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Titel / Referat: Das Scheitern des Nationalsozialismus

Schlagwörter: Alliierten Kontrollrat, Besatzungszonen, Kriegskonferenzen, Potsdamer Abkommen, Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse Hausaufgabe, Referat

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Geschichte Zusammenfassung

 
Der Zusammenbruch
 
-         bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945
-         vollständige Besetzung des deutschen Reichsgebietes durch die Armeen der alliierten Kriegsgegner
-         Auswirkungen:
o       Ende des Dritten Reiches
o       Faktisches Ende des Bestehen des Deutschen Reis (Bismarck 1871)
o       totale Niederlage von Goebbels „totalen Krieg“
o       Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft
-         viele lebensnotwendigen Einrichtungen waren zerstört worden (Verkehrs- und Transporteinrichtungen, Eisenbahn, Post, behören und Dienststellen)
-         Städte lagen in Trümmern
o       5 Millionen zerstörte Wohnungen
o       Versorgung von Gas, Elektrizität, Wasser war in zahlreichen Städten unzureichend
-         Militärverwaltung versuche wichtigste Probleme (Transport) zu lösen
o       versuchte die Bevölkerung mit dem Wichtigsten zu versorgen
-         Militärverwaltung war auf Mithilfe der Deutschen angewiesen
o       politisch unbelastete wurden Hilfskräfte (Bürgermeister, Landräte, Ministerpräsidenten)
-         katastrophale Versorgungslage noch durch Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten verschärft
->    „Stunde null“
-         da alles zerstört war und die Menschen um ihre Existenzerhaltung kämpften, war es ein Neubeginn im negativen, als auch im positiven Sinn. Positiv, da die Situation für Deutschland offen schien, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und bei der Gestaltung der Zukunft bei null anfangen zu können
 
 
Alliierten Kontrollrat
 
-         USA, GB und Sowjetunion hatten in den Vereinbarungen „über das Kontrollsystem in Deutschland“ vom 12. September 1944 (noch im Krieg!) festgelegt, wie es nach dem Krieg weitergehen solle
-         die Oberbefehlshaber der Alliierten sollten die oberste Gewalt in Deutschland ausüben
-         Alliierten Kontrollrat trat am 30. August 1945 zum 1. Mal an die Öffentlichkeit
-         bestand aus den Oberbefehlshabern der vier Siegermächte
o       gleichzeitig waren diese als Militärgouverneure in ihren jeweiligen Besatzungszonen die oberste Verwaltungsbehörde
-         Beschlüsse des Kontrollrats konnten nur einstimmig gefasst werden
->    Minimalkonsens
-         er wurde unterstützt von einem Koordinierungsausschuss (Stellvertreter der vier Militärgouverneure) und einem Kontrollstab (mehrere sachliche gegliederte Direktorien)
-         es wurden keine zentralen deutschen Verwaltungsabteilungen unter Leitung des Kontrollrates gebildet, da Frankreich dagegen war
-         Kontrollrat befasste sich mit Aufhebung nationalsozialistischer Gesetze und Verordnungen, Entnazifizierung, Entmilitarisierung und Demontage
o       hatte keine Exekutivgewallt, war darauf angewiesen, dass die Beschlüsse von den Militärgouverneuren in den Besatzungszonen durchgeführt wurden
-         Alliierten Kontrollrat konnte sich nicht einig werden in Bezug auf die wirtschaftliche Einheit Deutschlands
-         der Kalte Krieg, das Misstrauen zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion, die eigenen Vorstellungen Frankreichs und die unterschiedliche Entwicklung in den Besatzungszonen lähmten die Funktion des Kontrollrats
o       Tätigkeit endete am 20. März 1948
 
 
Besatzungszonen und Bildung der Länder
 
-         im Herbst 1944 und nach der Konferenz von Jalta (4. – 11.2. 1945) hatten die alliierten Kriegsgegner USA, GB, UdSSR festgelegt, Deutschland in 3 Besatzungszonen aufzuteilen und Berlin ebenfalls in 3 Sektoren
-         Frankreich kam nach der Konferenz von Jalta hinzu
-         die Sowjetunion hatte ohne Absprache mit den westlichen Alliierten das nördliche Ostpreußen unter ihre Verwaltung gestellt. Außerdem noch das übrige Ostdeutschland bis zur Oder-Neiße Linie unter polnische Verwaltung gestellt.
-         die Besatzungsmächte bildeten in ihren jeweiligen Zonen Länder (von 1945 – 1946), deren Verwaltung mit Deutschen besetzt wurde
 
