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Titel / Referat: Griechische Mythologie - Übersicht Götter

Schlagwörter: Mythen, Poseidon, Titanenkampf, Gott, Zeus, Ares, Hera, Heroen, Irrfahrten des Odysseus Hausaufgabe, Referat

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Referat: griechische Mythologie


Die Mythologie ist die systematische Beschäftigung mit Mythen oder deren systematische Darlegung in literarischer, wissenschaftlicher oder religiöser Form. Mythologie kann daher weiter gefasst sein als nur die Gesamtheit der Mythen eines Volkes, einer Region oder einer sozialen Gruppe. Der folgende Text beschäftigt sich mit der griechischen Mythologie. Insbesondere mit ihrer Entstehung und ihren Eigenschaften. Da die Arbeit einen Auszug aus der griechischen Mythologie darbietet, sollte im Voraus der Begriff und die Funktion der griechischen Mythen erläutert werden.

Ein Mythos ist eine Erzählung von Göttern, Heroen und Geschehnissen aus vorgeschichtlicher Zeit. In ihm spiegeln sich die Versuche einer Weltdeutung eines früheren Bewusstseins wieder.
In den Mythen artikulieren sich die Fragen der damaligen Menschen nach ihrer eigenen Existenz und einer geheimnisvollen, unverständlichen Welt. So wurden Sagen um die Existenz von Göttern gesponnen, die das Universum und seinen Ursprung fassbar und nachvollziehbar machten. 

Folglich entstanden viele Arten von Mythen, die gewissermaßen alles Unerklärliche erläuterten, so dass ein ganzheitliches Weltbild entstehen konnte. Sie handeln vom Anfang der Welt (kosmogonische Mythen) und von ihrem Ende (eschatologische Mythen), vom Entstehen der Götter (theogonische Mythen) und ihren Taten, vom Werden und Vergehen der Natur im Wechsel der Jahreszeiten. So entstand eine Beseelung und Vergöttlichung von natürlichen Gegebenheiten, die selbst den Himmel und die Erde zu Gottheiten werden ließen. Die Griechen erklärten sich z.B. den Wechsel der Jahreszeiten durch das Empor- und wieder Hinabsteigen Persephones in die Unterwelt, benannt nach ihrem Gott Hades. Persephone war die Tochter von Zeus, dem Göttervater, und Demeter, der Göttin der Erdfruchtbarkeit. Sie wurde von Hades in das Reich der Toten verschleppt. Die durch ihr Verschwinden entstandene Fruchtlosigkeit brachte Hungersnöte über die Menschen. Daraufhin bestimmte Zeus, dass Persephone zwei Drittel des Jahres, die Zeit der Blüte und der Reife, bei ihrer Mutter, das andere Drittel aber, die Winterzeit, bei ihrem Gatten in der Unterwelt, verbringen sollte. 

Die griechischen Mythen versinnbildlichen allerdings nicht nur die Naturbegebenheiten und –Ereignisse, sie kreisen auch um zentrale Ereignisse und Situationen des menschlichen Lebens, wie der Geburt und dem Tod, Begabungen, Liebe und Hass und erklären deren Herkunft. Der mythischen Anschauungsweise nach werden Emotionen nicht als Äußerung einer innersubjektiven Gedanken- und Gefühlswelt verstanden, sondern als Wirkung eines göttlichen Willens, d.h. dass auch Gefühle und Talente zu Göttern objektiviert wurden. So ist Liebe keine bloße Emotion, sondern ein göttliches Wesen (Aphrodite, Amor), von dem ein Mensch zeitweise beherrscht wird. Auch besondere Fähigkeiten, künstlerische wie auch Intellektuelle, werden zu göttlichen Wesen vergegenständlicht, z.B. ist das Singen und Dichten keine „Begabung“, sondern eine „Gabe“ der Musen. 

Somit steht der Mensch an sich tatenlos seinem Schicksal gegenüber und ist auf das Wohlwollen der Götter angewiesen. Aus diesem Glauben an die Allmächtigkeit der Götter resultieren Riten und Kulte. Er ist der Ursprung von Kultus und Religion. 

Bei einem solchen Weltbild ist es leicht zu verstehen, dass die Mythen maßgeblich für das öffentliche Leben des antiken Griechenlands waren, da sie alle Lebensbereiche beeinflussten, und somit auch ein enger Zusammenhang zwischen Mythos, Dichtung und Kunst besteht. Der Mythos wird sogar als Urmotiv der Dichtung bezeichnet. Die Überlieferung der Mythen in den Dichtungen der Werke von Homer und Hesoid sind erhalten geblieben und von besonderer Bedeutung, da sie die ältesten europäischen Mythendarstellungen sind. Sie wurden in der Literatur der Renaissance wieder aufgegriffen und reichen vereinzelt noch in die Gegenwart. Die dichterischen Ausformungen mythischer Stoffe spiegeln auch die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten der eigenen Zeit. 



Der Anfang der Dinge

Das Reich des Uranos
Es gibt in der griechischen Mythologie mehrere Erzählungen vom Anfang der Dinge.
Die älteste stammt von dem Dichter Homer, eine andere Erzählung ist in den heiligen Schriften des Sängers Orpheus überliefert.
Die wohl bekannteste Schöpfungsgeschichte wurde jedoch durch den Bauern und Dichter Hesiod verbreitet.
Im Anfang, so erzählt er, war das Chaos: die Leere, das ungeformte Nichts. Aus dem Chaos ging Gaia, die Erde, hervor; neben ihr erschien als gestaltende Kraft Eros, die im All wirkende Liebe. Gaia zeugte aus sich allein Uranos, den Himmel, und Pontos, das Meer. Dann verband sie sich, von Eros bewegt, mit ihren Söhnen. Pontos machte sie zur Mutter eines großen Meergötterstammes. Durch Uranos gebar sie die riesigen einäugigen Kylopen, die Erfinder der Blitze, und die Titanen, zwölf gewaltige Söhne und Töchter, Väter und Mütter späterer Göttergeschlechter. Die mächtigsten unter den Titanen sind Okeanos (der Ur- und Weltenstrom, der die ganze Erde umfließt), und seine Gattin Tethys (die nährende Feuchtigkeit), die Eltern aller Quellen und Flüsse, sowie Hyperion und Theia (zwei Lichtgestalten, die Erzeuger großer göttlicher Mächte der Weltordnung, wie Sonne, Mond und Morgenröte, des Naturgesetzes und der Gerechtigkeit, sowie des Gedächtnisses). Die bedeutendsten Titanen sind wohl Kronos und Rhea, die Uranos und Gaia in der Weltherrschaft folgen sollten.
Denn als Uranos, dem höchsten Gott, seine eigenen Geschöpfe, die Kyklopen, zu mächtig wurden, warf er sie in den Tartaros, die finsterste und fernste Unterwelt. Gaia aber forderte die Titanen auf, die gefangenen Brüder zu befreien. Nur der jüngste von ihnen, Kronos ( die Zeit), wagte den Kampf. Die Erde ließ in ihren Tiefen das erste Eisen wachsen, schmiedete eine Sichel daraus, und mit dieser Waffe entmannte Kronos seinen Vater. Er warf die Genitalien ins Meer und aus dem blutigem Schaum entstieg Aphrodite, genannt die “schaumgeborene Göttin der Liebe“. Aus dem Blut des Uranos gingen die Erinnyen, die Göttinnen der Blutrache, hervor; auch die gewaltigen Giganten, ein den Titanen ähnliches Geschlecht bewaffneter Riesen. Kronos aber wurde durch diese Verbrechen König über die Schöpfung.

