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Titel / Referat: Studentenrevolution - die Studentenrevolution von 1968

Schlagwörter: innenpolitische und außenpolitische Auslöser, Vietnam-Krieg, Studentenbewegungen, Bündnisse und politische Gruppierungen Hausaufgabe, Referat

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Die Studentenrevolution von 1968

Unter dem Begriff Studentenrevolution werden die verschiedenen Strömungen seit dem Jahr 1960 zusammengefasst, die gegen herrschende Normen in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen protestierten. Man wollte sich mit der älteren Generation auseinandersetzen und es wurde eine freiere Demokratie gefordert.

Auslöser (innenpolitisch):

  • Verabschiedung der Notstandsgesetze: Die deutschen Bundesbürger hatten Angst vor einer weiteren Diktatur, wie sie unter Hitler stattfand. Die Notstandsgesetze waren nur eine Etappe auf dem Weg Hitler’ s zur Macht. Der damalige Präsident Kurt Georg Kiesinger war außerdem ein Mitglied der NSDAP.
  • Hochschulpolitik: Der Lernstoff an den Hochschulen war unzeitgemäß und die Studenten hatten keinerlei demokratische Mitbestimmung. Ein anderer Kritikpunkt war, dass di Lehrkräfte teilweise an Naziverbrechen mitgewirkt haben.
  • Schon 1967 beteiligte sich die Rechts-Partei NPD wieder an den Bundestagswahlen, was große Beunruhigung unter den Deutschen hervorrief, da noch längst nicht offen über die Vergangenheit gesprochen wurde  Vergangenheitsbewältigung des Nazi-Regimes
  • Benachteiligung der Frau in der Gesellschaft bezogen auf Beruf, Karriere, Religion, Bildung und Mitspracherecht
  • Schah-Besuch: Der persische Schah wurde in den Medien als gerechter Herrscher dargestellt. In Wirklichkeit litt sein Volk an schweren Krankheiten, die Sterbe- und Analphabetenrate war überdurchschnittlich hoch und die 2 Millionen Dollar Entwicklungshilfe, die er bekam, missbrauchte er.
  • Ausschreitungen bei der Demonstration der Studenten gegen den Schah führten dazu, dass das APO-Mitglied Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen wurde. Ohnesorg wurde für die Studenten von an eine Art Märtyrer, blieb ihnen als Held in Erinnerung und war der Auslöser zu einer Radikalisierung des Widerstandes seitens der Studenten, beispielsweise auch gegen die Konsumgesellschaft und die darauffolgende Umweltverschmutzung.
  • Manipulation der Medien, „Springer-Kampagne“ und Verschleierung der tatsächlichen Ereignisse während der Demonstration: Nach der Demonstration gegen den Besuch des persischen Schahs, bei der der Student Benno Ohnesorg erschossen wurde, beschrieb der Axel-Springer-Verlag das Geschehen als eine skandalöse Ausschreitung der Studenten, die die Polizei korrekt beendet habe. Der Springer-Verlag manipulierte daher laut den Studenten die Bildung des Bewusstseins der Öffentlichkeit. Nach dem veröffentlichten Artikel beschlossen die Studenten die Kampagne „Enteignet Springer“.
  • Attentat auf Rudi Dutschke: Am 11.April 1968 wurde in Westberlin ein Attentat auf Rudi Dutschke von Josef Bachmann verübt, der ein Gegner von Dutschkes revolutionären Ideen war. Dutschke überlebte das Attentat jedoch und machte ihn nurnoch populärer unter den Studenten.
    • Er war einer der wichtigsten Leiter der Studentenbewegung APO, Vorstandsmitglied des SDS (Sozialistischer Deutsche Studentenbund.) Auf diesen Anschlag folgten viele Unruhen und Proteste. Es kam unter anderem zu den so genannten Ostermärschen.


