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Titel / Referat: Malaria - Krankheit aus den Tropen

Schlagwörter: Arten, Symptome, Erreger Hausaufgabe, Referat

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Malaria, die Krankheit aus den Tropen


Das Wort Malaria stammt aus dem italienischen und setzt sich aus "Mala aria" zusammen, das soviel "schlechte Luft" heißt. Man nennt sie aber auch Sumpf- oder Wechselfieber. Malaria ist weltweit eine der schwersten Tropenkrankheiten. Jedes Jahr sterben fast 3 Millionen Menschen an Malaria, und alle 30 Sekunden stirbt irgendwo auf der Welt ein Kind an dieser Krankheit. Vor etwa 40 Jahren waren sich Ärzte sicher das Malaria vollends bekämpft und überwunden worden sei. Man hatte die Krankheit in Gebieten, wo sie einmal sehr verbreitet war, gut unter Kontrolle bekommen, die Medikamente aller Art waren wirksam. In den letzen Jahren jedoch ist die Zahl der Malariafälle wieder stark angestiegen. Am schwersten betroffen ist Afrika, mit rund 90% aller bekannten Malariafälle.

Experten sagen eine jährliche Ansteigung von Rund 20% von der malariabedingten Erkrankungen und Todesfällen in Afrika. Keine westliche Krankheit kommt auch nur annähernd so häufig vor. Jedes Jahr vernichtet die Malaria weltweit mindestens 35 Millionen gesunde Lebensjahre, infolge von frühzeitigen Tod. Kinder sind besonders anfällig für Malaria. In Afrika, wo 80% aller Malariafälle zu Hause behandelt werden, tötet die Krankheit jedes zwanzigste Kind unter fünf Jahren. Außerdem verursacht Malaria, insbesondere in Verbindung mit Mangelernährung, zahlreiche Schwangerschaftskomplikationen und Totgeburten. Der Anstieg der Krankheit ist auf eine Reihe von Sachen zurückzuführen wie starke Regenfälle in den letzten Jahren, verstärkte Migration(Vermehrung), die seltenere Anwendung von DDT zur Bekämpfung der Überträger und die fortschreitende Resistenzentwicklung gegenüber zahlreichen Präparaten, mit denen die Krankheit früher erfolgreich in Schach gehalten wurde. In der Folge fordert die Malaria heute mehr Menschenleben als noch vor 30 Jahren.

Malaria ist eine Infektionskrankheit, sie wird durch einzelliege Organismen, die man in der Fachsprache Plasmodien nennt, hervorgerufen. Sie werden durch eine bestimmte Stechmückenart übertragen, der Anophelesmücke (übersetzt: Fieber- oder Malariamücke). Malaria wird durch die Plasmodien ausgelöst, die sich mit der Mücke vermehren. Sie überträgt beim Stich mit ihrem Speichel die Plasmodien auf den jeweiligen Menschen. Eine Malariagefahr besteht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur in den Tropen und Subtropen. Der Mensch kann sich nur durch einen Stich einer Mücke infizieren, die bereits bei einer früheren Blutmahlzeit Parasiten aufgenommen hat. Hierbei geben die Mückenweibchen, zur Verhinderung einer Blutgerinnung, ein wenig von ihrem Speichel in die Stichwunde ( eigentlich: Bisswunde ). Die Plasmodien wandern zuerst in Richtung Leber. Nachdem sie sich dort ungeschlechtlich vermehrt haben (Zellteilung), wandern sie in den Blutkreislauf und dringen in die roten Blutzellen ein. Dort vermehren sie sich abermals und bringen die Zellen zum Platzen, so dass sich unzählige Plasmodien "frei" im Blutkreislauf befinden. Jede von ihnen sucht sich daraufhin eine neue.

Es gibt drei Arten von Malaria : 

Malaria tertiana - Sie wird durch Plasmodium (einzelliege Organismen) vivax (jeweilige Bezeichnung des Organismus)und Plasmodium ovale ausgelöst. Diese Arten kommen überwiegend im fernen Osten vor. Die Fieberschübe treten sehr plötzlich ein und dauern drei bis vier Stunden. Sie wiederholen sich nach jeweils 48 Stunden, also jeden dritten Tag.

Die Malaria tertiana (zurück zuführen auf das immer wieder nach 3 Tagen wiederkehren der Fieberschübe deswegen "Tertiana" ) verläuft in der Regel gutartig und heilt ohne Behandlung nach etwa zwölf Fieberschüben, also nach drei Wochen aus. Sie flammt jedoch häufig in den ersten fünf Jahren, nach der Erkrankung, wieder auf.


Malaria quartana - Sie wird durch Plasmodium malariae ausgelöst. Es ist punktuell in tropischen Gebieten verbreitet. Die Fieberschübe treten schnell, aber nicht so plötzlich ein. Sie dauern in der Regel vier bis fünf Stunden und kehren alle 72 Stunden wieder, also jeden vierten Tag.

