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Titel / Referat: Ägypten - Götter

Schlagwörter: Isis, Osiris, Einbalsamierung, Nut und ihre Kinder, Grabräuber, Pharao als Gott Hausaufgabe, Referat

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Ägypten - Götter


ISIS UNS OSIRIS - DER MYTHOS VON DER EINBALSAMIERUNG
Osiris, der Sohn des mächtigen Gottes Seb und der Himmelsgöttin Nut, war ein Freund und Helfer der Menschen, er schenkte ihnen den Flug, die Gesetze, die Musik und verschiedene religiöse Bräuche. Er unternahm siegreiche Kriegszüge nach Asien, Indien und Arabien. Als er unterwegs war, schwor sich sein böser Bruder Seth, ihn zu vernichten.
Durch List und Zauberei lockte er Osiris in eine große Truhe, die Seth sofort verschloß und in den Nil warf. Verzweifelt suchte die Gattin von Osiris, Isis, ihren Mann. In der Nähe der Kiste von Syrien fand sie schließlich die Truhe mit der Leiche ihres Mannes. Sie suchte ein geeignetes Versteck für ihren Ehemann, aber sogar Seth fand das Versteck. Er zerschnitt die Leiche von Osiris in 14 Teile und verstreute sie über ganz Ägypten. Isis suchte alle Teile, und nachdem sie alle gefunden hatte, fügte sie sie mit Hilfe des Unterweltgottes Anubis zusammen. Damit der Körper haltbar war, balsamierte ihn Anubis ein. Die Mumie von Osiris wurde mit mächtigen Zaubersprüchen von Isis wieder zum Leben erweckt, Osiris konnte zwar nicht mehr auf die Erde zurückkehren, dafür wurde er aber Herrscher des Totenreiches.
Lange Zeit später gebar Isis ihm einen Sohn: Horus. Er wuchs im Nildelta auf, damit ihn Seth nicht finden konnte. Er wurde ein tapferer und mächtiger Krieger, der seinen Vater rächen wollte. Als er stark genug war, griff er Seth an, verfolgte ihn durch Ägypten und verletzte ihn schwer. Daraufhin wurde Horus Pharao von Ägypten, Seth war aber immer noch wütend und verklagte Horus vor dem Gericht der Götter. Seth warf Horus vor, daß er nicht der Sohn von Osiris sein könne, Horus wurde von Toth freigesprochen und Seth erhielt seine lang verdiente Strafe.


NUT UND IHRE KINDER - DER MYTHOS VON DEN MONDPHASEN UND DEM ÄGYPTISCHEN KALENDER (teils Schöpfungsmythos)
Vor langer Zeit lebte Re auf der Erde und regierte in Ägypten als Pharao. Er wohnte in dem größten Palast und wurde von allen Menschen angebetet. Re verbrachte seine Zeit mit Spielen, glänzenden Festen und er jagte die gefährlichsten Tiere.
Ein Höfling belauschte zufällig ein Gespräch im Palast und erfuhr, daß der Sohn der Göttin Nut eines Tages Pharao in Ägypten sein wird. Er meldete es Re, der sogleich in heftige Wut geriet, da er Angst hatte, auf seinen Thron verzichten zu müssen. Re ging in seine Gemächer und schwor sich, daß niemand ihn von seinem Thron vertreiben kann. Er überlegte wie er sich schützen kann und sprach einen Fluch aus: "Dies ist mein Fluch über Nut: das ganze Jahr über soll es ihr nicht vergönnt sein, ein Kind zur Welt zu bringen". 

Kurze Zeit später wußte jeder Gott von diesem Fluch und Nut bedauerte es, denn sie hatte sich sehnlichst Kinder gewünscht. Sie wandte sich an Toth, der zauberkundigste und weiseste unter allen Göttern. Toth versprach Nut zu helfen und überlegte, wie er den Fluch von Re brechen könnte. Toth wußte, daß Khonsu, der Mondgott, der beste Senet Spieler ist und lud ihn zu einer Partie ein. Toth gewann mehrere Spiele und der unbesiegbare Khonsu forderte ihn zu weiteren Runden auf, wobei er jeweils um eine Stunde seines Lichtes wettete, wenn er verlieren sollte. Doch Toth meistere alle folgenden Partien und hatte gegen Ende des Spiels ganze fünf Tage Mondlicht gewonnen. Toth schob die fünf verdienten Tage zwischen das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen. Bis dahin bestand der ägyptische Kalender aus 12 Monaten mit jeweils 30 Tagen, insgesamt hatte das Jahr 360 Tage uns damit 5 Tage zuwenig. So brachte Toth nicht nur den Kalender in Ordnung, sondern half zusätzlich Nut. 

