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Titel / Referat: Entstehung der psychedelischen Rockmusik und dessen Zusammenhang zur Gesellschaft

Schlagwörter: Facharbeit, psychedelische Rockmusik, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison, LSD Hausaufgabe, Referat

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Die Entstehung der psychedelischen Rockmusik und dessen Zusammenhang zur Gesellschaft

Name: - Jahrgang: 12 - Tutor: Rolf Schaper


1 Einleitung
In meiner Facharbeit werde ich den Zusammenhang der psychedelischen Rockmusik zur Gesellschaft in dessen Entstehungszeit, sowie in der heutigen Zeit klären. Warum kamen Menschen gerade zu dieser Zeit dazu, diese Art Musik zu kreieren? Weshalb spielten die Künstler gerade diese Stile? Was war und ist besonders an dieser Musik, bzw. was kennzeichnet diese Musikrichtung? Wer waren Vorgänger dieser Musiker (auf die Gründe, weshalb die Musik gemacht wird und auf Hintergründe (z. B. Drogeneinflüsse) bezogen)? Was wollten die Künstler zur damaligen Zeit ursprünglich mit ihrer Kunst ausdrücken/bezwecken?
Hinter dem Schlagwort "Rock" stehen jugendliche Ablehnung und Protesthaltung zum Krieg, Friedens- und Freiheitsdenken, sowie der Wunsch nach persönlicher Unabhängigkeit. Durch die riesigen Open-Air-Festivals in Woodstock, Monterey und Alamont wurden diese Werte in Form eines neuen Gemeinschaftsgefühls erstmals öffentlich erlebt. Der „Psychedelic Rock“ – auch „Acid-Rock“ oder „Psychedelia“ genannt – ist ein Stil der Rockmusik, der sich zur Hippiekultur zeitgleich und parallel laufend entwickelte.

In der deutschen Sprache wird der Begriff „Psychedelic“ häufig als „Psychodelic“ oder „Psychodelisch“ falsch übersetzt. Die psychedelische Rockmusik wurde um 1965 in der Bay Area in San Francisco in den USA geprägt, setzte sich als bedeutender Bestandteil der westlichen Popkultur durch und dauerte in seiner Entstehung bis 1969 an. Als wesentliche Gemeinsamkeit der beteiligten Bands lassen sich die Verwendung ungewöhnlicher und neuartiger Klänge, sowie der revolutionär-experimentelle Umgang mit Songstrukturen nennen, die vorher oft simpler gestaltet wurden. Weitere wichtige Merkmale sind verzerrte Gitarren, Soundeffekte wie „Wah“, „Flanger“, „Phaser“ oder „Reverb“, die der psychedelischen Rockmusik den typisch tranceartigen Charakter verleihen. Üblich sind außerdem lange, verspielte Soli und Improvisationen.

Psychedelische Musik ist häufig von halluzinierenden Erlebnissen mit LSD, so genannten psychedelischen Pilzen (auch „Magic Mushrooms“ genannt), Meskalin und/oder Cannabis inspiriert. Ein Nebenbegriff des Psychedelic-Rock ist der Space-Rock. Dieser Begriff wurde in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren vor allem von Bands wie Pink Floyd und Hawkwind geprägt.
Im Space-Rock werden durch die Verwendung wiederholender Merkmale, z. B. durch Hard-Rock-artige Gitarrenriffs und vielfältige Klangfarben, eine weltraumartige Atmosphäre und ein Gefühl der Schwerelosigkeit erzeugt. Dies wird durch den Einsatz von Synthesizern, aber auch mit exotischeren Instrumenten wie Blas- oder Streichinstrumenten hervorgerufen. Einher mit der „weltraumartigen“ Musik gehen oft Texte, die vom Universum, Science Fiction oder Fantasy handeln. Darüber hinaus sind komplizierte Lichtshows bei Live-Auftritten in diesem Genre üblich. Hervorheben kann man hier vor allem die eben erwähnte Band Pink Floyd, die bereits in ihrer frühen Phase bei Konzerten mit optischen Effekten experimentierte. So sind auch technische Aspekte bei der Erklärung der psychedelischen Musik entscheidend, denn damalige Innovationen machten die gesamt-musikalische Entwicklung, wie sie später noch erläutert wird, erst möglich.
Dennoch ist es wichtig, sich klarzumachen, dass bereits Jazzmusiker wie etwa Miles Davis psychedelische Grundstimmungen in ihren Kompositionen erzeugten. Dies gelang ohne elektrische Live- oder Studioeffekte, sondern allein mit Instrumenten. Wie bei der psychedelischen Musik lag auch bei diesen Künstlern im Vordergrund, etwas Neues zu kreieren. Außerdem griffen auch Künstler wie Miles Davis oder Charlie Parker zu Drogen.

2 Geschichte und Lage der Menschen / der Gesellschaft vor und während der Entstehung
Im Vietnamkrieg tappten die US-amerikanischen Bürger für lange Zeit im Dunkeln, was die Lage in Vietnam und das Ausmaß der Zerstörungen angeht. Grund dafür war ein breites Schweigen in Kreisen der Regierung. Da sich das US-Government moralisch im Recht fühlte, war es den westlichen Journalisten allerdings erlaubt, sich relativ frei im Kriegsgebiet zu bewegen. Im Fernsehen wurden tagtäglich Bilder von Kampfhandlungen gezeigt. Ebenso ausführlich wurde in den Zeitungen berichtet. Dies führte dazu, dass die Brutalität des Krieges öffentlich bekannt wurde. Die Luftangriffe auf Vietnam und die Benutzung von Napalm seitens der Amerikaner lösten in der ganzen Welt Proteste und Empörung aus. Um 1969 lehnten dann immer mehr US-Bürger den Vietnamkrieg ab. Die USA schienen einen Krieg gegen das vietnamesische Volk zu führen, nicht etwa gegen den Kommunismus. Als Reaktion darauf entwickelte sich in der westlichen Welt eine breite Protestbewegung - verbunden mit den neuen kulturellen Ausdrucksformen, die in den 1960er Jahren Popularität erlangten. Studenten organisierten sich und schlossen sich schließlich mit dem Ziel, eine Veränderung der Gesellschaftsstrukturen zu erlangen, zusammen. In ihren Augen hatten die Eliten das Vertrauen des Volkes völlig ausgenutzt und untergraben. Die traditionelle Ordnung schien in Frage gestellt und die Haltung zum Krieg spaltete die Gesellschaft.
,,Amerika hat den Blues erfunden. Darauf müssen wir stolz sein – nicht auf die Atomtechnik oder die Mondlandung; auf den Blues.