Auslöser (außenpolitisch):

2. Vietnam-Krieg
(von USA geführt, von 1955-73):
Der Vietnam-Krieg war einer von mehreren so genannten „Stellvertreterkriegen“ zur Zeit des Kalten Krieges zwischen den beiden Großmächten USA und der Sowjetunion. Der Norden in Vietnam war besetzt von der kommunistischen Widerstandsgruppe Vietcong unterstützt von der UdSSR, der Süden vom Saigon-Regime finanziell und militärisch unterstützt von den USA. Um hier weiterhin die Macht innezuhaben und sich einen Vorposten zum indirekten Feind zu verschaffen. Hier wurden erstmals in der Geschichte chemische Waffen benutzt, welche zu zwei dritteln die Zivilbevölkerung traf. Der Gebrauch dieser Waffen rief nicht nur bei den Studenten der 68er sondern auf der ganzen Welt starke Kritik hervor.

Des weiteren war die Verschwendung von Konsumgütern nicht nur ein innenpolitisches Thema, die daraus resultierende Umweltverschmutzung betraf und betrifft ebenfalls die ganze Welt.

Studentenbewegungen, Bündnisse und politische Gruppierungen:
Die APO (Außerparlamentarische Opposition) ging hervor aus dem SDS (Sozialistischen Deutschen Studentenbund) und beeinflusste ab Mitte der 60 Jahre weite Teile der Studentenbewegung. Sie bezeichnete sich selbst als außerparlamentarische Opposition, da sie zwar keinen Sitz im Bundestag hatten, sich jedoch als eine halblegale Gruppe, welche dieselben politischen Vorstellungen von Demokratie und Wirtschaft hatte. Dementsprechend hatten sie es sich zum Ziel gesetzt innerhalb des deutschen Staates und der Gesellschaft tiefgreifende Veränderungen durch verschiedene Formen des Widerstandes zu erreichen. Diese jedoch immer im legalen Bereich. Ihr Protest richtete sich vor allem gegen die Hochschulpolitik und das wirtschaftliche und politische System in der BRD.

Des weiteren gingen aus der Studentenrevolution die Ostermärsche hervor. In der BRD fand der erste Ostermarsch 1960 in Norddeutschland mit ungefähr 1.000 Teilnehmern statt. In den folgenden Jahren gingen an den Osterfeiertagen immer mehr Menschen an immer mehr Orten auf die Straße. Die Demonstranten forderten ein Ende der atomaren Bewaffnung und des nuklearen Wettrüstens. Bis 1968 war die Teilnehmerzahl auf 300.000 gestiegen. Dabei konnten nur Einzelpersonen, nicht Organisationen an der Ostermarsch-Bewegung teilnehmen.


Veränderungen in Kultur und Gesellschaft nach der Studentenrevolution:
Im eigentlichen Sinne erzielten die Studenten damals keinen revolutionären Umbruch, was die Politik betraf, der Vietnam-Krieg wurde bis zur Aufgabe der USA weitergeführt, der Schah von Persien konnte weiter willkürlich Gelder zu eigennützigen Zwecken verwenden, der Konsumhaushalt in Deutschland und der Welt hat in den letzten Jahrzehnten weiterhin stark zugenommen, Medien werden vom Staat noch extremer manipuliert, kurz gesagt, der Kapitalismus setzt sich weiter durch, beziehungsweise es besteht weiterhin eine absolut kapitalistisch ausgerichtete Gesellschaft.

Jedoch entwickelte sich in den Familien ein ganz neues Verhältnis. Die Moralvorstellungen und die Autorität der Eltern wurde von den Kindern erstmals in Frage gestellt, Jugendliche suchten sich neue Idole, hörten Musik mit politisch teilweise recht gewagten Textinhalten und provozierten gezielt in vielerlei Hinsicht -> Hippie-Kult, Homosexualität, Emanzipation und der Pille.


Ende der Studentenrevolution:
Das Ende der Studentenrevolution wurde eingeleitet durch den systematischen Zerfall der APO in kleine Gruppen, wie zum Beispiel der Terror-Gruppe RAF (Rote Armee Fraktion). Die RAF verfolgte im Prinzip dieselben Ziele, war jedoch im Gegensatz zur APO bereit auch von Gewalt Gebrauch zu machen, um sich durchzusetzen. Sie bezeichneten dies als „bewaffneten Widerstand“.

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