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Titel / Referat: Kästner, Erich - Verzweiflung (Gedichtinterpretation)

Schlagwörter: Erich Kästner, Gedicht, Verzweiflung, Analyse, Zusammenfassung, Reimschema, Interpretation, Gedichtsanalyse Hausaufgabe, Referat

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Erich Kästner mit dem Titel „Verzweiflung“

Das Gedicht von Erich Kästner mit dem Titel „Verzweiflung“ handelt von einem kleinem Jungen, der ein eine Mark Stück verloren hat, mit dem er ein halbes Brot und ein Viertelpfund Speck am Abend kaufen sollte. Das Gedicht besteht aus 8 Versen mit je 4 Zeilen. Es handelt sich um einem Kreuzreim, der im Metrum Jambus gesprochen wird. Sprachliche Auffälligkeiten sind wohl die kurzen Sätze, die in schlichter, sogleich bildhafter Sprache geschrieben sind. Manche Sätze wurden von dem Dichter einfach kürzer gefasst, sodass sie grammatikalisch nicht ganz korrekt sind: „ Bis es plötzlich verstummt“; „Bis sie ihn fand“. Man hätte hierbei ein Komma zwischen die beiden nebeneinanderstehenden Sätze setzen können. Der Dichter benutzt nicht auffällig viele sprachliche Mittel, nur eine Personifizierung: „Die Laternen nickten ein“ und einen Vergleich: „ Das klang wie ein Lied“. Trotzdem schafft er es, in dem Gedicht viele Gefühle zu vermitteln, Gefühle wie Verantwortung, Verzweiflung und auch ein wenig Schamgefühl, des Jungens gegenüber den Eltern, für die eine DM sehr viel Geld war.
Das Gedicht spielt wohlmöglich in den 50er Jahren. In dieser Zeit war eine DM sehr viel Geld, was die Verzweiflung des Jungen und die Betroffenheit der Mutter deutlich macht. Der Junge ist zunächst noch ganz fröhlich, mit dem Geldstück in der Hand, dass er ganz fest drückt um es nicht zu verlieren: „...hielt eine Mark in der heißen Hand“. Aufeinmal jedoch wird es Dunkel, sein Geldstück ist weg. Verzweiflung macht sich breit. Hier kommt die Überschrift erst richtig zur Deutung. In dem letzten Vers kommt der Satz: „Sein Schmerz war größer als ihre Liebe“ vor. Die finanzielle Situation wird hier noch einmal deutlich, da der Satz eigentlich ausdrückt, dass Geld mehr Wert ist, als der eigene Sohn. Sein Schmerz.

Insgesamt harmonieren Sprache und Inhalt des Gedichtes sehr miteinander. Erich Kästner schafft es trotz der Schlichten Sprache große Gefühle zu übermitteln, sodass jeder die Situation nachempfinden kann und mit dem Jungen mitfühlt. Der Dichter will mit dem Gedicht die Verzweiflung eines Kindes darstellen, dass in dieser schweren Zeit leben musste. Die Mutter wird als müde, und als besorgt dargestellt, der Vater als hungrig. Würde der Junge in der heutigen Zeit leben, wäre eine DM kein großer Verlust, keiner würde sich darum sorgen und traurig sein. Aber da waren die Zeiten halt noch anders. Ich finde, dass die Gefühle des Jungen sehr deutlich werden. Ich kann Aufgrund der bildhaften Sprache die Situation gut nachempfinden und mit dem Jungen mitfühlen. Ich persönlich könnte nicht nachvollziehen, wie es wäre, wenn das Geld in der heutigen Zeit auch noch so etwas wertvolles wäre, dass man auf Grund eines DM-Stückes in Verzweiflung ausbricht und Ärger mit den Eltern bekommt. Insgesamt ist dies ein sehr trauriges Gedicht, dass einem die damalige Situation verdeutlicht und einen mit den Gefühlen des kleinen Jungen mitfühlen lässt.

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