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Titel / Referat: Christliche Religion im Mittelalter

Schlagwörter: Pilgerfahrten, Reliquien, Verehrung, Facharbeit, Götter, Christentum, Kirche, Aufbau, Bedeutung Hausaufgabe, Referat

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Die christliche Religion im Mittelalter

 

1. Einleitung:

Im Mittelalter war die Religion sehr wichtig. Fast die gesamte Kultur des Mittelalters ist auf die Religion zurück zu führen. Literatur und Schriftlichkeit fand über Jahrhunderte nur in den Klöstern statt. Die Zentren der Kunst waren die Kirchen und es wurde Latein gelehrt als Sprache der Kirche und als Medium für die europäische Bildung. Die Päpste entschieden über Krieg, Frieden, Freiheit oder Verfolgung. Sie errichteten prachtvolle Kirchen und erlangten immer noch mehr Macht, so wurden Juden oder andere Abweichler des christlichen Glaubens verfolgt. Auch der Hexenwahn oder die „heiligen“ Kreuzzüge wurden von der Kirche angestiftet und durchgeführt.


2. Die Geschichte des Christentums im Mittelalter

Die Machtgewinnung der Kirche und des Christentums fing damit an, dass 380 nach Christus das Christentum zur Staatsreligion Roms ernannt wurde. Nicht lange später (391 n. Chr.) wurden alle anderen Kulte verboten. Das Oberhaupt der Christen wurde der römische Kaiser in Konstantinopel, wobei dieser oft Streit mit dem Papst hatte, wegen der Bevormundung Roms durch den Kaiser. So kam es das sich die Kirche löste und nicht mehr von dem Kaiser in Konstantinopel abhängig war. Sie entwickelte sich zur römisch-katholischen Kirche. Nachdem die Germanen in Rom eingefallen waren, blieb nur noch die Kirche übrig die dann auch spätere Kulturen das Christentum übernahmen. Nur die Langobarden bedrängten den Papst. Ein Grundstein der Macht legte die Kirche, durch die „Pippinische Schenkung“. 754 nach Chr. schenkte Pippin II. dem Papst große Besitztümer in Mittelitalien, woraus sich dann der Kirchenstaat entwickelte. Das Frankenreich trat danach die Nachfolge des römischen Reiches an. Als 800 n. Chr. Karl der Große vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde, finde Sie an Reichskirchen zu bauen. In diesen Kirchen lebten die Bischöfe, die vom Kaiser ernannt wurden und als Statthalter dem Kaiser beim regieren halfen. Als nach dem Untergang des Karolingerreiches die Königswürde auf den deutschen König Otto I. den Großen über ging sahen die Deutschen sich als oberste Schutzherren der Kirche. Diese bauten das System der Reichskirche noch weiter aus und diese wurde eine große Stütze des Reiches. Nach langer Zeit kamen der Kirche dann Zweifel, ob das gut sei, dass Laien über die Kirche wachten. So forderte der Papst ein Verbot für Laien. Damit wollte er den weltlichen Einfluss des Königs auf die Kirche reduzieren und sie neu ordnen. Der Streit zwischen dem weltlichen Kaiser Heinrich V. und dem Papst Gregor VII. der auch Investiturstreit genannt wird, geht um die Besetzung wichtiger und hoher kirchlicher Ämter. 