Der Fluch von Re konnte in diesen 5 Tagen nicht Nut treffen, und so gebar Nut am ersten Tag Osiris, am zweiten Tag Harmachis, am dritten Tag Seth, am vierten Tag Isis und am fünften Nyphtys. Osiris heiratete Isis und wurde Pharao, er wurde aber von Seth getötet, der wiederum Nyphtys geheiratet hatte. Harmachhis wurde eine unsterblichen Sphinx.
Khonsu, der Mondgott, war von den vielen Spielen, die er alle gegen Toth verloren hatte, so erschöpft, daß er einen Teil seiner Kräfte für immer verlor. Von jenem Tag an konnte er nicht mehr alle Tage am Nachthimmel gleichmäßig leuchten. Mal leuchtet er mehr, mal leuchtet er weniger oder überhaupt nicht.


GRABRÄUBER IM ALTEN ÄGYPTEN
Die Wertgegenstände, besonders Gold, verlocken viele Räuber die Pharaonengräber auszurauben. Zumal stören sie nicht nur die Ruhe des Toten, sondern sie lassen wichtige Hinweise auf die Bestattung und des Weiterleben des Verstorbenen einfach verschwinden. Bei den Grabräubern handelt es sich meistens nicht um Ägypter, denn für einen Ägypter gilt es als schwerste Last ein Grab zu schänden. Für Grabräuber stellt es keine Schwierigkeit dar, z.B. den geheimen Eingang zu einer Pyramide zu finden oder ein Felsengrab freizulegen. Oft werden die Gänge der Gräber mit Steinen aufgefüllt, damit es für die Grabräuber unmöglich ist, bis in die Sargkammer vorzudringen. Wird der Grabräuber doch erwischt, so wird er bei lebendigem Körper auf Eisen- oder Holzpfähle aufgespießt. Ihre Leichen werden dann mit Schafsfell umwickelt und begraben. Schafsfell gilt bei den Ägyptern als unrein.
Sollte das Grab doch beschädigt werden, so kümmert sich ein Priester um die Mumie und läßt des Grab wieder verschließen.


VERSCHIEDENE GOTTHEITEN
Die Ägypter verehren Hunderte von verschiedenen Göttern und Göttinnen, oft kann man sie voneinander kaum unterscheiden. Die Götter unterschieden sich nur durch ihren Tierkopf, meistens besitzen sie einen menschlichen Körper. Jeder der 42 ägyptischen Gaue (größerer Verwaltungbezirk) besitzt einen eigenen Gott und mehere Nebengötter. Die Schutzgötter sind in fast jedem Gau gleich, z.B. die Göttin Taweret - die Schutzgöttin der schwanderen Frauen.


A: DIE BEKANNTESTEN ORTSGÖTTER
HORUS

Horus, auch Horos gennant, besitzt seine Hauptkultstätte im Nildelta in der Stadt Behtet (das heutige Damanhur). Nach der Gründung des Nordreiches wurde er Staatsgott, während im Südreich (das Delta) Seth, der Bruder und Mörder seines Vaters, Schutzgott wurde. Als Unter- und Oberägypten vereint wurden, bildeten sie beide Schutzgötter des Reiches. Mit der Zeit trat Horus aber immer mehr in den Vordergrund als Hauptgott. Die ihm heiligen Tiere sind der Sperber und der Falke, deshalb findet man ihn ofters als Mensch mit Falken- oder Sperberkopf. Er ist der letzter Gott, der über Ägypten als Pharao herrscht, daher identifizieren sich viele Pharaonen mit ihm. In den Städten Kus und Kom Ombo heißt Horus "Haroeris", was "Horus der Große" bedeutet, in Dendera und Edfu wird er "Harsomtus" (Horus der Vereiner beider Länder) genannt.

SETH
Ursprünglich war Seth der Gott des Hundesternes, der den Ägyptern den Segen und die Nilüberschwemmungen bringt, daher wird er hochverehrt. Als doch der Osiriskult aufkam, wurde der Hundestern dazu bestimmt, der Töter der Natur durch trockene Hitze zu sein. So wurde Seth der Gott der Wüste und des Wüstenwindes. Seth ist der Stadtgott von Kom Omba in Oberägypten und später wurde er Reichsgott von Oberägypten. Er wird auch als Schutzgott der Fremden und Feinde des Landes angesehen; dadurch wurde er in der 22. Dynastie aus dem Götterhimmel verbannt. Er wird als Mensch mit Eselkopf dargestellt.