Der Titanenkampf
Der fallende Uranos hatte dem Kronos vorausgesagt, dass einst auch ihn einer seiner Söhne entthronen werde. Darum verschlang der Gott gleich nach der Geburt alle Kinder, die er mit Rhea gezeugt hatte: die Söhne Hades und Poseidon, sowie die Töchter Hestia, Demeter und Hera. Um nun Zeus, ihren Letztgeborenen vor dem Schicksal seiner Geschwister zu bewahren, versteckte Rhea ihn auf Kreta, wo er von einer Ziegennymphe versorgt wurde und sich mit seinem Ziehbruder Pan von Ziegenmilch und Honig ernährte. Ihrem Gemahl gab sie jedoch statt des Kindes einen in Windeln gewickelten Stein, den dieser, im Glauben, es handele sich um seinen Sohn, verschlang.

Erwachsen geworden, schlich sich Zeus verkleidet bei seinem Vater Kronos ein, mischte ein Brechmittel in seinen Ouzo, welches bewirkte, dass er all seine verschluckten Kinder unversehrt wieder hervorwürgte. So entfesselte Zeus im Bunde mit seinen Geschwistern den Titanenkampf um die Weltherrschaft, in dem ein Teil der Titanen auf seiner Seite kämpfte, ein anderer dem Kronos beistand.
Es begann damit, dass Zeus die Kyklopen aus dem Tartaros befreite. Diese rüsteten die drei göttlichen Brüder mit Waffen aus: Zeus erhielt den Donnerkeil, Hades ein Tarnkappe und Poseidon seinen Dreizack. Daraufhin stahl Hades unter dem Schutz der Tarnkappe Kronos` Waffen und während Poseidon ihn mit dem Dreizack in Schach hielt, tötete Zeus, wie von Uranos vorhergesagt , mit dem Blitz seinen Vater. Nach diesem Mord sollte der eigentliche Titanenkampf folgen. Bevor es jedoch zu einer richtigen Schlacht kommen konnte, wurden die Riesen von einem plötzlichen Ruf Pans so erschreckt, dass sie kopflos davon stürzten ( so entstand der Begriff „Panik“) und daraufhin von Zeus gefangen genommen und bestraft wurden. Dann teilten sich die drei göttlichen Brüder die Welt: Hades übernahm die Unterwelt, Poseidon das Meer. Zeus erhielt das Land und behielt sich selbst außerdem als Sitz und Thron der obersten Gewalt den Himmel vor. Der Olymp, Griechenlands höchster Berg, wurde seine Burg.
Doch die neue Ordnung der Dinge war noch nicht befestigt. Um die von Zeus gefangenen Titanen zu befreien, stachelte Gaia die Giganten gegen ihn auf. Diese versuchten, den Himmel zu erobern, indem sie die Berge Olymp, Ossa und Pelion aufeinander türmten. Aber auch in diesem Kampf ging Zeus als Sieger hervor. Von da an war seine Herrschaft unbestritten. Auf dem Olymp erbaute Hephaestos die Paläste der Götter. Dort leben sie in ewiger Jugend und erfreuen sich an Nektar und Ambrosia, dem Trank und der Speise, die ihnen die Unsterblichkeit erhalten.

(http://stud2.tuwien.ac.at/~e9326571/stammbaum/ueber.htm)


Die zwölf olympischen Götter
Die bedeutendsten Figuren der griechischen Mythologie stellen die zwölf so genannten Götter des Olymps dar: Zeus, Poseidon, Hera, Athene, Aphrodite, Demeter, Athemis, Apollo, Hermes, Hestia(später Dionysos), Ares und Hephaestos (nach „Die griechische Welt“).


Exemplarische Beschreibung ausgesuchter Götter

Zeus
Zeus, als Sohn des Kronos auch der Kronide genannt, gilt als der mächtigste der Götter. Wenn er die Aegis, seinen Schild schüttelt, dann bewegt er die Wolken, erregt die Gewitter, löst den Donner und schleudert seine furchtbarsten Waffen, die Blitze. Denn er ist vor allem ein Gott des Himmels. Auf Berggipfeln, um die sich die Wetter sammeln, wird er verehrt. In ihm liegt aber auch die höchste Weisheit der Welt: die Harmonie der himmlischen Dinge, Ordnung und Gesetzmäßigkeit auf Erden. Sterbliche und Unsterbliche sind ihm untertan. Von ihm, dem König der Könige, empfangen die Herrscher ihre Macht, deren Missbrauch er ebenfalls bestraft. Da er um die Zukunft aller Wesen weiß, ist er die mächtigste aller Orakelgottheiten. Im Gewitter, im Vogelflug und in Träumen gibt er seinen Willen kund.
Dennoch wird er meistens von seinem Zorn und seiner Wollust getrieben. So vergewaltigte er seine Mutter Rhea, die die Gefahr seiner Wollust erkannte und ihm deswegen verboten hatte zu heiraten. Damit begann eine lange Reihe verstrickter Liebesabenteuer des Göttervaters.
Hera, seine Schwester, ist seine Gemahlin. Mit ihr zeugte er Ares, Hephaestos und Hebe, außerdem hatte er zahllose sterbliche und unsterbliche Geliebte, mit denen er ebenfalls Kinder zeugte. Denn Zeus, der Schöpfer und Erzeuger, ist auch der fruchtbarste Vater.
Der oberste Gott der Griechen wird jedoch nicht als reiner Geist begriffen und ist somit auch nicht fehlerfrei, trägt folglich auch menschliche Züge (nach „Who’s Who in der antiken Mythologie“).

Poseidon
In den Tiefen des Meeres herrscht Poseidon mit seiner Gemahlin Amphitrite und ihrem gemeinsamen Sohn Triton in einem prächtigen Palast, umgeben und verehrt von allen Göttern und Halbgöttern, Tieren und Untieren des feuchten Elements. Neben Triton hat er von anderen Göttinnen, Nymphen und sterblichen Frauen noch zahlreiche weitere Söhne.
Seine Waffe ist der Dreizack, womit er das Meer aufwühlt und die Erde erschüttert; als sein heiliges Tier gilt das Pferd, in das er sich manchmal verwandelt.
Er allein ist verantwortlich für alle Angelegenheiten des Ozeans; in die Geschehnisse auf Erden greift Poseidon nur ein, um Frevel zu bestrafen. Die Strafe führt er teils selbst aus, teils lässt er sie von seinen Meeresungeheuern vollziehen (siehe Odysseus).


Ares
Ares, der Sohn des Zeus und der Hera, gilt als unersättlicher, blutdürstiger, männermordender Kriegsgott des wilden regellosen Kampfes, den sogar sein Vater verabscheut. Am liebsten hält er sich bei Barbaren oder auch unter den kriegerischen Amazonen auf.
Er ist ein Beispiel dafür, dass im Krieg die rohe Kraft nicht das Höchste ist. Dass Besonnenheit und Klugheit überlegen sind, zeigen die Erzählungen von den Siegen, die Athene über Ares errang. Als der Kriegsgott von ihr verwundet niederstürzte, bedeckte zwar sein gewaltiger Körper eine Fläche von sieben Bauerngütern, aber sein Schmerzesschrei war so laut, wie der Schlachtruf von 10.000 Männern.
Aus seiner Beziehung zu Aphrodite gingen Eros (Gott der Liebe), der in seinem Wesen seiner Mutter glich, Phobos (Furcht) und Deimos (Grauen), die eindeutig nach dem Vater kamen und Harmonia, die die widersprüchlichen Elemente Krieg und Liebe in sich vereinte, hervor.

