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Titel / Referat: Pest - der Schwarze Tod

Schlagwörter: Bakterien, Yersinia pestis, Nagetiere, Ratten, Flöhe Hausaufgabe, Referat

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Die Pest - der Schwarze Tod

Die Pest wird verursacht durch Bakterien mit dem Namen Yersinia pestis, die in einigen Regionen der Welt bei wildlebenden Nagetieren vorkommen (sogenannte Naturherde) und zwischen diesen durch Flöhe übertragen werden. Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen Infektion des Erregers und Ausbruch der Krankheit, kann zwischen zwei und fünf Tagen betragen. Die Ausprägungsformen der Pesterkrankung sind unterschiedlich. Man unterscheidet Beulen- und Lungenpest. Die Beulenpest macht sich durch vielfältige Symptome bemerkbar: Anschwellen der Lymphknoten, geschwollener Zunge, brennendem Durst, hohem Fieber (von 40 bis 42°C), Schüttelfrost, unregelmäßigem Puls, oftmals heftigem Delirium, Störungen des Nervensystems, heftigen Kopfschmerzen, starrem Blick, Erbrechen, trockenem Mund, erweiterten Pupillen, plötzlich auftretenden Blutungen, psychischen Störungen und besonders natürlich den etwa Gänseeingroßen schwarzblauen Beulen oder Bubonen. Die Überlebenschancen betragen etwa 40 bis 50%.

Bei einem Befall der Lunge kommt es zur schwerwiegenden, auch für andere Menschen direkt ansteckenden Lungenpest. Sie kann von einer Beulenpest mit Ausbreitung der Bakterien auf dem Blutweg in die Lunge ausgehen (sekundäre Lungenpest). Erfolgt die Ansteckung über Tröpfcheninfektion direkt von einem anderen Patienten mit Lungenpest so entsteht die primäre Lungenpest (ohne vorausgehende Beulenpest). Zu Beginn der Erkrankung kommt es zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein Husten mit blutigem Auswurf, zunehmende Atembeschwerden bis hin zum Schock und Atemstillstand. Die Lungenpest ist fast immer tödlich wenn sie nicht frühzeitig (innerhalb 24 Stunden) mit Antibiotika behandelt wird.

Pesterkrankungen treten in unterschiedlich großen Einzelherden in verschiedenen Ländern auf. Vor allem betroffen sind Peru, Zaire, Burma, Indien und Vietnam. Weltweit schätzt die WHO, dass mehrere hundert Erkrankungen pro Jahr vorkommen, wobei die Todesrate bei ungefähr 10 % liegt. Armut, mangelnde Hygiene- und Medizinstandards begünstigen vor allem in Armenvierteln die Übertragung der Erkrankung. Aber auch in Regionen mit hohen Hygienestandard können Pestfälle vereinzelt auftreten. So meldet die USA ca. 15 Pestfälle im Jahr, meist bei Jägern oder Wanderern, die entlegene Naturherdgebiete aufsuchen. Für Reisende stellt die Pest nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossenen Infektionsgebieten) ein Risiko dar.

Die Übertragung erfolgt durch den Rattenfloh (lat. Xenopsylla cheopis) oder -im Falle der primären Lungenpest - mittels Tröpfcheninfektion von Mensch-zu-Mensch. Das Pestbakterium kommt natürlicherweise in Nagetieren vor. Durch die Blutaufnahme des Rattenflohs gelangt es in den vorderen Darmabschnitt. Dieser infiziert nun Haus- und Wanderratten, die in Gemeinschaft mit den Menschen leben, wodurch die Übertragung auf den Menschen stattfindet. Durch den Biss des Flohs gelangen die Bakterien in die Blutbahn des Menschen. Dort werden sie vom nächsten Lymphknoten zu vernichten versucht. Dies ist ein richtiger "Kampf" zwischen den Lymphozyten und den Bakterien. Dadurch schwillt der Lymphknoten bis zu Faustgröße an und verfärbt sich dunkel. Nach dem Ausbruch der Bakterien aus dem Lymphknoten überschwemmen diese den ganzen Körper. Während ihrer Vermehrung produzieren sie ihr gefährliches Toxin. Dieses zersetzt das Gewebe und verwandelt es in eine einzige geschwollene, sulzige Masse. Anschließend können auch die Lungen befallen werden.

Zum Schutz nach einem Flohstich in einem Pest-Risikogebiet bzw. nach direkten Kontakt mit Lungenpest-Erkrankten können - nach Absprache mit dem Arzt - vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. In der Regel sind von diesen Vorbeugungsnahmen keine Reisenden, sondern nur die Familienangehörige der Pestkranken und das medizinische Kontaktpersonal betroffen. Impfstoffe gegen Pest wurden entwickelt sind aber nicht allgemein verfügbar. Sie scheinen einen guten Schutz vor Beulenpest zu geben, während der Schutz vor Lungenpest fraglich ist.

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