist in der Erde. Von Natur aus sind solche optimale Bedingungen begrenzt und insbesondere in herbstlicher Bodenstreu zu finden. Viehställe bieten sich jedoch geradezu als ganzjährig einladende Fliegen-Wochenstuben an. Bis zu acht Generationen bringt binnen Jahresfrist ein Stubenfliegenweibchen unter optimalen Bedingungen hervor. Theoretisch kann das bis zu 200 Billionen Fliegenkinder ergeben. THEORETISCH ! Denn Gottlob, rücken diverse Pilze und Parasiten bereits Eiern und Larven zu Leibe. Auch Vögel stellen durch fleißiges Fangen von Fliegen das natürliche Gleichgewicht rechtzeitig wieder her. Die Entwicklung vom Ei zur Fliege dauert nur sieben Tage. Wenn die Made ihre Entwicklung beendet hat, verlässt sie das Entwicklungssubstrat, kriecht umher und sucht einen trockenen Ort zur Verpuppung auf. Nach der Puppenruhe verlässt die geschlechtsreife Fliege das Tönnchen, den Entwicklungsort.

Die Stubenfliege ist ein wahrer Flugkünstler. Sie fliegt mit zwei Metern pro Sekunde, also ca. acht Stundenkilometer zwar langsamer als andere Zweiflügler, fliegt aber durch den Raum ohne irgendwo anzustoßen. Ihre Flügel schlagen in der Sekunde 2000 Mal. Die Stubenfliege ist sehr wendig, denn sie hat ein besonderes Gleichgewichtsorgan. Es ist dort wo bei anderen Insekten das zweite Flügelpaar ist. Diese, Schwingkölbchen genannt, schlagen im Gegentakt der Flügel und registrieren die Lage der Fliege im Raum. Für den Start in die Luft benutzt die Fliege so etwas wie einen Kickstarter. Mit ihrem mittlerem Beinpaar springt sie in die Luft und wirft dann den Flügelmotor an.

Die Stubenfliege ist bestens an die häusliche Umgebung angepasst. Hier ist alles was sie braucht, Feuchtigkeit, Wärme und Nahrung. Schön, nicht wahr?

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