Hera
Hera war die höchste Göttin, wie Zeus herrschte sie über Wolken und Wetter und griff ordnend und richtend in das Leben der Menschen ein. Obwohl sie Wächterin des Lebens der Frauen und Beschützerin der Mutterschaft und der Geburt war, lag trotzdem etwas Hartes und Unerbittliches in ihrem Wesen. So schleuderte sie z.B. ihren Sohn Hephaestos, für dessen Hässlichkeit sie sich schämte, von dem Olymp auf die Erde hinab. Alle, die die heiligen Gesetze der Ehe brechen, trifft ihr Hass, am meisten jedoch die Geliebten ihres Gatten und deren Kinder.
Ihre Hochzeit mit Zeus galt den Griechen als die mythische Ursache jeglicher Fruchtbarkeit bei Pflanzen, Tieren und Menschen. Mit Opfern und Hochzeitszeremonien haben die Menschen diese heilige Verbindung gefeiert. 


Die Ehebrüche des Zeus
Die eigentliche Gattin Zeus’ war Hera, seine Schwester. Die Beziehung zwischen den Geschwistern war jedoch äußerst kompliziert, da Hera über die ständige Untreue ihres Gatten zutiefst erbost war und ihn immer wieder durch listige Pläne bloßstellte. Das erklärt wohl auch, warum sie alle sich des Ehebruchs schuldig gemacht Habenden, sterblich sowie auch unsterblich, bestrafte. Auf Grund seiner unzähligen Liebschaften war die Zahl der unehelichen Kinder dementsprechend hoch. So kam es, dass Hera die Untreue und Launenhaftigkeit Zeus’ nicht mehr ertragen konnte. Sie stiftete Poseidon, Apollon und andere Olympier (ausgenommen Hestias) dazu an, Zeus zu stürzen. Sie überraschten ihn eines Nachts während er schlief, banden ihn mit Lederriemen an sein Bett und legten den Donnerkeil außerhalb seiner Reichweite. Während nun die Götter anfingen, sich um die Nachfolge Zeus’ zu streiten, bat Thetis, einen Krieg auf dem Olymp befürchtend, den hundertarmigen Briareus um Hilfe. Dieser löste mit seinen hundert Händen schnell die Knoten und befreite den Göttervater. Zornig hängte Zeus Hera, die Urheberin der Verschwörung, mit goldenen Fesseln an den Armgelenken an den Himmel und band einen Amboss an jedes Fußgelenk. Obwohl die anderen Götter zutiefst über diese grausame Strafe empört waren, wagte es keiner Hera zu helfen. Schließlich versprach Zeus, sie unter der Vorraussetzung zu befreien, dass die anderen Götter beteuerten, sich nicht wieder gegen ihn aufzulehnen. Widerwillig stimmten die Götter zur Rettung ihrer Königin zu.
Wie schon angedeutet, war der Ursprung dieser komplizierten Bindung, zum einen Heras Eifersucht und Zorn, zum anderen Zeus’ Untreue. Auf diesem Wege zeugte er mit Themis die drei Schicksalsgöttinnen, mit Euryonome die Chariten und mit Mnemosyone die drei Musen. In göttlicher und menschlicher Gestalt, als Tier oder als goldener Regen näherte er sich den Frauen seiner Begierde um sie zu verführen.
Zu seinen Geliebten gehörten auch Leda, Alkmene und Semele. Diese drei sind nicht nur besonders interessant, da die Früchte dieser Liebschaften im besonderem Maße die griechische Mythologie beeinflusst haben, sondern auch, weil alle drei der listreichen Verführung Zeus’ unterlegen waren und von Heras Eifersucht heimgesucht wurden.
Um Leda zu verführen verwandelte sich Zeus in einen Schwan und lauerte ihr am Ufer des Flusses Eurates auf. Leda war fasziniert von der Schönheit des Schwans und das Ergebnis dieser Vereinigung war ein Ei, dem Helena, Kastor und Polydeukes entsprangen. Die Schönheit Helenas war später der Grund für den sagenumwobenen Krieg zwischen Troja und Griechenland.
Mit Semele zeugte Zeus Dionysos, den Gott der Heiterkeit, des Rausches, aber auch der Melancholie. Wieder einmal war Heras Eifersucht entbrannt und sie sühnte nach Rache. So riet sie (in verwandelter Gestalt) der schwangeren Semele ihren mysteriösen Geliebten nur in ihr Bett zu lassen, wenn dieser sich in seiner wahren Gestalt zeige. Zeus war über die Ablehnung Semeles so erzürnt, dass er sie mit seinem Donnerkeil zerschmetterte. Aber Hermes rettete ihren sechs Monate alten Sohn und nähte ihn in den Schenkel Zeus ein, so dass er dort noch drei weitere Monate reifen konnte. Daraufhin gebar Zeus Dionysos. 

Der wohl bekannteste Ehebruch Zeus` war der , den er mit Alkmene beging. Alkmene war die Gattin Amphirtrions. Als dieser versehentlich seinen Schwiegervater tötete, musste er mit der Rache dessen Bruders rechnen und floh. Seine Abwesenheit nutzend versuchte Zeus, sich der schönen Alkmene zu nähern. Diese war ihrem Gatten aber so treu, dass er sich erst in Amphirtrion verwandeln musste. Durch diese Täuschung zeugte er mit ihr Herakles, den gewaltigsten unter den griechischen Helden. Hera verfolgte ihn nun, da er ein Zeichen Zeus’ Untreue war, und versuchte ihn auf verschiedenste Weise zu töten. So legte sie z.B. dem acht Monate altem Kind Schlangen in die Wiege, die der junge Held aber spielend tötete.


Heroen in der Mythologie

Die Irrfahrten des Odysseus
Odysseus, der Sohn der Antikleia und des Laertes, war der König von Ithaka. Er galt als tapfer, klug und verschlagen. In seinen jungen Jahren zählte er, wie auch viele andere griechische Fürsten, zu den Freiern der Helena. Diese wurde aber schließlich dem Menelaos, König von Sparta, zugesprochen. Gleichzeitig nahm man damals allen anderen Freiern einen Eid ab, gemeinsam für Helena zu kämpfen, falls dieser etwas zustoßen sollte. Als nun Helena vom trojanischen Fürsten Paris entführt wurde, musste auch Odysseus gegen seinen Willen Frau Penelope und Sohn Telemachos verlassen und zusammen mit den anderen Griechen gegen Troja ziehen. In diesem zehn Jahre dauernden Krieg zeichnete sich Odysseus nicht nur durch Mut und Stärke, sondern besonders durch List aus, was ihm den Beinnamen "der Listige" einbrachte. Von ihm stammte auch die Idee, die Griechen in einem großen Holzpferd zu verstecken und dadurch die Stadt Troja zu erobern. Nachdem der Krieg gewonnen war, traten die Griechen ihre Heimfahrt an. 

