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Titel / Referat: Sparta - die griechische Antike

Schlagwörter: Griechenland, Religion, Stadt, Perioiken, Vollbürger, Heloten, Volksversammlung Hausaufgabe, Referat

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Sparta


Die Stadt Sparta bestand aus vier weitläufigen, gartenreichen Quartieren, welche zusammen einen Umfang von etwa neun Kilometer hatten. Die Lage Spartas bot einen gewissen natürlichen Schutz durch die Gebirge, welche das Flusstal umschlossen, und dazu noch ideale Bedingungen für die Landwirtschaft.

Die Einwohnerzahl mag sich in der Hauptzeit (600 v. Chr.) auf 40.000 bis 50.000 belaufen haben. Bis in hellenistische Zeit hatte die Stadt keine Mauern, da die Armee alle Feinde fernhalten konnte.

In Sparta gab es drei Stände:

1. die Vollbürger Spartas
2. die Perioiken und
3. die Heloten

Die Menschen dieser Stände fasst man unter dem Begriff „Lakedaimonier“ zusammen. Die spartanischen Vollbürger stellten den höchsten Stand in der Gesellschaft Spartas dar. Sie hatten sowohl bürgerliche, als auch politische Rechte. Wenn ein Knabe, den ein Bürger als seinen Sohn anerkannt hatte, auch die Prüfung durch die Gemeinschaft - repräsentiert in einem Gremium von Ältesten - bestanden hatte, war er Spartiate und erhielt ein Landgut, von dem er später die Beiträge für die Teilnahme an der gemeinsamen Lebensführung in Zeltgemeinschaften (Agogen) bestreiten konnte. War es ihm irgendwann einmal nicht mehr möglich, die Beiträge zu den gemeinsamen Mahlzeiten aufzubringen, schied er aus der Gemeinschaft der Spartiaten aus, verlor seine politischen Rechte und wurde ein Minderer. Außerdem konnte er das Vollbürgerrecht durch ein Gerichtsurteil verlieren, wenn man wegen Feigheit vor dem Feind, hoher Verschuldung oder Mordes verurteilt worden war. Für die Spartiaten bestand in der Regel keine ökonomische Verpflichtung zur Arbeit, denn ihre Felder wurden von den Heloten bestellt. Nur in Ausnahmefällen hatten Spartiaten Abgaben zu leisten. Diese Umstände schlossen allerdings nicht aus, dass es unter ihnen wirtschaftliche und soziale Unterschiede gab


Perioiken waren um Sparta wohnende, freie Mitglieder des Staates. Wenn der Staat der Spartiaten einen Krieg mit einer fremden Macht führte, bestand für die Perioiken die Pflicht, sich zu beteiligen, weil sie dem kriegsführenden Staat angehörten und nicht weil sie etwa untergebende der Spartiaten gewesen wären.

Die Heloten stellten die Sklaven Spartas dar. Sie hatten weder bürgerliche, noch politische Rechte und es gab von ihnen mehr als Vollbürger Spartas. Sie waren Staatseigentum. Für jeden Spartiaten standen sechs Heloten und deren Familien zur Verfügung. Der Herr war zuständig für den Unterhalt und Verpflegung und darüber hinaus herrschte der Herr über die von Heloten produzierten Güter, wobei der Helot mindestens die Hälfte seines Ertrages an seinen Herrn abgeben musste. Im Krieg diente der Helot als Waffenknecht. Die Volksversammlung in Sparta konnte einen Heloten freisprechen
Die Frauen Spartas waren nicht, wie die übrigen griechischen Frauen in ihren Häusern eingeschlossen, sondern hatten auch Teil am öffentlichen Leben. Mädchen wie Knabe beteiligten sich nackt an Spielen und Wettkämpfen, die restlichen Griechen waren dadurch schockiert. Das Training hatte Auswirkungen auf die körperliche Verfassung der Frauen. So wird in Aristophanes "Lysistrata" die Spartanerin Lampito vor allem als physische Erscheinung gerühmt.