 
Kriegskonferenzen
 
Konferenz im Atlantik 9.8. – 12.8.1941
 
-         Entscheidungen über eine Nachkriegsordnung
o       Verzicht auf Aneignungen
o       Demilitarisierung
o       Selbstbestimmungsrecht der Völker
o       Gleichberechtigung im Welthandel
-         Churchill und Roosevelt beteiligt
 
 
Konferenz von Casablanca 14. – 25.1.1943
 
-         Militärisch-strategische Planung
o       Planung der systematischen Bombardierung Deutschlands
o       Kriegsziel: bedingungslose Kapitulation von Deutschland, Italien und Japan
-         Churchill und Roosevelt beteiligt
 
 
Konferenz von Teheran 28.11. – 1.12.1943
 
-         Beschlüsse andere Länder betreffend
o       Westverschiebung Polens bis zur Oder
o       Ö soll wieder selbstständig werden
-         Beschlüsse Deutschland betreffend
o       Aussiedlung der Deutschen aus den Ostgebieten
o       Stalin beansprucht u.a. den nördlichen Teil Ostpreußens
-         Militärisch-strategische Planung
o       Beschluss der Invasion in Frankreich
-         Churchill, Roosevelt und Stalin beteiligt
 
 
Konferenz von Jalta 4. – 11.2. 1945
 
-         Stalin wollte
o       auslegungsfähige Formeln hinsichtlich Polens
o       Festlegung der Reparationssumme (Anteil für die UdSSR)
-         Roosevelt wollte:
o       Zusage von Stalin zum Kriegseintritt gegen Japan
o       Kooperation mit SU bei der Errichtung der Vereinten Nationen
-         Churchill wollte:
o       Expansionsdrang der Sowjets in Ost- und Südeuropa nicht außer Kontrolle geraten lassen
 
-         es wurde über die Nachkriegspolitik für Deutschland bestimmt
o       Entnazifizierung
o       Diskussion über Reparationen
o       Entmilitarisierung etc
-         keine militärisch-strategische Planung
 
 
 
Potsdamer Abkommen
 
-         vom 17. Juli bis zum 2. August 1945
o       letztes Gipfeltreffen der „großen Drei“
-         am 12. April 1945 war der amerikanische Präsident Roosevelt gestorben, er wurde durch Truman ersetzt
-         britische Premierminister Churchill wurde am 28. Juli abgewählt und wurde durch Attlee ersetzt
-         Stalin hatte der kommunistische geführten polnischen Regierung als Entschädigung für die an die Sowjetunion abzutretenden ostpolnischen Gebiete Ostdeutschland bis zur Oder-Neiße-Linie übergeben
-         im Potsdamer Abkommen wurde die Oder-Neiße-Linie als Westgrenze Polens nach harten Auseinandersetzungen anerkannt
-         ostdeutschen Gebiete durften bis zur Oder-Neiße-Linie aus der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands herausgenommen und unter sowjetische bzw. polnische Verwaltung gestellt werden
-         Überführung der Deutschen aus diesen Gebieten und Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei, somit die Vertreibung, wurde legalisiert
-         das deutsche Auslandsvermögen wurde vom AK übernommen
o       Kriegs- und Handelsflotte wurde aufgeteilt
-         Potsdamer Abkommen legte fest, dass der deutsche Militarismus und Nazismus ausgerottet werden solle und alle Maßnahmen getroffen werden sollten, dass Deutschland nie wieder seine Nachbarn oder den Erhalt des Friedens bedroht
-         Alliierten wollten nicht das deutsche Volk versklaven oder vernichten
-         es sollte die Möglichkeit gegeben werden, Deutschland auf einer demokratischen und friedlichen Grundlage aufzubauen
-         weiter Ziele des PA:
o       Demokratisierung
o       Denazifizierung
o       Dezentralisierung
o       Demilitarisierung
o       Demontage
-         es wurde ausdrücklich betont, dass Deutschlands Einheit gewahrt werden sollte
o       dies wurde aber dadurch entwertet, dass die Besatzungsmächte ihre Ansprüche auf Reparation vor allem aus ihren Zonen befriedigen sollten
 
Problematik des Potsdamer Abkommen
-         kaum Übereinstimmung
-         Roosevelt war Verfechter der One-World-Idee, für seinen Nachfolger Truman war das eine Utopie
-         Verbindlichkeit war nicht gegeben, da Dauer und Umfang nicht festgelegt wurden
 