Odysseus erreichte mit seinen zwölf Schiffen das Land der Kyklopen. Er kam mit seinen Gefährten in die Höhle des Kyklopen Polyphenios, ein Sohn des Meeresgottes Poseidon. Polyphenios nahm sie gefangen und tötete etliche Gefährten des Odysseus, doch dieser konnte ihn überlisten und blendete ihn, so dass er mit dem Rest seiner Männer fliehen konnte. Polyphenios aber flehte zu seinem Vater Poseidon, dass Odysseus, sei es ihm auch bestimmt heimzukehren, erst nach langer Irrfahrt und nach Verlust aller Freunde alleine nach Hause kommen, und dort nichts als Unglück vorfinden sollte. Poseidon erhörte das Gebet seines Sohnes, und es sollten zehn Jahre vergehen, ehe Odysseus Ithaka wieder sah. Jetzt kamen sie zu einer Insel, auf der Aiolos, der Beherrscher der Winde, seinen Palast hatte. Er nahm die Männer freundlich auf, bewirtete sie einen Monat lang, und machte ihnen zum Abschied einen Sack zum Geschenk, in dem alle Winde eingesperrt waren. Damit konnte Odysseus nun seine Schiffe zügig antreiben und bald sahen sie schon die Feuer an der Küste Ithakas, doch da öffnete ein Freund des Odysseus den Sack, um zu sehen, was sich sonst noch darin befand, da fuhren alle Winde wieder heraus und trieben sie weit weg von der heimatlichen Küste. Hilflos erreichten sie das Land der Laistrygonen. Diese waren aber menschenfressende Wilde. Sie zertrümmerten elf Schiffe des Odysseus und töteten fast alle seiner Gefährten. Odysseus konnte mit knapper Not und nur mehr einem Schiff und wenigen Freunden entkommen. Nun kamen sie an eine Insel, die von der Zauberin Kirke, einer Tochter des Helios, bewohnt wurde. Odysseus blieb bei seinem Schiff und schickte ein paar Männer fort um nach Vorräten zu suchen. Die Männer aber gelangten zu dem Palast der Kirke, wo sie alle in Schweine verwandelt wurden. Odysseus, der sich bald Sorgen um seine Freunde machte, ging los um sie zu suchen, doch traf er Hermes, den Götterboten, der ihn vor Kirke warnte, und ihm ein Kraut gab, welches ihn vor ihren Verzauberungen schützen sollte. Odysseus betrat den Palast und als Kirke ihn auch verzaubern wollte, sprang er mit gezogenem Schwert auf sie los, als wollte er sie ermorden. Er zwang Kirke seine Männer zurückzuverwandeln und ließ sie schwören, ihm und seinen Männern nichts Böses mehr anzutun. Als sie abfahren wollten, gab Kirke Odysseus den Rat, in das Schattenreich zu fahren und den toten Seher Teiresias über ihre Rückfahrt zu befragen. Odysseus tat, wie ihm geheißen, und erreichte bald das Totenreich. Teiresias sagte ihm, dass er den Gott Poseidon erzürnt hatte und die Heimat erst spät wieder sehen werde. Odysseus verließ das Schattenreich und gelangte mit seinen Gefährten zu der Insel der Sirenen, die mit ihrem Gesang jeden Mann seine Heimat und seine Familie vergessen ließen. Odysseus füllte seinen Männern Wachs in die Ohren. Er selbst ließ sich jedoch an den Mast des Schiffes binden um den Gesang der Sirenen hören zu können. Auf diese Art gelangten sie glücklich an der Insel vorbei. Nun erreichten sie zwei Felsen, die kaum einen Pfeilschuss weit voneinander entfernt waren. Auf dem einen hauste die Skylla, ein furchtbares Ungeheuer mit sechs Köpfen, auf dem anderen lag die Charybdis, welche die dunklen Meeresfluten einsog und wieder ausspie. Voller Angst ruderten die Männer zwischen den Felsen durch, doch als sie versuchten der Charybdis ja nicht zu nahe zu kommen, beugte sich die Skylla hinab, packte sechs Gefährten des Odysseus und verschlang sie. Die nächste Insel, die sie erreichten, war die Insel Thrinakia, wo die Rinder des Helios weideten. Als sie an Land gingen, ließ Odysseus seine Männer einen Eid schwören, sich nicht an den geweihten Tieren zu vergehen. Als eines Tages Odysseus die Männer verließ, um am Strand für günstiges Wetter zu beten, schlachteten seine Gefährten einige Rinder gegen ihren Hunger. Helios, der alles gesehen hatte, eilte zornig zum Olymp und bat Zeus, diesen Frevel zu strafen. Daraufhin zerschmetterte Zeus das Schiff mit einem Donnerkeil und ließ alle ertrinken. Einzig Odysseus konnte sich retten und trieb an das Ufer einer Insel, auf der die schöne Nymphe Kalypso lebte. Sie nahm Odysseus freundlich auf und er verbrachte die nächsten sieben Jahre bei ihr. Endlich brachte Hermes den Befehl von Zeus, Odysseus gehen zu lassen. So verließ Odysseus die Insel Ogygia mit einem Floß, aufgrund eines Sturmes trieb Odysseus zwei Tage hilflos im Meer bis er an die Insel Scheria gespült wurde. Die Königstochter Nausikaa nahm den Fremden freundlich auf und brachte ihn in den Palast ihres Vaters, des Königs Alkinoos. Der König bewirtete Odysseus und gab ihm ein Schiff um seine Heimat ansteuern zu können. Lange Jahre waren vergangen, seit Odysseus seine Heimat verlassen hatte. Allgemein galt Odysseus als tot und es fanden sich schnell viele Freier ein, die um die Penelope warben, denn sie war noch immer schön und hatte viele Güter. Als Penelope es ablehnte, sich wieder zu vermählen, blieben die Freier trotzdem in ihrem Palast und vergeudeten alles Hab und gut des Odysseus. Telemachos, der Sohn des Odysseus, teilte den Kummer seiner Mutter, doch konnte er alleine wenig gegen die Freier ausrichten. Als Odysseus nun sicher die Küste Ithakas betrat riet ihm Athene, sich zuerst zu seinem treuen Hirten Eumaios zu begeben. Dann verwandelte sie Odysseus in einen alten Mann, denn nur so konnte er feststellen, wer ihm noch treu unter seinen Gefolgsleuten war und wer nicht. Odysseus begab sich nun in veränderter Gestalt zu dem Hirten und sagte ihm, dass Odysseus Rückkehr nahe sei. Der treue Hirte freute sich sehr und bot dem vermeintlichen Bettler weiterhin Unterkunft und Kost an. Odysseus war sehr gerührt über seinen braven Hirten, und nahm das Angebot gerne an. Bald kam Telemachos, um den Hirten zu besuchen und Odysseus konnte sich seinem Sohn zeigen. Die beiden entwickelten einen Plan, wie sie die Freier vernichten konnten. Odysseus wollte, wieder in einen Bettler verwandelt, unerkannt in den Palast gehen und sich unter die Freier mischen. Telemachos sollte aber auf sein Zeichen warten, und sich für den Kampf rüsten. Im Palast angekommen, wurde Odysseus von den Freiern verhöhnt und geschmäht, doch blieb er ruhig und wartete auf seine Chance. In der folgenden Nacht entfernten Odysseus und Telemachos alle Waffen und Rüstungen aus dem Saal. Danach begab sich Odysseus, immer noch verwandelt, zu Penelope und sagte ihr, dass Odysseus der Heimat nahe sei. Gleich am nächsten Morgen betrat Penelope den Saal, in dem die Freier zum Frühstück saßen, und ließ zwölf Äxte hintereinander aufstellen. Wer mit dem Bogen des Odysseus durch die Öhre aller zwölf Bogen schießen konnte, dem wollte sie als Gemahlin folgen. Der Reihe nach versuchten es jetzt die Freier, doch keinem gelang es auch nur den Bogen zu spannen. Inzwischen hatte sich Odysseus dem treuen Hirten Eumaios offenbart und gebot ihm nun, alle Zugänge zu dem Saal abzuschließen, damit ihm kein Freier entkommen konnte. Auf bitten Odysseus’ gaben ihm die Antragsteller den Bogen und erschraken, als er ihn mit Leichtigkeit spannte und sogleich durch alle zwölf Äxte schoss. Daraufhin streifte Odysseus seinen Mantel ab und schoss Antinoos einen Pfeil durch den Hals. Odysseus und Telemachos richteten die Frevler einen nach dem anderen. Penelope trat in den Saal und sah den Bettler unter all den Leichen stehen. Als sich Odysseus ihr offenbarte, glaubte Penelope ihm zuerst nicht, doch Athene verwandelte ihn zurück und Penelope sank in die Arme ihres tot geglaubten Gatten. 