Und als der Blues psychedelisch wurde, hat Rock’n’roll wirklich durchgestartet.“²
-Ken Kesey, Autor und Merry Prankster-
In Europa entstand eine neue linke Bewegung. In Westdeutschland war das positive Bild von der Schutzmacht USA beschädigt. Die Aggression und die Brutalität der amerikanischen Regierung und die ständige Möglichkeit des Einsatzes atomarer Waffen löste nun auch eine Hippiebewegung in Europa aus, deren oberste Werte Liebe, Respekt vor dem Leben, Pazifismus, Anarchismus, Unangepasstheit und Besitzlosigkeit hießen. Ein weiterer Grund für diese Bewegungen waren diverse zivile Auseinandersetzungen innerhalb Europas.
Haltung und Kleidung waren als Protest gegen den verspotteten Sauberkeitssinn bewusst vernachlässigt. Die Leistungsgesellschaft und der Nutzen an allem und jedem als oberstes Ziel wurden abgelehnt: Bedeutend waren Naturverbundenheit, gemeinsames Musizieren und miteinander leben. Gearbeitet wurde dagegen nur, wenn das Geld knapp wurde. Man lebte praktisch die Musik. Die Musik wurde zur Grundeinstellung.
Philosophie, Kleidung, Denkweise und Haarlänge innerhalb der Szene waren allerdings bei den Hippies ebenso häufig genormt, wie es bei jeder anderen sozialen Gruppe auch übliche Erkennungsmuster gab und gibt.
Doch es gab auch noch weitere Kriterien, in denen sich die Hippies von anderen Jugend-Protestbewegungen unterschieden: Meditation, Rückzug in das eigene Ich und ihre Neigung zu bewusstseinserweiternden Drogen waren solche Punkte. LSD, Cannabis und andere Drogen waren noch legal und leicht erhältlich. Viele Anhänger der Hippies waren der Meinung, dass sich Leute unter LSD-Einfluss von ihren inneren Zwängen befreien könnten und so ein freieres, phantasievolleres Leben führen würden. Leichte Drogen konnten offen konsumiert werden.
Bald schon erkannten auch in dieser Szene einige Geschäftsleute eine Geldquelle im Lebensstil des Hippies und der Begriff "Flower-Power" wurde zu einem Schlagwort, das vor allem der Vermarktung diente. Auf Hemden und Hosen trugen viele Anhänger der Hippieszene nun Flowerpower-Aufnäher oder ähnliche Artikel. So erkannte man nun noch schneller, wer dazu gehörte und wer nicht. In San Francisco selber waren die Hippies zur Urlaubsattraktion geworden. Somit entwickelte sich die Hippie-Bewegung zu etwas, was ihre Anhänger einst verspotteten.

„Als Hippies (abgeleitet von engl. hip = „angesagt“) bezeichnet man Mitglieder einer gegenkulturellen Jugendbewegung, die in den 1960er Jahren entstand.“7
„Eine Gegenkultur ist eine bestimmte, längerfristig gesellschaftlich wirksame Untergruppe (Teilmenge) einer gegebenen menschlichen Kultur. Im Gegensatz zur Subkultur stellen – nach J. Milton Yinger – ihre Mitglieder die primären Werte und Normen dieser Kultur in Frage und entwickeln ihr eigenes System an sozialen Werten und Normen“13

2.1 Einwirkungen auf das Tun und Lassen der Künstler
Natürlich haben die gesellschaftlichen Vorgänge massiv auf die gesamte Kunst und somit auch auf die psychedelische Musik in dieser Zeit eingewirkt und leiteten die Entstehung und die Entwicklung der psychedelischen Rockmusik überhaupt erst ein. Wertevorstellungen der Musiker, wie etwa Liebe und Hingabe zur Musik, Kritik an der amerikanischen Politik, Anarchismus und natürlich die „technische Revolution“ führten zu einem musikalischen Erwachen und so auch zu Experimenten, die es so vorher noch nicht gegeben hatte. In Jam-Sessions, in denen auch auf das Vorwissen von bereits vorhandener komplexer psychedelischer Musik zurückgegriffen wurde, entstanden nun völlig neue musikalische Wege. Eine große Inspirationsvorlage lieferte beispielsweise die Musik der Jazzer Miles Davis und Charlie Parker.