Vertreibung/Aussiedlung
 
-         Überführung der deutschen Bevölkerung die in Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn geblieben waren nach Deutschland sollte geregelt und auf menschliche Weise erfolgen
-         Vertreibung hatte schon lange vorher begonnen
-         die Deutschen stießen auf die Flüchtenden vor der roten Armee und den Einheiten der deutschen Wehrmacht nach Westen
-         die nun organisierte Vertreibung wurde nun Aussiedlung genannt war trotzdem meist unmenschlich und brutal
o       meistens durften die Menschen nur das mitnehmen, was sie am Körper trugen
-         es wurden circa 12 Millionen Deutsche vertrieben
o       es starben circa 2 Millionen Menschen
-         8 Millionen Flüchtlinge kamen und die westlichen Besatzungszonen
o       fanden nur notdürftig Zuflucht          
o       es war eh schon schwer genug zurecht zu kommen, da fast alles zerbombt war und so wenig funktionierte
 
 
Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse
 
 
-         während des Krieges schon kündigten die Alliierten an die deutschen Grausamkeiten in Europa (die Kriegsverbrecher) zu bestrafen
-         8. August 1945 wurde ein Abkommen über die Verfolgung der Hauptkriegsverbrecher abgeschlossen
-         der Statut für den Internationalen Militärgerichtshof wurde durch die vier Hauptalliierten besetzt
-         in Nürnberg begannen am 20. November 1945 der Prozess gegen 22 Hauptangeklagte
-         Prozesse wurden mit größter Sorgfalt durchgeführt
-         umfangreiches Beweismaterial
-         Veröffentlichung der herausgegebenen Dokumente des Gerichts (vor allem über den Völkermord an den Juden) löste Entsetzen in der Welt und bei der deutschen Bevölkerung aus
-         der Prozess beschäftigte die Presse der ganzen Welt
-         neben den Mitgliedern der nationalsozialistischen Führungsschicht waren auch kollektive Organisationen angeklagt
o       NSDAP
o       Gestapo
o       Sicherheitsdienst (SD)
o       SA (nicht verurteilt)
o       SS
o       die Reichsregierung (nicht verurteilt)
o       das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) (nicht verurteilt)
-         drei der Hauptverantwortlichen (Hitler, Goebbels und Himmler) hatten sich der Anklage durch Selbstmord entzogen
-         Göring entging seiner Todesstrafe durch Selbsmord
-         am 1. Oktober 1946 war die Urteilsverkündung
-         am 16. Oktober 1946 war die Vollstreckung der zehn Todesurteile
o       es gab sieben Haftstrafen zwischen 10 Jahren und lebenslänglich und drei Freisprüche bei den 22 Angeklagten
 
 
Entnazifizierung
 
-         Maßnahmen zur Säuberung des öffentlichen Lebens von Anhängern des Nationalsozialismus
-         unterschiedlicher Verlauf in den jeweiligen Besatzungszonen
o       SBZ: im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur (Bodenreform, Enteignung, Verstaatlichung) und diente zur Ausschaltung der Klassengegnern
§         schnelle und rigorose Säuberung in der Justiz, Verwaltung und bei Lehrern
·        ehemalige nominelle NSDAP-Mitglieder kamen in die neuentstandene SED
o       ABZ: strengste Entnazifizierung
§         Fragebogen mit 131 Fragen (auch in den anderen Zonen)
§         Gerichte verurteilten in 5 Kategorien (Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer, Entlastete)
§         Strafen hierfür waren von Einweisung ins Arbeitslager (bis zu 10 Jahre), Berufsverbot, Amtsverlust, Pensionsverlust, Aberkennung des Wahlrechts, Geldbußen
§         scheinbar willkürliche Bestrafung von den Spruchkammern löste Unmut in der Bevölkerung aus
§         zunächst wurden die leichten Fälle entschieden
§         durch den beginnenden Kalten Krieg verlor die amerikanische Regierung das Interesse and er Weiterführung
§         Einstellung der Verfahren am 31. März 1948
->    keine Verfahren gegen schwer Belastete
§         („Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“)
o       FBZ: Entnazifizierung auf dem reinen Verwaltungsweg und den Gesichtspunkten politischer Zwecksmäßigkeit
o       BBZ: gab der Effektivität der aufzubauenden deutschen Verwaltung eindeutigen Vorrang vor der politischen Säuberung und beschäftigte zahlreiche ehemalige Beamte des Dritten Reiches
-         Entnazifizierungs-Schlussgesetzte seit 1949 in allen Ländern der Bundesrepublik erlassen
 