Die Abenteuer des Herakles
Herakles war der beliebteste griechische Heros, Sohn des Zeus und der Alkmene, der Frau des Amphitryon. Hera verzögerte aus Eifersucht die Geburt des Herakles und beschleunigte die des Eurystheus, so dass Herakles um die ihm zugedachte Herrschaft kam. Als Hera den Säugling Herakles durch zwei Schlangen töten lassen wollte, erwürgte er sie. Einen seiner Lehrer, Linos, erschlug er mit der Kithara. Der siegreiche Kampf gegen Erginos befreite seine Vaterstadt Theben von der Tributzahlung, worauf König Kreon von Theben ihm seine Tochter Megara zur Frau gab. In einem von Hera gesandten Wahnsinnsanfall tötete Herakles Megara und die Kinder, die sie ihm geboren hatte, weil er sie für die Kinder seines Todfeindes Eurystheus hielt. Deshalb und durch Heras List bei der Geburt des Herakles musste dieser im Dienst des Eurysteus zwölf schwere Jahre gefährliche Arbeiten verrichten, wofür ihm die Unsterblichkeit versprochen wurde. Herakles hatte von Eurystheus den Befehl erhalten, das Tal von Nemea von einem schrecklichen Löwen zu befreien, der aus der Verbindung von Typhon und Echidna hervorgegangen war. Doch da Herakles dem Ungeheuer weder mit seiner Keule noch mit seinen Pfeilen etwas anhaben konnte, erwürgte er ihn schließlich mit bloßen Händen. Mit dem erlegten Tier auf den Schultern kehrte er nach Tiryns zurück. Das Löwenfell stellt ein wichtiges Attribut des Herakles dar. Hydra, eine neunköpfige Wasserschlange, deren mittlerer Kopf unsterblich war, war die Landplage in Lerna. Das Ungeheuer war eines der Kinder von Typhon und Echidna. Hera hatte es extra aufgezogen, um Herakles damit auf die Probe zu stellen. Herakles nahm es zunächst mit seiner Keule mit ihr auf, doch sobald er einen Kopf erschlagen hatte, wuchsen an der Stelle zwei weitere nach. Mit Hilfe seines Neffen Iolaos gelang es ihm, die Wunden der Schlange mit lodernden Scheiten auszubrennen, damit keine neuen Köpfe nachwuchsen. Dann konnte er auch das unsterbliche Haupt abbrennen und begrub es unter einem Felsen. Mit der Galle des erlegten Ungeheuers bestrich Herakles seine Pfeile, die fortab unheilbare Wunden verursachten. In Keryneia, in Arkadien lebte eine der Artemis heilige schnelle Hirschkuh mit goldenem Geweih und ehernen Füßen. Herakles sollte sie nicht töten, sondern lebend fangen. Ein Jahr lang verfolgte er sie, doch dann musste er sie erlegen. Als Artemis erzürnt vor ihm erschien und nach dem Grund dieses Sakrilegs fragte, gelang es Herakles sie zu besänftigen, indem er Eurystheus die Schuld zuwies. Der Sumpf von Stymphalos wurde von menschenfressenden Raubvögeln bewohnt, die von Ares großgezogen worden waren. Ihre Flügel, Krallen und Schnäbel waren aus Bronze und ihre Federn setzten sie als Pfeile ein. Herakles sollte sie im Auftrag von Eurystheus verscheuchen. Dabei half ihm Athena, die ihm eherne Klappern anbot, mit denen der Heros die Vögel aufscheuchte und sie dann im Flug mit Pfeilen abschoss. Die Tiere, die bei der Jagd entkommen konnten, flogen zum Schwarzen Meer und fanden dort Zuflucht auf der Ares-Insel. Auf dem Berg Erymanthos lebte nach dem Willen von Eurystheus ein schrecklicher Eber, den Herakles lebendig nach Tiryns bringen musste. Zuerst lockte ihn Herakles mit seinen Rufen, dann trieb er ihn in ein Schneefeld und konnte ihn dort schließlich mit seinen Netzen einfangen. Als er mit dem Tier auf den Schultern zu Eurystheus kam, erschrak dieser derartig, dass er in ein Fass flüchtete. Eurystheus befahl Herakles die Stallungen des Augeias, in einem Tag zu reinigen. In den Ställen befanden sich dreitausend Stück Vieh. Seit dreißig Jahren war dort nicht mehr ausgemistet worden. Herakles verlangte von Augeias ein Zehntel seines Viehs aus, falls ihm die Reinigung in einem Tag gelingen sollte. Darauf leitete er die Flüsse Alpheios und Peneios durch die Ställe, die auf diese Weise rasch gesäubert wurden. Als Augeias jedoch erfuhr, dass Herakles im Auftrag von Eurystheus gehandelt hatte, enthielt er ihm den ausgemachten Lohn vor. Herakles rächte sich später, indem er die Gegend von Elis zerstören ließ. Der kretische König Minos hatte Poseidon um ein schönes Opfertier gebeten, worauf der Gott einen Stier aus dem Meer auftauchen ließ. Als aber Minos das prächtige Tier sah, behielt er es bei sich und opferte statt seiner einen anderen, weniger wertvollen Stier. Als Poseidon davon erfuhr, ließ er den Stier zur Strafe so wütend werden, dass er in diesem Zustand große Schäden verursachte. Herakles sollte ihn einfangen, was ihm auch gelang. Schwimmend brachte er den Stier nach Griechenland, oder er ritt auf seinem Rücken. Eurystheus wollte ihn Hera opfern, doch die Göttin lehnte jedes Geschenk von Herakles ab und der Stier wurde wieder frei gelassen. Diomedes besaß vier Rosse, die Menschenfleisch fraßen. Herakles gelang es, sie im Auftrag von Eurystheus einzufangen und sie ans Meeresufer zu bringen, wo er jedoch von den Bistonen umzingelt wurde. Während er seinen Verfolgern einen Kampf lieferte, ließ er die Rosse in der Obhut von Abderos, der ihnen schnell zum Opfer fiel. Die Pferde schleiften ihn zu Tode und zerfleischten ihn. Herakles besiegte die Bistonen, tötete Diomedes und warf ihn den Rossen zum Fraß vor, die daraufhin zahm wurden. Nachdem er sie Eurystheus übergeben hatte, ließ dieser sie frei und später wurden sie dann von Raubtieren des Olymp verschlungen. Die Königin der Amazonen Hippolyte hatte von Ares einen Gürtel als Geschenk erhalten, den die Tochter von Eurystheus, Admete, begehrte. Herakles wurde deshalb beauftragt, den Gürtel zu beschaffen. In Themiskyra wurde er zunächst von der freundlichen Königin aufgenommen, doch schon bald hetzte Hera die Amazonen gegen ihn auf und es kam zu einem Kampf, in dem die Amazonen geschlagen wurden und Hippolyte getötet wurde. Herakles