1075 nach Christus eskalierte dieser Streit dann. Heinrich V. wurde mit dem Kirchenbann belegt. Die Kirche behielt die Oberhand und Heinrich begab sich auf den berühmten „Gang nach Canossa“. 1122 nach Christus wurde dieser Streit durch die Unterzeichnung des „Wormser Konkordat“ beendet. Das Recht der Investitur blieb bei der Kirche, aber der Kaiser durfte Einfluss nehmen im Streitfall, also Einspruch einlegen. Zwischen dem Kaiser Friedrich I. und dem Papst entbrannte wieder die Rivalität, denn der Papst erklärte die Kaiserwürde als Benefizium. Als Heinrich VI. die Tochter von König Roger II. von Sizilien heiratete, fürchtete der Papst die Vereinigung der beiden Reiche. Denn dadurch wäre sein Gebiet ganz vom Reichsgebiet eingekreist gewesen. Als dann Friedrich II. deutscher und sizilianischer König wurde machte der Papst den Verzicht auf Vereinigung als Bedingung für Friedrichs Anerkennung. Nun wurde Friedrich aus der Kirche ausgeschlossen, als er sich gegen den päpstlichen Aufruf zum Kreuzzug verwehrte. Friedrich gewann dann Jerusalem durch diplomatische Verhandlungen und nicht durch Krieg. Dieser Machtkampf endete erst mit dem Tod Friedrichs und dem Ende der Staufischen Dynastie. Im 12. und 13. Jahrhundert war die Kirche auf der Spitze ihrer Macht. Der Papst wurde zum mächtigsten Mann der Welt; beim Aufkommen der Kreuzzüge. Aber nach den gescheiterten Kreuzzügen, dem Tod Friedrich II. und das Ende der Staufischen Dynastie im 13. Jahrhundert war der Papst geschwächt. Die Kirche hatte keinen Schutzherrn mehr, daraufhin verbündete sich der Papst mit dem französischen König, wobei es nach einiger Zeit auch zwischen den beiden zum Machtkampf kam, weil Papst Bonifaz VIII. sich als den obersten Weltherrscher bezeichnete der über allem steht. Nach seinem Tod stand die Kirche unter dem Einfluss Frankreichs und 1309 nach Christus wurde der Sitz des Papsttums dann nach Avignon verlegt, wo er bis 1377 auch blieb. Dort ließen es sich dir Päpste gut gehen, denn sie lebten in Luxus und bauten sich prunkvolle Paläste, was sehr viel Geld verschlang. Nachdem Gregor X. gestorben war, wurden dann zwei Päpste gewählt, in Rom und in Avignon, was zum Bruch der Kirche und auch Europas führte, denn Süditalien, Frankreich, Burgund und die spanischen Staaten erkannten Papst Clemens VII. in Avignon als ihren an, wohin gegen das deutsche Königreich, Portugal, Ungarn und England Papst Urban VI. in Rom als ihren anerkannten. Erst die Kirchenversammlung von Konstanz, dem größten Kongress des gesamten Mittelalters, konnte die Einheit der Kirche wieder herstellen. Das Papsttum als Zentralmacht wurde dann durch das entstehen von vielen Nationalkirchen in den einzelnen Ländern sehr geschwächt. Die Päpste wurden immer weltlicher und den Gläubigern missfiel dies, was zu starker Kritik an ihrem Lebensstil hervorrief, das machte der Reformationsbewegung zusätzlich den Weg frei. Die Kritik an den Kirchen und Päpsten wuchs immer weiter, einige Reformversuche blieben zwecklos. Die Päpste