3 Die psychedelische Rockmusik (Beginn)
In der Medienlandschaft und auch im alltäglichen Sprachgebrauch wurde um 1965 der Begriff „psychedelic" zum Modewort. Alles, was in irgendeiner Form verwirrend, meditativ, surreal, verträumt oder exotisch wirkte, wurde als psychedelisch bezeichnet: Von der Lava-Lampe bis hin zur bunt gemusterten Tapete. Da konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass auch Musik als psychedelisch bezeichnet wurde:

„Im Psychedelic Rock wurde mit ausgedehnten Improvisationen und sphärischen Klangbildern versucht die bewußtseinerweiternde Wirkung der Drogen zu verstärken. Die gleiche Funktion sollten bunte Scheinwerfer und Film- und Diaprojektionen erfüllen. Typische Vertreter dieser Musik waren die kalifornischen Gruppen Jefferson Airplane und Grateful Dead sowie die englische Band Pink Floyd. Doch auch bei anderen Gruppen, wie den ebenso trendbewußten wie -setzenden Beatles oder den Rolling Stones war der psychedelische Einfluß vorhanden (…)“

Der Psychedelic-Rock kann in mehrfacher Hinsicht erstens als neue musikalische Entwicklung und zweitens als Vorform des späteren Progressive-Rock gesehen werden, der neben ihm bestand und sich mit diesem auch vermischte. Beide stammen letztendlich von derselben Subkultur ab und zeigen ähnliche musikalische Bewegungen. Zu Beginn zeichnete sich der Psychedelic Rock durch eine enge Beziehung zwischen Zuschauern und Musikern aus – so gab es z. B. bei Konzerten im Marquee Club in London keinerlei Trennung zwischen Bühne und Publikum. Man kann hier von einer wechselseitigen Beziehung zwischen Musikern und Publikum sprechen, die beide der gleichen Szene angehörten. An dieser Stelle kann auch angemerkt werden, dass die psychedelische Musik zunächst in der Clubszene bestand.

Was psychedelischen Rock ausmacht, lässt sich allein durch eine grobe Stilbeschreibung erst einmal schwer sagen, da von Folk bis Jazz höchst unterschiedliche Musikstücke als psychedelisch bezeichnet wurden und alle als Einflüsse im Psychedelic-Rock vorkommen können. Einfacher ist es, bestimmte musikalische Klischees oder Erkennungsmerkmale zu beschreiben, die als typisch psychedelisch gelten.

So gibt es zahlreiche Abweichungen von den einfachen Rockschemata. Afrikanische, alt-amerikanische und asiatische Rhythmen wurden benutzt. Relativ oft wird der 4/4-Takt für Zwischenspiele in anderen Taktarten unterbrochen und einige psychedelische Stücke sind sogar polyrhythmisch. Die Polyrhythmik ist die Überlagerung mehrerer verschiedener Rhythmen in einem mehrstimmigen Stück, die vor Jimi Hendrix und Carlos Santana nur im Jazz üblich war - und die dann typischer Bestandteil des Psychedelic- und Progressive-Rock wurde. Allerdings sollte Santana nicht dem Psychedelic-Rock zugeordnet werden. Des Weiteren erkennt man – wie bereits erwähnt - psychedelische Rockmusik häufig gut an der Vielfalt der benutzten Gitarreneffekte, denn Effekte wie beispielsweise „Delay“ und „Reverb“, die mit den Wörtern Echo, Hall und Verzögerung erklärt werden können, lösen häufig die „abhebende“ Grundstimmung aus, die auch zu dem erwähnten schwebenden Gefühl führt, das beim Hören der Musik entstehen kann.

3.1 Zeitgenössische Szenenbildung/-stimmung
,,Es war unglaublich formlos. Die Leute wanderten einfach umher und fragten sich, was hier vor sich ging … und ganz spontan passierten irgendwelche Dinge. Jeder war bereit, alles zu akzeptieren und zu allem beizutragen. Jeder schuf irgendetwas.“
-Jerry Garcia, Grateful Dead, über den ersten Acid Test 1965-

„1967 eroberte von San Francisco ausgehend mit der Hippie-Kultur eine neue Jugendbewegung die westliche Welt. Themen der Hippies waren Pazifismus, freie Liebe und Bewußtseinserweiterung durch die Modedrogen LSD und Marihuana. Einzige dezidiert politische Forderung war der Abzug der amerikanischen Truppen aus Vietnam, ansonsten herrschte ein eher diffuser Protest, nicht nur gegen die konformistische Erwachsenenwelt, sondern überhaupt gegen die westliche Industriegesellschaft. In riesigen Open-Air-Festivals wurde dem neuen Gemeinschaftsgefühl Ausdruck verliehen (Woodstock).“

In Europa war 1968 das berühmte Jahr der Studentenbewegung. Nachdem die Protestwelle von den USA nach Europa überschwappte, kam es in Paris, Prag und Berlin zu Demonstrationen und Unruhen, die jedoch im Gegensatz zur Hippiebewegung mit konkreten politischen Forderungen verbunden waren. Anders als in den USA verlagerte sich der Protest dagegen noch nicht in die Musik.
„Als wichtigsten Selbstausdruck der Hippies sieht Macan jedoch die Musik, vor allem Psychedelic Rock, die auf akustischer Ebene die modische und ideelle Abgrenzung vom „Mainstream“ widerspiegelt: „The hippies despised the Establishment, approved top forty music for its predictability, conformity, and (in their view) banality (…)“

3.2 Drogeneinflüsse der Künstler als Inspirationsquellen und als Problemgründe
,,Psychedelische Musik erweitert dein Bewusstsein und deine Wahrnehmung. So einfach ist das.“
-Phil Lesh, Grateful Dead-

Im Jahr 1938 stellte der Schweizer Forscher Dr. Albert Hoffmann erstmals Lysergsäurediäthylamid chemisch her, das in der Kurzform LSD oder „Acid“ genannt wird. Bis 1966 war der Konsum von LSD in den USA legal. Klinische Tests widerlegten die Theorie, dass LSD kurzfristige psychotische Zustände auslöst und so wurde es als „psychedelische“ oder „bewusstseinsverändernde“ Substanz eingestuft.