 
Demokratisierung – Bildung der Parteien
 
-         Demokratisierung war eins der wichtigen Ziele der Alliierten auf den Kriegskonferenzen
-         Alliierten hatten unterschiedliche Auffassung von Demokratie
-         im Potsdamer Abkommen sah die Dezentralisierung der politischen Struktur und eine lokale Selbstverwaltung nach demokratischen Grundsätzen vor
o       in ganze Deutschland sollten demokratische Parteien zugelassen werden
§         In der ABZ und der BBZ durften man das erst ab August/September 1945
§         in der SBZ schon ab dem 10. Juni 1945 (wollten vor dem Einrücken der Westmächte in Berlin (im Juli 1945) auf die in der alten Reichshauptstadt gegründeten und einen gesamtdeutschen Anspruch erhebenden Parteien Einfluss gewinnen)
-         11. Juni 1945: Aufruf des Zentralkomitees der KPD
o       wandte sich an alle bürgerlichen Kräfte
o       vermied sozialistische und kommunistische Forderungen
-         Walter Ulbricht wollte seine Parteiarbeit wieder aufnehmen
-         15. Juni 1945: SPD Aufruf mit Sozialisierungsvorstellungen und forderte die Vereinigung der KPD und der SPD
-         Kurt Schumacher hatte schon vor Kriegsende mit dem Wiederaufbau der SPD begonnen
o       lehnte gesamtdeutschen Führungsanspruch ab
o       lehnte Forderung nach Vereinigung mit der KPD ab
-         5./6. Oktober 1945: Reichskonferenz der SPD
o       man einigte sich, dass der Zentralausschuss für die sowjetische Zone und Kurt Schumacher für die Westzone zuständig wären
§         Spaltung noch mehr verdeutlicht durch Zusammenschluss 1946 der SPD und der KPD zur SED, aber nur in der sowjetischen Zone
-         in der Westzone knüpften SPD und KPD an die Weimarer Republik an
-         liberale Partei wurde gegründet: FDP
o       man versuchte Rechts- und Linksliberalismus zu vereinigen
-         echte Neugründung war die CDU
 
 
CDU und CSU
 
-         es entstand eine neue Partei aus einer christlich-bürgerlichen Sammlungsbewegung
o       strebten überkonfessionelle christliche Partei an
o       Katholiken und Protestanten fanden sich in der neuen Partei zusammen
-         Konzept ab Dezember 1945 in der sowjetischen Zone war der christliche Sozialismus
o       auch in der Westzone Zustimmung
-         CDU schloss sich in der SBZ den antifaschistischen Parteien an
->    verlor fast völlig ihre politische Eigenständigkeit
-         13. Oktober 1945 Gründung der CSU
o       konservativer und föderalistischer als die CDU
-         Konrad Adenauer war ab 1946 Parteivorsitzender im Rheinland und der britischen Zone
-         Einfluss der Gewerkschaftler ging zurück, Schwergewicht wurde auch die Bürgerlichen und Industriellen gelegt
-         Konzept der CDU in der BBZ war das einer privatwirtschaftlichen verfassten sozialen Marktwirtschaft
 
 
FDP und LDPD
 
-         wollten die alten Spaltungen der Parteien in rechts- und linksliberale Parteiorganisationen überwinden
-         LDPD am 5. Juli 1945 gegründet
o       erhob gesamtdeutschen Anspruch
o       faktisch war sie aber auf die SBZ beschränkt
-         es gab unterschiedliche liberale Parteiorganisationen in der FBZ, BBZ und ABZ
o       alle waren für die Ablehnung des kirchlichen Einflusses auf den Staat und für das Eintreten für eine privatwirtschaftliche Ordnung
-         LDPD kam immer mehr unter den Einfluss der SED
-         die Landesparteien der Westzone schlossen sich am 11. dezember 1948 zur FDP zusammen
o       Bundesvorsitzender wurde Theodor Heuss
 
 
Kurt Schumacher
 
-         *13. Oktober 1895
-         war im Berliner Arbeiter- und Soldatenrat
-         1924-31 SPD-Landtagsabgeordneter
-         ab 1930 Mitglied des Reichstags
-         1933-34 und 1944 erneut in KZ-Haft
-         begann noch vor dem Kriegsende mit dem Wiederaufbau der SPD
o       führender Politiker in der westlichen Besatzungszone
o       gegen Forderungen vieler Sozialdemokraten nach Vereinigung der SPD mit der KPD
-         1946 Vorsitzender der SPD
-         Gegenspieler von Konrad Adenauer
-         vertrat sozialistisches Konzept in der Wirtschaftspolitik und war gegen die Wiederherstellung kapitalistischer Verhältnisse
-         war gegen Adenauers Politik der Westintegration
o       befürchtete das so die Wiedervereinigung Deutschlands für lange Zeit verhindert werden würde
-         Tod: 20. August 1952
 