THOT oder TOTH
Er ist der Gott der Weisheit, des geistigen Lebens, des Denkens, des Lehrens und des Schreibens. Sein Name wird von dem ägyptischen Wort "Thoyth" abgeleitet, es bedeutet soviel wie "Säule"; die Säule ist in Ägypten das Symbol der Wissenschaft. Thot soll auch der Erfinder der Hieroglyphenschrift gewesen sein, er wird als Mensch mit Ibiskopf dargestellt.

HATHOR
Sie ist die Göttin der Freude und der Liebe, aber auch des Glücks, des Tanzes und der Musik. Sie wird auch oft als Himmelsgöttin und Schutzheilige von Dendera angesehen. In der bildlichen Darstellung erscheint sie entweder als Kuh, als Frau mit Kuhkopf oder als Frau, die auf dem Kopf Hörner mit dazwischenliegender Sonnenscheibe trägt. In manchen Städten wird sie als Schicksalsgöttin dargestellt; sieben Hathoren bestimmen das Schicksal eines jeden neugeborenen Kindes. In Theben ist sie die Herrin der Totenstadt.

PTAH
Er ist Stadtgott von Memphis, Menes (der erste Pharao von Ägypten) soll ihm einen prächtigen Tempel erbaut haben. Man vermutet, daß der Name "Ptah" aus Phönizien stammt, dort bedeutet der Name soviel wie "der Eröffner". Er soll alle Dinge der Welt erschaffen haben, indem er ihnen Namen gab. Er ist Gott der Handwerker und Künstler, er ist auch Vorsteher der sieben Planeten. Man stellt ihn als Mumie mit geschwungenem Bart und kahlem Kopf dar, er wird aber auch als Zwerg mit Osiris-Peitsche verbildlicht. Käfer, Geier, Löwen, Schafe und der Apis-Stier sind ihm heilig. Ptah ist mit der Kriegsgöttin Sechmet verheiratet und zeugte Imhotep.

NEITH
Sie ist die Göttin von Sais in Unterägypten, ihre Priester standen in einem so hohem Ruf der Weisheit, daß die ersten Männer Griechenlands zur Ausbildung zu ihnen kamen. Auf einem Tempelbild der Göttin ist zu lesen: "Ich bin alles, was war, was ist und was sein wird, und meinen Schleier hat noch niemand gelüftet". Es wird gesagt, daß die Göttin von mannweiblicher Natur ist. Sie wird oft mit Pfeil und Bogen und der unterägyptischen Krone dargestellt, daher wird sie auch als Kriegsgöttin angesehen. Nicht nur die Ägypter verehren sie, sondern auch die Libyer.

B: DIE BEKANNTESTEN UNIVERSALGÖTTER
ISIS
Isis ist die Personifikation der fruchtbaren Erde und sie ist Schutzgöttin der Kinder. Sie wird mit Gerste und Weizen in Verbindung gebracht, bei den Ägyptern ist es ein Brauch, die zuerst geschnittenen Ähren der Göttin Isis zu weihen und dabei sich an die Brust zu schlagen. Isis hat Gesetze erlassen, sie hat die gesetzlose Willkür und Gewalt unter Strafe gestellt. Dazu ist sie noch Mondgöttin, Erdgöttin, Göttin der Unterwelt und sie ist Beherrscherin des Wassers und der Seefahrt. Sie stellt die Erfinderin der Heilkunst dar. Sie ist Göttin der Geburtshilfe, Gründerin des Staates und der Religion, Göttin der Ehe und der Gerechtigkeit. Durch die Ptolemäer verbreitet sich ihr Kult über die gesamte griechische und römische Welt.

OSIRIS
Osiris wird in allen Landesteilen von Ägypten verehrt, er ist ursprünglich Naturgott gewesen, da er aber gestorben ist, ist er Herrscher und Richter des Totenreiches geworden. Das Auge und das Zepter sind die Osirs-Symbole, der Apis-Stier ist das Bild seiner Seele. Anderseits kann das Auge auch die Sonne und den göttlichen Geist, das Zepter die Herrschaft, der Stier das Leben und seine schwarze Farbe die Erde und die Unterwelt symbolisieren. Von Heliopolis ging der Osiris-Kult aus, durch seine Priester wurde er ein Staatsgott. Osiris soll auch die Gesetze und den Pflug erschaffen haben.