Der renommierte Harvard-Professor für Psychologie Timothy Leary experimentierte seit 1960 mit halluzinogenen Substanzen, insbesondere seit 1961 mit LSD. Aufgrund zunehmender Kritik an seinen Studien, verlagerte er seine Arbeiten 1962 nach Mexiko und beschränkte sie auf die Sommermonate. Dort wurden die Erfahrungen mit der Droge in einer Gruppe erlebt und ausgewertet. Schon die zweite Veranstaltung im Jahr 1963 wurde von vielen Früh-Hippies aufgesucht, was die enorme Bekanntheit von Leary unterstrich.

Die ersten Ergebnisse dieser Arbeit veröffentlichte Leary 1964 zusammen mit Richard Alpert und Ralph Metzner in dem Buch „The Psychedelic Experience“. Das Buch war eine detaillierte Anleitung zum Gebrauch von LSD mit Hilfe asiatischer Philosophien auf der Basis des tibetischen Totenbuches.

Der Begriff Psychedelic wurde 1956 vom britischen Psychiater Humphry Osmond gemeinsam mit dem britischen Schriftsteller Aldous Huxley erfunden und beschreibt die Auswirkungen halluzinogener Drogen auf die Wahrnehmung des Menschen. Der Begriff Psychedelisch setzt sich aus den Wörtern "Seele" und "offenbar" zusammen, bedeutet also wörtlich einen manchmal euphorischen Trance-, Rausch- oder Meditations-Zustand oder -Eindruck, in dem "sich die Seele öffnet". Beide Männer prägten das Wort für diese neue Art von Drogenwirkung auf die Seele in Form eines Reimes:

“Huxley:
To make this trivial world sublime
take half a Gramme of phanerothyme.

(Um diese triviale Welt sublimer zu machen, nimm ein halbes Gramm Phanerothyme.)
Osmonds Antwort:
To fathom hell or soar angelic
just take a pinch of psychedelic.

(Um die Hölle auszuloten oder in himmlische Höhen aufzusteigen, nimm nur eine Prise "Psychedelic".)“12

Erwähnung fand der Begriff Psychedelic erstmals in Osmonds Ausarbeitung „A Review of the Clinical Effects of Psychotomimetic Agents“ von 1957 und hat sich seitdem im psychiatrischen Bereich etabliert. An verschiedenen klinischen LSD-Tests nahmen unter anderen auch mehrere junge Männer teil, die später zu bekannten Vertretern der „psychedelischen Kultur“ wurden. Zum Beispiel der Dichter Allen Ginsberg und der Schriftsteller Ken Kesey. Als diese Experimente im Auftrag der CIA abgebrochen wurden, begannen Kesey und einige Freunde im Studentenviertel North Beach in San Francisco, LSD-Parties zu organisieren. Schon nach kurzer Zeit entwickelten sich diese Parties zu so genannten „Trips Festivals„.

Dabei gab es für einen Dollar Eintritt freies LSD. Das erste dieser Feste fand am 4. Dezember 1965 in einem Privathaus in San José statt.

„Ich glaube nicht, dass unter Drogeneinfluss jemals musikalisch wertvolle Dinge entstanden sind, aber immerhin entwickelten wir dadurch eine Liebe zum völlig Unerwarteten“.
-Jerry Garcia, Grateful Dead, bei einem Interview-

,,Niemand kann psychedelische Musik definieren. Musik ist dann psychedelisch, wenn der Zuhörer auf Acid ist.“
-Paul Kantner, Jefferson Airplane-
Zwischen Drogen und Musik hat es im Verlauf der menschlichen Geschichte immer wieder Zusammenhänge gegeben. Andererseits hat man nur selten eine Droge direkt für eine musikalische Entwicklung verantwortlich gemacht. Vielleicht hatte Louis Armstrongs lebenslange Vorliebe für Cannabis tatsächlich etwas mit seiner außerordentlichen Sensibilität gegenüber vollen Klängen und melodiösen Details zu tun, aber niemand würde Armstrongs Improvisationen deshalb Kiffermusik nennen oder sie als psychedelisch bezeichnen. Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen Heroinkonsum und der Fähigkeit von modernen Jazzern wie Charlie Parker, komplexeste Rhythmen zu spielen und dabei nicht einmal angestrengt zu wirken. Dennoch würde niemand deshalb auf die Idee kommen, Bebop mit „Junkie-Jazz“ gleichzusetzen. Was man im Punkto Drogen allerdings sagen kann, ist, dass die gesellschaftliche Verbreitung von LSD nach den kontrollierten Experimenten der CIA die Übernahme experimenteller Songelemente höchstwahrscheinlich beschleunigt hat.
LSD ist ein Sonderfall. Der Grund dafür ist nicht bloß die Tatsache, dass die Wirkung von LSD um ein Vielfaches stärker ist, als beispielsweise die von THC, der psychoaktiven Substanz in Marihuana und Haschisch. Eine ausreichende Dosis LSD kann einen Trip auslösen, der einen Menschen bis an den Ursprung seiner Existenz erschüttert und sein Leben völlig verändert. Ein LSD-Trip kann sehr drastisch offenbaren, dass sich jemand über die wahre Natur seiner äußeren und inneren Wirklichkeit (seiner Psyche und seiner Umwelt) bisher getäuscht hat. Das Resultat kann zu einer Persönlichkeitsbildung beitragen, es kann einen Menschen aber auch völlig aus der Bahn werfen – je nachdem, wie gut er sich auf sein Drogenexperiment vorbereitet hat und wie verträglich er gegenüber der Substanz ist, bzw. ob er psychisch labil ist oder nicht.