lebten nur noch luxuriöser und gaben ihre geistlichen Aufgaben an Unterbezahlte und nicht richtig ausgebildete Priester weiter. Das Volk war arm und die Kirche machte den Eindruck, dass sie nur das Geld des Volkes wollte und den Einfluss in der Politik. Des Weiteren nahmen es die Kleriker mit der Keuschheit nicht mehr so genau. Es wurden Beichte und Buße immer mehr durch Ablasshandel ersetzt: die Sünder bezahlten für ihre Sünden, um so dem Fegefeuer zu entgehen. Aber der Gipfel war der Ablass für Verstorbene, diese konnten auch von ihren Sünden freigekauft werden. „Wenn das Geld in den Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“ (Zitat). Durch das Nachlassen der kirchlichen Autorität wurde dem Aberglaube der Weg geöffnet. Wodurch der Hass auf Andersgläubige immer stärker wurde und der Hexenwahn zu voller Größe kam. Vor der Verbrennung der Opfer mussten diese noch vielen Qualen erleiden. Denn sie mussten ein Geständnis ablegen, welches nur durch Folter erzwungen werden konnte. Der berühmte Wittenberger Mönch, Priester und Hochschullehrerschrieb 1517, ein Protestschreiben an seine Vorgesetzten und kritisierte das bestehende Ablasssystem massiv. Der Anlass für diese Proteste war, dass der erst 23-jährige Ibrecht von Brandenburg sofort drei Bischofsämter zugleich bekam und dieser sich die Zustimmung des Papstes erkauft hatte .Das Geld dafür trieb er durch Ablasshandel wieder ein, denn er hatte sich das Geld dafür nur geliehen, also bezahlten die Gläubigen seine Ämter. Luther legte seinem Protestschreiben auch noch 95 Thesen hinzu. Die zur Diskussion an der Universität anregen sollten, aber da die Unzufriedenheit der katholischen Kirche gegenüber schon so groß war, wurden die Thesen mit der noch nicht sehr alten Drucktechnik Gutenbergs vervielfältigt und wurden im ganzen Reich verbreitet. Die Sorge Luthers war, dass man sich nach dem sündigen frei kaufen konnte, er sagte zwar, das Gott dem armen Sünder vergebe, aber man trotzdem nicht sündigen sollte und um in Gottes Reich aufgenommen zu werden, würde kein Geld reichen, sondern nur der Glaube, sowie das Evangelium es offenbart. Dadurch dass der Erzbischof Albrecht sich durch Luthers Thesen angegriffen fühlte, bezeichnet er Luther als Ketzer und zeigte diesen bei dem Papst an. Im Jahr darauf erhob sich der Dominikanerorden, der hauptsächlich für den Ablasshandel zuständig war, um Anklage gegen Luther zu erheben, aber da sich Kurfürst Friedrich III. von Sachsen sich für Luther einsetzte, wurde er erst 1518 in Augsburg von einem Kardinal vernommen, wo er seine Thesen widerrufen sollte, was Luther jedoch nicht tat. Es sollte ihm der Prozess gemacht werden, was sich jedoch durch den Tod von Kaiser Maximilian verzögerte. Der neue Kaiser Karl V. konnte sich erst 1521 um die Vorgänge im Reich kümmern. In dieser Zeit verbreitete er seine Thesen und schuf damit einen neuen Glauben, der alles Römisch-katholische ablehnte, sogar das Papsttum. Er schrieb überwiegend seine Bücher in deutscher Sprache, damit alle sie lesen konnten. 