ANUBIS
Anubis wurde von Nephtys und Osiris gezeugt, letzterer dachte, daß er mit Isis sein Lager teilte. Anubis wurde von seiner eigentlichen Mutter ausge- setzt, aber später von Isis erzogen. Er half Isis nach der Ermordung von Osiris dessen Leichenteile wieder zusammenzusetzen. In der mythologischen Abbildung wird er als Mensch mit Hundekopf dargestellt. Er wird als Gott der Bestattung verehrt, in Oberägypten ist er Stadtgott.

IMHOTEP
Imhotep ist ein vergöttlichter Beamter des Pharao Djoser. Er ist Schutzherr der Schreiber, Heilgott und Zauberer. Er wird als unehelichen Sohn von Phat und seiner Frau angesehen.

BES
Bes ist ein Zwerg mit einem maskenhaften Gesicht, Federkrone und Löwenmähne. Er ist Gott der Familie, Schutzherr schwangerer Frauen und allgemeiner Glücksbringer; er wird mit Musik in Verbingung gebracht. In Abydos wird er als Orakelgott verehrt, dessen Oraken von Priestern in versiegelten Briefen weitergegeben wird.

C: RE, DER SONNENGOTT
Fast überall in Ägypten ist der Sonnengott Re die wichtigste Gottheit, obwohl er verschiedene Formen annehmen kann: Am Morgen kann er der Skarabäus Chepri sein, der die Sonnenscheibe über den östlichen Horizont rollt; mittags wird die Sonne zu Re-Harachte, dem großen, im Himmel schwebenden Falken. Re ist für die Schöpfung der Menschen und Tiere, des fruchtbaren Bodens und der Fahrt des Königs durch die Unterwelt verantwortlich. Als Amun-Re ist er der König der Götter geworden, er beschützt den Pharao, wenn dieser einen Feldzug führt, oder wenn der Pharao auf die Jagd geht. Er wird oft mit dem Schüpfergott Atum und der Harachte zu Re-Harachte-Atum verbunden. Re wird später, neben der Sonnenscheibe Aton, Hauptfigur des Sonnenkultes.
Wandmalerei aus dem Grab des Pharao Sethos I.: der König überreicht Re (hier als Re- Harachte) Opfergaben, die ihm Leben und Macht verleihen sollen, was durch die Hieroglyphen symbolisiert ist.

D: AMUN ODER AMMON
Ursprünglich heißt Ammon "Amun" und ist Gott der Herden und Weiden, deshalb wird er häufig mit Widderhörnern dargestellt. Sein Hauptkultort ist Theben, er wird aber auch in Äthopien verehrt. In Mittel- und Unterägypten wird Amun als Apis-Stier angesehen, sein Kult breitet sich von Theben bis zur Oase Siwah in der libyschen Wüste aus. Hier lernen die Griechen und Römer seinen Kult und verehren ihn als Ammon-Jupiter. Amun wird auch als Widder als Sternbild im Tierkreis verehrt. Als Amun-Re wird er als Staatsgott verehrt.

DER AMUN TEMPEL IN KARNAK
Der Amun Tempel in Karnak ist der größte und reichste Tempel in ganz Ägypten. Er umfaßt eine Fläche von 12000 m^2 (1500x800m) und wurde nach der Stadt el-Karnak benannt; früher hieß er Ipet-isut ("der vollkommenste Ort"). Mit dem Aufstieg Thebens zur Hauptstadt Ägyptens nehmen der Ruhm und der Reichtum des Tempels noch zu, über lange Zeit hinweg ist er der bedeutsamste religiöse Kultstätte des Landes.


DER PHARAO ALS GOTT
Der Pharao stellt bei den Ägyptern als der Vermittler zwischen den Menschen und den Göttern dar. Sie glauben, daß in dem Pharao eine Gottheit wohnt, deswegen ist der Pharao vollkommen. Zu Lebzeiten wird der Pharao mit dem Gott Horus gleichgestellt, oftmals wie Horus über Seth siegt. Wenn der Herrscher stirbt, wird er mit Osiris gleichgesetzt. In anderen Mythologieformen verschmilzt der Pharao nach dem Tod mit Re.