Zur Jahrzehntwende erfuhr die Hippiebewegung und überhaupt die zu neuen Ufern aufgebrochene Popmusik der endsechziger Jahre dann eine schwere Niederlage, die auch die Gefahren der Drogen verdeutlichte:

Jimi Hendrix, Janis Joplin, der Doors Sänger Jim Morrison und der Rolling Stones Gitarrist Brian Jones starben an übermäßigem Drogen- oder Alkoholkonsum.

3.3 Technische Erneuerungen als Auswirkungen und Möglichkeiten auf/für die Musikwelt
Der Sound in der Psychedelic-Rock Ära ist schneller und häufig auch elektronischer geworden. Es gibt viele neue Richtungen, die ohne die technischen Möglichkeiten, die in den 1960er Jahren entwickelt wurden, nicht so zustande gekommen wären.

Durch den Einfluss der Technik konnte zeitversetzt und über Spuren aufgenommen werden. Zu diesen Techniken zählen z. B. die Erfindung und Verfeinerung des Synthesizers, neue Aufnahmetechniken, Tonband-Schneidetechniken, Reverb-(Hall), Delay-(Echo-/Verzögerungseffekt), Flanger- und Phasereffekte, die völlig neue Sounds darstellten - außerdem die Möglichkeit der Stereo-Aufnahme.

Man spielte nun häufig auch einige Songteile doppelt ein, um einen breiteren Sound zu erzeugen. Mit dieser Technik experimentierten z. B. die Beatles sehr früh. Dieses Neuland an Entwicklungen machte den Psychedelic-Rock möglich und machte außerdem den Weg zur erhöhten Flexibilität in der Gesamtheit aller Musiksparten frei.

Als typisch psychedelisch gelten spezialeffekt-untermalte Musik-Produktionen, was vom simplen Wah-Effektpedal bis zum Herumexperimentieren mit allen oben erwähnten neuen Möglichkeiten der Studio-Technik reicht. Neben dem frisch erfundenen neuen Synthesizer wurden aber auch andere elektronische Instrumente, wie das Trautonium, das Electro-Theremin und das Mellotron benutzt, um neue Sounds zu erzeugen.

Durch diese neu geschaffenen Möglichkeiten in der Studio-Technik wurde bald auch der Druck der Musikindustrie gegenüber den Bands und den Musikern höher. Musik musste glatter, perfekter und konsumierbarer – kurz gesagt „hochglanzpoliert“ klingen. Damit sanken auch die Chancen für kleine Garagenbands mit schlechten Aufnahmebedingungen, mit ihrer Musik groß herauszukommen und Popularität zu erlangen.

3.4 Aufstieg, Ruhm, Abstieg -> Künstlerbeispiele
Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison waren die zentralen Schlüsselfiguren der Hippiezeit in den 1960er Jahren. Alle drei Musiker prägten einen Lebensstil, der im Nachhinein mit „Sex, Drugs & Rock'n'Roll“ und „Live fast, love hard, die young“ beschrieben worden ist. „Die vergebliche Suche nach der wahren Liebe, Zuneigung und Geborgenheit ließ diese Künstler gelegentlich in Depressionen fallen, die sie durch Alkohol und harte Drogen zu verdrängen versuchten. Durch diese innere Zerrissenheit der Gefühle und ihre Schwierigkeiten, enge menschliche Kontakte aufzubauen, lässt sich ihre Musik verstehen, die gleichzeitig Stolz und Verzweiflung (All is Loneliness) ausdrückt.“6
Die Beatles, die über Jahre hinweg musikalische Vordenker waren, lösten sich am 10. April 1970 auf.
Trotz dieser Geschehnisse prägten sowohl die Ideale der Hippies, als auch die neuen musikalischen Techniken und Stile auch das kommende Jahrzehnt.

3.5 Wichtige und bekannte Künstler/Bands
,,Es ist seit einiger Zeit möglich, den Geisteszustand und Standpunkt eines Menschen chemisch zu verändern. Man kann Denken und Sprache so umstrukturieren, dass die Überlegungen des Menschen einen unmittelbaren Bezug zu seinem Leben und seinen Problemen haben, so dass er besser mit ihnen umgehen
kann. Die Suche nach dieser reinen Urteilskraft bildet die Grundlage eines Songs dieses Albums.“2
-Aus dem Begleittext zum ersten Album der 13th Floor Elevators, The Psychedelic Sounds Of The 13th Floor Elevators, 1966-

  • Miles Davis
  • The Beatles
  • The Byrds
  • The Yardbirds
  • Grateful Dead
  • The Doors
  • Janis Joplin
  • Jefferson Airplane
  • The Who
  • The Blues Magoos
  • Led Zeppelin
  • Meat Puppets
  • The Seeds
  • Count Five
  • The Deep
  • Rolling Stones
  • Pink Floyd
  • Syd Barret (früher bei Pink Floyd)
  • Jimi Hendrix
  • Novalis (deutsche Band)
  • Cream
  • King Crimson
  • Charlie Parker
  • The Merry Pranksters

Wie es die Musik häufig tut, widerspiegeln aber auch einige Filme zeitgenössische Stimmungen oder lassen zumindest im Ansatz erkennen, wie es innerhalb der Hippie- oder Psychedelic-Szene ausgesehen haben könnte. Beispiele dafür sind die Filme „Psych-Out“ (u. A. mit Jack Nicholson) und „Easy Rider“ (u. A. mit Dennis Hopper, Phil Spector und ebenfalls Jack Nicholson). Im übertriebenem Sinne auch „Fear and Loathing in Las Vegas“ (u. A. mit Johnny Depp).

