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Titel / Referat: Terrorismus in Deutschland - die RAF

Schlagwörter: Rote-Armee-Fraktion, RAF, BRD, Peter Lorenz, Andreas Baader, Gudrun Ensslin, GSG 9 Hausaufgabe, Referat

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RAF - Terrorismus in Deutschland

Die RAF ist eine linksextremistische Vereinigung, die Anfang der 70er Jahre mit terroristischen Methoden, einen Volkskrieg gegen die bestehende Gesellschaftsordnung der BRD zu entfesseln suchte.

Der Terrorismus in Deutschland wurde hauptsächlich von der RAF geprägt. Gegründet wurde die Rote-Armee-Fraktion, eine linksextremistische Terrororganisation, am 14. Mai 1970. Ihre Anschläge richteten sich gegen das imperialistische Herrschaftssystem der BRD, was sie durch Ermordungen und Entführungen von Repräsentanten aus Staat, Wirtschaft und Militär erreichen wollten. Sie finanzierten sich durch Banküberfälle und Waffenhandel. Ausgebildet wurden sie in einem palästinensischen Trainingscamp, wo sie nach dem Vorbild der südamerikanischen Stadtguerilla Kampftechniken – Erschießung, Entführung, Sabotage – erlernten.

Hervorgegangen war die RAF aus einer Studentenbewegung, die am 2. April 1968 in Frankfurt am Main zwei Kaufhäuser in Brand gesteckt hat. Sie wollten damit gegen die Gleichgültigkeit protestieren, mit der in Deutschland der Vietnamkrieg aufgenommen wurde. Daraufhin wurden vier Verdächtige festgenommen, unter denen sich die späteren Gründungsmitglieder der RAF, Andreas Baader und Gudrun Ensslin, befanden. Sie wurden zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, konnten jedoch vorher untertauchen. Nachdem Baader erneut gefasst wurde, konnte er mit Waffengewalt befreit werden, wobei eine Person schwer verletzt wurde.
In den Jahren, in denen die RAF aktiv war, haben sie eine Vielzahl von Straftaten begangen. Dabei wurden auch Tote und Verletzte in der Zivilbevölkerung in Kauf genommen.

So wurden z.B. im Mai 1972 in der BRD Brand- und Sprengstoffattentate verübt, bei denen etwa 60 Personen verletzt und vier getötet wurden. Im Juni 1972 konnten daraufhin Baader, Ensslin, Meinhof, Meins und Raspe, die zu der Zeit führenden Köpfe der 1. RAF- Generation, festgenommen werden. Um den Terrorismus zu bekämpfen, beschloss die Bundesregierung mehrheitlich in den Jahren 1973 und `74 die Anti-Terror-Gesetze.

Am 13. September 1974 begannen 31 RAF – Gefangene den 3. kollektiven Hungerstreik, um Druck auf den Staat auszuüben und ihre Handlungsunfähigkeit zu demonstrieren. Nach fast zweimonatigem Hungerstreik starb schließlich Holger Meins.

Im November `74 begann erneut eine lange Serie von Attentaten. Die „Bewegung 2. Juni“ und die 2. RAF-Generation wollten die Häftlinge durch Erpressung befreien. Dazu entführten sie am 27. Februar 1975 Peter Lorenz, um ihn gegen gefangene Mitglieder dieser Bewegung auszutauschen.

Erneut reagierte die Regierung auf die Serie der Attentate und verabschiedete im August 1976 das so genannte zweite „Anti-Terror-Paket“, dass unter anderem den neuen Straftatbestand der „Bildung terroristischer Vereinigungen“ einführte (Paragraph 129a).

Im Zeitraum von Mai 1975 bis 28. April 1977 wurde der Prozess gegen die 1. RAF-Generation in Stuttgart im umgebauten Hochsicherheitstrakt geführt. Während dieses Prozesses beging Ulrike Meinhof im Mai 1976 Selbstmord. Die übrigen RAF-Mitglieder wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Am 5.September 1977 wurde der Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer entführt. Mit dieser Aktion wollten die RAF-Mitglieder die Freilassung von 11 Gefangenen erreichen, doch die Regierung ging nicht auf ihre Forderungen ein. Um diesen Nachdruck zu verleihen, entführten die Terroristen am 13. Oktober 1977 die Lufthansamaschine „Landshut“ und zwangen sie zur Landung in Mogadischu. Der Flugkapitän Jürgen Schumann wurde dabei erschossen. Kurz vor Ablauf des Ultimatums stürmte die GSG 9, die Anti-Terror-Einheit der BRD, das Flugzeug und befreite die Geiseln, wobei die Entführer getötet wurden. Die Anführer der RAF begingen am nächsten Tag Selbstmord, nachdem sie im Gefängnis über Radio von dem Scheitern der Aktion erfahren hatten. Am selben Tag, dem 19. Oktober 1977, wurde Schleyers Leiche im Kofferraum eines Autos gefunden.

Seit den achtziger Jahren erhielten RAF-Mitglieder, noch zusätzlich zu der Guerilla-Kampfausbildung, Ausbildung und Unterschlupf in der DDR. Dort erhielten sie von der Stasi eine neue Identität und finanzielle Unterstützung. Nach dem Fall der Mauer konnten verschiedene ehemalige RAF-Mitglieder identifiziert und verhaftet werden.
Im April 1992 erhielt das Bundesjustizministerium von der RAF ein Schreiben, dem so genannten „Augustpapier“, in dem diese ihre Aktionen für gescheitert erklärt und das Ende der Gewalt ankündigt.

Am 27.Juni 1993 kam es zu einem spektakulären Todesfall eines ehemaligen RAF-Terroristen, Grams, in Bad Kleinen. Dieser kam nach einer Schießerei mit der GSG 9 ums Leben. Es wurde jedoch nie genau geklärt, ob er durch die GSG 9 erschossen wurde oder Selbstmord beging.

Zu einem weiteren terroristischen Anschlag, mit dem die RAF aber nicht direkt in Verbindung stand, kam es am 5.September 1972 bei den Olympischen Spielen in München. Dort überfielen palästinensische Terroristen das olympische Dorf und nahmen Sportler und Betreuer der israelischen Mannschaft als Geiseln. Sie forderten die Freilassung von Gleichgesinnten aus israelischen Gefängnissen, wobei sie mit der Ermordung der Geiseln drohten. Die Bundesregierung verhandelte mit der israelischen Regierung, die die Forderungen jedoch kategorisch ablehnte. Trotzdem ging die Bundesregierung zum Schein auf die Forderung ein und stellte einen Hubschrauber, der die Terroristen zum Flughafen Fürstenfeldbruck brachte, wo ein Flugzeug wartete. Dieses wurde jedoch von Scharfschützen und Polizisten bewacht, die die Geiseln befreien sollten. Dieser Einsatz schlug fehl, elf Geiseln, fünf Terroristen und ein Polizist kamen ums Leben. Daraufhin wurde zur besseren Bekämpfung des Terrorismus die GSG 9 gegründet, die in Mogadischu ihren ersten großen Einsatz hatte.

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