81 Schriften veröffentlichte er insgesamt. Aber als der Prozess doch wieder aufgenommen wurde, verbrannte Luther die Anklageschrift und einige seiner Bücher öffentlich auf einem Scheiterhaufen. Daraufhin wurde der Kirchenbann 1521 über Luther verhängt, damit war er aus der Gemeinschaft der katholischen Christen ausgeschlossen und später bekam er auf dem Wormser Reichstag die Reichsacht durch Kaiser Karl V. Das hieß der Ausschluss aus der Rechtsgemeinschaft mit dem Verlust alles Rechte, aber viele Städte und Fürsten ergriffen Partei für Luther. Als der Kaiser dann Aufstände befürchten musste, verzichtete er auf die Strafe und Luther konnte in seine Heimat zurückkehren. Nun wählten Gemeinden ihre Geistlichen selber und vertrieben somit die katholischen Priester, wobei auch Kirchen und Priestereinrichtungen geplündert wurden. Der Gottesdienst wurde neu geordnet auf dem Evangelium gestützt und das Eheverbot für Priester fiel weg. Luther selbst heiratete eine Nonne. Sowie sich die Reformation sich durch das Volk durchsetzte, setzte sich auch in den höheren Rängen durch. Sie sahen darin einen Machtgewinn. Denn wer die Macht hatte konnte auch die Religion bestimmen, wonach dann viele Gebiete evangelisch wurden, ohne seine Einwohner zu fragen. Luther hatte keine Einwände obwohl sich zuvor für die Glaubensfreiheit einsetzte. Dabei förderte er den neuen Glauben auch durch eine Anzahl neuer Schriften, dabei waren auch der kleine und große Katechismus. Später forderte er auch die Abschaffung von Leibeigenschaft und die Gleichheit der Menschen, aber bei den Bauern führte dies zu Aufständen, die aber von Landesherren vernichtend geschlagen wurden. Luther unterstützte die Bauern, bis diese gewalttätig wurden und seiner Meinung nach das Evangelium benutzten um weltliche Vorteile zu erlangen. Als er dann auf der Seite der Landesherren befand, verdammte er die Bauern öffentlich zum Tode. Dies brachte ihm die Kritik einiger radikaler Reformatoren zu, einer von ihnen war der Pfarrer Thomas Münzer, der aber mit seinem Bauernheer fast genommen und hingerichtet wurde. Die neue Religion setzte sich durch das Augsburger Glaubensbekenntnis im Reich durch und wurde aber auch schnell zu einer radikalen, die keine Abweichler akzeptierte und die Ketzer verbrannte. Auch in katholischen Ländern gab es Aufstände und in Frankreich bekannten sich 20 Prozent der Bevölkerung, den Hugenotten anzugehören, diese wurden dann auch als Ketzer verfolgt, bis sie dann 1598 die Religionsfreiheit erhielten. Als der englische König sich dann von seiner Frau scheiden wollte und der Papst nicht zustimmte, ließ er sich von dem Ranghöchsten geistlichen scheiden, was jedoch zum Ausschluss aus der Kirche durch den Papst zur Folge hatte. Daraufhin erklärte sich Heinrich VIII. selbst zum Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Nun war die Spaltung der Christenheit vollständig vollzogen und die katholische Kirche erließ Reformen um sich noch mehr Gläubige zu sichern.


