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Titel / Referat: Reformation - Verlauf und Folgen der Reformation

Schlagwörter: Glaubensgrundsätze der Reformation, Verlauf der Reformation, Gegenreformation Hausaufgabe, Referat

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Referat über die Reformation

von Hertkom & Klasse 111



1) Definition "Reformation"
Das Wort bedeutet Neugestaltung oder Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustandes. In der Kirchengeschichte ist damit die Glaubensbewegung gemeint, die zur Entstehung der evangelischen Kirchen führte -> sog. "Protestantismus".


2) Beginn der Reformation:
Als Beginn der Reformation wird das Jahr 1517 angesehen, in dem Martin Luther(geboren 1483) in Wittenberg mit 95 Thesen zu einer kritischen Diskussion des damaligen Ablaßhandels aufrief (Ablaßhandel: die Befreiung von der Bestrafung für Sünden gegen Geld). Zu dieser Zeit war im ganzen Volk war die Unzufriedenheit mit der damaligen Kirche groß. Luthers Thesen waren nur wie ein zündender Funke für die Reformation: Schon lange vor Luther hatten Mönchsorden, große Konzilien (Konzilien = Kirchenversammlungen) und Reformatoren wie der Engländer Wiclif und der Tscheche Hus sich gegen die Verweltlichung der Kirche gewandt und mehr Beachtung der Bibel gefordert. Der Buchdruck mit beweglichen Lettern erlaubte eine weite Verbreitung von Luthers Thesen und einige Landesfürsten in Deutschland fanden sich bereit, die Sache Luthers gegen Papst und Kaiser zu unterstützen, weil sie das landesherrliche Kirchenregiment förderte und so den Bestrebungen der Reichsfürsten um die Festigung ihrer Unabhängigkeit von kaiserlicher Herrschaft entgegenkam. Auch die türkische Gefahr schwächte die kaiserlich-katholische Partei.


3) Orte der Reformation:
Die Reformation als kirchliche und historische Erscheinung hat ihre Wurzeln in vielen Reformbewegungen. Die Initiatoren wollten die Kirche zurückführen auf das biblische und frühchristliche Ideal, das sie in der katholischen Kirche verlorengegangen wähnten. Den Beginn der Reformation findet man hauptsächlich in Deutschland, durch die Verbreitung Luthers Thesen.

In der Schweiz vertrat Zwingli und in Genf Calvin ähnliche Lehren. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen evangelischen und katholischen Fürsten kam es 1555 zum Augsburger Religionsfrieden, der den "Protestanten" Duldung gewährte. Allerdings bekamen die einzelnen Christen noch lange nicht die Möglichkeit, ihre Konfession frei zu wählen, sondern sie mußten sich darin nach ihrem Landesherrn richten oder auswandern (Seit Luthers Bibelübersetzung galt auch hier Deutsch als Bildungssprache).

Die Reformation breitete sich außerhalb Deutschlands und der Schweiz hauptsächlich in Holland, England und in den nördlichen Ländern Europas aus, zum Teil aber aus anderen Gründen, als Luther sie hatte.


4) Neue Glaubensgrundsätze der Reformation:
Grundlage für Luthers Reformen war das reformatorische Prinzip "sola scriptura". Es bedeutet, dass nur die Heilige Schrift, die direkt von Gott her inspiriert ist, Grundlage des christlichen Lebens sein kann, nicht aber die Tradition der Kirche, die von Menschen weitergegeben ist und entsprechende Mängel aufweist.

Luther äusserte Kritik an den Dogmen der katholischen Kirche (wie den Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes oder die Sakramentenlehre) aus. Im Zentrum von Luthers reformatorischen Überzeugungen steht die Rechtfertigungslehre. Christen waren nach der Rechtfertigungslehre nicht von der Gnade durch die Kirche und derer Priester abhängig. Die Kirche ist im Wesentlichen die Gemeinschaft der Gläubigen und nicht eine vom Papst regierte heilige Organisation. Die nicht aus der Bibel zu begründenden kirchlichen Vorschriften brauchen daher nicht befolgt zu werden. Hauptsache ist die Verkündigung des Evangeliums, d.h. der guten Nachricht von der Liebe und Vergebung Gottes.


5a) Verlauf der Reformation:
Die Ausformung der landständischen Verfassung, die in dem sich bildenden Flächenstaat, der militärisch bedroht wurde (Türken), vor sich ging, bot den politischen Rahmen für die Durchsetzung der Reformation, aber auch für ihre Überwindung. Auf eine 1. Phase der freien Bewegung, die Ferdinand I. ab 1524 durch drakonische Strafandrohungen zu beherrschen suchte, folgte (bis gegen 1550) die Erschöpfung des bestehenden kirchlichen Systems. Dabei waren auch wirtschaftliche Gründe (Erschöpfung der Stiftungen, Priestermangel, Lebensstandard) von Bedeutung. Die reformatorische Bewegung war dem herkömmlichen kirchlichen System überlegen, so dass es gegen 1550 in allen habsburgischen Ländern mit Ausnahme Tirols zur Einrichtung eines reformatorischen Kirchenwesens kam. Von besonderer Wichtigkeit waren dabei auch die aus dem Mittelalter stammenden laikalen Einflussmöglichkeiten (Patronatsrecht).