DER GÖTTERKULT IM ALTEN ÄGYPTEN
Es ist unmöglich die Ägyptischen Gottheiten in bestimmte Kategorien einzugliedern. Man muß auch beachten, daß mit der Zeit immer mehr neue Götter dazukommen. Daher hat man sie in Staats-, Orts-, und Universalgötter unterteilt.
Ein Staatsgott wird in mehreren Orten verehrt, Staatsgötter sind z.B. Phat und Re (auch Amun-Re oder Re-Harachte genannt). Ein Ortsgott ist immer mit einer bestimmten Stadt verbunden und teilt deren Schicksal. Die Universalgötter sind mit einem Kultort verbunden, ihnen werden auch Tempel errichtet, meistens aber sind sie Schutzgötter.
Ortsgötter können sich sowohl zu Staatsgöttern als auch zu Universalgöttern avancieren - und umgekehrt. Es kommt auch vor, daß sich Mischgottheiten bildeten. Sie konnten sich aus mehreren Göttern zusammensetzen, zum Beispiel Phat-Sokar-Osiris; diesen Prozeß bezeichnet man als Synkretismus. Anderseits geraten viele Gottheiten auch in Vergessenheit und werden teils durch stärkere Götter aus anderen Städten ersetzt.

DIE TIERVEREHRUNG
Schon Fremde wurden von der Tierverehrung der Ägypter beeindruckt, doch erst in der Spätzeit (730 v.Chr.) nimmt die Tierverehrung riesige Ausnahmen an. Die Tiere werden sogar angebetet, mumifiziert und dann in Gräbern beigesetzt. Es entstehen regelrecht Tierfriedhöfe und es gilt als eine gute Tat für ein Tierbegräbnis zu zahlen. In der Wüste nördlich von Saqqara entstand eine ganze Stadt, in der nur Tiere angebetet wurden. Die Ägypter mumifizieren ihre heiligen Tiere mit derselben Sorgfältigkeit wie ihre Menschen, sie werden auch zu ihrem "Herrn" mit ins Grab gelegt. Die meisten Tiere mumifiziert man aus religiösen Gründen: sie sind Götterboten. Viele Götter verknüpft man mit einer oder mit mehreren Tierarten, denen man ähnliche Eigenschaften zuspricht. Die Kuh, die z.B. für ihr Kalb sorgt, verbindet man mit Hathor, der Göttin der Liebe und der Mutterschaft. Es kommt auch vor, daß in einer Stadt eine bestimmte Tierart als heilig gilt, z.B eine Fischart. Diese Tiere werden dann von den Ägyptern wie ihre eigenen Augäpfel behütet und gefütert. In der nächsten Stadt steht diese Tierart täglich auf dem Speiseplan
Die meisten Tiere werden in Memphis angebetet, das berühmteste von ihnen ist der Apis-Stier, der für den Gott Phat in einer Katakombe beigesetzt wurde.In der Nähe befinden sich auch Friedhöfe von Ibissen, Pavianen, Hunden oder Schakalen, Katzen und Widdern. Fische, Schlangen und Krokodile werden oft in den anderen Regionen von Ägypten verehrt.
Die Verehrung von Tieren bezeichnet man auch als Zoolatrie.
der Apis-Stier


DER APIS STIER
Der Apis-Stier ist das heilige Tier der Stadt Memphis, er wird als Verkörperung des Stadtgottes Ptah verehrt. Es handelt sich hierbei um einen schwarzen Stier, der einen dreieckigen weiþen Fleck auf der Stirn und einen zweiten weiþen Fleck auf der rechten Seite trägt. Unter der Zunge hat er einen schwarzen Knoten und sein Schwanz besteht aus zwei verschiedenen Haarsorten. Der Stier wird wie ein König gehalten, sein Stall besteht aus mehreren "Gemächern", er wird aus goldenen Schalen und Gefäþen gefüttert. Die schönsten Kühe werden zu ihm geführt und man lässt sich von ihm das Orakel erteilen. Opfergaben werden dem Stier nur selten gebracht; nur wenn er stirbt, dann wird ihm ein roter Stier geopfert und in sein Grab beigegeben. Rote Stiere werden mit Seth gleichgestellt, dem Mörder von Osiris.
Der Apis-Stier muss eines natürlichen Todes sterben, nur dann wurde eine Staatstrauer abgehalten, bis ein neuer heiliger Stier gefunden wurde. Meisten ist schon vor dem Tod des alten Tieres Ersatz da. Überschreitet der Stier eine Lebenszeit von 25 Jahren, so wird er in Stille im Tempelsee ersaeuft und ohne Feierlichkeiten einbalsamiert und beigesetzt.