3. Bedeutung der Religion/Kirche im Mittelalter

Die Kirche war nicht nur zentraler Punkt jeden Dorfes oder jeder Stadt. Die Kirche alleine hatte nur die Macht große Bewegungen auszulösen. Sie bestimmt auch den Alltag der Bevölkerung. Es fing schon kurz nach der Geburt an, bei der Taufe, als das Kind in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wurde und ging bis zu seinem Tod. Wenn er in der Nähe der Kirche bestattet wurde hatte er viel Geld und das war das Symbol dafür. Die Menschen im Mittelalter waren sehr gläubig. Das kam auch daher, das es viel Aberglauben gab. Die Kirche wollte auch nur Christen und da dies nicht so war, wurden andersgläubige verfolgt. Der Papst war der geistliche Herrscher, neben dem Kaiser, dem weltlichen Herrscher, diese beiden standen auch oft in Konkurrenz zu einander.




4. Der Aufbau der Kirche im Mittelalter

Der Klerus, das Mönchtum und die Laien bildeten die Gliederung der Kirche. Die Mönche und der Klerus hatten die meiste Macht, weil sie die Sakramente verwalteten und dazu da alles was die Menschen an die Welt bindet abzutöten. Der König wurde bei Amtsantritt kirchlich geweiht und bekam das Haupt gesalbt, was zeigt das der König nun ein Mitglied der Kirche. Auch viele andere Äbte und Bischöfe die anfangs nur religiös Macht hatten bekamen nachdem Investiturstreit um 1100 eine Doppelstellung, indem sie gleichzeitig Abt oder Bischof waren, aber auch Fürst und ein staatsartiges Gebilde regierten. Es gab aber auch eine Zwischenform von Mönchtum und Klerus, die Priester- und Klerikerkollegien, die sich zu Stiften zusammen fanden. Wenn man nur gelegentlich etwas miteinander tat und in eigenen Häusern lebte, dann waren es weltliche Stifte. Im 9.-12. Jahrhundert bildeten sich aus der Domkirche, einmal das Domkapital, welches ein weltlicher Stift war und die Bischofskurie, die den Bischof die Möglichkeit bot einen weltlichen Hof zu halten, und dennoch geistliche und weltliche Funktionen zu erfüllen. Zur Bischofskurie gehörte später ab dem 13. Jahrhundert auch der öffentliche Notar, der die Vorschriften des Römischen Rechtes am bischöflichen Hof ausführen musste. Aber die größten Veränderungen fanden im Mönchtum statt. Die Mönche strebten immer wieder „Reformen“ an, man wollte verstärkte Liturgie und mehr Einfluss auf die Laien. Sie wollten durch diesen Einfluss die Christianisierung der Welt durchsetzen. Durch den Einfluss aus Laien, entwickelte sich das Institut der Konversen. Unter Konversen versteht man, dass sich Laien Klostern anschließen, aber ohne sich ganz zu integrieren. Sie nahmen fast das ganze Mönchsleben an, nur sie strebten keinen Weihegrad oder eine Priesterausbildung an. Nun mit den Konversen begann eine Zwischenform von Mönchen und Laien. Im 12. Jahrhundert werden viele neue Orden gegründet, aber auch meldeten sich die Frauen durch eine große Frauenbewegung. Es gab zwar schon lange Frauenklöster, aber nun meldeten sie sich und riefen hervor, dass überall Doppelklöster oder eigenständige Frauenklöster gegründet wurden. Da die Nonnen keine Priesterausbildung machen durften, waren sie so etwas wie die Konversen. Aber es wurden auch Männer mit einbezogen in den Frauenklosteralltag, denn sie waren Messpriester oder Beichtväter. Andere Zwischengruppen zwischen geistlichen und Laien waren die Ritter- und Hospitalorden. Die größte Veränderung waren die Bettlerorden. Diese Orden hatten das Armutsideal, welches höher gestellt war als das Gehorsamsideal. Die Bettelmönche wollten Mönch und Pfarrer in einer Person darstellen, sie durften das aber auch durch den Papst bestätigen lassen und deshalb viele Pfarrfunktionen wie Beichte, Predigt und Begräbnis ausüben. Bei den Laien gab es dann zwei verschiedene Richtungen, wie die Menschen zur Kirche standen. Die eine Gruppe wandte sich von der Kirche ab und die andere wollte zur Kirche gehören. Viele Laien wurden auf religiöse Pilgerfahrt geschickt, weil sie ein schweres Vergehen getan haben. Die Pilgerfahrt war lange die wichtigste Möglichkeit religiöser und kirchlicher Aktivität. Ins Leben der Laien und des Adels trat, dann die Kirche ab dem 12. Jahrhundert besonders ein, durch die Taufe der Kinder oder neugeborenen, die Firmung der Heranwachsenden und die eigentlich unverbindliche Eheeinsegnung, die dann zum Ehesakrament wurde. Auch der Tod und das dazu gehörige Begräbnis gehörten dazu. Dem sterbenden wurde das Sterbesakrament, das aus Beichte, Ölung und Kommunion bestand vorgelegt und nach seinem Tod wurde eine Leichenprozession durch die Kirche vollzogen. Danach kamen die Totenmesse im Kirchenraum und ein Ritus aus Predigt und Gesängen auf dem Friedhof. Somit trat die Kirche, dann an die Stelle der Familien, die bis ins Hochmittelalter die Trauer und das Sterben selber trugen.