 
SED
 
-         Gründungsaufruf der KPD: „Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen ist falsch.“
-         zunächst verweigerte die KPD den Zusammenschluss mit der SPD
o       wollten erst eigene Organisation festigen und
o       in Zusammenarbeit mit der SMAD wichtige Personalentscheidungen on der sowjetischen Besatzungszone beeinflussen
o       KPD hatte durch ihr antifaschistisch-demokratisches Programm hohe Anlauf an Wählerstimmen erwartet
§         SPD hatte deutlich mehr Wahlstimmen
->    KPD forderte nun ab Oktober 1945 die Vereinigung
-         Urabstimmung über den Zusammenschluss wurde im Osten von der SMAD unterbunden
o       im Westen stimmten 82,2% der SPD Mitglieder gegen eine Vereinigung mit der KPD
-         der SPD-Parteitag der sowjetischen Zone billigte den Zusammenschluss am 19./20. April 1946
-         1. Parteitag der SED am 21./22. April 1946
-         Vorsitz des Kommnisten Wilhelm Pieck und des Sozialdemokraten Otto Grotewohl
-         SED passte sich ab 1948 immer mehr de, sowjetischen Vorbild an
o       These vom besonderen deutschen Weg zum Sozialismus wurde widerrufen
-         1949 sagte die SED dem Sozialdemokratismus den Kampf an
 
 
Bizone
 
-         im Potsdamer Abkommen war festgelegt worden, dass ganz Deutschland als wirtschaftliche Einheit behandelt werden solle
->    negative Auswirkungen und die Unmöglichkeit der Verwirklichung zeigten sich in der Versorgungskatastrophe im Winter 1945/46
-         FBZ lehnte Errichtung einer deutschen Zentralbehörde ab
-         daraufhin schlug die USA eine gemeinsame Wirtschaftsverwaltung für die drei übrigen Zonen vor
o       Ablehnung bei Briten und Sowjets
-         USA forderte mehrseitige Verträge zwischen den Besatzungsmächten, um die wirtschaftlichen Probleme zu bewältigen
o       Sowjetunion lehnte ab, Frankreich war verhalten und die Briten stimmten zu
-         die Einstellung der Amerikaner und Briten war es, dass in Deutschland bald ein nichtkommunistischer Kernstab errichtet werden sollte
-         1. Januar 1947 Vertrag über die Bildung des Vereinigten Wirtschaftsgebiet -> Bizone
-         hatten sich bei der Bildung auf das Potsdamer Abkommen bezogen und forderten die FBZ und die SBZ zum Beitritt auf
->    nahmen das Risiko der Teilung Deutschlands in Kauf
o       Oberstes Organ war der Wirtschaftsrat
-         wirtschaftlich ergänzten sich die beiden sehr gut, die Briten hatten die Rohstoffe und Grundstoffindustrien und die Amerikaner hatten die verarbeitende Industrie
-         ungefähr 60% der Deutsch lebten in der Bizone
-         Frankreich trat a, 8. April 1949 bei
->    Trizone entstand
->    Vorläufer bei der Bildung der Bundesrepublik Deutschlands
 
 
Sozialistischer oder kapitalistischer Weg?
 
-         demokratische Parteien entstanden
->    Diskussion über die künftige Wirtschaftsverfassung
-         Meinung der SPD und Gewerkschaften war, dass die politische Macht der Schwerindustrie gebrochen werde musste, da diese die Machtergreifung der Nationalsozialisten unterstützt hatten
-         die CDU in der BBZ: „Herrschaft des privaten Kapitalismus ist vorbei.“
-         Sozialisierungsforderungen fanden Eingang in der 1946/47 verabschiedeten Landesverfassung
o       Artikel 41 in Hessen: Gemeineigentum wurde überführt
o       die Amerikanische Besatzungsmacht forderte darüber eine Volksabstimmung
o       71% für den Sozialisierungsartikel
-         weitere Verfassungsbestimmungen oder Gesetze in den Ländern der Westzone unterband die Amerikanische Besatzungsmacht
->    Umsetzung der Sozialisierungsvorstellungen wurden verhindert
-         FDP und CSU waren gegen Sozialisierung
-         CDU setzte sich für soziale Marktwirtschaft ein
-         verfassungsrechtliche Entscheidungen für eine bestimmte Wirtschaftsordnung hat der Parlamentarische Rat im Grundgesetz nicht getroffen
-         1949 nach der ersten Bundestagswahl gab es eine Gesetzgebungsmehrheit für die soziale Marktwirtschaft
 
