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Titel / Referat: Geschichte der Zeitung

Schlagwörter: Anfänge des Zeitungswesen, Buchdruck, Pressefreiheit Hausaufgabe, Referat

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Die Geschichte der Zeitung


Anfänge des Zeitungswesens

Bereits im Mittelalter gab es die mündliche oder schriftliche Nachrichtenübermittlung beispielsweise durch fahrende Spielleute (zum Beispiel: Walther von der Vogelweide) oder in Kaufmannsbriefen. Fürsten, Kirchen, Universitäten und Handel entwickelten auch immer mehr einen zunehmenden Briefverkehr, teilweise mit bezahlten Korrespondenten.
Vorläufer waren Flugschriften, vor allem aber Einblattdrucke (welche es bereits zu Zeiten Caesars als „acta diurna“ oder „acta urbis“ gegeben hatte), auf denen Neuigkeiten angezeigt wurden.
Technische Voraussetzung für die Entstehung von Zeitungen im heutigen Sinn war die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg um 1450 in Mainz.

Deutschland war auch die Wiege der periodischen Presse. Ab 1588 wurden an den großen Handelsplätzen Zeitungen regelmäßig zu so genannten Messrelationen zusammengefasst. Aus Rorschach am Bodensee ist die erste Monatsschrift „Annus Christi“ aus dem Jahre 1597 bekannt. Als erste eigentliche Zeitung gilt die ab 1605 wöchentlich in Straßburg erschienene „Relation“. Weitere frühe Zeitungsstädte waren Wolfenbüttel („Aviso“ - 1609), Basel („Ordinari Wochenzeitung“ - 1610) und Berlin (1617).
Außerhalb des deutschen Sprachraums erschienen erste Zeitungen z. B. 1621 in London („The Corant“), 1631 in Paris (The Gazette“), 1643 in Italien und 1703 in Russland.

Die erste Tageszeitung erschien am 1. Juli 1650 in Leipzig mit dem Namen „Einkommende Zeitungen“.
Um 1700 erschienen bereits 50 bis 60 deutschsprachige Zeitungen.
Die erste österreichische Zeitung – „Wiener Diarium“ – erschien am 8. August 1703, welche ab 1780 posttäglich (zwei bis dreimal pro Woche) als „Wiener Zeitung“ herausgebracht wurde. Seit 1813 erscheint sie als Tageszeitung.

Inhaltlich brachten die eher sehr kleinformatigen Blätter eine weithin ungeordnete Zusammenstellung von Nachrichten über politische, speziell militärische Ereignisse, Unglücksfälle, Naturkatastrophen, Schicksalsschläge etc.
Überschriften und Illustrationen wurden erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts verstärkt in den Zeitungen gedruckt, Photographien erst nach 1920. 

Der Buchdruck - die bahnbrechende Erfindung

Grundgedanke Gutenbergs war die Zerlegung des Textes in Einzelelemente.
Diese Einzelelemente wurden als seitenverkehrte Lettern in beliebiger Anzahl gegossen, schließlich zu Wörtern, Zeilen und Seiten zusammengefügt. Urform für jeden Buchstaben war der Stempel.


Zeit der politischen Auseinandersetzung um Meinungs- und Pressefreiheit

„Unter dem Einfluss der Ideen der Aufklärung und der neu entstehenden wirtschaftlichen Macht des Handelskapitals entwickelte sich die private Presse zum Sprachrohr gegen den privilegierten Adel und die Kirche, auch gegen die Intelligenzblätter und Generalanzeiger der Fürsten mit bezahlten Anzeigen, amtlichen Beiträgen und Verlautbarungen sowie beaufsichtigten redaktionellen Beiträgen […].“ 

Zeitungen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Kennzeichnend für diese Zeit ist die Verbreitung der Zeitungswerbung, welche sogar 1780 bereits 50% der Zeitung ausmachte.
1835 wurde die erste Nachrichten Agentur der Welt gegründet – „Agentur Havas“.
Weiters folgte „Associated Press“ 1848.

„März 1848: Das Wiener Bürgertum revoltiert gegen die staatliche Unterdrückung; die Zensur wird aufgehoben, gierig wird alles Gedruckte verschlungen, über Nacht hat die Unterhaltungsliteratur des Vormärz ausgedient, die Publizistik ist hochpolitisch geworden. Täglich werden neue Zeitungen gegründet, verschwinden meist nach wenigen Tagen wieder.“
In dieser chaotischen Situation erschien am 3. Juli 1848 „Die Presse“, welche sich zunächst durch ihre ruhige, vornehme Aufmachung grundlegend von den anderen Zeitungen unterschied.


Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1910

Um 1910 las in Mitteleuropa ca. ein Drittel der Bevölkerung Zeitung.

Charakteristisch für die Zeitungsentwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Gründung der Partei- und Gesinnungspresse sowie schließlich die Entwicklung der Massenpresse mit bis zu fünfstelligen Auflagenhöhen. Die Entstehung von Nachrichtenagenturen, gesellschaftliche Veränderungen durch Industrialisierung sowie Innovationen insbesondere in der Satz- und Drucktechnik wie etwa der Rotationsdruck (ab 1872) und die Erfindung der Linotype-Setzmaschine (1884). Mit der Massenpresse entstanden auch große Pressekonzerne.