erbeutete den Gürtel. Auf dem Rückweg legte sein Schiff in Troja an, wo er Hesione, die Tochter Laomedons, vor dem Ungeheuer rettete, das Poseidon auf sie gehetzt hatte. Der Vater hatte demjenigen, der das Un-geheuer töten würde, die göttlichen Rosse versprochen. Zeus hatte sie einst dem Tros, dem Großvater Laomedons, als Ersatz für den in den Olymp entführten Ganymedes geschenkt. Da dieses Versprechen jedoch nicht eingelöst wurde, schwor Herakles, dass er Troja Krieg bringen würde, wie es später auch tatsächlich geschah. Auf der Insel Erytheia oder die Insel der Abendröte, die so genannt wurde, weil sie dort lag, wo die Sonne unterging (Balearen), hielt Geryoneus seine riesigen Rinderherden, die von Orthos bewacht wurden. Herakles wurde von Eurystheus beauftragt, sie zu holen. Um in die westliche Ferne zu gelangen, fuhr er an der libyschen Küste entlang. Verärgert über die glühende Hitze der Wüste, drohte er dem Gott Helios, ihn mit Pfeilen zu beschießen, wenn er ihm nicht den goldenen Becher leihen würde, den der Sonnengott allabendlich bestieg, um den Okeanos zu durchqueren. Helios lieh ihm den Becher und als Erinnerung an seine Überfahrt errichtete Herakles auf beiden Seiten der Meeresenge, die Libyen von Europa trennt, die Säulen des Herakles. Als er die Insel Erytheia betrat, tötete er die Wächter der Rinderherde, den Riesen Euryton und den zweiköpfigen Hund Orthos, und bemächtigte sich so der Herde. Auf seiner Rückfahrt nach Griechenland schlug Herakles nördlichen Kurs ein, vorbei an der spanischen Küste, an Gallien, Italien, Illyrien und Thrakien. Am Ende der Reise übergab er Eurystheus die noch verbliebenen Rinder der Herde, der sie dann der Hera opferte. Aus Anlass ihrer göttlichen Hochzeit mit Zeus hatte Hera von Gaia goldene Äpfel als Geschenk erhalten, die sie der Obhut der Hesperiden im fernen Land der Hyperboreer überlassen hatte. Um sie nach dem Willen des Eurystheus zu holen, brach Herakles in nördliche Richtung auf. Er durchquerte Makedonien, erreichte Illyrien und kam bis zu den Ufern des Stroms Eridanos, wo die Flussnymphen ihm eröffneten, dass nur Nereus in der Lage sei, ihm den Ort zu weisen, wo sich die Äpfel befänden. Der Meergreis Nereus jedoch versuchte ihm zu entkommen und verstand es, sich in verschiedene Formen zu verwandeln: in eine Schlange, Wasser und Feuer. Herakles aber überraschte ihn im Schlaf und hielt ihn solange gefesselt, bis er Auskunft gab. So gelangte er zum Gebirge Atlas, wo er mit Triton und Ladon zu ringen hatte. Er pflückte die Äpfel nicht selber, sondern betraute Atlas mit dieser Aufgabe, wobei er ihm anbot, das schwere Gewölbe des Himmels währenddessen zu stützen. Der Titan kehrte mit den Äpfeln zurück, war aber nicht mehr bereit, seinen alten Posten wieder einzunehmen. Herakles erklärte sich zum Schein einverstanden, bat ihn aber, unter dem Vorwand, ein Polster auf die Schultern zu legen, ihm die Last für einen Moment abzunehmen. Doch kaum war der Heros die Last los, nahm er die Äpfel und machte sich davon. Nachdem Eurystheus die goldenen Äpfel erhalten hatte, übergab er sie Athena, die sie wieder an ihren eigentlichen Ort zurückbrachte. Die nächste Aufgabe war die schwerste. Herakles musste im Auftrag von Eurystheus den Höllenhund Kerberos in der Unterwelt einfangen. Herakles ließ sich zunächst in die Mysterien der Eleusis einweihen. Vom Tainaron in Lakonien gelangte er in die Unterwelt. Dort war es ihm möglich, den Theseus zu befreien, der es gewagt hatte, Persephone rauben zu wollen. Hades erlaubte dem Heros Kerberos nur dann aus der Unterwelt zu holen, wenn er sich bei der Bändigung des Hundes keiner Waffen bediene. Herakles fasste das Tier am Nacken und konnte es trotz der Verletzungen, die ihm durch den Schwanz des Hundes ,der in einer Art Schere auslief, zugefügt wurden nach oben steigen und kam zurück zu Eurystheus. Als dieser jedoch den Höllenhund sah, versteckte er sich vor Angst. Herakles, der auch nichts mit dem Tier anfangen konnte, brachte ihn schließlich zu seinem Herrn zurück. Herakles tötete den Adler, der Prometheus die Leber abfraß. Auf der Fahrt nach Kolchis verlor er seinen Geliebten Hylas und versäumte die Weiterfahrt der Argonauten. Er befreite Hesione, tötete Kyknos, kämpfte mit den Kentauren und beteiligte sich am Kampf gegen die Giganten. Sein treuer Wagenlenker und Helfer war Iolaos. Herakles’ zweite Frau war Deianeira, die Herakles dem Acheloos im Kampf abgewann. Nach dem Mord an Iphitos wurde Herakles von schwerer Krankheit heimgesucht. In Delphi, wo er mit Gewalt einen Rat zur Sühnung der Blutschuld zu erhalten suchte und den Dreifuß raubte, wurde ihm bestimmt, zur Strafe als Sklave in den Dienst der Imphale verkauft zu werden. Aus dem siegreichen Feldzug gegen Eurytos von Oichalia brachte Herakles dessen schöne Tochter Iole als Gefangene mit nach Hause. Deianeira schickte ihm aus Eifersucht ein mit dem vergifteten Blut des Kentauren Nessos getränktes Gewand. Herakles zog es an und ließ sich, von furchtbaren Qualen gepeinigt, auf dem Berg Oite auf einem Scheiterhaufen verbrennen; dabei wurde er als Gott in den Olymp entrückt. Dort erhielt er Hebe zur Frau. Herakles galt in der Antike als Verkörperung von Kraft, Mut und Tapferkeit, als der siegreiche Helfer, der durch Arbeit und ausdauernden Mut die Menschen von Leiden befreit, als Milderer der Sitten, als Nothelfer und Retter. In dieser Funktion identifizierten sich römische Kaiser mit Herakles. Die Philosophen betrachteten ihn als Vorbild, der sich Unsterblichkeit durch seine Leistungen und durch seine Entscheidung zu einem Leben voll Mühe verdient habe. Der Sophist Prodikos von Keos hat in den Erzählungen von Herakles am Scheidewege symbolisch die Entscheidung gegen den leichten Weg der Lust und für den mühe- und entsagungsvollen der Tugend gestaltet.