 
Kalter Krieg und Teilung Deutschlands
 
-         nach dem Ende des 2. WK entwickelte sich die weltpolitischen Gegensätze der Sowjetunion und den Westmächten
-         das Vorgehen der SBZ in Mittel- und Osteuropa hatte Misstrauen und Unwille bei den Westmächten geweckt
-         Churchill beschrieb den „Eisernen Vorhang“ (Grenzlinie zwischen SBZ und den Westmächten)
-         SU fühlte sich vom Kapitalismus der USA bedroht
o       USA wollten freien Welthandel und offene Märkte
->    SU förderten kommunistische Parteien (z.B. mit polizeistaatlichen Mitteln) und wollte so die Einflusssphäre festigen
-         Amerikanisch-sowjetische Konflikte in Griechenland, Iran und der Türkei
o       markierten den Beginn des Kalten Krieges
->    Eindämmungspolitik der Amerikaner (Containment)
o       Konkretisierung war der Marshallplan
-         gingen von Teilung der Welt in eine amerikanische und sowjetische Einflusssphäre aus
-         Sowjetunion bewertete den Vorschlag der wirtschaftlichen Vereinigung der Zonen und den Marshallplan als Maßnahmen des amerikanischen Wirtschaftsimperialismus
o       Briten lehnten die Beteilung der SU am Ruhrgebiet immer wieder ab
-         die sowjetische Deutschlandpolitik wurde wiederum von den Amerikanern als Versuch angesehen, ganz Deutschland in die sowjetische Einflusssphäre einzubeziehen
-         SU wollte den Anschluss Deutschlands an den kapitalistischen Westen verhindern
-         amerikanische Führung meinte vor der Entscheidung zwischen ganz Deutschland an die SU zu verlieren oder eine Teilung Deutschlands in Kauf zu nehmen
o       entschieden sich für die Errichtung eines westdeutschen Teilstaats
o       dies wollte Stalin mit der Berliner Blockade 1948/49 verhindern
§         schlug fehl
-         die Politik der Siegermächte im Kalten Krieg führte zur Gründung der BRD und der DDR 1949
 
 
Münchner Ministerpräsidentenkonferenz
 
-         Hans Ehard war der Meinung, dass es solange es keine Instanz für Gesamtdeutschland gab, die Ministerpräsidenten als Treuhänder des deutschen Volkes betrachtet werden
-         Zusammenkunft aller Länderregierungschefs am 7. und 7. Juni 1947 in München
-         ob die Ministerpräsidenten der SU kommen war unsicher
o       sie kamen, aber reisen noch vor den Verhandlungen wieder ab, da sie beanstandeten, dass es bereits eine feste Tagesordnung gab
-       der einzige Versuch eine Spaltung Deutschlands zu verhindern scheiterte
o       die Ministerpräsidenten der BBZ wollten, dass sich die Konferenz nicht mit rein politischen Themen befasse
o       die Ministerpräsidenten der FBZ wollten, dass ur wirtschaftliche Themen behandelt werden
o       die Ministerpräsidenten der SBZ sollten (auf Drängen Ullbrichts) die Konferenzen verlassen wenn auf der Tagesordnung nicht der Punkt war eine deutsche Zentralverwaltung durch Verständigung der demokratischen deutschen Parteien und Gewerkschaften zur Schaffung eines deutschen Einheitsstaat zu bilden
 
 
Schwarzmarkt
 
-         Versorgungslage war angespannt
-         Militärregierung behielt die in Kriegsjahren eingeführte Bewirtschaftung aller Konsumgüter
o       es war nicht sicher, on man bekam was auf den Lebensmittelkarten war
-         große Geldvorräte <–> minimales Warenangebot
->    führte zum Schwarzmarkt
-         man konnte gegen Ware oder viel Geld fast alles beschaffen
-         Zigarettenwährung spielte eine große Rolle
o       damit konnte man alles erstehen
-         großer Teil der Bevölkerung am Schwarzmarkt beteiligt, um zu überleben
-         nach der Währungsreform normalisierte sich das Warenangebot und der Schwarzmarkt verschwand
 
