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Titel / Referat: Erster Weltkrieg - Ausgangslage und Verlauf

Schlagwörter: 1. Weltkrieg, Bilanz, Militärischer Verlauf, 1914, 1915, 1916, 1917, 1918, Deutschland, Attentat von Sarajevo Hausaufgabe, Referat

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Der 1. Weltkrieg


Der 1. Weltkrieg war der erste globale militärische Konflikt der Menschheitsgeschichte, der über Kontinente hinweg und mit größter Brutalität geführt wurde. Es war ein Krieg, der vordergründig durch das Attentat von Sarajevo ausgelöst wurde, dessen tiefere Ursachen jedoch in den Bündniskonstellationen, dem Wettrüsten und Imperialismus zu suchen sind. Am Ende des Krieges befanden sich 25 Staaten einschließlich ihrer Kolonien, also 1,34 Milliarden Menschen im Krieg.

Ausgangslage
In Europa hatten sich zwei Machtblöcke herausgebildet: Die Mittelmächte mit Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien (das zunächst neutral blieb) auf der einen Seite, sowie die Triple Entente (Alliierte) mit England, Frankreich und Russland. Die Alliierten waren den Mittelmächten an Menschen und Material überlegen. Außerdem verfügten sie zudem über freien Zugang zu allen Rohstoffen in den Kolonien, im Gegensatz zu den durch eine englische Seeblockade abgeschnittenen Mittelmächten. Es war also klar, dass die Mittelmächte nur in einem schnell geführten Bewegungskrieg die Alliierten besiegen konnten.
Nach dem Attentat von Sarajevo wurde ein österreichisches Ultimatum an Serbien abgelehnt, woraufhin die Kriegserklärung an Serbien am 28.Juli 1914 erfolgte. Durch gegenseitige Bündnisverpflichtungen machten nach und nach alle europäischen Mächte mobil. Die Heimatbevölkerung war durchweg begeistert. Alle begrüßten den Krieg als ein „reinigendes Gewitter“ und rechneten damit, dass ihre Soldaten bereits nach einigen Monaten siegreich heimkehren werden.

Militärischer Verlauf
1914 - Deutschland befand sich nun in dem von Bismarck befürchteten Zweifrontenkrieg. Der Schlieffenplan sah für einen solchen Fall vor, zuerst Frankreich durch einen Blitzangriff zu unterwerfen, um anschließend die Kräfte gegen Russland sammeln zu können, was für die Mobilisierung ungleich länger brauchte. Der Angriff gegen Frankreich sollte über Belgien laufen, um die stark befestigte deutsch-französische Grenze zu umgehen.

Wie geplant, rückten die Deutschen schnell über Belgien vor und standen im September 1914 zwanzig Kilometer vor Paris. Bei der Schlacht an der Marne (Sep 1914) wurde der deutsche Vormarsch jedoch gestoppt. Der Stellungskrieg begann. Im Winter 1914/15 standen sich von der Nordseeküste bis zu den Alpen die Heere in ihren Schützengräben gegenüber. Im Osten griffen die Russen währenddessen früher an als erwartet. Russland eroberte Galizien von Österreich-Ungarn und marschierte im nur dürftig verteidigten Ostpreußen ein. Erst der aus dem Ruhestand geholte Paul von Hindenburg kann die Russen bei Tannenberg (Aug 1914) und den Masurischen Seen (Sep 1914) besiegen. Im Oktober 1914 trat das Osmanische Reich auf Seiten der Mittelmächte in den Krieg ein. Es erhoffte sich eine Rückgewinnung der alten Machtstellung auf Kosten Russlands. Italien wechselte die Seiten und erklärte den Mittelmächten im Mai 1915 den Krieg. Dadurch wurde eine Südfront am Isonzo eröffnet, welche allerdings nicht kriegsentscheidend war, da die italienische Offensive im Gebirgskrieg stecken blieb. Im Verlauf des Krieges sollten auch fast alle deutschen Kolonien verloren gehen.