Götterverehrung 


Tempel
Bei den Griechen war eine häusliche Anbetung der Götter üblich. Verschiedene Teile des Hauses waren bestimmten Göttern geweiht, an denen zu genauen Zeiten Gebete verrichtet wurden.
Aber auch heilige Plätze wurden verehrt. Auf ihnen wurden meist große Tempelanlagen errichtet. Dabei gab es verschiedene Tempelformen, die von aufgeschütteten Erdhügeln bis hin zu monumentalen Gebäudekomplexen reichten. In den meisten Tempeln wurde der Gottheit ein heiliger Bezirk zugeteilt. Dieser ist vom restlichen Tempelbereich durch Türen, Gitter und Säulen abgegrenzt. Die Anwesenheit der Gottheit wurde durch geweihte Gegenstände dokumentiert.
Der Altar ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Tempel. Es handelt sich dabei um eine erhöhte tisch- oder blockartige Anlage, die sich in der griechischen Antike außerhalb des Tempelgebäudes befand. Auf ihm wurden Opfergaben dargebracht, vor ihm wurde gebetet und andere spirituelle Handlungen vollzogen. Außerdem durfte dieser geweihte Raum nur von Priestern betreten werden.


Orakel
Als bekanntester religiöser Platz galt die Stadt Delphi. Sie liegt an den Hängen des Berges Parnassos in Phokien, ca. 9-10 km landeinwärts des Golfes von Korinth.
Delphi ist dem Gott Apollo geweiht. Der Sage nach besiegte Apollo die Riesenschlange Phyton, die die Erdgöttin Gaia bewachte, und vertreib sie aus von der heiligen Stätte, die er sich danach mit Dionysos teilte.

Des Weiteren befindet sich hier der Sitz des Orakels der Erdgöttin Gaia. Das Orakel wurde von Privatleuten sowie von Herrschern in den verschiedensten Angelegenheiten um Rat gefragt.
Im Mittelpunkt des delphischen Orakelkults stand als oberste Priesterin Pythia, deren ekstatische Weissagungen von den Priestern in Verse übersetzt, als die Äußerungen Apollos galten.

In Schatzhäusern entlang der „ heiligen Straße“, die zum Apollotempel führte, wurden die reichen Opfergaben der griechischen Stadtstaaten aufbewahrt. Ihr Reichtum machte die Stadt zu einem häufigen Angriffsziel. Delphis Niedergang begann aber erst nach der Eroberung Griechenlands durch die Römer. Allein Kaiser Nero ließ 500 Statuen entfernen. Das Orakel bestand noch bis 390 n. Chr. weiter, bis es endgültig vom Kaiser Theodosius 1. geschlossen wurde.


Opfergaben

Das Wort Opfer stammt aus dem lateinischen von oparari, was arbeiten und dem Gott dienen bedeutet. Es handelt sich beim Darbieten von Opfergaben um einen rituellen Akt. Durch diese Opfergaben wird ein heiliges Band zwischen Mensch und Gott geschaffen, aufrecht gehalten und wiederhergestellt.
Die Griechen opferten ihren Göttern Tiere wie Ziegen, Schafe, Pferde, Hunde und Rinder.
Bei einem Festmahl wurden manchmal Teile des Opfertieres verzehrt um dadurch in eine Verbindung mit den Göttern zu treten (nach „Encarta“).


Griechische Götter – Eine Übersicht

Zeus war der Herrscher unter den Göttern. Er wurde "Vater aller Götter und Menschen" genannt und sein Wirken bezog sich auf die Gesamtheit des Weltgeschehens als "Verwalter" des Schicksals (fatum). Seine Mutter war Rhea, sein Vater Kronos. Kronos verschlang seine Kinder immer, weil er einen Aufstand von ihnen fürchtete. Seine Frau jedoch beschützte Zeus und gab Kronos einen mit Windeln umwickelten Stein zum Verschlingen. Rhea war noch die Mutter von weiteren Göttern: von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus.

Zeus wurde auf Kreta geboren. Er war der Gott der Himmelshelle und wurde deshalb auf höher gelegenen Orten und Hügeln verehrt. Als oberster Gott des Himmels ist er als Wettergott für Regen, Schnee, Hagel und Gewitter verantwortlich. Er wird deshalb auch fast immer mit Donnerkeilen abgebildet, die unfehlbare Waffen darstellten. Er war aber auch für das gute Wetter zuständig.

In einem gewaltigen Kampf - unterstützt von den Kyklopen - überwanden Zeus und seine Geschwister ihre unter der Führung des Kronos kämpfenden Gegner, die Titanen, und traten nun die Weltherrschaft an. Zeus, Poseidon und Hades einigten sich bei der Aufteilung der Herrschaft über Himmel und Erde, Meer und Unterwelt. Kronos und die Titanen wurden in den Tartaros (Unterwelt) gestürzt.

Seine Frau hieß Hera und war auch gleichzeitig seine Schwester (was nicht unüblich war). In einem einzelnen Mythos hatte Zeus auch eine andere Frau, Dione. Zeus war nicht gerade treu, sondern hatte mehrere Liebschaften, aus denen weitere Götter entstanden.

Hera war die Frau des Zeus. Ihr Name ist die weibliche Form von "Heros", was übersetzt "Herrin" bedeutet. Hera wird als häufig eifersüchtige Frau beschrieben, wozu sie auch allen Grund bei ihrem Mann hatte. Hera war die Beschützerin der Ehe und wurde besonders von den Frauen in der gesamten griechischen Welt verehrt. Sie besaß viel Tugendhaftigkeit, unterstützte ihren Mann, übte jedoch Rache an seinen Liebschaften. Hera und Zeus haben gemeinsam drei eheliche Nachkommen, Ares, Hephaistos und Hebe.

Ares ist der eheliche Sohn von Zeus und Hera. Ares war der Kriegsgott der Griechen und fand am Kampf und Blutvergießen richtig Vergnügen. Er stachelte den Kampfgeist in den Kriegen sogar noch an (göttlicher Raufbold). Ares war nicht verheiratet, hatte aber häufig Liebschaften mit Frauen, darunter auch mit Aphrodite, der Frau von Hephaistos. Diese Liebschaft hatte jedoch ein schnelles Ende, als der Sonnengott Helios dieses Verhältnis Hephaistos mitteilte und dieser Ares und seine Frau in unsichtbare Ketten legte, als sie wieder gemeinsam auf dem Bett lagen: Von den Göttern wurde Ares nur ausgelacht.

Bei den Römern war nach Mars (Martius) der erste Monat des altrömischen Kalenders benannt. Nach Jupiter war er der größte Gott der italischen Völker. Vor jedem Feldzug wurden ihm als Kriegsgott Waffen und Kriegsgeräte geweiht.

Hephaistos war ein Sohn der Hera. Nach einigen Mythen war er auch der Sohn des Zeus, nach anderen soll ihn Hera ohne männliche Hilfe zur Welt gebracht haben. Er war der Schmied und Metallgießer unter den Göttern. Er wird als hässlich und hinkend geschildert. Trotzdem wurde er aber in der Familie der starken und schönen Götter anerkannt, weil er ein geschickter Schmied und Handwerker war und so seinen Verwandten gute Dienste leisten konnte. Seine stark ausgebildeten Arme und Schultern ließen ihm die Fähigkeit, ein guter Schmied zu werden, da er dabei nicht viel laufen musste. Bei seiner Tätigkeit als Schmied verlor er durch Funkenflug ein Auge. Zudem war er mit der schönsten Göttin, Aphrodite (Göttin der Liebe) verheiratet.

Aphrodite war die Göttin der Liebe und mit großem Abstand die schönste Göttin. Sie spendete außerdem Fruchtbarkeit und Schönheit und wurde häufig mit einem lieblichen oder spöttischen Lächeln dargestellt. Sie war die Tochter von Zeus, ihre Mutter angeblich Dione. Aber auch hier gibt es mehrere verschiedene Quellen. Sie war verheiratet mit Hephaistos, dem lahmen, hässlichen Schmied. Sie war keine treue Gattin (Sage mit Ares!) und handelte häufig verantwortungslos. Mit Ares hatte sie zwei uneheliche Kinder. In ganz frühen Geschichten wurde sie auch als grausam und lächerlich dargestellt, was sich aber später änderte. Sie wurde zur obersten zeugenden Kraft.