Pink Floyd bei einem Konzert zum Album “The Wall”. Zu erkennen ist eine besonders aufwendig gestaltete Licht- und Lasershow, für die Pink Floyd bekannt waren und sogar einen Extra Lichttechniker angestellt hatten.
Grafik: http://www.pani.com/referenzen/event/wall.html

4 Die psychedelische Rockmusik (Heute)
Einige Musiker, die den Psychedelic Rock mit schufen, haben diesem Stil nicht den Rücken zugewandt und machen immer noch ähnliche Musik. Doch die psychedelische Musik hat sich auch weiterentwickelt und es gibt viele neue und jüngere Künstler und Bands, die sich den psychedelischen Musikrichtungen zuwenden. Auch wenn man den Zeitraum des Psychedelic Rock geschichtlich gesehen von 1965 – 1969 eingrenzt, hat die psychedelische Musik bis heute auch als eigener Stil überlebt. Einige lebende Beweise dafür sind im Punkt 4.2. aufgelistet. 

4.1 Entwicklungen durch die psychedelische Musik
Ähnlich wie der Rock'n'Roll veränderte der Psychedelic-Rock die Musikwelt enorm. Es wurden Dinge selbstverständlich, die vorher noch als riskant, verpönt oder gar unmöglich galten.

,,Sehr viele Grundprinzipien der gegenwärtigen Rockmusik wären ohne die psychedelische Ära einfach undenkbar.“
-Joe Boyd, Chef von Hannibal Records (Elektrolabel)-

Zum Beispiel kamen Streich- oder Blasinstrumente zum Einsatz, die vorher nur in Stilrichtungen verwendet wurden, die man nicht dem Rock zuordnete. Außerdem benutzte man exotische Instrumente wie die Sitar und Tablas - außerdem Orgeln.

Mit den Instrumenten flossen aber auch direkte Einflüsse aus anderen Stilrichtungen in die Rockmusik ein. Neben Jazz oder Folk waren dies auch Einflüsse aus der klassischen Musik denen man sich öffnete. So gab es beispielsweise Tendenzen, ein Album als ein thematisch geschlossenes Werk zu betrachten (Konzeptalbum).

Um 1970 spaltete sich der Psychedelic Rock teilweise in andere Stile auf: Dazu zählen Progressive-Rock, Artrock und Glamrock. Auch der Hardrock (z. B. "Led Zeppelin", "Deep Purple", "Black Sabbath") griff auf psychedelische Elemente zurück.

Selbst Metal und sogar der Britpop wurden stark vom Psychedelic-Rock beeinflusst. "Alice In Chains" und "Monster Magnet" nahmen "Psychedelic-Rock"-Songs auf. Britpop-Bands wie "Oasis" oder "Blur" bezogen sich auf psychedelische Elemente - ebenso "Supergrass" oder "Radiohead". "Wolfmother" und "Queens of the Stone Age" kann man auch zum Psychedelic-Rock zählen. "The Cure", die elektronische Einflüsse in ihrer Musik vereinen, sind ebenfalls oft deutlich psychedelisch. So leben auch viele Elektronikstile, wie Trance, Ambient und Acid House von psychedelischen Einflüssen.
Begleiterscheinungen der Psychedelic-Rock Ära, wie Plakate und die Licht-Show sind heute in Form von Konzertplakaten und Bühnenbeleuchtung unverzichtbare und nicht mehr wegzudenkende Bestandteile der Rock- und Popmusik.

Weiter fand während der Hochphase der psychedelischen Rockgeschichte ein Bruch mit dem traditionellen Drei-Minuten-Stück statt. So ließen sich die Radiosender mehr und mehr darauf ein, auch längere Songs zu spielen. Auch die Songtexte (Lyrics) bekamen nach und nach größere Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt Bob Dylan trug dazu bei, dass den Texten im Verhältnis zur Musik heute eine größere Bedeutung beigemessen wird.

4.2 Künstler/Bands (Heute)

  • Radiohead (http://www.myspace.com/radiohead)
  • Wolfmother (http://www.myspace.com/wolfmother)
  • Phil Lesh (http://www.myspace.com/philandfriendsofficial)
  • Gov't Mule (http://www.myspace.com/govtmule)
  • Queens of the Stone Age (http://www.myspace.com/queensofthestoneage)
  • Jethro Tull (http://lastfm.spiegel.de/music/Jethro+Tull)
  • La Ira de Dios (http://www.myspace.com/lairadedios)
  • Trail Of Dead (http://www.myspace.com/trailofdead)
  • Eyes Adrift (http://www.myspace.com/eyesadriftrocks)


4.3 Unterschiede und Zusammenhänge zu früherer Szenestimmung
Zuallererst kann man sagen, dass heutzutage in der Jam- und Psychedelic-Rock Szene vieles anders ist, als bereits über die Stimmung innerhalb der Rockszene in den 60er und 70er Jahren gesagt wurde. Natürlich war der Vietnamkrieg eine große Leidensquelle für viele Familien. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten sind selbst Opfer des Krieges geworden, z. B. durch den Verlust von Bekannten, Freunden oder sogar von Familienmitgliedern.

„Denn hinter der heilen Medienwelt des Friedens, der Liebe und der Blumen waren die sechziger Jahre eine Zeit der gewalttätigen Konflikte und der Angst, wobei die Fronten auf der Straße verliefen.“

Des Weiteren war die Hemmschwelle für den Drogenkonsum wesentlich kleiner, da wenig über die Gefahren der Substanzen bekannt war und weil die Abschreckungs- und Präventionskampagnen erst Ende der 60er und in den 70er Jahren verstärkt wurden. Außerdem war es wohl in den Entstehungsjahren der psychedelischen Rockmusik wesentlich einfacher, an LSD zu gelangen, als es heute der Fall ist.