1915 - An der Westfront hatte sich jede Seite in ihre Stellungen eingegraben. Es war nicht möglich, den Gegner durch offene Feldschlachten zu besiegen. Die Deutschen versuchten daraufhin, durch eine neue Waffe, den Gasangriff, den Gegner in die Knie zu zwingen. Im April 1915 erfolgte der deutsche Giftgasangriff bei Ypern mit verheerender Wirkung. Doch aufgrund der Unberechenbarkeit dieser Waffe (z.B. Wind) kam es zu keinem großflächigen Einsatz. Die deutsche Hochseeflotte, die hochgerüstet war und Wilhelm I viel Geld kostete, blieb den ganzen Krieg über wirkungslos. Erfolgreich waren lediglich die U-Boote, mit denen das Deutsche Reich Versorgungsschiffe vor der britischen Küste abschoss, um die englische Versorgung zu beeinträchtigen.

1916 - An die Stelle der Feldschlacht war also der „Abnützungskrieg“ getreten. Die oberste Heeresleitung (OHL) wollte die französische Armee gegen die ungleich größere deutsche Armee „ausbluten“ lassen. Deshalb wurde die deutsche Großoffensive gegen die französische Festung Verdun befohlen (Feb-Jun 1916). In der „Hölle von Verdun“ starben 340.000 deutsche und 360.000 französische Soldaten. Doch dem deutschen Heer gelang kein Durchbruch. Gleichzeitig starteten die Engländer eine Offensive am Fluss Somme. Die Schlacht an der Somme (Jun-Nov 1916) war eine der größten Materialschlachten des 1. Weltkriegs, bei der die ersten Panzer (Tanks) seitens der Briten eingesetzt wurden. Letztlich kostete die Somme-Schlacht 400.000 Engländer, 400.000 Deutsche und 200.000 Franzosen das Leben, und brachte kaum Geländegewinn. Nach dem Sieg der Mittelmächte über das alliierte Rumänien an der bereits in den Hintergrund geratenen Balkanfront kommt es im Dezember 1916 zu einem Friedensangebot der Mittelmächte an die Alliierten, welches jedoch abgelehnt wird.

1917 - Im Jahr 1917 gab es zwei kriegswichtige Ereignisse. Im April 1917 erklären die USA dem Deutschen Reich den Krieg, da es aufgrund wiederholter Proteste der amerikanischen Regierung den U-Boot Krieg nicht einstellt, bei dem es auch amerikanische Opfer zu beklagen gab. Dadurch hat sich die Lage der Mittelmächte erheblich verschlechtert. Gleichzeitig schied durch die Novemberrevolution Russland als Kriegspartei aus. Im Frieden von Bresk-Litowsk (März 1918) musste Russland erhebliche Gebietsabtretungen anerkennen, welche hunderte von Kilometern weiter nach Osten hineingingen, als die Front jemals gewesen war.

1918 - Deutschland sah nun die Chance, durch die Entlastung im Osten die Kräfte nun an die Westfront verlegen zu können, um schnell eine Entscheidung herbeizuführen, bevor die Amerikaner in Europa mit voller Stärke eintrafen. Die deutsche Frühjahrsoffensive 1918 war zunächst erfolgreich, doch die bereits stark geschwächten deutschen Verbände wurden durch eine Gegenoffensive unter Marschall Foch zurückgeschlagen. Nachdem die letzte Offensive der Deutschen gescheitert war, der alliierte Panzerdurchbruch bei Amiens gelang (8.August 1918, „Schwarzer Tag“ des deutschen Heeres), und das amerikanische Übergewicht sich immer stärker bemerkbar machte, stufte auch die OHL die deutsche Lage als „aussichtslos“ ein. Bis zum November 1918 wurde die deutsche Front immer weiter zurückgedrängt.

Es kam zum Aufstand der Matrosen im Oktober 1918, die gegen eine sinnlose letzte Marineschlacht meuterten. Der Aufstand griff auf ganz Deutschland über, und erreichte am 9. November 1918 Berlin. Prinz Max von Baden verkündete die Abdankung des Kaisers und es wurde die Republik ausgerufen.. Am 11. November 1918 wurde der Waffenstillstand im Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne unterzeichnet.

Bilanz
Der 1. Weltkrieg forderte fast 10 Millionen Todesopfer. Unzählige Soldaten starben noch später an Kriegsfolgen. Das europäische Staatensystem und der Glaube an die alte Ordnung war zerstört, und mit ihr ging die europäische Herrschaft über die Welt zu Ende. Der 1. Weltkrieg ist eine Epochenzäsur. Mit ihm ging das „lange 19.Jahrhundert“, das bürgerliche Zeitalter zu Ende, und die Moderne begann.

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