5. Schule und Bücher im Mittelalter

Das Christentum war eine Buchreligion, was auch Heiligenfiguren zeigen, wie z.b. die Mutter Gottes mit einem Buch in der Hand. Damit man in den Glauben eindringen konnte musste man mit Büchern umgehen können. An alle Kirchen und Konvente waren Schulen angeschlossen. Die Absichten der Schulen waren verschiedene in Kirchenschulen wurde der Priesternahwuchs gelehrt und an Schulen die am Königshof waren wurde mehr wert auf die Lehre des Urkunden Herstellens gelegt. Die Klosterschulen lehrten Latein, Lesen und Schreiben, damit die Schüler die Bibel und andere religiöse Schriften lesen konnten. Das kirchliche Schulwesen wollte eine Wiedergewinnung des Antiken Unterrichtssystems. Die Wiedergewinnung war nur teilweise, weil die Ziele andere waren als in der Antike. Man nutzte nach der Wiedergewinnung die Schulbücher der Antike für verschiedene Fächer (z.b. für Grammatik, Rhetorik und Dialektik). Zusätzlich zu dem Antiken Lehrsystem musste man noch mit eigenen Lehrbüchern die Lesekunst lernen, weil Latein nicht mehr die alltägliche war. Singen kam auch noch dazu. Der geistliche Unterricht bezog sich meistens auf die Bibel. Bis hin zum 11. Jahrhundert gab es von Kloster- und Domschulen die meisten. In Domschulen war der Unterricht oft nur auf die Einführung der Notwendigkeiten des Priester Dienstes eingestellt. Das kirchliche Schulwesen erlitt im 11. Jahrhundert eine Krise, die von zwei Seiten bewirkt wurde. Einmal wollten die Reformklöster, dass die Schulen nicht verweltlicht wurden, aber die jüngeren Geistlichen sprachen sich dafür aus, dass die Schulen sich weiterentwickelten unter stärkerer Betonung des weltlichen Bildungssystems. Ab dem späten 11. Jahrhundert lehnte dir Kirche die antiken Autoren nicht mehr ab, denn sie lernten sie mit den christlichen Absichten zu vereinen. Die Schulen wurden ab dem 12. Jahrhundert immer mehr zu Vorbereitungsanstalten für die Universität oder Ausbildungsstätten für eine Priesterlaufbahn, auf diesen Ebenen vermehrten sich die Schulen in den Städten in Verbindung mit Klöstern und Pfarrkirchen. Nun konnten auch Laien, die keine kirchliche Laufbahn einschlagen wollten zur Schule gehen. Universitäten bildeten sich aus kirchlichen Schulen. Päpste erkannten sie an, durch Privilegien und wenn man Professor werden wollte, musste man sich vom Bischof oder einem Mitglied des Domkapitals ernennen lassen. An der Entstehung der Universität waren auch Stadt, Staat und studentische Korporationen beteiligt, aber am Studieninhalt merkte man, dass es eine kirchliche Anstalt war. Die wichtigsten Studien die man anfangen konnte an einer Universität war theologische und kirchenrechtliche Studien. Die meisten Studenten lebten in Kollegien manchmal mit Professor, der dann nur für diese Studenten Kurse machte.