Natürlich kann man heutzutage auch noch an psychedelische Drogen gelangen… und Krieg herrscht außerdem auch. Und trotzdem werden diese Ereignisse nicht ein zweites Mal so geschehen. Die Tatsache, dass sich die Stimmung innerhalb jeder Szene, jeder Gemeinschaft und jeder Gesellschaft verändert hat, liegt an vielen Gegebenheiten. Dass sich Vieles schneller ändert, als früher, liegt vielleicht besonders an den ausgeprägten und überall anwesenden Massenmedien, doch eine so ausgeprägte und zum Teil auch etwas geschlossene Szene, wie sie in den 1960er und 1970er Jahren existierte, scheint es heute in der reinen Psychedelic-Rock Richtung nicht mehr zu geben.


4.4 Ausbreitung/Zuwachs aufgrund medialer Publikationsmöglichkeiten -> Schwierigkeiten und Vorteile
Zum einen kann hier gesagt werden, dass durch die große Anzahl der Medien (Fernsehen, Internet, Radio, Zeitungen), die uns praktisch rund um die Uhr begleiten, mittlerweile jeder Musiker die Möglichkeit hat, sein Erzeugnis (Musik, Text, Video) öffentlich zu machen und gerade durch Internetportale wie z. B. Myspace an seine jeweiligen Interessensgruppen gelangen kann. Doch auch die Konkurrenz in der Musikbranche wird größer. Ein Grund dafür liegt ebenfalls in den Medien: Genau genommen in der Werbung.

Angebot und Nachfrage für z. B. Musikinstrumente steigen und durch die große Anzahl von Werbung haben große Musikkaufhäuser wie etwa Thomann in Bayern leichtes Spiel, Artikel günstig an den Interessenten zu bringen. Heut zu Tage bedarf es keiner großen Investition mehr, sich Equipment für den Proberaum oder für die Bühne zu besorgen. Jeder, der sich etwas Können an einem Instrument aneignet, kann heute eine Band gründen und sich damit öffentlich einem Publikum präsentieren. Die Präsentation im Internet ist sogar kostenlos und sehr unkompliziert.

Die Medien sind außerdem dafür verantwortlich, dass eine Menge guter Musiker nie Berühmtheit erlangen und einem kleinen Kreis von Anhängern einer Band vorbehalten bleiben. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben: Zum einen werden die wenigsten Künstler für die breite Masse selektiert. Das hat immer auch etwas mit Glück zu tun. Auf der anderen Seite findet diese Selektion sogar in Kreisen anerkannter, berühmter Bands und Musiker statt. Ein Beispiel dafür sind die zahlreichen „Säuberungskampagnen“ der Radiosender in den 1960er Jahren, die Vieles ausselektierten, was annährend mit Drogen in Zusammenhang gebracht werden konnte.

Allerdings sind die Medien auch dafür verantwortlich, dass beispielsweise Rockmusiker zu unerreichbaren Superstars werden: Durch die konzeptgeplante Darstellung zu Gunsten des Images und somit der Vermarktung erscheinen berühmt gewordene Musiker teilweise als übermenschlich. Die Medien greifen dabei auf Material der Plattenfirmen und auf Pressematerial zurück. In Extremfällen darf Imageschädigendes Material gar nicht erst abgedruckt werden, wenn z. B. für Konzerte angeheuerte Fotographen versuchen, auf eigene Faust zu agieren, indem sie dieses dem Künstler schädigende Material veröffentlichen wollen. Auf der anderen Seite erfahren die Menschen, insbesondere Fans von kleinsten Krisen im Leben ihrer Vorbilder und Stars. Somit nimmt auch die Nachfrage für Künstler bei steigender Berühmtheit zu, was bedeutet, dass Krisen bei diesen berühmten Leuten noch verschärft werden können, weil auf die Privatsphäre der verfolgten und bekannten Künstler keine Rücksicht mehr genommen wird.


5 Eigene Stellungnahme und Fazit
Persönlich möchte ich anmerken, dass die psychedelische Musik sehr tief wirkt: Effekte wie Echo oder Hall lassen Gesprochenes beispielsweise klingen, als würde sich der Sprechende entfernen. Durch solche Effekte und die typisch verwendeten Muster wird sofort eine tiefe Erinnerungsebene oder ein Bild erschaffen, das natürlich bei jedem Menschen anders ist. Doch wenn man sich auf die Musik einlässt, merkt man schnell, dass man das nach Marihuana und Räucherstäbchen riechende Etikett „psychedelic“ nicht auf alles Mögliche aufkleben sollte, denn man kann den Begriff an bestimmten Mustern erkennen, die oberflächlich nicht erklärt werden können. So, wie es in der Kunst sein muss – nämlich alles andere als oberflächlich - hat man selbst die psychedelische Musik, die ja schon sehr experimentell ist, weiter aufgespaltet und man gelangte wiederum zu neuen Musikstilen, die mit sämtlichen anderen Musikrichtungen vermischt wurden. Es hat wenig Sinn, eine Band oder ein Lied einzig und allein der psychedelischen Musik zuzuordnen, da immer noch andere Richtungen einwirken. Die psychedelische Musik ist eben eine Sparte.

Abschließend würde ich sagen, dass man bei der Suche nach psychedelischer Rockmusik bei den in dieser Ausarbeitung angegeben Künstlern und Bands schnell fündig werden kann, denn wenn es allein nach den Kriterien der technischen oder spieltechnischen Merkmale geht, steht man vor einem unzählbar großem Suchergebnis, da diese Elemente heute in nahezu jeder Musik auftauchen.

6 Anhang
Auf der beiliegenden Audio-CD befinden sich 10 Tracks, die psychedelische Züge aufweisen. Dabei unterscheide ich nicht zwischen älteren und neueren Stücken. Jedoch habe ich Beschreibungen zu den auf der CD enthaltenden Songs abgegeben, weshalb sie psychedelische Merkmale beinhalten und für das Verständnis des psychedelischen Begriffs wertvoll sind.