Da die Frauen und ihre Männer von der Landarbeit befreit waren und weitgehend von Sklaven im Haushalt entlastet wurden, sahen sie gewiss gepflegter aus, als die Bäuerinnen anderer Städte. Ihre Schönheit war sprichwörtlich, ja sie sollen die schönsten Frauen überhaupt gewesen sein, wie es bereits damals bei solchen Vergleichen üblichen Übertreibungen hieß. Das Erbtochterrecht bestimmte, dass die Tochter den Besitz des Vaters erbte, wenn kein Sohn vorhanden war. Sie erhielten das Erbgut, bis sie selbst einen männlichen Nachkommen hatte, der dann das Vermögen übernahm. Die Tochter wurde somit nicht zu Erbin, aber zur Platzhalterin. Durch eine Vorteilhafte Heirat konnten die Reichen ihren Reichtum vergrößern; hatte jemand Kapital, so konnte er es über eine Heirat in Landbesitz anlegen. Die Frauen wurden so zum Mittel, durch welches Land in die Hände von wenigen kam. Das spartiatische System war aus monarchischen (Könige), aristokratischen (Gerusie) und demokratischen (Apella) Elementen aufgebaut. Ein konstantes Merkmal griechischer Staaten war, wie bereits genannt, die Organisation der Bürger in einem System von Stämmen (Phylen) und die verschiedenen Unterabteilungen. Diese Einteilungen dienten als Basis für die Teilhabe an den Rechten und Pflichten des Staatsbürgers. Dies war in Sparta nicht anders. Die Spartaner hatten zwei Könige bzw. zwei Königshäuser. Folgende Geschichte liefert dazu eine Erklärung: Es habe früher in Sparta nur einen König gegeben, bis einem solchen einmal Zwillinge, zwei Knaben, geboren wurden. Bei der Geburt sei die Mutter allein gewesen, und sie habe sich geweigert zu sagen, welcher Knabe der erstgeborene sei. Das Delphische Orakel soll angeblich geraten haben, in Zukunft zwei Könige herrschen zu lassen. Den Königen waren die zwei höchsten Priesterämter zugeteilt und für diese Aufgabe wurden ihnen regelmäßig Opfertiere zur Verfügung gestellt. Sie hatten eigenes Personal, die Pythier, die Verbindung zum Orakel in Delphi hielten. Ihre Speisung geschah auf öffentliche Kosten. Die Könige konnten gegen jedes Land Krieg führen, kein Spartiate durfte sie daran hindern, sonst verfiel er der Ächtung. Zwar entschied die Volksversammlung über Krieg und Frieden, der König war und blieb unumschränkter Befehlshaber im Kriege. Seit 505 v. Chr. gab es eine Änderung auf dem Gebiet der Heerführung. Der eine König hatte durchgesetzt, dass nur noch ein König den Feldzug leiten durfte. Das Volk wählte denjenigen König, der die Truppen befehligen sollte. Hatte sich ein König als Heerführer bewährt, wurde er bei den folgenden Feldzügen wieder gewählt. In Sparta stellten die Könige die Repräsentanten des Staates dar. Nach ihrem Tod wurden sie mit beeindruckenden Trauerzeremonien geehrt.

Es war in Sparta nicht ungewöhnlich, dass Könige mehrfach verheiratet waren, um den Nachwuchs zu sichern. Das Königtum war ein lebenslanges Amt, beide Könige hatten die gleiche Macht. Altern war für die Menschen in der Antike ein Prozess, um wünschenswerte Eigenschaften zu erwerben. Mit zunehmendem Alter erwarb ein Mann Erfahrung, Verstand und Weisheit, gleichzeitig stieg er in seiner sozialen Position auf. Schließlich errang er den begehrten Stand zur Gruppe der Ältesten. Sie erfüllten staatlich-polititische und religiöse Leistungsfunktionen, von denen die typischste das Amt des Richters war. Die ältesten in Sparta waren die Geronten. Ihr Versammlungsgremium war die Gerusie, deren Mitglieder durch die Volksversammlung auf Lebenszeit gewählt wurden. Die Zahl der Mitglieder der Gerusie war auf 30 festgelegt, wobei die Könige automatisch zu diesem Rat gehörten. Die Gerusie war politisch für alles in Sparta zuständig, da sie alle Entscheidungen der Volksversammlung vorbereitete. Die Apella war die Volksversammlung der Spartiaten. In historischer Zeit versammelte sie sich regelmäßig (vielleicht einmal im Monat) und konnte jederzeit zu außerordentlichen Sitzungen zusammengerufen werden. In Sparta hielt sich bis in die historische Zeit die Sitte, dass die Volksversammlung ihre Zustimmung bzw. ihr Missfallen durch Zuruf zum Ausdruck brachte und dass es keine Abstimmung durch Handanheben gab, wie in anderen griechischen Städten.

Teilnahmeberechtigt an der Volksversammlung waren alle Vollbürger vom 20. Lebensjahr an. Sie hatten über die Vorschläge, die ihr Könige, Gerusie oder Könige vorlegten abzustimmen. Sicherlich betrafen die Entscheidungen die zentralen Interessen der Gemeinschaft, aber häufig fiel in der Gerusie oder durch sonstige Abstimmungen unter den führenden Politikern Spartas, meist Königen und Ephoren eine Vorentscheidung und die Apella akklamierte lediglich. Aufseher waren die so bezeichneten spartanische Beamten, die eine allgemeine Sittenaufsicht erledigten. Die Ephoren achteten auf die Ernährung bzw. das gesunde Aussehen der jungen Männer, die alle zehn Tage nackt vor ihnen anzutreten hatten. Sie hatten weiterhin darauf zu achten, dass die lakedaimonischen Königshäuser nicht ausstarben. Die Ephoren waren die Wächter über die alten, tradierten (überlieferten) Lebensformen. Damit diese Sitten erhalten blieben, waren sie mit erheblicher Macht ausgestattet.


Begriffsklärung:

Agoge = Zeitgemeinschaft
Akklamieren = applaudieren
Ephoren = Aufseher
Gerusie = der Rat der Geronten (Greise) / die Ältesten Spartas
Hellenen = Griechen
Lakonien = geographischer Raum , dessen Zentrum die Stadt Sparta bildet
Perioiken = um Sparta wohnende, freie Mitglieder des Staates
Phylen = System von Stämmen
Poleis = Siedlungen der Perioiken
Pythier = Königspersonal

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