 
Marshallplan
 
-         laut der amerikanischen Regierung hemmte die wirtschaftliche Not in Europa Eindämmung des Kommunismus
-         bisherige Anleihen der USA waren ungenügend
-         der neue amerikanische Außenminister Marshall bot den europäischen Ländern ein Hilfsprogramm an
o       SU und die in ihrem Einflussbereich stehenden Staaten lehnten ab
o       meisten anderen europäischen Staaten, sowie die Westzone Deutschlands wurden in den Marshallplan einbezogen
-         Hilfsleistungen wurden auf Vorschlag der OEEC verteilt
o       Sachlieferungen (Rohstoffe, Lebensmittel, Kredite)
-         Gegenwerte für die Hilfen wurden in inländischen Zahlungsmitteln gesammelt
->    es entstanden investierbare Fonds
->    eigene wirtschaftliche Aktivität wurde angeregt
->    rasche wirtschaftliche Aufbau
->    Wirtschaftswunder
 
 
 
Währungsreform
 
-         Vorbedingung des Marshallplans war die Bereinigung der Währungsverhältnisse
o       durch die nationalsozialistische Kriegswirtschaft gab es riesige Geldmengen, aber ein geringes Warenangebot
-         Währungsreform am 20./21. Juni 1948 durchgeführt
-         im Umtausch gegen 60 Reichsmark bekam jeder ein Kopfgeld von 40 Deutschen Mark
o       Unternehmen erhielten für jeden beschäftigen 60DM
o       Löhne, Pensionen, Renten, Mieten wurden 1:1 umgestellt
o       meisten anderen Verbindlichkeiten 10:1
-         hart traf es die Besitzer von Sparguthaben, im Verhältnis 100:6,5 abgewertet
-         Besitzer von Sachwerten wurden begünstigt
->    Währungsreform war Grundstein der künftigen Vermögensverteilung
-         Ludwig Erhard verkündete am 20. Juni 1948 (ohne Zustimmung der Besatzungsmächte) die Aufhebung der Bewirtschaftung und Preisbindung
o       der Schwarzmarkt verschwand
 
-         SBZ-Verwaltung zog mit einer eigenen Währungsreform nach
o       sollte auch in ganz Berlin gelten
-         die Westmächte führten aber die DM in den Westzonen Berlins ein
->    SU begann mit der Berliner Blockade
 
->    Währungsreform war ein Bruch mit dem Potsdamer Abkommen (Deutschland war mit unterschiedlichen Währungen keine Einheit mehr)
 
 
Berliner Blockade
 
-         die Reichshauptstadt Berlin war von der SU erobert worden
o       doch schon vor Kriegsende hatten die Alliierten vereinbart Berlin in Sektoren einzuteilen
o        Regelungen über den Verkehr waren nicht getroffen worden
-         westalliierte Truppentransporte waren nach Berlin durch die SBZ behindert worden
-         als die DM in den Westzonen Berlins eingeführt wurde, begann die SU mit der Berliner Blockade
o       sämtliche Schienen-, Straßen- und Wasserwege wurden gesperrt
o       die SU stellte den Anspruch auf Berlin, da es in ihrer Zone liege
->    SU wollte die westlichen Alliierten zur Aufgabe ihrer Zonen in Berlin erpressen
->    Westmächte richteten die Luftbrücke ein und versorgten die abgeschnittene Bevölkerung über die Luft
->    gefährlicher Höhepunkt des Kalten Krieges
-         während der Blockade erfolgte die politische und verwaltungsmäßige Spaltung Berlins
-         Ernst Reuter wurde Oberbürgermeister im Westen Berlins
-         Friedrich Ebert im Osten
->    Amerikaner wurden Sympathieträger
 
 
 
Parlamentarischer Rat
 
-         die drei westlichen Besatzungsmächte, die Niederlande, Belgien und Luxemburg nahmen an der Sechsmächtekonferenz in London teil
o       es wurden die Grundlagen zu den Frankfurter Dokumenten gebildet
§         Ministerpräsidenten werden darin aufgefordert eine verfassungsgebende Nationalversammlung einzuberufen
§         es wurde ein Besatzungsstatut angekündigt, der die Beziehungen zwischen der zukünftigen deutschen Regierung und den Besatzungsmächten klären sollte
-         die Ministerpräsidenten waren dafür, dass die Spaltung von Ost und West vertieft werde
o       schlugen den begriff Grundgesetzt anstelle von Verfassung vor
-         das Länderparlament sollte das Grundgesetzt bestätigen
-         der Parlamentarische Rat (65 Mitglieder den Länderparlamenten) sollte das GG erarbeiten
-         zum Präsidenten des Parlamentarischen Rates wurde Konrad Adenauer gewählt
-         das Grundgesetz wurde am 8. Mai 1949 mit 53 gegen 12 Stimmen angenommen
o       dagegen waren die KPD, DP, Zentrum, 6 der 8 CSU Mitglieder
-         die Landtage aller westdeutschen Länder (außer Bayern) stimmten dem Grundgesetz zu
-         die drei Militärgouverneure genehmigten das Grundgesetz und am 23. Mai 1949 wurde es verkündet
o       am 24. Mai trat es in Kraft
 