Mächtig und seinem Bruder Zeus fast gleichgestellt war der Meeresgott Poseidon, ursprünglich der Gott des Süßwassers. Sein Name bedeutet "Herr der Erde". Er wühlte oder glättete mit seinem Dreizack das Meer und alle anderen Gewässer. Er wurde auch Erderschütterer genannt, denn er war Urheber der unberechenbaren Naturgewalten wie Erdbeben und Sturm. Poseidon war der ältere Bruder von Zeus. Auch er liebte mehrere Frauen und hatte zahlreiche Nachkommen. Seine Gattin war Amphitrite, mit der er auch eheliche Kinder zeugte. Sie war die Beherrscherin der Meere. Poseidon besaß, wie alle Meeresgötter, die Fähigkeit, seine und die Gestalt von anderen zu ändern. Er verwandelte z.B. eine von ihm geschwängerte Frau in einen Mann, die bzw. der dann kein Kind mehr bekam. Andere machte er unverwundbar (darunter auch seinen Sohn) oder verwandelte sie in eine Wasserquelle.

Athene war auch eine Tochter des Zeus. Sie war die Schutzgöttin von Athen. Auch ihr Name weist auf diese Stadt hin. Ihr zu Ehren entstanden viele Tempel. Sie war außerdem Schutzgöttin des Krieges, der Weisheit und der Künste. Athene wurde nicht von einer Frau geboren, sondern entsprang - nach einer Sage - erwachsen und kriegerisch dem Haupt von Zeus, wobei Hephaistos (der Schmied) mit der Axt bei der Geburt etwas nachhelfen mußte. Athene lehrte auch kluges Planen und viele Handwerkskünste. Sie wird häufig in voller Rüstung mit einem Helm, Schutzschild und Speer dargestellt.

Dionysos war ein wichtiger Gott, nämlich der Gott des Weines. Er zog mit einem von Panthern gezogenen Wagen mit wilden, trunkenen Begleitern durchs Land. Ihm haftet auch etwas Unheimliches an, weshalb er auch erst etwas später unter die griechischen Staatsgötter aufgenommen wurde. Ursprünglich mag er ein Gott des Getreides und der Landwirtschaft gewesen sein. Auch über ihn gibt es viele Sagen, in denen er Frauen verführte und dabei auch einige Male Vater wurde. Er wurde häufig mit Weinreben und entsprechendem Krug dargestellt, nicht selten auch gerade trinkend.

Apollon war der Gott der Künste und Musik. Ebenso war er der Gott des Bogenschießens und der Medizin. Er beschützte die Hirten vor deren größtem Feind, dem Wolf. Auch schien er einmal ein Gott der Sonne gewesen zu sein. Er war ein unehelicher Sohn von Zeus. Seine Mutter war Leto, die in der ganzen Welt einen Platz suchte, um ihn zu gebären. Aber niemand gab ihr Schutz, weil alle die Rache von Zeus Gemahlin Hera fürchteten. Apollon hatte eine Zwillingsschwester, Artemis.

Demeter war die Göttin des Ackerbaus und Beschützerin der Fruchtbarkeit. Ihre Eltern waren Kronos und Rhea. Ihr Name bedeutet "Mutter der Erde". Durch ihren Bruder Zeus wurde sie mächtig. Demeters Tochter Persephone wurde von Hades als Braut in die Unterwelt entführt. Nachdem Demeter gehört hatte, was ihrer Tochter widerfahren war, verließ sie den Olymp, wanderte ratlos umher und schickte Dürre und Hungersnöte. Boten des Zeus weist sie ab, bis Hermes Persephone aus der Unterwelt zurückholt. Hades gibt der scheidenden Gemahlin jedoch einen Granatapfel zu essen, um sie dadurch für immer an die Unterwelt zu fesseln. Durch Vermittlung des Göttervaters kommt ein Vertrag zustande, nach dem Persephone ein Drittel des Jahres in der Unterwelt, die übrige Zeit bei den Göttern im Olymp zubringen soll.

Hermes war der Götterbote, speziell der Bote von Zeus. Er war auch der Beschützer der Reisenden, Glücksbringer und Schutzgottheit der Diebe und Kaufleute. Als Gott der Reisenden soll er Steine in deren Weg entfernt haben. Zu seinem Gedächtnis errichteten die Griechen an vielen Straßen Denkmäler für ihn, die häufig nur ein Steinhaufen mit einer Säule waren. Er war auch einer der vielen Götter der Fruchtbarkeit. Auch unter den Sportlern wurde er verehrt und war häufig als Statue auf Sportanlagen zu sehen. Auch Hermes ist ein uneheliches Kind von Zeus mit der Nymphe Maja. Angeblich ist das Kind in der Morgenfrühe geboren worden und noch am gleichen Tag am Mittag verließ das Kind laufend die Geburtshöhle, er war also außerordentlich frühreif.

Hades bzw. Pluton war der Herrscher der Unterwelt und herrschte dort über die Seelen der Verstorbenen. Pluton bedeutet auch "der Reiche", weil man glaubte, daß er auch Wohlstand bringen würde. Er war ein Sohn von Rhea und Kronos und somit ein Bruder von Zeus. Sein Name brachte angeblich Unglück und wurde deshalb so wenig wie möglich gebraucht. Pluton wurde häufig als grimmige und kalte Gottheit dargestellt.

Hestia war die Göttin des Herdes und der Häuslichkeit. Sie war die älteste der drei Töchter von Rhea und Kronos und somit auch eine Schwester von Zeus. Obwohl sie Poseidon und Apollon als Gatten haben konnte, blieb sie unvermählt. Sie selber war jungfräulich.

Janus, einer der ältesten italischen Götter, wurde in Gebeten gemeinsam mit Jupiter angerufen. Der doppelkäpfige Gott ist der Gott der Anfänge. Nach ihm ist der Monat Januar benannt.

Artemis war Göttin der Hirten, Jagd und Bogenschützen. Sie war auch Beschützer der Kinder, Schwachen und in erster Linie der Tiere. Sie selber war eisern jungfräulich und strafte jeden, der diesen Zustand ändern wollte. Sie war außerdem eine weitere Fruchtbarkeitsgöttin und Beschützerin des ungeborenen Lebens. Sie war die Tochter von Leto und die Zwillingsschwester von Apollon.

Die Kapitolinische Trias: Zusammen mit Iupiter Optimus Maximus wurden im Tempel auf dem Kapitol Juno und Minerva als Schutzgötter Roms verehrt.




Literaturverzeichnis
- „Götter und Helden der Griechen“ von M. Nichols; 1975, Gondrom Verlag
- „Griechische Mythologie“ von R. v. Ranke-Graves; 1955, Rohwohlt Taschen-
buch Verlag
- „Götter und Helden der Griechen“ von E. Peterich; 1958, Otto Walter Verlag
- „Microsoft Encarta 99 Enzyklopädie“; 1993-1998, Microsoft Coporation
- „Griechische Mythologie“ von H. Rose; 1974, Beck Verlag
- „Von Adonis bis Zeus“ von G. Binde; 1981, Cura Verlag
- „Götter und Helden“ von E. Peterich und P. Grimal; 1971, Walter Verlag
- „Die Mythologie der Griechen“ von K. Kerényi; 1966, dtv
- „Who’s who in der antiken Mythologie“ von G. Fink; 1933, Beck Verlag
- „Lexikon der Alten Welt“ ; 1990, Artemis Verlag
- „Die griechische Welt“ von Dr. Ling; 1975, Lektüre Verlag

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