In der Zwischenkriegszeit gab es in Österreich neben „Die Presse“ und „Wiener Zeitung“ noch weitere zum Teil kurzlebige Zeitungen.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Produktion vieler Zeitungen eingestellt. So auch die „Wiener Zeitung“ und ebenfalls „Die Presse“, die aufgrund der Abneigung Hitlers kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 abgestellt wurde.


Entwicklung nach der „Stunde Null“

Das „Goldene Zeitalter“ des Zeitungswesens in den Zwanzigern mit hohen Auflagenzahlen wurde durch den Anschluss Österreichs an das Dritte Reich in den dreißiger Jahren beendet.
Blätter gegen den Nationalsozialismus waren verboten, was dazu führte, das es 1945 nur noch vier Tageszeitungen in Österreich gab („Völkische Beobachter“, „Neue Wiener Zeitung“, „Deutschösterreichische Tageszeitung“, „Kleine Wiener Zeitung“)

In der Zeit vom 7. bis 21. April erschien in ganz Österreich keine Tageszeitung, weswegen Zeitungswissenschaftler von der „Stunde Null“ sprechen.


Phase des Wiederaufbaus

Um Zeitungen in der Besatzungszeit herauszubringen, brauchte man eine Lizenz der Besatzungsmächte, was vorerst aber nur den politischen Parteien gestattet war.
Die Allierten hatten Zensurrechte und kontrollierten auch Papierverbrauch und dessen Zuteilung, da Papier damals nicht Massenware war. Darum hatten Zeitungen wenige Blätter (zwei bis vier), jedoch hatten diese hohe Auflagezahlen.

Die Zeitung „Neues Österreich“, eine Dreiparteienzeitung (ÖVP, SPÖ und KPÖ) wurde ziemlich am Anfang des Wiederaufbaus herausgebracht.
Es folgten Zeitungen der einzelnen Parteien („Arbeiter Zeitung“ (SPÖ), „Volksstimme“ (KPÖ), „Wiener Volksblatt“ (ÖVP))
Unter den Amerikaner und Franzosen wurde jedoch schon 1945 parteiunabhängige Tageszeitungen gegründet („Salzburger Tageszeitung“, „Oberösterreichische Nachrichten“, „Tiroler Tageszeitung“ und „Vorarlberger Nachrichten“), welche bald in das Eigentum von Privatunternehmer übergingen und noch bis heute erscheinen.

1946 wurde nach der Auflösung durch die Nationalsozialisten auch „Die Presse“ wieder gegründet.

„Ende 1946 betrug die Gesamtauflage der österreichischen Tagespresse rund 2,5 Millionen Exemplare, ab 1947 setzte eine Auflagenflaute ein, die 1957 ihren Tiefpunkt erreichte.“


Phase der Konzentration und Festigung (1952 – 1986)

Die Zeitungen der Besatzungsmächte wurde entweder weitergeführt, indem sie übernommen wurden („Kurier“), oder mit 1955 mit dem Abzug der Alliierten eingestellt.
Zusätzlich bestanden noch Parteiblätter und unabhängige Tageszeitungen.

Für diese Zeit kennzeichnend war, dass Boulevardblätter immer mehr an Beliebtheit gewannen, wie zum Beispiel „Bild-Telegraph“ und der „Kurier“.
Es bildeten sich auch viele unabhängige Tageszeitungen, wovon viele sich durch hohe Auflagezahlen von den anderen unterschieden („Neue Kronen Zeitung“, „Kurier“, „Kleine Zeitung“).

„Ab Mitte der Siebziger gelang es den Wiener Zeitungen „Neue Kronen Zeitung“ und „Kurier“ in die Bundesländer vorzudringen, ohne dort die unabhängige Lokalpresse zu verdrängen.“
Die „Neue Kronen Zeitung“ entwickelte sich zur auflagenstärksten Tageszeitung.


Phase der Umgestaltung

1987 kam der Zeitungsmarkt nach eher ruhigeren Jahren durch das Sterben der Parteipressen in Bewegung.

Deutsche Verlage, wie die WAZ-Gruppe, beteiligten sich an österreichischen Zeitungen. Die WAZ-Gruppe sogar mit 45% an der „Neuen Kronen Zeitung“ und ebenso 45% an dem „Kurier“.
Die Drei („Neue Kronen Zeitung“, „Kurier“, WAZ-Gruppe) gründeten sogar die Tochtergesellschaft „Mediaprint“, eine Zeitungs- und Zeitschriftenverlagsgesellschaft. Sie organisiert für beide Zeitungen die Vermarktung, den Druck etc. Sie steht ihnen also organisierend zur Seite. Seit 1989 gibt es sogar ein gemeinsames Fernsehmagazin.

Drei Neugründung: 
- „Standard“ (19. Oktober 1988) 
- „Guten Tag, Niederösterreich“, welche im selben Monat wieder eingestellt wurde (Oktober 1990) 
- „täglich Alles“ (5. April 1992; wurde am 12. August 2000 eingestellt, aber noch kurze Zeit als Internetzeitung weitergeführt.)

Die „tele-Zeitschriftengesellschaft“ wurde 1988 von den Bundesländer-Zeitungen gegründet und bringt seit 1989 das Fernsehmagazin „tele“ heraus.
Zu den Bundesländer-Tageszeitungen gehören: „Kleine Zeitung“, „Oberösterreichische Nachrichten“, „Salburger Nachrichten“, „Tiroler Tageszeitung“ sowie die wöchentliche Zeitung „Niederösterreichische Nachrichten“.

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