 
Deutscher Volksrat
 
-         am 6. und 7. Dezember 1947 wurde in Berlin der Deutsche Volkskongress für Einheit und gerechten Frieden gegründet
-         der Kongress verlange einen Friedensvertrag zwischen Ost und West und eine gesamtdeutsche Regierung aus Vertreter aller demokratischer Parteien
o       gründeten die Volkskongressbewegung
§         dieser lehnte Marshallplan ab
§         wählte den 1. Deutschen Volksrat
-         der Verfassungsausschuss des Volksrates legte den Entwurf einer Verfassung der DDR vor
o       wurde vom Volksrat gebilligt und formell beschlossen
-         der 3. Volkskongress nahm die Verfassung der DDR an
o       wählte den 2. Deutschen Volksrat
o       trat als provisorische Volkskammer der DDR zusammen
o       beauftragten den ehemaligen Sozialdemokraten Otto Grotewohl mit der Bildung einer Regierung
->    Gründung der DDR war vollzogen
 
 
 
Stichworte aus dem Ordner
 
-         Bedarf an lebensnotwendigen Dingen war groß
-         Rohstoffmangel, Betriebe zerstört
 
-         Massenspeisungen wurden veranstaltet
-         Spendenaufrufe
o       verschonte Menschen sollten helfen
 
-         Menschen erkrankten schnell
o       unterernährt
o       Kalorienbedarf war deutlich unterschritten, zu manchen Zeiten bekamen die Menschen nur die Hälfte
-         niemand erreichte Normalgewicht
 
-         Wiesbadener kehrten 1945 zurück
 
o       OB sagt nur Wiesbadener sollen nach Wiesbaden zurückkommen, da es schon schwer genug ist diese zu versorgen
 
Botschaft des Generals Eisenhower an das deutsche Volk in der ABZ
-         Deutschland wird entwaffnet
-         Gewerkschaften und demokratischen Parteien werden erlaubt
o       werden allerdings von der Militärregierung kontrolliert
-         durch Arbeit und Wille soll das Volk selbst zeigen und somit bestimmen wann es ihnen besser geht
o       keine Lebensmittel, Kohle zum Heizen, Wohnraum und Transport mittel: „Das alles sind eure Probleme: Die Lösung hängt allein von Eurer Arbeit ab.“
§         zuvor schrieb er, die ABZ würde helfen
§         ambivalent
 
Alliierten Kriegsziele
 
Frankreich
-         wollten keinen deutschen Einheitsstaat
o       wollten Staatenbund = Schwächung
-         das Rheinland sollte wieder den Deutschen weggenommen werden
-         wenn Deutschland wieder ein Reich werden sollte, dann würde es keine Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen geben
 
Amerika
-         wollten Deutschlandwirtschaftlich schwächen, um sie als Machtfaktor auszuschalten
-         wollten Demokratie nach amerikanischem Vorbild
o       Föderalismus = Stärkung der Regierungsgewalt auf Länderebene
-         Maßnahmen gegen den Kommunismus
-         wollten den Kapitalismus
 
England
-         wollten föderalistischen Staat nach britischem Vorbild
-         wollten die deutschen Industrie steigern und fördern, im europäischen Interesse
 
AK (Alliierten Kontrollrat)
F (Frankreich)
GB (Großbritannien)
SU (Sowjetunion)
PA (Potsdamer Abkommen)
SBZ (Sowjetische Besatzungszone)
SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands)
ABZ (Amerikanische Besatzungszone)
FBZ (Französische Besatzungszone)
BBZ (Britische Besatzungszone)
SMAD (Sowjetischen Militäradministration in Deutschland)
LDPD (Liberal-Demokratische Partei Deutschlands)
FDP (Freie Demokratischen Partei)
SU (Sowjetunion)
OEEC (Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit)
häufige Suchphrasen:
denazifizierung westzone, entnazifizierung in den westzonen spruchkammern referat, vertreibung, potsdamer abkommen fragebogen, totale niederlage referat





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