Gegen 1570 war ein erheblicher Teil des niederen Kirchenwesens protestantisch pastoriert, und die Stände verlangten die Duldung ihres evangelischen Bekenntnisses. 1568 und 1571 (für die beiden Donauländer) sowie 1572 und 1578 (für die Steiermark, Kärnten, Krain) erteilten Maximilian II. bzw. Karl II. Privilegien, die die Leitung der entstehenden evangelischen Landeskirchen ohne endgültige Regelung des konfessionellen Miteinanders den Ständen überließen. Während die Stände begannen, ihr Kirchenwesen zu ordnen (Gottesdienstordnungen, "Landschaftsschulen" in Graz, Linz und Klagenfurt, Kirchenvisitation in Niederösterreich, Bau von Kirchen, etwa in Klagenfurt, Loosdorf, Horn), setzte bereits die Gegenreformation ein.

Innerprotestantisch kam es zu Richtungskämpfen, die aus einer unterschiedlichen Aufnahme der reformatorischen Grundeinsichten resultierten. Diese Kämpfe ("flacianischer Streit") und die Überzeugung des theologischen Vorrangs des Gehorsams gegenüber dem Landesfürsten vor der Schutzpflicht gegenüber den Untertanen und der eigenen Religionsfreiheit beeinträchtigte die Position der evangelischen Parteien gegenüber dem sich neu formierenden Katholizismus.


5b) Verlauf der Gegenreformation:
Trotz eines reichen kirchlichen Lebens und langsam aufgebauter konfessioneller Positionen in der Bevölkerung gelang es, den Protestantismus zu erschüttern. In Innerösterreich wurde schon bald (1587) das reformatorische Kirchenwesen in Krain beseitigt, denn trotz der Bemühungen um die slawischen Sprachen (Übersetzung von Bibel und Katechismus) war es nicht gelungen, die slowenischen und kroatischen Untertanen nachhaltig evangelisch zu überzeugen. In Kärnten und der Steiermark wurden die evangelischen Prediger und Schulmeister 1585 aus landesfürstlichen Städten vertrieben; die "Feldzüge" der Gegenreformation 1599/1600 beseitigten das organisierte evangelische Kirchenwesen. Daran schlossen sich die Bemühungen um die Bekehrung der Bewohner an, wobei die 1628 erfolgte Ausweisung des evangelischen Adels den Abschluss bildete. Viele blieben heimlich evangelisch oder hatten schon vorher, zum Teil nach einer Scheinbekehrung, das Land verlassen.

In den Donauländern gab es aufgrund des "Bruderzwists in Habsburg" eine gewisse Hemmung der Gegenreformation. Als sich Matthias weigerte, religiöse Zugeständnisse einzulösen, kam es 1608 zum Bündnis von 166 evangelischen Adeligen in Horn, zur Verweigerung der Erbhuldigung und Androhung von Gegenwehr. Daraufhin gewährte Matthias 1609 ein neues Privileg ("Kapitulationsresolution"), das den Evangelischen eine Sicherung ihrer Position versprach, aber nur wenig am Vordringen katholischen Geistes änderte. Immerhin kam es in Oberösterreich zu einer Spätblüte des Protestantismus auch auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kultur. Die theologischen Streitigkeiten waren überwunden, gute Prediger prägten das Luthertum.

Der Regierungsantritt Ferdinands II. änderte die Situation grundlegend: eine Erneuerung der ständischen Taktik von 1608 schlug fehl, in den folgenden Auseinandersetzungen gewann Ferdinand II. mit bayerischer Hilfe (Verpfändung Oberösterreichs) die Oberhand, und die Schlacht am Weißen Berg (1620) machte die Sache der Protestanten aussichtslos. Ächtungen, Zuführung von Patronatsrechten an Katholiken, Erhebung von Katholiken in den Adelsstand, Konversionen und zahlreiche Zwangsmaßnahmen folgten. Ein religiös-politischer Bauernaufstand in Oberösterreich wurde 1626 niedergeschlagen, die Ausweisung aller Prediger und Schulmeister verfügt. Im Westfälischen Frieden erlangten lediglich die landständischen Adeligen Niederösterreichs die persönliche Religionsfreiheit.


6) Folgen der Reformation:
In den Reformationsbewegnungen werden viele Fragen der Theologie grundsätzlich neu formuliert, darunter die kirchlichen Ämter, die Gottesdienste und auch die kirchlichen Strukturen. In der Folge entstanden die Evangelisch-reformierten Gemeinden unabhängig von der katholischen Kirche, deren Gründungen Jahrzehnte der Glaubenskriege folgten. Der Ruf »Los von Rom« zerstörte die Mittel- alterliche Einheit von religiösem und weltlichem Leben. Das Reich spaltete sich in Anhänger und Feinde von Luthers Reformation. Luther wollte ursprünglich keine Kirchenspaltung. Sie hat sich geschichtlich ergeben. Evangelische Christen beklagen nicht nur die Zersplitterung, sondern sind dankbar für die Freiheit und Vielfalt. Sie gewinnen Hoffnung aus der Tatsache, daß der Kirche eine Erneuerung möglich war, sehen aber darin einen Vorgang, der immer wieder notwendig ist.

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