6. Pilgerfahrten im Mittelalter

Pilgerfahrten sind eine der wichtigsten Arten der der religiösität im Mittelalter. Alle Menschen im Mittelalter pilgerten mindestens einmal zu einer Pilgerstätte. Ob es Arme, Reiche, Kleriker, Bauern, Könige, Gelehrte, Männer, Frauen oder Kinder waren, alle pilgerten mit. Auch ob es eine ferne oder nahe Pilgerstätte war, war egal. Die Menschen im Mittelalter gingen nicht auf Pilgerfahrt, um sich zu erholen oder sich zu Vergnügen, sondern weil sie sie hofften am Ende der Reise Vergebung ihrer Sünden, Fürsprache der Heiligen zu bekommen oder von einem körperlichen Gebrechens geheilt zu werden. Das Pilgern war anders als die ganzen beruflichen Reisemotive, weil es eine besondere spirituelle Zielsetzung hatte und für Menschen aller Klassen zugänglich war. Bis ins 9. Jahrhundert pilgerte man aus dem Grund „In-der-Fremde-Leben“, das hieß also seine eigentliche Behausung aufgeben und alles Vertraute um einen Heiligen näher zu sein. Später wurde es zum Verlangen die heiligen Orte an denen ein (bestimmter) Heiliger in seinem irdischen Leben gelebt hatte aufzusuchen. Die Pilger legten viele Kilometer zurück, um diese heiligen Stätten zu besuchen. Auch die Reliquienverehrung war nicht unwichtig für die Pilgerfahrten. Oft wurde gepilgert zu Reliquien oder heiligen Leichnamen. Man kann nun die Menschen die pilgerten in drei verschiedene Grundtypen unterscheiden: Pilger wegen ihrer Ergebenheit, Pilgern als Strafe oder Buße und Gruppenpilgerer. Die Pilgerfahrt aus Ergebenheit ist die reinste Form und lässt sich noch mal in Bitt- und Dankpilgerfahrt spalten. Es kursierten viele Wundergeschichten von geheilten, die durch den Besuch der heiligen Stätte geheilt wurden und andere. Das war auch ein Antrieb für kranke und andere Leute, diese Stätte auch zu besuchen und auch geheilt zu werden, wenn sie den heiligen Anbeteten. Viele Wallfahrtskirchen auf den Pilgerwegen, haben dadurch, dass so viele Menschen gepilgert kamen im Mittelalter, Reichtum angehäuft. Einer der berühmtesten Pilgerwege, war der Jakobsweg, der nach Santiago de Compostela führte, dort wurde die Reliquie von dem heiligen Apostel Jakobus verehrt. Die Gegenstände, wegen denen man zu einem Wallfahrtort pilgerte, waren oft Reliquien (-behälter) oder Heiligenfiguren. Auch kam es vor, dass fromme Mönche die Reliquien einfach klauten und über die Wirkung und die Geschichte dieser Reliquie ein Buch schrieb. Das Pilgern gehörte für die Menschen im Mittelalter zu ihrer Religiosität.