Auch die Malaria quartana(zurück zuführen auf das immer wieder nach 4 Tagen wiederkehren der Fieberschübe deswegen "Quartana") verläuft meist gutartig, heilt jedoch ohne Behandlung spontan erst nach etwa 20 Fieberschüben, also nach acht Wochen aus. Rückfälle sind im ersten Jahr am häufigsten, können aber noch nach Jahrzehnten auftreten.
Malaria tropica

Sie ist wegen häufiger, schwieriger Komplikationen sehr gefürchtet. Sie wird durch Plasmodium falciparum ausgelöst. Dieses Plasmodium ist in tropischen und subtropischen Regionen
beheimatet. Die Fieberschübe treten sehr plötzlich ein. Sie wiederholen sich in unregelmäßigen Abständen und kehren auch sehr unregelmäßig wieder. Ohne Therapie führt die Malaria tropica häufig nach wenigen Tagen zum Tode. Überlebt jemand die Krankheit, sind Rückfälle mit gleicher Schwere und Gefährlichkeit möglich.


Symptome der Malaria sind unter anderem:

  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Schneller Puls bis zu Kreislaufkollaps und Schock
  • Flüssigkeitsansammlung in der Lunge und Nierenversagen
  • Heftige Fieberschübe
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Apathie
  • Es treten außerdem grippeähnliche Symptome auf

Wenn der Mensch infiziert wurde, wandert das Plasmodium( der einzelliege Organismus, der auch als Parasit bezeichnet wird) zunächst in die Leber und vermehrt sich in einer Leberzelle. Zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt, der auch Jahre nach der Infektion liegen kann, platzt diese Zelle und die Parasiten werden in die Blutbahn eingeschwemmt. Jetzt beginnt der Entwicklungszyklus, der mit der Zeit regelmäßig werden kann und zu jedem dritten("Tertiana") oder vierten ("Quartana") Tag zu einem Fieberschub führt.
Die Krankheit kann bereits im Reiseland, aber auch noch bis zu einem Jahr danach ausbrechen. In der Regel beträgt die Zeit zwischen der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) ein bis vier Wochen. Treten Fieberschübe oder andere Beschwerden auf, muss man unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Wird die Krankheit zu spät erkannt und zu spät behandelt kann dies lebensgefährlich sein. Deshalb gilt innerhalb eines Jahres nach einer Reise in ein Malaria-Gebiet jede ungeklärte Erkrankung bis zum Beweis des Gegenteils als Malaria.

Gegen Malaria kann man sich eigentlich nur vor dem Einstich der infizierten Mücke wirkungsvoll schützen, danach ist es bereits zu spät. Da es keinen Impfstoff gibt muss die Krankheit zu versuchen hiermit vor zubeugen.

Man schützt sich durch:

  • Moskitonetze: Man legt ein Moskitonetz über das Bett oder hängt es in Fenster und Türen. Durch diese Netze gelangen normalerweise keine Insekten in den Raum/ die Wohnung.
  • Klimaanlagen: Klimaanlagen sind zwar weniger wirkungsvoll, jedoch immer noch besser als gar kein Schutz. Mücken sind Insekten, die keine stärkeren Winde oder Luftsoge vertragen, da sie mit ihren kleinen Flügeln kaum eine Chance gegen diese haben.
  • Chloroquin: Chloroquin ist ein Insektizid, ein Insektenvernichtungs- mittel. Es ist der sicherste Schutz vor Malaria und anderen (Tropen) Krankheiten. Allerdings muss man es regelmäßig (täglich) über einen langen Zeitraum einnehmen.
    Mit der Einnahme sollte man etwa 2 Wochen vor der Anreise beginnen, sie den ganzen Urlaub über fortführen und sie mindestens 7-8 Wochen nach dem Aufenthalt noch weiter einnehmen, da die Zeit, die die Erreger benötigen um aktiv zu werden häufig 7-14 Tage dauert
  • Kleidung: Man sollte darauf achten besonders abends, da nur dann die Mücken aktiv sind, langärmlige Kleidung sowie Strümpfe zu tragen.
  • Fenster und Türen geschlossen halten (falls keine Moskitonetze)!


Wie kann man die Krankheit / Krankheitserreger bekämpfen?

Die Malariabekämpfungsprogramme setzen an drei Punkten an:

  • Massenbehandlung der menschlichen Reservoirs mit Mitteln, die Plasmodien im Entwicklungszyklus töten wie den Malariaparasiten. Sowie die Beseitigung und chemische Behandlung von Mückenbrutplätzen durch:
    • Ölverbreitung auf Wasseroberfläche
      Wirkung: Larven, Puppen und Eier können nicht atmen, dies führt zum Tod durch Ersticken.
  • Mückenbekämpfung durch Sprayen von Kontaktinsektiziden an den Stellen, an denen die Überträger nach der Blutmahlzeit ruhen ( Häuser, Hütten usw. )
  • Begradigung der Flüsse bzw. Bäche
    Wirkung: Wasser fließt schneller und reißt alles mit = Tod
  • Beseitigung der Pflanzen in Flüssen
    Wirkung: s. o.
  • DDT ( Dichlordiphenyltrichlormethylmethan ), eine giftige chemische Substanz
    Wirkung: schneller Tod von allem was lebt (Darf heut zu Tage nicht mehr verwendet werden, da es hoch giftig ist)
  • Gambussia ( Fischart )
    Wirkung: Fische fressen Mückenlarven

 

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