Trackliste:

  1. Pink Floyd - Comfortably Numb
  2. Pink Floyd - The Great Gig In The Sky
  3. Eyes Adrift - Pasted
  4. The Jimi Hendrix Experience - All Along The Watchtower
  5. The Jimi Hendrix Experience - Voodoo Child
  6. Queens Of The Stone Age - The Sky Is Falling
  7. Led Zeppelin - No Quarter
  8. J.A.M. Club – In the cellar
  9. J.A.M. Club – Rendezvous with my guitar
  10. J.A.M. Club – Der Araber

Natürlich befindet sich unter den Bands, die ich für die beiliegende CD ausgewählt habe, Pink Floyd, die Meister darin waren, mächtige und spannende Gitarrensoundwände, mit tief-psychedelischen Soli, auf der anderen Seite aber auch entspannende Rhythmen aufzubauen und dabei den Hörer das Gefühl zu geben, er würde schweben oder schwerelos werden. Die beiden Tracks, die sich auf der CD befinden, sind „Comfortably Numb“ und „The Great Gig In The Sky“.

Von der Band Eyes Adrift, die aus einer wirklichen Starbesetzung bestand, leider aber nie wirklich Bekanntheit erlangte und sich schließlich 2003, ein Jahr nach ihrer Gründung wieder auflöste, befindet sich das Outro „Pasted“ vom einzigen Album „Eyes Adrift“ auf der beiliegenden CD. Zahlreiche Gitarrenspuren, gefühlvolle Übergänge, verschiedene Taktarten und heulende Soli folgen einem erst recht normalen Akustik-Rock-Song.

Auch Jimi Hendrix erzeugte in vielen seiner Songs psychedelische Stimmungen. Ein gutes Beispiel ist das Cover von „All Along The Watchtower“ (Bob Dylan). In Hendrix’ Version des Songs werden durch ein Wah-Gitarren-Pedal, durch ein Glas- oder Metallrohr (Slide genannt), das über die Gitarrensaiten geschoben wird und durch Hall-(Reverb) und Echoeffekte (Delay) ein Mosaik an Klangfarben und somit ein wahrer Gefühlsteppich verursacht. Selbiges kann man zu Jimi Hendrix’ Song „Voodoo Child“ sagen. Beide Songs befinden sich zur Kontrolle auf der beiliegenden CD.

Als sechster Track befindet sich „The Sky Is Falling” von den Queens Of The Stone Age auf der CD. Dabei handelt es sich erst einmal um einen typischen Rocksong, der aber starke psychedelische Merkmale im Gesanglichen, sowie im Instrumentalen aufweist.

Der siebte Track ist erneut ein Rockklassiker – von Led Zeppelin - No Quarter. „No Quarter zeigt die psychedelische Note der Briten. John Paul Jones tobt sich erneut aus, dazu wurde Plants Stimme mit einer dicken Bank Effekte beladen (…)“

Die letzten drei Tracks, die ich auch als psychedelisch inspiriert ansehe, sind Songs meiner eigenen Band „J.A.M. Club“. Bei „In the cellar“ ist es besonders der Instrumentalpart, der auch als Intro dient und außerdem das Schlagzeug, das anfangs (durch Effekte verursacht) „flüssig“ klingt, dann aber „fester“ wird und sich außerdem an elektronischer Musik orientiert. Bei „Rendezvous with my guitar“ hat der mit Gesang ausgeschmückte Mittelpart und das darauf folgende Solo psychedelische Einflüsse. Der letzte Song „Der Araber“ ist ursprünglich aus einem reinen Instrumental Jamming entstanden und dabei ist es auch eigentlich geblieben.





The Albert Hofmann Foundation: Auszüge aus: "A Review of the Clinical Effects of Psychotomimetic Agents" von Humphry Osmond. Aus dem Journal "Annals of the New York Academy of Sciences", Vol. 66(3), 1957, S. 418-434
2Robert Palmer: Rock’n’Roll – Die Chronik einer Kulturrevolution, 1997
3http://de.wikipedia.org/wiki/Psychedelic_Rock
4http://de.wikipedia.org/wiki/Space_Rock
5http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg
6http://de.wikipedia.org/wiki/Janis_Joplin
7http://de.wikipedia.org/wiki/Hippie
8http://de.wikipedia.org/wiki/Woodstock-Festival
9http://de.wikipedia.org/wiki/Drogenkriminalit%C3%A4t
10http://en.wikipedia.org/wiki/Eyes_Adrift
11http://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Rock
12http://de.wikipedia.org/wiki/Psychedelisch
13http://de.wikipedia.org/wiki/Gegenkultur
14http://www.abipur.de/hausaufgaben/neu/detail/stat/26044738.html
15Markus Wierschem: “Caught in a Web.” Progressive Rock – Musik, Geschichte und die deutsche Szene.
16http://www.referate10.com/referate/Musik/6/The-Doors---Geschichte-der-Popmusik-reon.php
17http://www.psychedelic-music.de
18http://www.referate10.com/referate/Musik/3/Geschichte-des-Rocks-reon.php
19http://www.artikelpedia.com/artikel/musik/5/geschichte-des-rocks80.php
20Phil Collins: Encyclopedia of Rock, 1983
21http://www.musiktempel.de/t5259f10-Psychedelische-Musik-primaer-aus-den-ern.html
22http://martinm.twoday.net/stories/4102520/
23http://www.akp-mainz.de/newsletter/bericht_akp.htm
24http://www.musicbeat.de/fullbeat/archiv/jr/led_zeppelin-mothership.php
25http://www.savoy-truffle.de/zippo/Stationen.html
26Schwann: Taschenlexikon Drogen, 3. Auflage, 1982
27http://www.land-der-traeume.de/drogen_legalitaet.php

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