7. Reliquien im Mittelalter

Im Mittelalter war die Reliquienverehrung weit verbreitet. Es wurden Knochen, Haare oder andere leibliche Überreste von Heiligen verehrt. Die Reliquien wurden oft in sehr kostbaren Behältnissen oder in goldenen Schreinen präsentiert. Sie waren oft das Zentrum einer Wallfahrtsstätte .Wer viel Geld hatte kaufte sich Reliquien und hoffte auf ihre magische Wirkung .In vielen Kirchen häuften sich diese Gegenstände und die sterblichen Überreste an den Wänden ,in den Nischen und Altären der Kirche .Von den Reliquien versprach man sich übernatürliche Kräfte und Wunderwirkungen. Die Gläubigen versprachen sich durch das berühren, küssen und Verehren der Reliquien Kraft, Schutz, Heilung von Krankheiten, Hilfe in Nöten, Abwehr von Dämonen und den teuflischen Verführern. Zudem dachten viele Menschen, dass sie sich mit dem Erwerb und Besitz von Reliquien Ablassjahre kaufen könnten. Vorräte an Reliquien waren immer vorhanden, als aber im Jahre 1106 beim Stadtmauerbau, in der Nähe der Ursula-Kirche ein römisches Gräberfeld entdeckte, deutete man es als Ruhestätte der heiligen Jungfrauen. Wenn man der Legende folgt war Ursula eine Prinzessin aus Britannien, die mit elftausend ihrer Gefährtinnen den Märtyrertod gestorben sein soll. Diese Legende wurde dann sehr berühmt und nun waren die Reliquien auch sehr begehrt. Die verschiedenen Gebeine wurden mit erfundenen Namen kenntlich gemacht und überall im Abendland in „Ursulabüsten“, die von Kölner Bildschnitzern gestaltet wurden verschickt. Es gab auch einen großen Andrang der Wallfahrer auf diese Reliquienfunde, deswegen wurde es auch nötig einen Neubau der „Kirche der Heiligen Jungfrauen“, wie man früher Ursula nannte. Der Neubau, der etwa 1135-1140 gebaut wurde ist immer noch erhalten, als die heutige Ursulakirche. Im 17. Jahrhundert wurde dann die „Goldene Kammer“ angebaut, wo sehr viele Gebeine sortiert nach Formen an der oberen Wandfläche angebracht sind, aber auch 116 Reliquienbüsten werden dort ehrenvoll präsentiert. Aber auch Köln hat einiges zu bieten. Der Erzbischof Reinald von Dassel brachte die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln. Nachdem es Kaiser Friedrich Barbarossa und seinem Reichskanzler Reinald von Dassel gelungen war 1162, die rebellische Stadt Mailand zu erobern und auszuplündern. Bei dieser Aktion fiel ihnen der Sarg mit drei Leichnamen in die Hände, die dann als die drei Heiligen Könige gedeutet wurden. Reinald von Dassel ist dann im Jahre 1164 unter großen Jubel des Volkes in Köln mit den Reliquien der Heiligen drei Könige eingezogen und er wurde ehren- und glanzvoll empfangen, da diese Reliquien zum ewigen Ruhme Deutschlands führen sollten. Von da an pilgerten nicht nur Buß- und Sühnewallfahrer aus dem gesamten Abendland zu den Reliquien, sondern auch die in Aachen gekrönten deutschen Herrscher, weil sie die Heiligen drei Könige als erste Herrscher anerkannten. Die Bedeutung dieser Reliquien war sehr groß, sie wurden fast zu Staatsreliquien erklärt. Der Dreikönigsschrein hat eine Sonderstellung, weil das Bilderprogramm weit über die vorher verbreiteten Reliquienschreine geht. Sein Thema ist die gesamte Heilsgeschichte vom Beginn des Alten Testaments bis zur endzeitlichen Wiederkehr Christi. Die künstlerische Qualität und die Kostbarkeit des Materials machen den Schrein zu einem Hauptwerk der Goldschmiedekunst dieser Zeit. Der Hintergrund dieses ganzen Reliquienkults war das schier unstillbare Bedürfnis nach Hilfe gegen Existenzängste, Seelenqualen und physische Bedrohung.


8. Tod und Sterben im Mittelalter

Es gab drei Stände im Mittealter: die Ritterschaft, die Geistlichen und die Bauern. Es gab verschiedene Arten seine Toten zu bestatten. Man konnte sie neben den Altarreliquien, in der Kirche oder irgendwo verscharren. Aber auch war der Begräbnisaufwand für diese drei Stände unterschiedlich. Viele machten eine große Stiftung und hofften dadurch, dass es ihnen im Jenseits besser geht. Wer jedoch mit einem Bann oder einer kirchlichen Strafe belegt war musste damit rechnen ins Fegefeuer zu kommen oder sofort in die Hölle. Am wichtigsten war die Art auf die man starb für die Menschen im Mittelalter, was auch „Kunst des Sterbens“ genannt wurde. Ein „schöner Tod“ war für die Menschen im Mittelalter langsam zu sterben mit den Sterbesakramenten der Kirche. Ein „schlimmer Tod“ war hingegen, wenn man plötzlich aus dem Leben schied, ohne Sterbesakramente der Kirche. In diesen Fällen wurde ein großer liturgischer Aufwand betrieben, um dem Verstorbenen doch noch einen guten Eintritt ins Jenseits zu verschaffen. Der Tod war ein Teil des Lebens und man erzählte im Mittelalter oft, das Ungläubige (z.b. Heiden, Juden, …) an einem schlimmen Tod sterben würden. Die Sterbequalität war Teil der Lebensqualität im Mittelalter.

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