Am Anfang war der riesiger Ozean Nun. Aus dem Chaos dieses unendlichen Wassers wächst der Urhügel Tatenen empor. Genau über ihm steigt eine Lotosblüte auf, aus der der Sonnengott Re hervorsteigt. In dem Chaos macht sich der Gott Ur-Atum (das All) an die Erschaffung des unendlichen Universums. Atum voll bringt diese Leistung mit Hilfe seines Herzens, dem Sitz der personifizierten Intelligenz von Sia (die Erkenntnis) und mit Hilfe seines Willens, der von der Sprache dargestellt wird. Der Sonnengott Re hatte wiederum zwei göttliche Kinder: Schu (die Luft) und Tefnut (das Wasser), sie zeugten Geb (die Erde), und Nut (der Himmel). Geb und Nut hatten fünf Kinder: Osiris (die Fruchtbarkeit), Isis (das fruchtbare Land), Seth (die Dürre), Harmachhis und Nephtys (die Wüste). Osiris und Isis zeugten den Königsgott Horus, der den Pharao zu Lebzeiten verkörpert. Aus den Tränen des Sonnengottes Re entstanden die Menschen, die Götter regierten zuerst als Pharaonen über die Menschen, sie zogen sich doch später in die Unsichtbarkeit zurück.

3. Das Felsengrab
Ein Felsengrab besteht aus einer Abfolge von Treppen, Korridore, Kammern und Sälen, die tief in das Gestein hineingehauen sind. Der Sarg befindet sich in der letzten Grabkammer im Berginnern. Zum Schutz gegen Grabräuber wurden sogar meterlange Gänge vollständig mit Steinen aufgefüllt. Die Felsengräber gehören zum Schönsten, was die ägyptische Baukunst hervorgebracht hat, dann oftmals sind alle Wände des Grabes mit Szenen des Verstorbenen aus dem Alltag bemalt.
Felsengräber sind meistens Pharaonengräber, selten handelt es sich um Privatgräber von Beamten. 


WARUM WAR DER TOTENKULT SO WICHTIG FÜR DIE ÄGYPTER ?
Die Ägypter haben die Vorstellung, daß der Mensch mehr als sein Körper ist - für sie stellt der Mensch eine Einheit aus Körper und Seele dar. Im ägyptischen Glauben besitzt der Mensch nicht nur eine Seele, sondern drei:
Jedem Lebenden waren ein "ba" und ein "ka" beigegeben. Ba hat die Gestalt eines Falken mit einem Menschenkopf und ist eine Art Seele, die in dem Menschen wohnt, aber nach seinem Tod den menschlichen Leib verläßt. Ba besucht dann den Toten meist bei Nacht in seinem Grab. Ka entspricht etwa dem Schutzgeist des Menschen. Wie ba verläßt ka nach dem Tod den Menschen, steigt aber zum Himmel hinauf und zieht in Richtung Westen. Dort wird ka mit Nahrung und Trank von der Liebesgöttin Hathor empfangen. Nach einiger Zeit kehrt ka auf die Erde zurück und wohnt dann neben der Mumie "seines" Menschen im Grab. Das Grab wird bei der Rückkehr von ka auch "Haus des ka" genannt. Oftmals wird die ka-Seele auch als den leblosen Doppelgänger des Leibes bezeichnet. Auf Bildern stellt man sie durch zwei über dem Kopf erhobene Arme dar.
Die ach-Seele versinnbildlicht die enge Verbundenheit des Menschen mit dem Jenseits. Sie steigt nach dem Tod ihres Trägers steigt sie zum Himmel empor, dort bewacht sie das Grab und den guten Ruf des Verstorbenen. Sie rächt sich an jedem, der es wagt, die Totenruhe des Verstorbenen zu stören. Die ach-Seele wird in der Gestalt des Schopfibises dargestellt.
Der Körper des Toten stellt für "ba", "ka" und die ach-Seele eine Heimat dar, die in verschiedenen Zeitabschnitten besucht wird. Sollte es aber keinen Körper geben, so müßten "ba", "ka" und die ach-Seele sich im Nichts verirren und erlöschen. Dies würde das unwiderrufliche Ende der menschlichen Existenz bedeuten. Um dieses Unheil zu vermeiden, wird der Körper mumifiziert.

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